Forum: Wirtschaft
Kampf fürs Klima: Die Welt retten - mit Vergnügen
Marcel Kusch / DPA

Es ist naiv zu glauben, dass wir das Klimadesaster verhindern, wenn nur alle sofort auf Fleisch und Flugreisen verzichten. Der Durchbruch wird erst gelingen, wenn das Ganze vom Verzichtsdogma gelöst wird und Freude macht.

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pdqbach2005 20.04.2019, 02:15
50. Verzichten ist leider nicht sexy

Ein Langstreckenflug versaut meine Klimabilanz massiv, aber inzwischen macht man das ja dreimal im Jahr. Das Auto ist ein SUV, damit fahre ich täglich in die Stadt. Das Fleisch ist billig, ist doch egal, was da für eine kranke Industrie dahinter steckt.
Man merkt mir mein Alter an, ich bin groß geworden in den 80ern, da gab es autofreie Sonntage (da würde heute ja die westliche Freiheit auf dem Spiel stehen). Heute ist ja schon ein Veggieday ein Politikum.
Vorhin las ich in einem Forum das Wort "Ökoterrorist", dass Umweltverschmutzer auch terrorisieren, war dem Foristen wohl nicht bewusst.

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Great White Buffaloo 20.04.2019, 02:37
51.

Sorry, aber sie sind auch nur ein Marketingopfer. Zum ersten mal sah ich diese Energie-Klassifikationen so vor 25 Jahren an Kühlschränken. Da gab es A, B, C. Im weiteren Verlauf A(++++, ca. alle 3 Jahre ein plus dazu) und irgendwann dann D, ff. (selbst dem hartgesottesten Manipulator waren weitere + wohl zu peinlich). Die fortschreitende Entwicklung der Kühlgeräte brachte nat. (bei gleicher Beladung, Umgebungstemperatur, Einsatzprofil) Einsparungen hinsichtlich des Energieverbrauchs. Zuerst bemerkenswert (von C zu A) dann eher in geringen Dosen von A zu A und Plusse, wobei ein kleiner Teil der Ersparnisse durch Gimmicks wieder verloren wurde. Seis drum, man wollte ja verkaufen, es wurde gekauft, man wollte ja die/das "xxx" retten, zumindest ein Teil davon sein, obwohl die Herstellung und Kauf eines neuen Gerätes, die Weiterbenutzung des Alten energetisch schlechter aussehen lies. Mit A und und vielen + ist es nicht getan, wenn sie ein technisches Gerät energieeffizienter machen wollen, dann müssen sie zuerst investieren, in Technologie, Material, was erstens selbst Energieaufwand bedeutet, und zweitens kostet.

Zum Rest ihres Posts:
Die schwarze Pest wurde durch die rot-grüne Pest abgelöst, wobei nur noch grau herrscht und zu sehen ist. Die Masseneinkommen wurden tatsächlich drastisch reduziert, sprich die Nettoeinkommen wurden in ihrer Kaufkraft seit 1990 fast schon "vernichtet". Warum und wie schreibe ich nicht, sonst wird zensiert. Nur soviel: 2 Sachen sind ursächlich, die eine wird vom rechtem Rand dem Linken zugeschoben, die andere, dem linkem Rand dem Rechten. Und keiner will es wahr haben, dass die Entwertung der Nettoeinkommen denen zugute kommt (hauptsächlich), die sich einen Ast lachen über das dümmliche, altertümliche Links-Rechts-Denken der bewusst verblödeten Gesellschaft. Denn in der Geschichte der Menschheit war den Herrschenden und Mächtigen die Ideologie relativ egal. Sie wollten die Macht, Reichtum behalten, oder erwerben. Nur, aber nur in dieser Hinsicht, war selbst unser Gröfaz aus Österreich weniger Ego als die meisten Anderen. Der glaubte wohl tatsächlich er erlöse die Menschen ...

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Maxime Musterfrau 20.04.2019, 03:37
52. Ähm..ja..

Es gibt sicherlich unterschiedliche Meinungen darüber, wie man am besten CO2-Emissionen reduzieren/verhindern kann, wie viel Verzicht nötig ist und welche sozialen/politischen Folgen bestimmte Maßnahmen hätten. Allerdings sollte es einige Dinge geben über die wir uns in dieser Debatte einig sind: Polemik ist nicht angebracht: denn es geht um das Leben und Wohlergehen von Millarden. 2. Wir sollten mit dem uns zu Verfügung stehenden Wissen über CO2 intensive Lebensentscheidungen ehrlich umgehen.
Beides tut der Autor meines Erachtens nicht. Mir gefällt der zynische Unterton, der gegenüber Menschen angeschlagen wird, die Empfehlungen von Klima Expert*innen rund um den Globus ernst nehmen nicht. Auch den zwar gut versteckten aber gut erkennbaren "Kuhfürze sind schlecht für das Klima"-Witz sollte man sich in dieser Debatte, falls man als seriös gelten will, doch besser vekneifen. Es mag sein, dass das von Kühen ausgestoßene Methan nur für 3% der Emissionen verantwortlich ist, allerdings ist die globale Viehwirtschaft schätzungsweise für ca. 15% aller globalen CO2 Emissionen verantwortlich. Mehr als der komplette Verkehr. Die Schätzungen schwanken. 15% ist allerdings eine eher konservative Schätzung, da bei vielen Berechnungen z.B. der Verlust des besten CO2-Beseitigers "Wald" durch dessen Rodung für Weidepflächen und Futtermittelanbau kaum einberechnet wird. Das nur mal zum Thema Fleisch, was der/die geneigte Leser*in mit dieser Information macht sei ihm/ihr überlassen.
Ach und das liebe Fliegen. Verantwortlich für ca.5% der globalen Emissionen, ein Drittel des Transportbereichs. Klingt gar nicht so viel. Bis man sich vor Augen führt, dass diese 5% von 10% der Weltbevölkerung generiert werden. 90% haben noch nie ein Flugzeug betreten, viele eines vielleicht nicht einmal aus der Nähe gesehen. Ein Flug von D. in die USA verbraucht ca. 3t CO2. Führende Klimaexpert*innen empfehlen den pro Kopf-Ausstoß auf 2t zu senken. Wohl gemerkt um das 1,5Grad Ziel zu erreichen. Aktuell liegt der durchschnittliche pro Kopf-Verbrauch in D. bei ca. 11t. Das er bei 11t und nicht darüber liegt, liegt zum Beispiel an den Idioten, die wenig oder kein Fleisch essen (doofe Weltverbesserer), wenig bis gar nicht fliegen, kein Auto besitzen und in kleinen Wohnungen leben usw.
Also diesen bösen Verzichtspredigern und Menschen die arm sind. (Also nach bürgerlicher Lesart, ich betone es nochmal: Idioten)
P.S: Arme Menschen wohnen übrigens oft in kleinen gut beheizbaren Wohnungen und liegen unter dem Bundesdurchschnitt von über 40qm2 Metern pro Person (oder haben gar keine Wohnung auch super fürs Klima: ca. 500.000 Menschen die sich dauerhaft in D. aufhalten). Vielleicht sollte der Autor statt nach mehr Dämmung zu verlangen (was an sich nicht falsch ist) erst einmal als kurzfristige Lösung in Erwägung ziehen in eine kleinere Wohnung zu ziehen. Würde Heizkosten sparen und Wohnraum frei geben. Aber Moment, ach entschuldigen Sie, das wäre ja Verzicht. Das darf man ja nicht sagen. Dass ein großer Teil der Bevölkerung national und global schon verzichtet. Naja. Es geht ja um den eigenen Lebensstil. Na dann wohl doch besser dämmen, E-Autos und Grill-Party auf Malle.

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schocolongne 20.04.2019, 04:10
53. Nicht perfekt, gleichwohl bislang einer der beste Artikel zum Thema.

Zopf-Greta & Co sind ja gewiss keine Engelchen, sondern selbst hartherzigste Egoisten.
Das Top-Problem unseres Planeten Erde ist, das sich die erdgeschichtlich eigentlich völlig nebensächliche Population des Homo Sapiens seit (erdgeschichtlichen) Nano-Sekunden-Bruchteilen, in Realität in kaum mehr als 100 Jahren, zum Riesen-Problem entwickelt hat.

Am besten schlüpft Greta & Co zurück in ihre Fruchtblase und warten erst einmal ab, ob und wann es Platz für weitere "Erdschädlinge" gibt.
Denn: auf SUV-Eigener schimpfen, selbst aber realistisch betrachtet, für "Planet Erde" auch nicht wirklich besser zu sein, als so ein komfortabler mobiler SUV-Hochsitz, das ist nun wirklich mehr als peinlich

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nomadas 20.04.2019, 04:43
54. Peak earth

Schluss mit Wachstum. Als Dogma. Wachsen und verzichten sind nur in Balance zu halten und alles wäre gut. Doch Balance halten ist kein Parameter im business planning. Das gegenwärtige Paradigma ist ein Auslaufmodell. Der geforderte Paradigmenwechsel, der schon längst hätte stattfinden müssen, hatte auch Horst Köhler den Job gekostet. Der Westen ist passe. Der Osten, China, die kommunistische Diktatur, übernimmt. Doch, auch nur für kurze Zeit. Das Ende ist in Sichtweite gerückt, die Menschen erwachen peu à peu, friday4future, ein Zucken der kids. Diese, jüngst auch von Mutter Kirche entdeckt. Zur Kompensation des eigenen Untergangs. Süss, Greta beim Papst. Und Winterkorn wusste von nix. Und und und...game over. Zugeben wird es keiner. Niemals. DogmatikerInnen. Alte weisse Männer und alte weisse Frauen. Greenpeace hatte es schon lange als Aufkleber, das Finale vom Aufwachen, wenn der letzte Baum gefällt ist. Kein Dogma. Weisheit der Indianer. In der Balance mit der Natur gelebt.
Die Schöpfung war eine tolle Sache. Gier zerstört alles. Auch final sich selbst. Wir sind live dabei. Facebook online. Cool.

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thequickeningishappening 20.04.2019, 05:19
55. Das ganze System basiert auf Wachstum

1. Bevölkerungsexplosion 2. pro Kopf Resourcendurchlauf. Wenn irgendwo Stellschrauben angezogen werden dann sucht sich Das System an anderer Stelle Den kleinsten Widerstand um trotzdem weiter zu wachsen. Im "Vorzeigeland" Deutschland sind trotz all Der gruenen Maßnahmen und "stabiler" Bevölkerung Die Energie Importe nicht zurück gegangen! Die Autos wurden sparsamer aber gleichzeitig schwerer und Die Durchschnittlichsleistung stieg. Es wurde mehr gefahren und geflogen. Der Fleischkonsum stieg (Die Rechnung Methan = 3% vom Kuchen ist Ein Joke: Das GWP = Global Warming Potential von Methan ist 21 vs CO2 (1) ). Ansonsten: Der Point of no Return ist ueberschritten. Das System entwickelt Eine Eigendynamik (Meeresströmungen, Wetterextreme, Artensterben etc.). Der Zug ist abgefahren!

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Great White Buffaloo 20.04.2019, 06:55
56.

Hört sich an wie, so solltet ihr sein und handeln, leider gehts bei mir grad ned, aber ich kann nix dafür ... ;-)

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Great White Buffaloo 20.04.2019, 07:28
57.

Zitat von lofrabo
Der will doch auch Anreize statt Verbote. Ich finde saubere Städte mit mehr Ruhe und besserer Luft einen sehr guten, direkten Anreiz. Aber noch nichtmal dafür interessiert sich die große Mehrheit. Die will alles wie immer. Eine konsequente Verbotspolitik fände ich übrigens auch einen tollen Anreiz.
Ich habe lange in einer mittelgroßen Großstadt in D. gelebt und gearbeitet. Luft? Im vergleich zu meiner Jugend in den 70er, hervorragend, wenn nicht eine Baustelle in der Nähe war, oder ein ÖPNV-Bus seinen Motor im Stand laufen ließ. Ruhe, Lärm? Kein Problem, bis auf: Roller (modifiziert), Busse (im Stand und im Betrieb) und Leute im Haus, denen es an Kinderstube fehlte (muss jeder mitkriegen, dass ich gehe, komme, am Kacken bin/war, sogenanntes Klodeckel an die Wand knallen und zurück)). Also wo ist ihre Lärmbelästigung und schlechte Luft, wenn sie nicht gerade im EG an einer Hauptverkehrsader wohnen, unsaniert aus den 60ern?

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goliath1980 20.04.2019, 07:38
58. E-Tankstelle...

...hat mein Arbeitgeber seit neusten - auch für E-Bikes/Pedelec eingerichtet -natürlich kostenlos- musste ja positiv in die Lokalpresse! Nun hab ich auch ein E_Bike das ich dort auch auflade! Vorher bin ich mit Muskelkraft dorthin! Merkt ihr was? Jeden Tag fahren bei mir ca 50, fast leere (ausser Stosszeiten) Stadt/Regional-Busse, vorbei. Da braucht einer etwa 30 liter Diesel, ob jemand drin sitzt oder nicht ! Wieviel neue E_Bikes werden in den Verkehr gebracht ? Was für ne Öko-Bilanz haben die dann?

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wolly21 20.04.2019, 07:43
59.

Das Grundproblem beim Klimawandel ist: Es sind schlicht zu viele Menschen auf diesem Planeten, und es werden ständig immer noch mehr.
Dazu gehört auch die Wachstumsphilosophie/-religion unserer WIrtschaft.

Unser Klima ist nur zu retten, wenn wir uns mal Gedanken drüber machen, wir eine schrumpfende Wirtschaft managen können.
Wenn wir uns Gedanken darüber machen, wie wir die Zunahme der Weltbevölkerung jn einen Stillstand, besser eine Abnahme der Bevölkerungszahl verwandeln können.
Wir sind besorgt um das Aussterben vonn Tierarten (Menschenaffen bis Insekten) und Pflanzenarten (Mammutbäumen bis Gänseblümchen).
Wir sollten uns klarmachen, daß wir - die Menscheit - durch unsere stetige Zunahme die Tier- und Pflanzenwelt ausrotten.

Gesetze, wie das Verbot der Sterbehilfe, oder die Widerspruchslösung bei der Organspende, sind da ausgesprochen "kontraprodukliv" für dieses Ziel.
Das andauernde Wachstum der AutoProduktion kann nicht unbegrenzt weitergehen, irgendwann ist der letzte Meter Straße zugestaut, so zugestaut, daß auch kein Fahrrad mehr durchkommt.

Denkt mal alle in dieser Richtung!

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