Forum: Wirtschaft
Kampf fürs Klima: Die Welt retten - mit Vergnügen
Marcel Kusch / DPA

Es ist naiv zu glauben, dass wir das Klimadesaster verhindern, wenn nur alle sofort auf Fleisch und Flugreisen verzichten. Der Durchbruch wird erst gelingen, wenn das Ganze vom Verzichtsdogma gelöst wird und Freude macht.

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MT98 19.04.2019, 20:31
30. @fehleinschätzung, zuerst muss der Staat/Wirtschaft

ehrlich handeln. Zur Zeit werden immer mehr Autobahnen gebaut, Flugplätze ausgebaut, Freihandelsabkommen abgeschlossen. Wieso soll der kleine Bürger zuerst mit dem Sparen anfangen? Im Übrigen sind die Grünen die Spitze der Vielflieger! (soweit zu der Ehrlichkeit dieser Gruppe). ICH gehe schon immer sorgsam mit meiner Umwelt, weil ich dies aus der DDR-Mangelwirtschaft so gelernt habe.

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Bairbre NiGabhainn 19.04.2019, 20:40
31. Ein europa-weites Investitionsprogramm braechte viele Vorteile

Der Autor hat hier vollkommen recht. Eine kuerzliche Veroeffentlichung der EU Forschungsagentur Eurofound rechnet vor, dass ein konsequentes EU-weites Investitionsprogramm zur Umsetzung der Pariser-Klimaziele nicht nur dem Klima hilft, sondern auch der Wirtschaft und den Beschaeftigungszahlen in der gesamten EU. Die Studie projiziert dass eine erfolgreiche Umsetzung bis 2030 bis zu 1.1% Wachstum des BIP, und einen Beschaeftigungszuwachs von 0.5% in der EU von jetzt bis 2030 bringen wuerde.
Konsequente Umsetzung dieser Ziele durch Investionen bringt also nicht nur dem Klima was, sondern schafft auch Arbeit und Wohlstand.
Das klingt doch viel besser als Verzicht, oder?

Hier Links zur Studie:
https://www.eurofound.europa.eu/de/news/news-articles/implementation-of-paris-climate-agreement-could-boost-eu-gdp

https://www.eurofound.europa.eu/de/publications/report/2019/energy-scenario-employment-implications-of-the-paris-climate-agreement

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jete 19.04.2019, 20:48
32. Wer ist Thomas Fricke ?!?

wie haben schon die 68 iger gesagt - unter den Talaren hängt der Muff von 1000 Jahren. Herr Fricke gehört wohl auch zu den etablierten Journalisten/ Politikern/Wirtschaftsbossen/ ... die den alten Zeiten nachhängen und sich schwer tun,
alte Privilegien aufzugeben.
Es braucht mehr Nachhaltigkeit und neue Wege in eine gerechtere Zukunft, da braucht niemand mehr die so wenig erfolgreichen Ratschläge von denjenigen, die
für die heutigen Probleme mit verantwortlich sind. Da ist es doch erfreulich, wenn engagierte junge Menschen sich für die Zukunft einsetzen. Durch den Verzicht auf z.B. Massentierhaltung/Kurzstreckenflüge/PS - Boliden etc. wird die Lebensqualität bestimmt nicht sinken, eher im Gegenteil. Herr Fricke dokumentiert sehr schön , wie schwer sich das Establishment mit der dringend nötigen Umsetzung von neuen Wegen in die Zukunft tut.

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kommentator24de 19.04.2019, 20:52
33. Fast gut ...

Leider auch einer der vielen Artikel, die so haarscharf an der Sache vorbei gehen, dass man die wahren Fakten leicht übersieht: die Energiebilanz eines Stromautos (auch seine CO2 Bilanz) ist mitnichten so viel besser wie die Hersteller, die Industrie und die Lobbyisten uns glauben machen wollen. Die CO2-Bilanz einer energetischen Haussanierung ist an der Grenze der Messbarkeit. Wirkliches Vergnügen kommt da keineswegs auf. Auch nicht, wenn die ganze Pseudoaktion mit Krediten an die Zukunft versüßt wird. Vergnügen kommt auf, wenn sich die Party im Alltag abspielt. Wenn beispielsweise nicht jeder Single seine Tieffrierpizza in einem Backofen aufbacken muss sondern wenn eine Pizza- (oder Spaghetti-) Party zum Alltag gehört. Das ist nicht nur energetisch sinnvoller sondern bringt noch weitere Synergieeffekte.

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merk! 19.04.2019, 21:09
34. Oder auch nicht

Zitat von curiosus_
..Klimawandel entgegen. Er reduziert den Heizbedarf. Und somit den CO2-Ausstoß.
Der Golfstrom könnte nämlich verschwinden und Europa eine Eiszeit bescheren. Das ändert natürlich nicht die steigende durchschnittliche Erderwärmung. Also es ist ja so, wir tappen voll im Dunkeln, es gibt Millionen Faktoren, die wahrscheinlich das Ende der Menschheit und von 99,99999% der Tierwelt bedeuten werden. Wir wissen so gut wie nichts über die Komplexität unserer Welt.

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lofrabo 19.04.2019, 21:27
35. Hat Scheuer den Artikel diktiert?

Der will doch auch Anreize statt Verbote. Ich finde saubere Städte mit mehr Ruhe und besserer Luft einen sehr guten, direkten Anreiz. Aber noch nichtmal dafür interessiert sich die große Mehrheit. Die will alles wie immer. Eine konsequente Verbotspolitik fände ich übrigens auch einen tollen Anreiz.

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Aberlour A ' Bunadh 19.04.2019, 21:34
36. Angebotspolitik von links?

Der Makroökonom denkt Makro. Kein Wunder. Allerdings ist die Kolumne für Fricke-Verhältnisse in der Argumentation eher schwach. Was Thomas Fricke hier vorschwebt, ist so eine Art "Angebotspolitik von links", bezogen auf die Klimapolitik. Das hat noch nie funktioniert. Um den Klimawandel in erträglichen Bahnen zu halten, wir es nicht ohne im Zeitablauf progressiv zunehmende Besteuerung ALLER klimarelevanten Schadgase gehen. Das heißt: Kohlendioxid, Methan, Distickstoffoxid und die Fluorchlorkohlenwasserstoffe. Im Zeitablauf steigende Abgaben haben unter ökonomischen Effizienzgesichtspunkten den unbestreitbaren Vorteil, innovationsfördernde Wirkung zu entfalten.

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andrejdelany 19.04.2019, 21:36
37.

Den Verzichtspropheten etwas entgegen zu setzen ist wenigstens mal etwas neues. Investitionen in innovative Techniken, wie es die Japaner mit Wasserstoff und Brennstoffzellen machen, würde den CO2 Ausstoß ebenfalls reduzieren und noch dazu die Wertschöpfung auf dem Energiesektor dezentral im eigenen Land generieren. Kein gutes Szenario für zentrale Kraftwerksbetreiber und Monopolisten, aber ein Ziel, das zu erreichen sich für alle lohnt. Auch für das Klima.

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buffbuff 19.04.2019, 21:37
38. verzicht...

...wird aber irgendwann uvetzichtbar werden
8 milliarden menschen möchten gerne auf weiter steigendem niveau leben
und es werden mehr
also woher sollen die rohstoffe und die lebensmittel kommen?
gleichzeitig ist das pladtik problem weiter aktuell und daran könnte man gleich was machen

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DocKnow 19.04.2019, 21:53
39. Grundsteuer

Es wird bald eine neue Grundsteuer geben. Über die Berechnung wird noch diskutiert. Das ist die Gelegenheit Gebäude mit schlechten Klimawerten hoch zu besteuern und klimaneutrale Gebäude niedrig. Wenn zeitgleich die Grundsteuer paritätisch von Eigentümern und Besitzern gezahlt wird und außerdem Miethäuser mit Sozialwohnungsanteil niedriger besteuert werden als Luxusmiethäuser und Villen, dann haben wir sehr schnell, fair und sicher sozialeres und ökologisches Wohnen.

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