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Kampf gegen Steueroasen: Deutsche Fahnder bekommen Offshore-Daten
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Kampfansage an die Steuerflüchtlinge weltweit: Behörden in den USA, Großbritannien und Australien werten die brisanten Dokumente zu Steuerparadiesen aus. Auch das deutsche Finanzamt soll Zugang zu den geheimen Papieren bekommen.

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Jochen Binikowski 10.05.2013, 21:22
90.

Zitat von happy2010
Gibts schon, zum Bsp bei maltesischen Holdings (bisher gabs dort 7/8 der Steuer zurück) Einen Tag später läufts nun über eine zwischengeschaaltete schweizer Mutterfirma
Ist doch völlig wurscht da beide Länder Steueroasen sind. Jede Zahlung, egal ob direkt oder über Umwege in Steueroasen, kann man nicht von der Steuer absetzen. Also z.B. überteuerte Wareneinkäufe, Lizenzgebühren, Beraterhonorare, Versicherungsbeiträge usw. Wer es dennoch versucht begeht Steuerhinterziehung und darauf steht bekanntlich ab 1 Mio ein Jahr Knast ohne Bewährung als Minimum.

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Jochen Binikowski 10.05.2013, 21:42
91.

Zitat von happy2010
Wenn sie jemals eine UsStVA abgegeben hätten, dann wüssten Sie das eine Gutschrift und keine Auszahlung der Ruin der meisten Betriebe bedeutet
Ich bin seit 1976 selbständig, u.a. mit Im- und Exportgeschäften. Bislang hat es max. 5 Monate gegeben bei denen ich eine Gutschrift aufs Konto überwiesen bekam. Auszahlungen ja, aber nur in ganz eng definierten Ausnahmefällen. Z.B. dass die Firma schon mindestens 5 Jahre aktiv ist und seitdem in mindestens 90% aller Monate effektiv Steuern gezahlt hat.

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mitbestimmender wähler 10.05.2013, 22:12
92. Diese paar Milliarden wirft Deutschland in wenigen Tagen aus dem Fenster

Zitat von happy2010
So ein Quatsch Sie vergleichen die Anzahl der Briefkästenfirmen mit der Anzahl der Briefkästenfirmen unter holländischer Flagge Wie unseriös ist denn das? Was ist mit den Brifkästenfirmen unter schweizer Flagge ausserhalb der Schweiz? Es sind über 80.000 Aber damit die Zahl konkret wird Das sind 17% aller schweizer Betriebe Das ist Der Anteil in ZUG an Briefkastenfirmen beträgt 25,6% Und das sind schweizer Zahlen aus FEB 2013 siehe oben In der Schweiz verdienen manche Kantone über 50% der Unternehmenssteuereinnahmen aus Briefkastenfirmen Die CS und UBS sind mit gigantischem Abstand die größten Briefkastenfirmenbetreuer der Welt Ich frage mich,w as Ihre Falschaussage hier soll
Erstens sind Wir nicht in der EU. Zweitens reicht es für die Schweiz, das einhalten von Internationalen Richtlinien und Gepflogenheiten. Die EU hat genug Arbeit sich zuerst selbst auszurichten und ihre Gesetze in ihrer Union durch zu setzen.


Am meisten Briefkastenfirmen liegen in:

Kanton Zürich 10700
Kanton Genf 8300
Kanton Zug 7200
Übrige Schweiz 48800


Hatten die Schweizer Früher keine Betriebe? In den letzten 5 Jahre wurden Netto 30000 Betriebe gegründet, dagegen ist der Stand von 75000 Briefkastenfirmen im Jahre 2013 gar nicht so massiv.

Die Briefkastenfirmen sind wegen den tieferen Steuern in der Schweiz und bezahlen damit auch nicht viel Steuern mit den 2Mrd/jährlich.

2Mrd von über 57Mrd Steuereinnahmen, das entspricht etwa der Tabaksteuer......lach. Damit bezahlt die Schweiz nicht mal bei den Ausgaben den Posten, Beziehungen zum Ausland. Deutschland wirft dies in ein paar Tagen aus dem Fenster.

Die Unternehmenssteuern/Gewinnsteuern hatten in der Schweiz noch nie den Anteil an den Steuereinnahmen wie bei Ihnen. 51-56% Aller Schweizer Betriebe bezahlen keine Steuern nach Abzügen. Im Kanton Zürich bezahlen nur 31% der Schweizer Unternehmen Steuern.

Daher ist auch das Geschrei der EU die Schweizer Betriebe werden benachteiligt sehr relativ.

Aber da gibt es bald den Einheitlichen Satz in der Schweiz der leicht über den Tiefsten Schweizer Steuersätzen liegt und doch Alles in der EU schlägt......... so wollte es ja die EU ;-)

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spiegelleser987 11.05.2013, 00:04
93. Da hatten Sie Glück ....

Zitat von Jochen Binikowski
Ich bin seit 1976 selbständig, u.a. mit Im- und Exportgeschäften. Bislang hat es max. 5 Monate gegeben bei denen ich eine Gutschrift aufs Konto überwiesen bekam. Auszahlungen ja, aber nur in ganz eng definierten Ausnahmefällen. Z.B. dass die Firma schon mindestens 5 Jahre aktiv ist und seitdem in mindestens 90% aller Monate effektiv Steuern gezahlt hat.
Da hatten Sie Glück. Mir wird durch den Jahreswechsel die an das Finanzamt überwiesene Umsatzsteuer als zu versteuerndes Zusatzeinkommen berechnet. Selbts das Finnazamt sagt, dass das ungerecht ist, jedoch hat das der Gesetzgeber so festgelegt. Dieses zu 100% an das Finanzamt überwiesene "Zusatzeinkommen" erhöht gleichzeitig die Steuervorauszahlungen des folgenden Jahres.

Seit einigen Jahren gibt es noch etwas, das Reverse Charge Verfahren. Um 20 000 Euro zu verdienen muss eine Firma 90 000 Euro Zusatzsteuern zahlen (ich habe das im vergangenen Jahr schon mal vorgerechnet). Zum verrechnen gibt es dabei nichts. Der Staat wollte damit Umsatzsteuerbetrug verhindern. Getroffen hat es massenhaft seriöse Firmen, die dadurch ihre Kredite extrem erhöhen mussten.

Es ist kein Wunder, wenn mit der Vielzahl der staatlichen Steuerberechnungstricks immer mehr Leiharbeiter bezahklt werden müssen. Bei diesen vielen Tricks kann ich aber die Firmen verstehen, die auch Steuertricks anwenden. Die sind sonst schneller pleite als (vom Staat) geplant.

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redhead72 11.05.2013, 03:18
94.

Zitat von sysop
Kampfansage an die Steuerflüchtlinge weltweit: Behörden in den USA, Großbritannien und Australien werten die brisanten Dokumente zu Steuerparadiesen aus. Auch das deutsche Finanzamt soll Zugang zu den geheimen Papieren bekommen.
Ich habe dem gierigen Steuerstaat schon längst den Kampf erklärt - und gegen meine Art der Steuerflucht kann er ruhig kämpfen - da wird er nämlich mit wehenden Fahnen untergehn, denn ich betreibe PASSIVE STEUERVERMEIDUNG.
Vor einigen Monaten habe ich meine Vollzeitstelle auf 75% reduziert, und langfristig plane ich eine weitere Reduzierung auf 50%. Natürlich bedeutet das für mich selbst Gehaltsverzicht, aber wegen der kalten Steuerprogression bedeutet das ebenfalls deutlich weniger von meiner hart erabeiteten Kohle für die Staatskrake, die sie dann "umfairteilen" kann.
Durch meinen Konsumverzicht leiste ich zudem einen persönlichen Beitrag gegen unser krankes Geld- und Finanzsystem, das nur durch Mehr-Konsum und Mehr-Verschuldung überleben kann.
Der amerikanische Ökonom Murray N. Rothbard hat auf nahezu genialistische Weise herausgearbeitet, dass der Staat aus ökonomischer Sicht de facto nichts anderes als eine parasitäre Verbrecherbande ist (und damit kommt er zu einem ähnlichen Urteil wie der heilige Augustinus von Hippo: "Nimm das Recht weg - was ist dann der Staat noch anderes als eine große Räuberbande?"):
Der Staat
"Was hier verinnerlicht werden sollte, ist, dass es praxeologisch (= die Lehre des menschlichen Handelns betreffend) keinen Unterschied zwischen der Natur und den Auswirkungen der Besteuerung und der Inflation auf der einen Seite und der Raubüberfälle und der Geldfälschung auf der anderen Seite gibt. Durch beides wird mit Zwang in den Markt eingegriffen, um eine Gruppe von Menschen auf Kosten einer anderen Gruppe zu begünstigen...
Und wer profitiert von der Besteuerung? Es ist klar, dass die Hauptbegünstigten all jene sind, die ganzzeitig von diesen Einnahmen leben – also die Politiker und die Bürokratie. Bei ihnen handelt es sich um Vollzeit-Herrscher. Ungeachtet aller rechtlichen Formen sollte klar sein, dass die Bürokraten überhaupt keine Steuern zahlen; sie konsumieren Steuern.
Weitere Begünstigte der Staatseinnahmen sind diejenigen in der Gesellschaft, die von der Regierung subventioniert werden; das sind die Teilzeit-Herrscher. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass ein Staat nicht in der Lage ist, die passive Unterstützung der Mehrheit zu gewinnen, solange seine Vollzeit-Angestellten – also seine Mitglieder – nicht durch eine subventionierte Anhängerschaft gestützt werden."

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redhead72 11.05.2013, 03:20
95. (Fortsetzung)

Da die eigentlichen Hauptprofiteure der Besteuerung somit gleichzeitig die Inhaber des Gewaltmonopols sind, werden sie niemals freiwillig ihre Futtertröge aufgeben sondern mit allen Mitteln aus ihrem Repressionsarsenal verteidigen. Deshalb hilft hier natürlich auch keine Gegengewalt sondern passiver friedlicher Widerstand z.B. in Form der oben beschriebenen Steuervermeidung. Noch effektiver ist der ENTZUG des Mittels, das es dem Staat überhaupt erst ermöglicht, sich bis zum Platzen aufzublähen: nämlich dem ungedeckten Papiergeld:
"Wer Leviathan zähmen will, muß ihm sein Mastfutter - das beliebig vermehrbare Papiergeld - entziehen."
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Wie jeder Junkie möchte allerdings auch der Schuldenjunkie Staat auf seine Droge Fiat-Money-Geld nicht freiwillig verzichten, notfalls lässt er sich halt über die Druckerpresse der Zentralbanken finanzieren.
Die staatliche Repression, die sich zur Zeit schon massiv in der finanziellen Repression zeigt, wird daher erst ihr natürliches - mathematisch zwangsläufiges und mit keinen politischen und staatlichen Maßnahmen zu verhinderndes - Ende durch die e-Funktion des Zinseszins finden, da wir ja ein Fiat-Money-Kreditgeldsystem haben. Leider wird der Staat bis dorthin viele Bürger und Steuerzahler ruinieren:
"Es bleibt dem Staat dann nur noch der Ausweg über Bankrott oder Währungsreform. Das aber stellt nichts anderes dar als eine staatlich erzwungene Totalenteignung - also ein Generalbankrott - aller Bürger. Kaum jemand kann sich dem entziehen, weil die Herrschaftseliten die Menschen vermittels des Bestechungssystems Sozialstaat unentrinnbar an den Bankrottanwärter Staat gekettet und in fast vollständige Abhängigkeit gebracht haben. Wer ein Leben lang mit Steuern, Sozialabgaben, Inflation und Währungszerfall geschröpft worden ist, sieht sich nicht mehr in der Lage, für sich selbst zu sorgen. Fast die gesamte Bevölkerung ist dann von einem Bankrotteur abhängig, der mit Sicherheit scheitern und sie mit in den Abgrund reißen wird."
Wenn es dann allerdings zum Neuanfang kommt, und wir keine Staatsquote mehr von ca. 40% (wie heute) haben, sondern vielleicht nur noch die Hälfte, wenn es nur noch eine geringe Flat-Tax für Alle gibt und der Staat auf seine Kernfunktionen zurückgestutzt und zum Nachtwächterstaat zurückgebildet wurde, dann erst lohnt es sich für die Fleißigen auch wieder, deutlich mehr zu arbeiten als heute. Ein neuer Wirtschaftsboom kann beginnen...

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bolek1234 11.05.2013, 07:17
96.

wenn der Staat will kriegt er jeden warum so wenige Beamte für eingesetzt werden Fragen Sie die Fr. Merkel und die Lobby nutten

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steueragent 11.05.2013, 09:43
97. optional

Selten so einen Mist gelesen. Auszahlung von Umsatzsteuer frühestens nach fünf Jahren? Oder lese ich da was falsch? Gerade eine Firmenneugründung benötigt zunächst im Regelfall erhebliche Investitionen und kalkuliert selbstverständlich mit ein, dass die in den Investitionen enthaltene Umsatzsteuer rasch vom Finanzamt zurückbezahlt wird. Natürlich hat das Finanzamt die Möglichkeit der Überprüfung, falls die Angaben Anlass zu Zweifeln geben.

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Pandora0611 11.05.2013, 10:05
98. Vertreibung aus dem Paradies

Jetzt werden unsere "Steueroptimierer" auch noch aus dem Paradies vertrieben. Das ist gemein!
Wo sollen sie denn jetzt ihr Schwarzgeld anlegen? Sie haben sich doch so viel Mühe gegeben, ihre Spuren zu verwischen und viele Scheinkonstruke gegründet, damit ihre Namen nicht bekannt werden; und jetzt das!

Ich wünsche allen "Steueroptimierern" ein schlafloses und durchschwitztes Wochenende und keinen Herzkasper, wenn das Telefon und/oder der Postmann klingelt.

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happy2010 11.05.2013, 10:31
99.

Zitat von spiegelleser987
Da hatten Sie Glück. Mir wird durch den Jahreswechsel die an das Finanzamt überwiesene Umsatzsteuer als zu versteuerndes Zusatzeinkommen berechnet. Selbts das Finnazamt sagt, dass das ungerecht ist, jedoch hat das der Gesetzgeber so festgelegt. Dieses zu 100% an das Finanzamt überwiesene "Zusatzeinkommen" erhöht gleichzeitig die Steuervorauszahlungen des folgenden Jahres.
Das ist SO Unsinn
Sie können-da Sie ZU spät überwiesen haben das dafür im Folgejahr dementsprechend geltend machen.
Sie haben also maximal einen temporären Nachteil
Zitat von
Seit einigen Jahren gibt es noch etwas, das Reverse Charge Verfahren. Um 20 000 Euro zu verdienen muss eine Firma 90 000 Euro Zusatzsteuern zahlen (ich habe das im vergangenen Jahr schon mal vorgerechnet). Zum verrechnen gibt es dabei nichts. Der Staat wollte damit Umsatzsteuerbetrug verhindern. Getroffen hat es massenhaft seriöse Firmen, die dadurch ihre Kredite extrem erhöhen mussten.
Auch das ist so nicht korrekt
Im Prinzip geht bei diesem Verfahren die UsSt Schuld vom Leistungserbringer auf den Empfänger über
Das ist alles
Und nebenbei sinnvoll, denn so entsteht weniger Umsatzsteuergeschiebe zwischen den Ländern

Wie Sie auf 90.000 Zusatzsteuern für 20.000 Gewinn kommen ist mir ein Rätsel, könnten Sie das grob vorrechnen?
Zitat von
Es ist kein Wunder, wenn mit der Vielzahl der staatlichen Steuerberechnungstricks immer mehr Leiharbeiter bezahklt werden müssen. Bei diesen vielen Tricks kann ich aber die Firmen verstehen, die auch Steuertricks anwenden. Die sind sonst schneller pleite als (vom Staat) geplant.
Diese "vielzahl" kommt daher, das Steuerrecht immer verworrener ist
Und es kommt daher, das der Sinn der Gesetze von Großunternehmen sofort ausgehebelt wird

Das Problem hat aber jedes Land dieser Welt

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