Forum: Wirtschaft
Kampf gegen US-"Geierfonds": Zitterpartie um Argentien
REUTERS

Don't cry for me, Argentina: Wenn sich das Land nicht binnen Stunden mit zwei US-"Geierfonds" einigt, droht ihm die Pleite. Die Firmen fordern 1,5 Milliarden Dollar - ein Scheitern könnte Südamerikas drittgrößte Wirtschaft aber noch viel mehr kosten.

Seite 16 von 42
neurobi 30.07.2014, 10:17
150.

Zitat von laranagustavo
Warum wird hier dauernd von Geiern geschrieben?
Weil diese sich benehmen wie solche. Wobei Geier in der Natur eine wichtige und positive Aufgabe erfüllen, diese Art Fonds allerdings nicht.

Zitat von laranagustavo
Wie muss ich das verstehen, haben die Hedgefonds den Argentiniern Geld und Konditionen aufgezwungen?
Nichts dergleichen, Argentinien und die Fonds haben nie etwas ausgehandelt. Argentienien hat mit 90% seiner Gläubiger etwas ausgehandelt, nur die Fonds haben sich verweigert. Und das obwohl die Fonds auch einen satten Gewinn eingestrichen hätten, wenn sie sich dem Vergleich angeschlossen hätten. Sie haben noch deutlich billiger gekauft! Aber sie Spielen Risko, wollen alles! Ich hoffe sie scheitern!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
philzero 30.07.2014, 10:17
151. Am Thema vorbei

Man liest hier oft dass "der böse Hedgefond eine risikoreiche Anlage getätigt hat und jetzt einen Teilausfall seiner Anlage nicht akzeptieren will". Das genaue Gegenteil ist der Fall: Wenn Argentinien will, erklärt es einfach die Zahlungsunfähigkeit, und der Fonds sieht keinen Cent mehr. Das perfide ist doch, dass Argentiniens sozialistische Misswirtschaft seit Jahren auf Pump lebt, und nur aus einem Grund Angst hat vor der Zahlungsunfähigkeit: ES KANN DANN KEINE WEITEREN SCHULDEN MEHR MACHEN. Wer leiht denn bitte jemandem Geld, der es notorisch nie zurückzahlt? Wenn Argentinien aber keine Schulden mehr machen kann, bricht das Land zusammen. Hier geht keine unschuldige Nation im würgegriff gieriger Fondsmanager ein, hier bekommt ein Land seine faire Quittung für Jahrzehnte falscher, von Schulden finanzierter, Politik.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kalle blomquist 30.07.2014, 10:17
152. Geier

Übrigens: Geier sind in der Natur nützliche Tiere. Und insofern besteht die Bezeichnung für diese Spekulanten vielleicht doch zurecht. Denn nützlich sind sie (obwohl natürlich eigennützig, wie die Geier eben): Manche korrupte, rechts- oder linkspopulistische Regierung mag es sich jetzt doch zweimal überlegen, das Geld der Anleger zu verbrennen, um dann bei Fälligkeit den armen Tröpfen, die den Politikern geglaubt hatten (und sich vielleicht aus Gier von den höheren Zinsen hatten verführen lassen) eine Nase zu drehen. Geier-Fonds, go on. Dann lernen die Kirchners dieser Welt vielleicht irgendwann, dass man Geld, das man geliehen hat, irgendwann zurückzahlen muss. Harte Lektion, aber pädagogisch wertvoll. (Nur schade, dass mal wieder der gemeine Argentinier auf der Straße die Zeche zahlen wird. Andererseits: Was fallen die Leute immer wieder auf diesen Politiker-Typ herein, der am La Plata seit Peróns Zeit prosperiert?)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
syracusa 30.07.2014, 10:17
153.

Zitat von Steve Holmes
Dann sollen sie ihre Schulden begleichen. Das ist das Normalste der Welt.
Es ist das Normalste der Welt, dass völlig legale Forderungen nicht erfüllt werden, wenn der Gläubiger insolvent ist.

Hohe Zinsen - auch auf Staatsanleihen - sind alleine und ausschließlich dadurch gerechtfertigt, dass der Gläubiger das Risiko des Zahlungsausfalls infolge Insolvenz des Schuldners trägt. Dieses elementar marktwirtschaftliche Prinzip wollen die Geierfonds und der hier sonst so marktradikal auftretende Steve Holmes aushebeln.

Herr Holmes, ich werde Sie bei Gelegenheit daran erinnern, dass Sie auf solch elementare Weise die Prinzipien des Marktes verraten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 30.07.2014, 10:19
154.

Zitat von radeberger78
. das Hauptproblem ist da wahrscheinlich China das durch den Besitz seiner Dollar Anleihen ein nicht zu unterschätzenden Gegenpol zur USA bildet..
China hält aktuell 7,2% der ausstehenden Staatsschulden. Okay, es könnte etwas mehr sein, weil bei Käufen über Kariik-Finanzzentren oder auch die Schweiz, Belgien etc. nicht geklärt ist, wer letztendlicher Käufer ist. Selbst wenn es aber tatsächlich 10% sind, ist das kein Gegengenwicht, zumal der US-Wirtschaft kaum etwas besseres passieren könnte, als ein Verkauf dieser Anleihen durch China.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markus_wienken 30.07.2014, 10:20
155. .

Zitat von fabio
... Zu Kommentar 1) Nein,der Fonds,der hier zur Debatte steht,hat Argentinien KEIN Geld zu Verfügung gestellt ! Er hat ein paar Ramschpapiere aufgekauft und ist vor Gericht gegangen.
Das ist korrekt und nicht verwerflich.

Zitat von fabio
Im Prinzip bestiehlt er ein armes Volk.
Das arme Volk und seine Regierung bekommt es seit den 50er Jahren nicht in den Griff seine Finanzen zu ordnen.
Und nein, der Hedge-Fond bestiehlt niemanden sondern versucht "nur" geltendes Recht durchzusetzen.

Zitat von fabio
Das einzig Gute: Der Welt wird vor Augen geführt,wohin das Sich-Einlassen mit dem amerikanischen Geldmarkt führt.Allein dieses Urteil hat wohl wieder viele Leute darin bestärkt,dass vom Dollar unabhängige Institutionen aufgebaut werden müssen. Auch in Europa!
Nein, der Welt wird vor Augen geführt, dass man vorsichtig sein sollte mit dem Schulden machen.
Vermutlich werden die, die es betrifft und künftig betreffen wird, daraus nichts lernen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cum infamia 30.07.2014, 10:20
156. Schon Jesus !

Hat nicht schon Jesus die Geldwechsler ( heute geldgierige Fonds ) aus dem Tempel vertrieben ? Argentinien handelt also nach dem Gebot der Bibel !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alpenkraut 30.07.2014, 10:20
157.

30 Mrd. treiben Argentinien in den Konkurs? Wie arm sind die denn? Da haben ja eine Reihe Einzelpersonen mehr Vermögen. Und der Quartalsgewinn von Apple ist, glaube ich, auch höher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vielzuvielzeit 30.07.2014, 10:21
158. Geld hin oder her

Wie kann ein Staat bitte von Hedgefonds in die Knie gezwungen werden?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bluejuly 30.07.2014, 10:21
159.

Zitat von IntelliGenz
eine Ramschanleihe erhalten zu wollen . . das ist ein Wucherzins. In den meisten Kreisen heisst so etwas "unlauteres Geschaeft". Wer als Hedgefond Hochrisiko-Papiere aufkauft, zu Fantasie-Zinsversprechen, der hat verdient, den kompletten Einsatz zu verlieren. Spekulationen im Verbund mit Wucherzinsen gehoeren weltweit verboten. Amerikanische Verhaeltnisse, Raubritter, Heuschrecken . . . alles Verbrecher !
Scheinbar stellt der Artikel das ungenau dar, denn viele hier im Forum scheinen das Grundproblem nicht zu verstehen....Argentinien hat 800 Mio. (-(normale) Zinsen) an Schulden am Kapitalmarkt aufgenommen. Dann haben sie sich geweigert diese zurückzuzahlen. Der Gläubiger hat daraufhin in der Angst das Geld nie wiederzusehen die Schuldentitel billig verkauft und der Käufer fordert die Schulden nun ein. Daran ist nichts unlauter oder gemein.
Also: 1) Es handelt sich nicht um "Wucherzinsen", sondern um den ganz gewöhnlichen Kapitalmarktssatz
2) Der Vertrag ist nicht unlauter o.ä. sondern ein ganz gewöhnlicher Schuldvertrag
3) Argentinien erwartet das man ihm ein Großteil der Schulden (aus Kulanz) erlässt und der Gläubiger weigert sich. Das ist völlig legitim.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 16 von 42