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Kampf gegen Altersarmut: Arbeitsminister Heil stellt Rentenpaket vor - und schon gibt
DPA

Die Angst vor Altersarmut ist verbreitet. Arbeitsminister Heil will dagegen vorgehen - doch seine Rentenpläne stoßen auf Kritik. Laut einem Bericht ist auch ein extra Demografiefonds im Bundeshaushalt vorgesehen.

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vomDeich 13.07.2018, 08:49
1. Gut aber zu wenig

Es muss grundsätzliches geändert werden (u.a. ähnlich dem Schweizer Modell) außerdem, warum muss ein Rentner auf seine Rente eine Steuer und Sozialabgaben zahlen? jeder bisherige Vorschlag ist zu wenig und es scheint als wolle man lieber ein wenig herum basteln, bis der nächste Ideengeber diesen befristeten Job als Minister ausfüllt.

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giorgiocampanelli 13.07.2018, 09:08
2. Warum das Rad neu erfinden?

In Österreich funktioniert es mit der Rente hervorragend. Einfach nur kopieren!

Klar werden dann Arbeitgeberverbände im Dreieck laufen. Und die Mitte- Partei (Die jetzige Koalition ist für mich eine und nicht 3 Parteien) wird an so etwas nicht mal im Traum denken. Also weiter wurschteln und Almosen verteilen.

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blabla55 13.07.2018, 09:09
3.

Es wird weiter hin Kosmetik betrieben anstatt eine große Rentenreform.
Die Altersarmut steigt von Jahr zu Jahr und hier wird in den
nächsten zwei Jahren an einen Rentenpaket gebastelt!
Im anderen Länder wie die Schweiz oder Österreich funktioniert
es.
Armes reiches Deutschland

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whitewisent 13.07.2018, 09:14
4.

Die Fakten sind bekannt, und werden trotzdem trefflich ignoriert. Der Regelrentner in Deutschland hat die mittlere Reife, und vom 16. bis 65. Lebensjahr in einem erlernten Beruf gearbeitet. All diesen Menschen steht 48% ihres durchschnittlichen Lebenseinkommens entsprechend der Rentenpunkte zu.

Wer nur 40 Jahre gearbeitet hat, bekommt entsprechend weniger Rente, als jemand, der die vollen 49 Jahre gegangen ist. Denn die haben Beide in ihrer Jugend vor Augen gehabt.

Warum arbeitet jemand weniger? Wer in dieser Zeit Schule und Studium absolvierte, hatte später ein höheres Gehalt, wodurch die Rentenhöhe auch bei kürzer Einzahlungszeit wahrscheinlich besser ist. Diese Leute muss man nicht zwangsweise staatlicherseits auf 48% bringen, die haben sie schon.

Wenn Eltern Erziehungszeiten hatten, werden die natürlich auch angerechnet. Genauso Bezugzeiten von Krankengeld, Arbeitslosigkeit und Wehrdienst.

Wer aber so nicht auf 49 Beitragsjahre kommt, weil er schlicht nicht versicherungspflichtig beschäftigt war, hat keinen Anspruch auf Leistungen aus der Rentenkasse. Weder sind Minijobs noch freiwillige Erwerbslosigkeit als Ehepartner eines ausreichenden Vollverdieners ein Grund.

Die Daseinsvorsorge als Aufgabe des Staates hat dieser selbst und direkt zu übernehmen, nicht die Rentenkasse. Es gibt auch eine ganz unabhängige Quelle, was angemessen ist, das unpfändbare Einkommen - zur Zeit 930 Euro im Monat. Das sollte das gesellschaftliche Ziel sein, Jedem zur Verfügung zu stellen. Jedoch sind dann dafür auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Betriebs- und Privatrenten zu beachten. Denn ein angemessenes Leben im Alter muss immer der persönlichen Lebensleistung wie der gesellschaftlichen Verantwortung entsprechen. Für 48% ist da kein Platz.

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funny-smartie 13.07.2018, 09:16
5. und woher ....

Zitat von vomDeich
Es muss grundsätzliches geändert werden (u.a. ähnlich dem Schweizer Modell) außerdem, warum muss ein Rentner auf seine Rente eine Steuer und Sozialabgaben zahlen? jeder bisherige Vorschlag ist zu wenig und es scheint als wolle man lieber ein wenig herum basteln, bis der nächste Ideengeber diesen befristeten Job als Minister ausfüllt.
... sollen die Lücken der ausfallenden Steuern und Krankenkassenbeiträge finanziert werden?

Klar, der "Rest", sprich die arbeitende Bevölkerung, wird durch höhere Steuern und Krankenkassenbeiträge in die Pflicht genommen.

Es ist wie es ist, selbst dank BWL lässt sich die Kosten-Einnahme-Bilanz nicht schönrechnen. Es sind Ausgaben da, die insgesamt aufgeteilt werden muss. Machen Sie doch mal den ersten Schritt:

a) vergessen Sie Ihren Lohnsteuerjahresausgleich, weil Sie eh eine zu geringe Rückzahlung zu erwarten haben

b) überweisen Sie jeden Monat von sich aus einen Betrag von je 250 Euro einmal an das Finanzamt und an den Gesundheitsfond der Bundesrepublik Deutschland

JEDER fordert nur, aber KEINER will was beitragen. So eine Einstellung kenne ich nur von Politikern der Linken.

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smartphone 13.07.2018, 09:16
6. Alles nur Pseudokurieren

Als erstes mal dies - Warum kritisieren Arbeitgeberverbände sogleich dümmlichst rum, obwojhl die wissen müßten , dass die Löhne auf allen Ebenen um Faktoren zu niedrig sind . Das Problem sind Dinge , die kaum richtig angesprochen werden . Speziell mal seien Krankenkassenbeiträge genannt, die völlig aus dem RUder laufen . solche Sachen wie 9/10 Regel usw .. oder die Überprivilegierung von Beamten. WIr reden also von Renten bis 2025 - und dann ? Wo ist der hochsinnvolle Vorschlag UND Umsetzung der Abschaffung der Pensionen ( leistungslose Feudalbezüge) und Abkopplung der Renten von Arbeitszeiten ---solche Sachen sind in Zeiten von Praktika und langen Arbeitslosigkeiten oder schlicht Unmöglichkeit über >40 Jahre arbeiten zu können, schon weil man - ich zitiere aus der HR Welt "man guten Leuten absagen muß ( zu teuer ??) oder schlicht, daß man ab 35 nicht mehr arbeitsfähig (!) ... Ergo muß ein bedingungsloses Grundeinkommen ( >1500€) plus staatl. KV her..... Alles andewre geht an den Realitäten vorbei .

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vö123 13.07.2018, 09:26
7. Was soll das

immer mit der drohenden Altersarmut?
Wenn jetzt schon jeder zweite Rentner weniger als 800 € bekommt, dann droht ihm nicht die Armut, sondern sie hat ihn schon am Wickel.

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!!!Fovea!!! 13.07.2018, 09:27
8. Die Arbeitgeber

Die Arbeitgeber braucht man eigentlich nicht mehr ernst nehmen. Die benehmen sich doch sowieso wie Kleinkinder, ständig am Heulen.

Wenn es nach denen gehen würde, könnte bereits morgen die Leibeigenschaft/Sklaverei wieder eingeführt werden. (Achtung: Zynismus!)

Mir ist es mittlerweile egal, was mit der Rente ist, wenn ich den Zeitfaktor (bis 2025) sehe, dann macht doch Hr. Heil nur das, was BK Merkel schon immer weissagte: Politik auf Sicht! Also, keine großen Sprünge, keine Innovation, bloß nix risikieren.

Ich werde meine Rente sowieso nicht Deutschland verleben. Auch ich werde ins Ausland gehen, wo die Leute netter freundlicher, das Wetter besser,-und das Leben billiger ist.

Dieses Land (oh ja, und bitte nicht den Verweis, dass so viele Flüchtlinge unbedingt nach Deutschland kommen) hat abgewirtschaftet. Für die eigene Bevölkerung nur noch Resteverwertung. Das lasse ich mir nicht gefallen.

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susalo 13.07.2018, 09:42
9. Sparer zahlen die Zeche

Zu einer verlässlichen persönlichen Rentenplanung gehört für mich auch, dass ich mich auf geschlossene Verträge wie Lebensversicherungen und arbeitgebergestützte Direktversicherungen (bspw. VBL) verlassen kann. Aber leider werden nicht die Versicherungsnehmer geschützt sondern Staat, Versicherungskonzerne und Krankenkassen. Fehlende Gewinnausschüttungen dank Niedrigzinspolitik, nachträgliche Besteuerung und vor allem Nachforderungen von Krankenkassenbeiträgen (Arbeitnehmer-UND Arbeitgeberanteil!) lassen alle eigenen Vorsorgeleistungen zur staatlich geförderten Abzocke statt Förderung verkommen. Sparer und künftige Rentner zahlen mit jedem zurückgelegten Euro still und unbemerkt die Zeche der Rettungsaktionen für Konzerne, Kassen und Euro-Krise. Das böse Erwachen kommt für viele erst, wenn es an die Auszahlung geht. Aber das liegt von oben betrachtet ja für die meisten noch in weiter legislaturpolitischer Ferne.

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