Forum: Wirtschaft
Kakaohandel: Die bittere Seite der Schokolade
Tereza Hronov

Die Supermärkte sind wieder voll mit Schokolade. Aber ob Adventskalender, Engel oder Weihnachtsmänner - der Kakao für die Süßigkeiten wird unter harten Bedingungen angebaut. Eine Aktivistin aus Ghana kämpft gegen das Unwissen an - auch im Überfluss des Luxuskaufhauses KaDeWe.

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juergw. 03.12.2013, 16:18
50. Au Weia...

Zitat von Exekutiv
....vielleicht nicht peinlich, aber nicht ganz korrekt informiert: "m Gegensatz zu herkömmlicher Schokolade wird bei der Herstellung weißer Schokolade der Kakaomasse das Kakaopulver entzogen und nur die daraus entstandene Kakaobutter zusammen mit Milchbestandteilen und Zucker verwendet. Nach EU-Richtlinien muss sie mindestens 20 % Kakaobutter sowie 14 % Trockenmilchanteil, darunter mindestens 3,5 % Milchfett enthalten". Also schon mit Kakao hergestellt und betrifft daher auch den Kakaonohnenanbau und den Fairtrade-Handel...oder ??
wußte ich auch nicht.Danke,für die Aufklärung.Man kann noch immer was dazu lernen...

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aurichter 03.12.2013, 16:24
51. Nur ein Kakaobohnen Problem

Ist ja ganz traurig und nachvollziehbar, aber dann bitte auch allen anderen Rohstoff-Raubrittern den schwarzen Peter unter die Nase halten. Dann jedoch geht bei einer Umsetzung die deutsche Wirtschaft zugrunde. (Nicht meine Meinung) Der deutsche Unternehmer läßt grüssen.

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morax 03.12.2013, 16:39
52. Tafel rauf auf 5,30€!

Ganz einfach, fair ist wenn die Tafel fünf Euro zu buche schlägt, und auch die Hälfte davon an den Bauern geht! Das das nie geschehen wird, zeigt nur wie krank unsere Gesellschaft aufgestellt ist. Hierzulande futtert man sich mit Schokolade einen Hintern an - um ja glücklich zu sein, und woanders bezahlen die Leute mit Schweiss und Tränen! Gibt es Glück nur gegen Leid? Warum ist man sich sofort zu schade 5 Euro hinzulegen, und zu wissen dass es dem Bauern dann auch ein Lächeln ins Gesicht bringt? Für mich gilt heute wie nie: "It's no measure of Health to be well adjusted to a profundly sick Society"!

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Celegorm 03.12.2013, 16:46
53.

Zitat von GrinderFX
Am Kakaopreis kann es ja also nicht liegen wie man hier ja liest. Genauso wenig am Zuckerpreis. Wo ist also das Geld geblieben? Kurz gesagt: Warenkosten gesunken, Preis aber rauf.
Tja, nicht alles was man so liest ist die reine Wahrheit. Der Kakao-Preis ist zwischen 2006 und 2011 stark angestiegen, der Spitzenpreis für Kakao in 2011 war mehr als doppelt so hoch wie in 2006. Seit 2011 ist der Preis zwar etwas gefallen, liegt aber immer noch über den Daumen gepeilt 75% höher als in 2006. Runtergerechnet ergibt das beim Kakao eine Preissteigerung von mehr als 10% pro Jahr in dem Zeitraum. Ich denke nicht, dass sich das Endprodukt im Schnitt mehr als das verteuert hat.

Zitat von
Sie könnten also weit mehr für Kakao zahlen OHNE die Preise zu erhöhen aber das wird niemals passieren!
Natürlich kann immer jeder seine Margen reduzieren, bis er gar nichts mehr daran verdient sogar. Die Frage ist: Wieso sollte der Händler das tun wenn der Konsument selber zu geizig ist, ein paar Cent mehr zu zahlen? Kakaohändler und Schokoladenproduzenten sind halt auch keine Wohltätigkeitsorganisationen und es ist relativ naiv, sowas zu erwarten.

Allerdings zeigt das natürlich die Problematik: Jeder inkl. Ihnen als Kunde ist auf seinen Vorteil bedacht - und der Druck wird durch die Produktionskette weitergegeben, bis hinunter zum Kleinbauern als schwächstes Glied. Allerdings fängt die Kette beim Konsumenten an, der Schokolade möglichst billig will und sich darum auch selber an der Nase nehmen muss..

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Ostwestfale 03.12.2013, 16:49
54.

Zitat von morax
Ganz einfach, fair ist wenn die Tafel fünf Euro zu buche schlägt, und auch die Hälfte davon an den Bauern geht! Das das nie geschehen wird, zeigt nur wie krank unsere Gesellschaft aufgestellt ist.
Das wären mehr als 25 Euro pro Kilo Kakao, denn bekanntlich sind in einer Schokolade keine 100% Kakao enthalten.

Das Hauptproblem scheint aber doch zu sein, dass die Bauern heute prozentual gesehen viel weniger am Gewinn der Konzerne beteiligt sind. Ich bin gerne bereit etwas mehr zu zahlen, aber nur wenn das Geld auch bei den Bauern ankommt

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rotschau1 03.12.2013, 17:08
55. Überfluß

Es bleibt nur zu hoffen, dass all die schönen Sachen im KaDeWe auch nach dem Kauf gegessen werden und nicht im Müll landen. Das angegessene Fett läßt sich dann operativ entfernen. Wir bedauern dann die armen Erzeugerländer immer wieder.

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Jabagrafs 03.12.2013, 17:09
56. Komisch. Was nützen Erfindungen?

Zitat von GrinderFX
Komisch. Am Kakaopreis kann es ja also nicht liegen wie man hier ja liest. Genauso wenig am Zuckerpreis. Wo ist also das Geld geblieben? Kurz gesagt: Warenkosten gesunken, Preis aber rauf. Sie könnten also weit mehr für Kakao zahlen OHNE die Preise zu erhöhen aber das wird niemals passieren!
Schokolade ist quasi die stabilste Währung der Welt.
Lediglich der Wechsel zum Euro hat mal kurz zu einer Preissteigerung geführt.

Lesenswert: Schokolade - Die stabilste Währung der Welt - Geld - Süddeutsche.de

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GrinderFX 03.12.2013, 17:18
57. optional

@Celegorm

Ich behaupte doch, der Preis der Schokolade hat sich sogar weit mehr erhöht als der Kakaopreis und dabei ist das ja nur ein Teil der Schokolade. Und die Frage bleibt ja immer noch wo das Geld hingeht, wenn die Bauern ja weit weniger bekommen als vorher. Denn es scheint ja hier nicht der Rohstoffwert der am Börsenmarkt gehandelt wird gezahlt zu werden.

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tanmenu 03.12.2013, 17:47
58. Das Beste

Zitat von sysop
Die Supermärkte sind wieder voll mit Schokolade. Aber ob Adventskalender, Engel oder Weihnachtsmänner - der Kakao für die Süßigkeiten wird unter harten Bedingungen angebaut. Eine Aktivistin aus Ghana kämpft gegen das Unwissen an - auch im Überfluss des Luxuskaufhauses KaDeWe.
Ich esse schon lange keine Schokolade mehr. Sie macht dick und krank. Egal ob teuer oder billig.

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Asher S. 03.12.2013, 18:12
59. Es gibt kein Fairtrade!!!

Faitrade besteht aus nichts anderem ausser teuren Plaketten, die man bei aalglatten marketing Firmen fuer teures Geld erwerben muss. 100T -500T Euro Dafuer bekommt man dann schoene Aufkleber, wo sich dann der Endverbraucher gesegnet fuehlen darf.

Wacht auf!

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