Forum: Wirtschaft
Job- und Konjunkturboom: Deutschland läuft heiß
DPA

Die deutsche Konjunktur nimmt Tempo auf, Jobs gibt's in Hülle und Fülle. Alles gut, also? Nein, denn auch die Risiken für die Wirtschaft steigen.

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immerentspannen 06.12.2015, 20:39
80. generation x sagt danke :-)

zu der gehör ich wohl. Seit 20 Jahren beschäftige ich mich jetzt mit Wirtschaft und Aktien. Und schon bin ich 35 ohne es gemerkt zu haben :-( ich bedanke mich hiermit bei allen, die seitdem die naechste Krise oder apokalyptise vorhergesagt haben. Ohne die ginge es mir jetzt nicht so gut :-D

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Jeckl8 06.12.2015, 20:40
81. Es gibt nur einen Grund warum Binnennachfrage schlecht ist:

wer arbeitet hat die Chance ein klein wenig fairer entlohnt zu werden (was natürlich wieder die Wirtschaft "überhitzt"). Es würden mehr Arbeitsplätze geschaffen und der Staat wäre nicht mehr erpressbar duch das Kaptital, eine Katastrophe!

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lagoya 06.12.2015, 20:41
82. Ja, so ist das , Hauptsache man kann 'positiv' berichten

Zitat von Holger Regohl
Es ist sehr naiv, die zusätzlichen Staatsausgaben für die neuen Zuwanderer als "wachstumsfördernd" anzuschauen. Es wäre genauso wachstumsfördernd, wenn der Staat auf dem Land eine grosse Pyramide für die Götter bauen würde, oder wenn ein Erdbeben eine Stadt zerstört. Natürlich "floriert" dann die Bauindustrie, aber dummerweise zahlt man so etwas entweder direkt mit höheren Steuern oder indirekt (später) über höhere Staatsschulden.
Ich würde gerne einmal genaue Zahlen sehen, um wieviel % unsere neueste Arbeitslosenquote genau reduziert wurde, weil zig tausende Arbeitsplätze nur im Zshg. mit der Zuwanderung entstanden sind , die allesamt wiederum von der öffentlichen Hand finanziert werden und unterm Strich keinen Zuwachs beim Bruttosozialprodukt bewirken werden. Aber da wird transparenz ja imer ganz klein geschrieben . Hauptsache es BOOMT bis zur nächsten Verdummung.

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INGXXL 06.12.2015, 20:42
83. #70

Ich War bis vor kurzem in einem Chemiekonzern als Leitender Angstellter tätig. Es wurden immer mehr Dienstleister eingesetzt. Putzfrauen sowieso, , IT, Instandsetzung aber in der Produktion hatten wir nur eigene Leute.. Leiharbeiter hätte ich auch abgelehnt. War ein Störfallbetrieb und das Risiko wäre viel zu gross. Wenn eine Putzfrau nicht so gut putz sucht man sich halt eine andere Firma in der Produktion hätte man eine Katastrophe die den Vorstand in Schwierigkeiten bringt

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bootsmann0810 06.12.2015, 20:45
84. .. Ja und der Dax wird auf 5000 Pkte fallen...

... wann werden auch Journalisten begreifen,
dass Zuversicht die größte Kraft für eine positive Zukunftsgestaltung ist? Wer braucht diese 'Untergangspropheten'? Wir brauchen mehr Berichte über starke Vorbilder und über Chancen in unserem Land.... und davon gibt es genug! Mich widern mich diese Angstmacher an .. sie sind eine Quelle der Furcht die überflüssig ist!!!

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Promet 06.12.2015, 20:49
85. Das magische Viereck u. die zyklische Entwicklung der Volkswirtschaften

Zitat von norwood1969
okay, damit ichs mal verstehe: Zuviel Export ist schlimm. Zuviel Binnenkonsum ist aber auch schlimm. Wenig Inflation ist schlimm Mehr Inflation ist schlimm Wenn Banken keine Kredite geben, ist das schlimm Steigende Verschuldung ist schlimm Niedrige Loehne sind schlimm Steigende Loehne sind schlimm. Es kommt einem so vor, als haetten als Reporter, die auf SPON ueber Wirtschaft schrieben, einfach keine Ahnung. Das Schlimme ist nur, dass auch diese Reporter irgendwann Recht behalten werden. Denn nach jedem Aufschwung folgt irgendwann ein Anschwung, dass sieht sogar ein Blinder mit dem Krueckstock, wenn man einen Blick auf die Graphen wirft. Und mit dieser Erkenntniss kann jeder gescheid daherschwurbeln und spaeter behaupten, er haette es schon immer gesagt.
"Das Schlimme ist nur, dass auch diese Reporter irgendwann Recht behalten werden. Denn nach jedem Aufschwung folgt irgendwann ein Anschwung, dass sieht sogar ein Blinder mit dem Krueckstock, wenn man einen Blick auf die Graphen wirft." Dass nach jedem Aufschwung ein Abschwung der Wirtschaft folgt ist eine Binsenweisheit, aber die kennen anscheinend nur wir beide und vielleicht noch eine handverlesene Zahl von Verschwörungstheoretikern. Das magische Viereck der Volkswirtschaft, ausgeglichene Handelsbilanz, hoher Beschäftigungsgrad, stabiles Preisniveau und angemessenes stetiges Wachstum ist ebenfalls ein Geheimwissen der Verschwörungstheoretiker. Deswegen ist das Viereck auch magisch. Anerkannt von den neoliberalen Voodoo - Wirtschaftswissenschaften ist lediglich die unsichtbare Hand des Marktes, die alles zum Guten regelt. Was ist das Gute, die ständig wachsenden Einkommen der Reichen? Für solch ein Hexenwerk wurde man früher verbrannt. Ich habe das Magische Viereck und den Blödsinn mit den Wirtschaftszyklen noch an einer technischen Berufsschule erlernt. OK, das ist lange her. Damals sprach man aber auch von Vollbeschäftigung erst, wenn die Arbeitslosenzahlen, also die wirklich echten Zahlen (1970 lagen die bei etwa 150.000 u. das war schon viel), weit unter dreihunderttausend lagen. Jetzt haben wir an echten Arbeitslosen etwa 6 bis 8 Millionen, da können wir ruhig den Zugewinn der DDR mit einbeziehen, es wird nicht wirklich besser mit den Zahlenrelationen. Die Schröderischen Artefakte, wie Aufstocker, unfreiwillig geringfügig Beschäftigte und Minjober schon rausgerechnet. Jetzt wird es auch dem letzten Verschwörungstheoretiker klar, Deutschland läuft heiß. Heiße Luft dehnt sich aus, das ist auch eine Art von Wachstum. Dass selbst gute Facharbeiter heute mit einem Stundenlohn von 11,- Euranten in der Leiharbeit des Ruhrgebietes auskommen müssen, bestätigt, Deutschland läuft heiß. Aber vergessen wir Armutsrentner, Suppenküchen und Obdachlose. Träumen wir uns in den Heißluftballon Deutschland. Alles wird gut, alles ist alternativlos.

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marthaimschnee 06.12.2015, 20:52
86.

Ja, Jobs gibt es in Hülle und Fülle, allerdings nicht, weil es mehr Arbeit als Arbeitslose gibt, sondern weil die Unternehmen extrem wählerisch, ja schon regelrecht mäklig sind und lieber gar keinen einstellen, als einen möglicherweise nicht perfekt passenden Kandidaten.

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sotomajor 06.12.2015, 21:00
87. man merkt sie sofort

Die Konformen Lobbyschreiber merkt man sofort, da muss man ihre Kommentare gar nicht erst lesen. Sie tragen meist Namen die schon alles aufzeigen, den Sinn der Kommentare und den Zweck. Nein, sie sehen die Krise nicht wenn die schon in ganz Europa um sich greift, ihnen ist nur ihr nächster Gehaltsscheck wichtig. Ich wundere mich über die Lobbyschreiber, die Deutschland noch über alle Krisen hinweg schreiben möchten wenn das Kind schon im Brunnen liegt. Den Menschen im Land geht es nicht gut, das wissen sie genau und deshalb machen sie Staat für eine Politik die antidemokratischer gar nicht mehr sein kann. Ist euch der Strompreis noch immer nicht zu hoch, die Renten noch immer nicht zu kurz und die Minilöhne reichen euch noch ? Na Hauptsache die Spekulanten machen richtig Gewinn. Die versteckten Arbeitslosen, die geschönten Statistiken, das "weiter so", sie sind der Garant für ihr Überleben. Ich kann euch verstehen, mag euch aber nicht ! Die Warheit löst sich nicht mehr leugnen.

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sonnemond 06.12.2015, 21:21
88. Schreiben Sie im Auftrag der Bundesregierung?

"Den Zuzug von weiteren anderthalb bis zwei Millionen Menschen wird die Volkswirtschaft ohne Blessuren wegstecken, schätzt die Bundesbank."

Lesen Sie eigentlich gar keine Zeitungen, Herr Müller? Ist das der Tenor dessen, was die Menschen hier oder in Europa wollen?

Lesen Sie doch mal die letzten Artikel Ihres Kollegen Daniel Stelter beim Manager Magazin. Der macht einen weitaus informierteren Eindruck als Sie.

Ihr Artikel wirkt, bei einem Prekariat von etwa zwölf Millionen Menschen in Deutschland und einer Schattenarbeitslosigkeit von mehreren Millionen, weltfremd.

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L!nk 06.12.2015, 21:26
89. So ein Quatsch

Ich kenne noch Zeiten, in denen die Arbeitslosenquote unter 1 Mio. lag, und die Löhne real doppelt so hoch waren wie heute. Und man konnte sein Geld noch aufbewaren, ohne das es na Wert verliert. "Zeichen einer Überhitzung" war das bestimmt nicht, höchstens ein auslöser der Arbeitgeberpolitik, die Würde der arbeitenden Gesellschaft stark zu begrenzen.

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