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Kampf gegen Steuerhinterziehung: Oasen trocknen langsam
DPA

Seit Jahren sagen Politiker der globalen Steuerhinterziehung den Kampf an. Doch die Panama Papers zeigen erneut: Veränderungen gibt es nur schleppend - und mit Druck von außen.

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kraus.roland 04.04.2016, 19:15
1. Die City von London..

..ist Zentralorgan und Verschiebebahnhof für das Bunkern von Schwarzgeld und Steuerbetrug der ganz grossen Vermögen. Hier wurde auch der Subprime-Schwindel - übrigens unter den Augen von Gordon Brown und Tony Blair - erfunden, mit dessen Hilfe die weniger Grossen und weniger Ausgebufften um ihr legal Gespartes gebracht worden sind. Es fällt schwer, die politische Klasse der letzten Jahre nicht energisch für ihre Komplizenschaft anzuklagen. über den allgemeinen Vertrauensverlust und die Politikverdrossenheit nachzudenken, erübrigt sich in diesem Zusammenhang.

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Tolotos 04.04.2016, 19:24
2. Man sollte kriminelle Unternehmen wie jeden kleinen Strauchdieb behandeln!

Es müsste sicher gestellt werden, dass Unternehmen, die erwischt werden, einen weitaus höheren Schaden haben, als wenn sie ehlich alle Steuern bezahlt hätten.

Leider ist (besonders in Deutschland) genau das Gegenteil der Fall. Die größte Sorge unseres Gesetzgebers scheit es zu sein, dass einem kriminellen Unternehmer durch sein kriminelles Verhalten ein echter Schaden entstehen könnte!

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emobil 04.04.2016, 19:25
3. Es geht doch gar nicht um Steuerhinterziehung!

Zumindest nicht in erster Linie.
Es geht darum, riesig Vermögen, die man sich auf legalem Wege unmöglich aneignen kann, dem eigenen Volk und Land vorzuenthalten, zu verstecken und gewinnträchtig zu re-investieren.
Die "Steuerersparnisse" sind allenfalls ein angenehmer Nebeneffekt. Übrigens: zahlen denn die gekrönten Häupter z.B. in Arabien oder die Diktatoren und Potentaten überhaupt Steuern?

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Marellon 04.04.2016, 19:31
4. Oasen

"Oasen trocknen langsam". Wer diesen Titel erfunden hat, denkt wohl nicht mal bis zu seiner Nasenspitze. Wenn die Oasen trocken sind, ist nämlich alles Wüste.

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satissa 04.04.2016, 19:48
5. Ja ja, die Briten

Zitat von kraus.roland
..ist Zentralorgan und Verschiebebahnhof für das Bunkern von Schwarzgeld und Steuerbetrug der ganz grossen Vermögen. Hier wurde auch der Subprime-Schwindel - übrigens unter den Augen von Gordon Brown und Tony Blair - erfunden, mit dessen Hilfe die weniger Grossen und weniger Ausgebufften um ihr legal Gespartes gebracht worden sind.
Neben der Londoner City hält man sich ja auch noch ein paar andere Steueroase: British Virgin Islands, Isle of Man, die Kanalinseln, Cook Inseln, Cayman Inseln.... die Liste ist lang. Die meisten sind britisches Überseeterritorium und haben als Staatsoberhaupt Königin Elisabeth II.

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Esib 04.04.2016, 19:49
6. Was man bedenken sollte...

Wenn es keine Steueroasen und keine anderen Möglichkeiten - legal oder illegal - mehr gibt, dem Steuerdruck auszuweichen und die Regierungen dementsprechend nicht mehr fürchten müssen, dass dreiste Zugriffe auf die Verdienste der Bürger irgendwelche negtiven Konsequenzen für sie haben, werden selbige die Steuern immer mehr erhöht - und nicht nur für die Superreichen. Das sollten alle bedenken, die sich jetzt diebisch ins Fäustchen lachen. Der Grund dafür, dass es Steueroasen gibt, ist die Wüste ringsherum...

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Kurt Kraus 04.04.2016, 20:13
7. Der Kampf gegen Steueroasen ist sinnlos

Anstatt Unternehmern vorzuwerfen, dass sie durch Tore laufen, die die Parlamentarier offengelassen haben, sollten die lieber ihren Job machen. Polen zeigt wie es geht: Man besteure den Umsatz anstatt den Gewinn und das Problem ist gelöst. Gewinn muss man transferieren können, sonst investiert niemand im Ausland. Umsatz ist immer ein inländischer Anknüpfungspunkt, damit kann man dieser Steuer nicht entfliehen. Man kann sie auch, wie in Polen progressiv gestalten. Damit trocknet man übrigens nicht nur den Steuersumpf aus, man legt auch den Abschreibungskünstlern das Handwerk. Dann lohnt es sich weder in Hollywood-Filme zu investieren, noch Häuser vergammeln zu lassen. Von den Schwarzen erwarte ich nicht, dass sie ihre Parteispender inkommodieren. Aber dass von Rotgrün, die lange genug dranwaren, um ein soziales Steuerrecht zu erlassen, dass so einfach ist, dass es keine Schlupflöcher gibt, nicht mehr kommt als Geheule darüber, das Vorstandvorsitzende das tun, wozu sie nach Aktienrecht verpflichtet sind, nämlich den Gewinn zu mehren, ist erbärmlich. Aber die asoziale Mehrwertsteuer erhöhen, das können sie.

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prophet46 04.04.2016, 20:13
8. Entsanden

Gottseidank gibt es noch lebensspende Oasen, wenn auch nicht für mich. Sonst wäre alles Wüste, wo die Schäubles, Walter-Borjans, Ahnen usw. durch üppige Bürokratie für Knappheit sorgen. Wie heißt es doch so schön: Willst du die Sahara entsanden, überlasse sie Rot-Grün: nach 3 Jahren wird der Sand knapp.

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prophet46 04.04.2016, 20:17
9. Entsanden

Gottseidank gibt es noch lebensspendende Oasen, wenn auch nicht für mich. Sonst wäre alles Wüste, wo die Schäubles, Walter-Borjans, Ahnen usw. durch üppige Bürokratie für Knappheit sorgen. Wie heißt es doch so schön: Willst du die Sahara entsanden, überlasse sie Rot-Grün: nach 3 Jahren wird der Sand knapp.

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