Forum: Wirtschaft
Kampf gegen Steuerflucht: EU-Kommission lässt sich von Steuerberatern beraten
Corbis

Die EU-Kommission bläst zum Kampf gegen die Steuerflucht. Doch die Expertengruppe, die Reformvorschläge erarbeiten soll, besteht vor allem aus Steuerberatern und anderen Wirtschaftsvertretern. Europaparlamentarier fordern eine Neubesetzung.

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Das Grauen 11.06.2013, 08:03
1. Ausgewogenheit?

Das Europaparlament fordert noch zu wenig. Bei der Exppertengruppe dürfte es überhaupt keine Ausgewogenheit geben! Vertreter derjenigen, die Steuerhinterziehung betreiben, sind da absolut
fehl am Platz. Zu einer Expertengruppe zur Verschärfung des Kampfes gegen organisierte Kriminalität würde man ja auch nicht die Mafia einladen! In die Expertengruppe gehören renomierte Steuerfahnder und Wissenschaftler, keine Lobbyisten der Steuerhinterziehung. Was der zuständige EU-Kommisar da macht, ist skandalös, finde ich. Der Mann sollte zum Rücktritt gezwungen werden!

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h.vonbun 11.06.2013, 08:23
2. Omnia

Darf der Bürger da auf eine Besserung hoffen, wenn Kapitalvertreterspezialisten zur Rettung ihres Klientels antreten? Das ist, als wenn Beamtendeutsch lehrende Deutschlehrer/innen sich die Deutschlehrpläne zur Reform vornähmen und nur noch auf Latein und Griechisch mit ihren Schüler/innen sprächen, ganz gemäss den Transparenzvorstellungen unserer allerwertesten Kanzlerin.

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gog-magog 11.06.2013, 08:23
3.

Unfassbar, dass die Lobbyisten auch in Europa ihre eigenen Gesetze selbst diktieren dürfen, um sie dann als Experten anzuwenden und für ihre Kunden wieder die Schlupflöcher zu nutzen, die sie selbst reingeschrieben haben. So etwas nennt man normalerweise Bananenstaat.

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babarella 11.06.2013, 08:25
4. Giegold = Attac

Vielleicht sollte man bei den Ausführungen und Forderungen von Sven Giegold endlich berücksichtigen, daß er Gründungsmitglied von Attac Deutschland ist, damit natürlich mindestens genauso voreingenommen, wenn auch mit grüner und angeblich verbraucherfreundlicher Brille, wie die Institutionen, die er permanent an Pranger stellt.

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Gerdtrader50 11.06.2013, 08:32
5. Ich mach die Welt, so wie sie mir gefällt(Pipi Langstrumpf)

Steuergesetze in Euroländern können von den Nationalparlamenten nach deren Empfehlungen geändert werden. Jedoch, Holdings unterliegen den Gesetzen der Länder, in denen sie firmieren. Im Ernstfall betreiben dann die internationalen Konzerne auch noch den Verwaltungsaufwand und besetzen die Zentralen mit Personal, oder glauben die Allesbesserwisser, Finanzmagnaten wären dazu nicht in der Lage ? Und schon ist das ganze Briefkastenfirmengeschwafel paranoider Steuerfahnder im Argen. Im übrigen können Steuerfahnder nationaler Regierungen nur über Amtshilfeersuchen an Drittländer fungieren, husten diese denen was, ist Essig. Es gibt von den global operierenden Grosskonzernen auf diese Tour gar nichts zu holen, nur dem Dummvolk im Inland imponierende Dummsprüche entgegen zu setzen. Würden diese Vollversager mal ihre Entscheidung zu einer Multinationalwährung überprüfen und dafür sorgen, dass nicht ein Grossteil der Bevölkerung in ihren Machtstrukturen immer mehr verarmt, hätten sie genug zu tun, dafür aber sind sie zu dumm, zu faul, zu uninteressiert und das einzige, was die wirklich interessiert, ist, ihre Pfründe zu retten. Die Giganten flüchten in Kürze reihenweise nach Asien, wo sie mit solchen Spinnern wie hier nicht mehr konfrontiert sind. Die Arbeitslosenzahlen werden weiter steigen, Rezessionen bahnen sich weiter ihren Weg uind die letzten, die von ihrer eigenen Dummheit betroffen sein werden, sind diese Luschen, national wie auch EU-mässig.

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holdensturm 11.06.2013, 08:33
6. Finanzamt vs. Steuerberater

Das Finanzamt, der Staat, die EU... Sie alle haben keine Chance gegen die Steuerberater und ihre Lobby. Das wird wiedereinmal offensichtlich. Einzige Lösungsmöglichkeit: Steuerrecht drastisch vereinfachen und Schlupflöcher schließen. Doch ist das überhaupt gewollt? Von Steuerberatern und Unternehmen sich nicht. Bei der Politik bin ich mir auch nicht sicher...

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carranza 11.06.2013, 08:43
7. Der Bock als Gärtner

Zitat von sysop
Die EU-Kommission bläst zum Kampf gegen die Steuerflucht. Doch die Expertengruppe, die Reformvorschläge erarbeiten soll, besteht vor allem aus Steuerberatern und anderen Wirtschaftsvertretern. Europaparlamentarier fordern eine Neubesetzung.
Da kann man sich ebenso gut von irgendwelchen Narcos beraten lassen, wenn man verhindern will, dass noch mehr Drogen ins Land kommen.
Ohne Zweifel, die kennen sich sehr gut aus und mit etwas Verhandlungsgeschick machen die den Job vielleicht sogar gratis.

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harald441 11.06.2013, 08:52
8. Steuerflucht ist ein Anzeichen dafür, daß die Steuerbelastung

als nicht mehr angemessen hoch empfunden wird. Aber das zu erkennen, dazu sind weder BRD-Politiker noch EU-Politiker in der Lage, denn das würde ja bedeuten, daß sie nicht mehr gewissenlos Geld ausgeben können, und das ist das einige, was diese famosen Damen und Herren wirklich nur können. Und nichts anderes.

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Bananenblatt 11.06.2013, 09:10
9. Von wem denn sonst?

Bei allem Interessenskonflikt, das sind doch die einzigen, die noch Durchblick haben.

Übrigens, der zentrale Interessenskonflikt ist der der Staaten untereinander. Es geht um "wettbewerbsfähigkeit".

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