Forum: Wirtschaft
Kahlschlag bei GM: Das Ende von Trumps Auto-Illusion
REUTERS

Der größte US-Autokonzern GM baut fast 15.000 Stellen ab. Schuld seien die erschwerte Marktlage und gewandelte Vorlieben. Was GM verschweigt: Eine Mitschuld trägt Donald Trumps Handelskrieg.

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C. V. Neuves 27.11.2018, 12:12
100.

Das hat alles recht wenig mit Trump zu tun sondern ist lediglich eine Fortsetzung von Deindustrialisierung und Transformation der USA in eine Drittweltwirtschaft die von Landwirtschaft und Dienstleistungen dominiert ist (Schlagwort ab der späten 1970er: "moderne Dienstleistungsgesellschaft"). Daher auch die Ausdünnung. der Mittelklasse. Die ganze Chose implodierte ja schon vor zehn Jahren ("GFC") und lebt seither noch vom Gelddruck, Überall im Westen ist das in etwa geich.

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hauser 27.11.2018, 12:14
101. reine Schadenfreude...

Machen wir uns doch mal ehrlich: es geht doch hier in erster Linie wieder mal nur um Schadenfreude darueber, dass Donald Trump einen Rueckschlag erleidet. Sicher wird Donald Trump nicht nur Erfolge haben, aber fairerweise sollte auch erwaehnt werden, dass Trump der erste Praesident seit vielen Jahren ist, der sich um die Arbeitsplaetze der Arbeiter kuemmert.

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exHotelmanager 27.11.2018, 12:14
102. Lordstown

Zitat von hplanghorst
In Lordstown werden Kleinwagen gebaut: ausschliesslich Chevy Cruze, so ungefaehr wie Golf. Solche Apfelsinenkisten willnatuerlich keiner mehr fahren. [...]
Die Fabrik in Lordstown stellt den Chevrolet Volt her - einen mit Opel (Ampera) in Rüsselsheim gemeinsam entwickelten Hybrid-PKW, dessen Produktionslaufzeit mit 8 Jahren nun endet und der ursprünglich überwiegend für den Vertrieb über Holden (AUS), Opel und Vauxhall (UK) gebaut wurde.
Der Chevrolet Cruze ist ein in Korea und Rüsselsheim entwickelter Wagen auf Basis eines älteren Opel Astra, der überwiegen in Pantherstaaten gebaut wird und in USA etwa so beliebt und angesehen ist wie hier ein Dacia. Auch der ebenfalls eingestellte Impala ist faktisch ein Opel. Alle Motoren dieser Fahrzeuge sind Opel-Konstruktionen. Es scheint also Nebenwirkungen des Opel-Verkaufs zu geben.

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Watschn 27.11.2018, 12:15
103. Das Problem in den USA (teils auch hier); es fahren immer mehr SUV's..

...und Pickups als gew. PkW's (Limousinen).... Eigentlich ein Anachronismus....Der Staat sollte hier eingreifen uns mit Steuern lenken. (Natürlich nur auf Verbrennungsmotoren) Z.B nach SUV-Klassen, Gewichtsmasse u. Literverbrauch zu den Limos evtl. gar überproportional besteuern....

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fatherted98 27.11.2018, 12:15
104. jetzt mal langsam..

....15.000 Arbeitsplätze....er mal abwarten. Zum Einen sind die nicht schon morgen weg, zum Anderen läuft die Konjunktur in den USA gerade so gut, dass die Leute ohne Probleme einen neuen Job bekommen. Überall werden Leute gesucht....nicht gerade am Band zu Gewerkschaftslöhnen....aber immerhin...

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altais 27.11.2018, 12:17
105.

Zitat von jowitt
Sie verkennen die Dimensionen. Die USA haben 330 Mio Einwohnen, Wenn Sie das runterberchen, währen Sie bei gleichem Verhältis bei ca. 3,37 Entlassungen, nicht bei 15.000. Sie vergleichenhier also Appfel mit Birnen.
Sie verkennen die Mathematik. Runtergebrochen auf deutsche Verhältnisse wären das 4.000 Entlassungen. Wäre auch hier ein Thema. Nicht umsonst regt sich Nr. 45 auf.

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deeperman 27.11.2018, 12:24
106. Elektro-Pleite

Warum verschweigt der SPIEGEL, dass es sich beim eingestellten Chevy Volt um ein mit viel Vorschusslorbeer gestartetes E-Mobil handelt? Dass es kaum jemand kauft, passt wohl nicht zum offiziellen Elektro-Jubel...

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jenzer 27.11.2018, 12:26
107.

Zitat von StefanXX
Da spricht wohl der blanke Neid. Aktionäre stellen ihr Kapitel der Wirtschaft zur Verfügung, für Investitionen und Arbeitsplätze. Wie legen Sie denn dann Ihr Geld an? Wahrscheinlich haben Sie ein Sparbuch und schmeißen das Geld damit den Banken für satte 0,05% Zinsen direkt in den Rachen.
Aber dem vermeintlichen Neid dann grenzenlose Überheblichkeit entgegenzusetzen ist sicher auch nicht die feine, englische, nicht wahr?

Mal drüber nachgedacht, dass viele Arbeitnehmer nicht so viel Geld verdienen, dass sie auch noch was beiseite legen können? Und wenn doch, dass es dann auch nicht gleich so viel ist das man es sinnvoll an der Börse einsetzt?

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cipo 27.11.2018, 12:29
108.

Zitat von jowitt
Sie verkennen die Dimensionen. Die USA haben 330 Mio Einwohnen, Wenn Sie das runterberchen, währen Sie bei gleichem Verhältis bei ca. 3,37 Entlassungen, nicht bei 15.000. Sie vergleichenhier also Appfel mit Birnen.
Wo Sie gerade von Äpfeln und Birnen und verkannten Dimensionen sprechen: 2017 beschäftigte die Automobilbranche in den USA 950.000 Leute, in Deutschland waren es hingegen - trotz der wesentlich kleineren Bevölkerung - 820.000 Leute. Der Schuss ging wohl nach hinten los.

https://www.bls.gov/iag/tgs/iagauto.htm#emp_national

https://www.statista.com/statistics/587576/number-employees-german-car-industry/

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durch blick 27.11.2018, 12:32
109. @Meconopsisheute, 10:42 Uhr 34.

Danke, genau hier liegt des Pudels Kern. Keiner begreift wie diese weltumspannende Computertechnologie mit milliardenfacher Dauerkommunikation das Produktions-
und Entwicklungsgeschehen beeinflussen. Geschweige denn was sich daraus entwickelt und wie das alles politisch zu Steuern ist. Wir sind in einem absolut chaotischen kapitalistischen Wirtschaftssystem angekommen. Dieses wird sich so schnell nicht wirklich in kontrollierte Bahnen lenken lassen. Dagegen stehen die Interessen von gigantischen Kapitalgesellschaften, die Demokratie hat sich in eine Demokratur mit Kapitaldiktatie verwandelt. Hat hier irgend jemand Marx nicht verstanden?
Habe die Ehre
DB

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