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Kampf gegen Rubel-Verfall: Kreml diktiert Konzernen Devisenverkauf
AP

Die russische Regierung nutzt offenbar ihren Einfluss auf Staatsunternehmen, um den Rubel zu stützen. Einem Bericht zufolge müssen die Firmen ihre Devisenreserven abbauen. Die Strategie scheint bereits Wirkung zu zeigen.

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tobiash 23.12.2014, 12:46
20. Genau, aber ...

Zitat von Andreas-Schindler
Was hier einige verkennen ist das Russland Rohstoffe in Euro und Dollar EXPORTIERT. Somit kommt auch ständig neues Geld wieder in die Kasse. In wieweit Russland noch Abhängig ist vom Euro und US-Dollar wird hier nicht gefragt. Russland macht immer mehr Geschäfte mit China und anderen Ländern die in anderen Währungen zahlen. Somit sollte sich der Westen nicht zu viel darauf einbilden wie der Wechselkurs schwankt.
... das ist das Problem. Russlands starken Öl- und Gasexporte haben den Rubel jahrelang gestützt. Das führte einerseits dazu, dass die Russen im Westen einkaufen konnten und andererseits, dass die wirtschaftliche Schwäche nie richtig ans Tageslicht kam. Resultat war ein extremer Reichtum der einen (Nutznießer aus dem Ölgeschäft) und extreme Armut der anderen. Jetzt sinkt der Ölpreis und damit der Gaspreis und die Russen haben dem nichts entgegen zu setzen. Die Stützverkäufe sind letztendlich nur das Einlösen der Exportdevisen der letzten Jahre. Sofern der Ölpreis nicht wieder steigt, sind die Devisen absehbar alle und es bleibt eine marode Wirtschaft, deren Waren und Dienstleistungen (mit ein paar wenigen Ausnahmen) niemand wirklich haben möchte. Die weiteren Einnahmen aus dem Ölgeschäft sind schon lange zu 100% in die Wertschöpfung Russlands eingepreist - liegen aktuell aber nur bei 50%.

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XRay23 23.12.2014, 12:47
21.

Ich denke das war's mit dem aktuellen Russland. Es wird bald etwas passieren. Im besten Fall wird Putin gestürzt und eine Demokratie installiert. Im schlechtesten Fall beginnt der sterbende Bär um sich zu schlagen und es gibt einen Krieg gegen Europa, was dann konsequenterweise der 3. Weltkrieg genannt werden wird.

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kilroy-was-here 23.12.2014, 12:50
22. Schuld an der Kriese ist in erster Linie der Westen

Schuld an der Kriese ist in erster Linie der Westen mit seinen unsäglichen Sanktionen. Politisch ändert dies nichts außer, dass wir Schuld sind die russische Wirtschaft ruiniert zu haben.
Ich jetzt erst gar nicht mit dem unnötigen Schmusekurs mit der Ukraine beginnen. Das ist oftmals diskutiert worden...

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n.nixdorff 23.12.2014, 12:51
23. So wird das wohl nichts werden.

Russland doktert an den Symptomen rum, statt das Übel an der Wurzel zu packen. Kein Ziel, kein Plan und offensichtlich darf da auch keiner ran, der Ahnung hat. Gesundbeten, wie es einige Foristen tun, kann man solch ein marodes System nicht. Es ist schade um das Land und die Bevölkerung.

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hubertrudnick1 23.12.2014, 12:51
24. Kremel diktiert Konzerne...

..na dann kann man ja froh darüber sein, dass in der westlichen Hemisphäre so etwas nicht gibt, bei uns ist die Wirtschaft und Finanzwelt strickt von der Politik getrennt, oh wie glücklich sind wir, dass man bei uns die Spielregeln des Kapital einhält.
Nur komisch, dass die Politiker aller westliche Länder da ständig ihre Finger mit ihm Spiel haben.

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Tostan 23.12.2014, 12:52
25.

Zitat von batmanmk
Lassen Sie uns einmal gemeinsam überlgen, wer sehr viele Dollarreserven hat und weiß, das er diese Reserven nie alle gleichzeitig auf den Markt scheißen kann. Im Gegenzug braucht dieses Land, was das andere massenweise hat - nämlich Militärtechnik und Ressourcen. Tipp: Das Land fängt mit "Chin" an und hört mit "a".
China braucht keine Militärtechnik. China baut selber mittlerweile ernstzunehmende Militärtechnik und exportiert sie auch. Damit ist China auf dem Sektor ein direkter Konkurrent von Russland. Weiterhin ist China an billigen Ressourcen interessiert, einen Ölpreis von 40$/Barrel(realistisch falls sich die Situation im Irak beruhigt und die Sanktionen gegen den Iran gelockert werden bei gleichzeitig niedriger Nachfrage) wäre für China von Vorteil, für Russland katastrophal. China und Russland haben nicht unbedingt viele gemeinsame Interessen.

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freiheitsk 23.12.2014, 12:58
26. Sanktionen

Zitat von Beat Adler
Hochriskant den Konzernen die Devisenreserven zu reduzieren. Wie sollen sie wohl zukuenftige internationale Kredite fuer Neue- und Ersatzinvestitionen taetigen? Zum Zinssatz von 20% Rubel aufnehmen? Diese Entscheidung ist ein Pflaesterchen auf die Wunde, aber keine Heilung des Problems.
Wie sollen die Unternehmen Investitionen in Dollar und Euro realisieren wenn ihnen dies durch westliche Sanktionen sowieso verboten ist? Das Geld ist auf den Konten der Konzerne damit ohnehin totes Kapital. Dann kann man es auch gleich verkaufen um zumindest den Rubel zu stützen, was langfristig auch den Konzernen nützt, da sie dadurch wieder für ausländische Investoren interessant werden.

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batmanmk 23.12.2014, 12:58
27.

Zitat von HeisseLuft
Klar, und weil China so reichlich Devisen zur Verfügung stellt, deshalb müssen nun die russischen Unternehmen auch welche auf den Markt schmeißen, damit der Rubelkurs stabilisiert wird? Äh?
Russland und China vollziehen seit einigen Jahren die größeren Handelstransaktionen größtenteils nur noch in der eigenen Währung. Insofern fehlen noch ausgearbeite und beidseitig ratifizierte Regulierungsmechanismen wie Russlands kurzfristig entstandeer Fremdwährungsbedarf durch den chinesischen (langfristig jedoch toxischen) Überschuss derselbigen gedeckt werden kann. Bevor man sich dort einigt, ist es nur sinnvoll die Staatsunternehmen zur Eigenbedarfsdeckung heranzuziehen bzw. bei entsprechenden Verhältnissen in den Aufsichtsgremien "zu diktieren". Das ist auch nicht anstößig. Anstößig wäre es wenn die Wirtschaft der Politik etwas diktieren würde. Eine Mehrwertsteuersenkung für Hotelumsätze z.B.

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mundusvultdecipi 23.12.2014, 13:00
28. .da...

..sieht man mal wieder den Vorteil von Staatskonzernen.

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mundusvultdecipi 23.12.2014, 13:02
29. Enteignung?

Zitat von Hermes75
Letztes Jahr gab es für einen Euro noch rund 40 Rubel. Dass es nach dem freien Fall des Rubels eine Gegenreaktion gibt war logisch. Die Maßnahmen die die russische Zentralbank und die Regierung zur Stützung ....
..wie funktioniert die denn bei Staatsunternehmen?

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