Forum: Wirtschaft
Kampf um Hambacher Forst: Schwarzer Tag für RWE
AFP

Die Pläne für den Braunkohletagebau: überholt. Die Aktie: im freien Fall. Die Geschäftsaussichten: düster. Der Imageschaden: gewaltig. RWE erlebt durch den Hambacher Forst einen der bittersten Tage seiner Konzerngeschichte.

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hegoat 05.10.2018, 20:18
1. Kurzsichtig

Wie der Artikel erläutert, wird Kohle für die Herstellung von Industriebrennstoffen für energieintensive Produktionsprozesse, Aktivkoks für Abgas- und Abwasserreinigung sowie feinkörnige Kohlenstoffkonzentrate für metallurgische, chemische und andere industrielle Prozesse gebraucht. Und wer weiß, wofür in Zukunft noch alles. Aber anstatt zukunftsorientiert zu sparen, verfeuern wir alles, was nur irgendwie geht. Wenn es so weitet geht, sitzen wir in einigen Jahrzehnten ohne Öl, Gas und Kohle da.

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HH1960 05.10.2018, 21:57
2. PR-Desaster?

Man kann es auch grenzenlose Dummheit des Managements nennen. Nichts gelernt von Shell, Deutscher Bank oder VW?

Wenn Manager die Zeichen der Zeit nicht erkennen und die Zeiten für einen Wandel wirklich gekommen sind, dann helfen auch keine schützenden konservativen Politiker mehr. Es wird richtig teuer! Das Image von RWE ist dahin. Das wiegt noch viel schwerer als die Kohle die im Boden bleiben muss.

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2623 05.10.2018, 21:58
3. klar und informativ

diesen Artikel habe ich mit viel Gewinn gelesen. Vielen Dank an die Redakteure/in und Redaktion. Welch ein Versagen der Landesregierung aus CDU und FDP und wesentlich der Herren Laschet und Herrn Reul.

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andreasm.bn 05.10.2018, 22:01
4. einguter Tag für Deutschland, ein guter Tag...

für NRW und für den Haibaches Forst und für alle die für ihn gekämpft haben!
Jetzt endlich Fakten schaffen für den Kohleausstieg! Wir können uns keine Zeit mehr leisten.
Alle verfügbaren Gelder für alternative Energien ohne diese den Asbeck's dieser Welt in den Rachen zu schmeißen.

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heutemalich 05.10.2018, 22:06
5. Gerechtigkeit

Man ist ja fast versucht, an Gerechtigkeit zu glauben. Ich weiß, das ist zu optimistisch gedacht und morgen werde ich wieder desillusioniert sein. Aber es gäbe kaum etwas Gerechteres, als wenn REW pleite machen müsste und wenn die Regierung von NRW, die an Arroganz und an Gewalttätigkeit kaum zu überbieten ist, die gerechte Quittung dafür bekäme. Sorry, ich weiß, das war jetzt zu optimistisch ...

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Aquifex 05.10.2018, 22:10
6.

Die Wissenschaftler berechneten, dass RWE für den Betrieb seiner Braunkohlekraftwerke nur noch etwa 700 Millionen Tonnen Braunkohle benötigt - selbst wenn die letzten RWE-Kraftwerke erst im Jahr 2040 stillgelegt werden. [...] Das Gutachten des Saarbrücker Instituts für Zukunftsenergie- und Stoffstromsysteme basiert auf Ausstiegsszenarien, wie sie auch in der Kohlekommission der Bundesregierung diskutiert werden. Danach würden die drei modernsten und jüngsten RWE-Braunkohlekraftwerke noch bis zum Jahr 2040 am Netz bleiben. Ältere Meiler sollen in mehreren Schritten (2020 und 2025) abgeschaltet oder eine Sicherheitsreserve überführt werden."

...und jetzt darf mal geraten werden, welches diese Kraftwerke sind, und von wo aus die befeuert werden.

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natakajw 05.10.2018, 22:13
7. Spon schreibt die Wahrheit

"Uneingeschränkte Unterstützung des Kurses erhielt der Konzern aus der eigenen Landesregierung in NRW“
Der Satz steht echt so in diesem Artikel.
Wem gehört die Landesregierung?? RWE. Stimmt

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chevy57 05.10.2018, 22:16
8. Volle Breitseite

Immer wieder schön zu sehen, dass es in diesem Land offensichtlich noch Richter gibt, die der Willfährigkeit deutscher Politiker gegenüber dem Großkapital etwas entgegensetzen. Respekt!

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Spiegelleserin57 05.10.2018, 22:17
9. ja das ist er!!

Zitat von andreasm.bn
für NRW und für den Haibaches Forst und für alle die für ihn gekämpft haben! Jetzt endlich Fakten schaffen für den Kohleausstieg! Wir können uns keine Zeit mehr leisten. Alle verfügbaren Gelder für alternative Energien ohne diese den Asbeck's dieser Welt in den Rachen zu schmeißen.
diese stürmische Zeit zeigt auch dass die Bürger keineswegs verdrossen und apathisch sind. Wenn sie ein gutes Ziel haben für das es sich lohnt zu kämpfen und von dem sie überzeugt sind, dann sind sie auch aktiv.
Hier versteht man das Ausmaß auch der Unzufriedenheit mit unseren Politikern. Wie groß muss der Frust sein dass es zu diesem Stillstand gekommen ist.
Wenn RWE noch etwas gewinnen möchte dann sollte dieser Konzern auf diese weitere Rodung freiwillig verzichten und den Wunsch der Bürger anerkennen.
Damit wäre mit Sicherheit allen geholfen.

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