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Kampfjet "Tempest": Briten planen eigenen Eurofighter-Nachfolger

Der Brexit wirft auch in der Rüstungsindustrie seine Schatten voraus. Bei der Luftfahrtmesse in Farnborough stellt Großbritannien eine mögliche Alternative zum Gemeinschaftsprojekt Eurofighter vor.

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jetbundle 16.07.2018, 16:55
1. Anforderungsprofil

Es stellt sich die Frage was das Anforderungsprofil ist. Europa hat einen 1A Luftüberlegenheits- und Abfangjäger mit begrenzten Luft-Boden Fähigkeiten. Was dazu gebraucht wird ist ein Kampfbomber der mehr Nutzlast und ggf. Sensorik tragen kann, ein Ersatz für den Tornado. Ebenso könnte man ein Erdkampfflugzeug ähnlich der A10 brauchen.

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nmare 16.07.2018, 16:58
2. Faszinierend

Wofuer die Regierung nach dem Brexit so alles Geld hat, waehrend seit Jahren die NHS unterfinanziert ist, die Councils weniger Geld bekommen, Arbeitslosen- und Sozialhilfe gekuerzt wird, kein affordable housing gebaut wird usw usw.

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oli h 16.07.2018, 17:15
3. Mit Pilot?

Angesichts der Tatsache, dass der neue Jet in ungefähr 20 Jahren kommen soll und der rasanten Entwicklung bei autonomen Fahrzeugen frage ich mich, ob die nächste Generation überhaupt noch einen Piloten brauchen wird. Beziehungsweise, ob es Sinn macht, gleich auf autonome Flugzeuge zu setzen, die dann vielleicht noch ein paar Jahre später kommen. Derweil könnte man den Eurofighter ja auch noch aufbrezeln, zum Beispiel mit Schubvektorsteuerung.

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pepe83 16.07.2018, 17:24
4. Die Briten machen es richtig

Die Briten bewahren sich ihre eigene Rüstungsindustrie und arbeiten mit klaren Anforderungsprofilen, die auf die nationalen Bedürfnisse abgestimmt sind. Die Deutschen verkaufen ihre Rüstungskompetenzen an die Franzosen und gehen bei den Anforderungsprofilen so viele Kompromisse mit allen möglichen anderen Staaten ein, dass die Waffensysteme am Ende von Allem ein bisschen aber nichts richtig können.

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quark2@mailinator.com 16.07.2018, 17:26
5.

Macht irgendwie wenig Sinn, finde ich. Wer, außer UK, könnte das neue Flugzeug denn kaufen ? Denn nur für UK macht es finanziell kaum Sinn, insbesondere da man wegen der Träger ohnehin die F-35 weiter braucht. Australien und Kanada hatten sich doch auch für die F-35 entschieden. Und soweit ich das sehe, ist das Flugzeug vom Design her eher auf dem Stand SU-35 bzw. bestenfalls X-23. Wenn man 2025 mit der Entwicklung beginnt und dabei noch recht wenig Geld ausgeben kann ... es geht sich einfach nicht aus. Soweit ich mich entsinne, ging der Trend hin zu Drohnen. Allerdings braucht man dazu ein komplettes Satelliten-Kommunikationssystem. Ich sehe UK da einfach zwischen den Stühlen, wenn sie den Brexit durchziehen. Alleine können sie so große Projekte nicht machen, da braucht es Kunden, die allerdings auch die USA, die EU und Russland bedienen wollen - und UK käme verdammt spät zur Party.

UKs Arbeiten für Airbus sind allerdings ein ganz anderes Kaliber. Wenn die Tragflächen der Airbusse wirklich in UK designed werden, dann ist das ein Problem, denn der Flügel ist Kern-Know-How. Wenn es Airbus nicht gelingt, die Spezialisten von der Insel zu holen ... Und ich glaube, UK hat noch andere wichtige Anteile, die man nicht mal eben so woanders nachbauen kann. Könnte "lustig" werden.

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aleron 16.07.2018, 17:28
6. Schade um das viele Geld!

Wenn man überlegt, wieviel in humanitär Hilfe und Bildung davon investiert werden könnte bräuchte man solche Kriegsmaschinen gar nicht.

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Haarfoen 16.07.2018, 17:34
7. Great!

Ich bin auch der Meinung, dass jedes europäische Land einzeln genau so ein Flugzeug bauen sollte, das exakt die Extrawürstchen der jeweiligen nationalen Kommandeure berücksichtigt. Es ist klar, dass britische Piloten nicht mit deutschen oder gar französischen Flugzeugen fliegen können und umgekehrt. Und nur damit klargestellt ist: Es darf nur das Beste vom Besten sein! Von mir aus fliegt das Gerät gar nicht, aber wichtig ist: Es muss besser als das der anderen sein. Und teuer! Das ist auch wichtig. Mindestens 250% Kostensteigerung in der Entwicklungs- und Bauphase, Auslieferung mindestens 10 Jahre später als geplant. Nicht mit den Briten zusammen arbeiten: Nur Airbus schafft diese immensen Verfehlungen bei gleichzeitiger Drohung mit Arbeitsplatzabbau, usw. - Damit wir auch in Zukunft ein Polittheater haben. Ich liebe es, mein hart erarbeitetes Geld den Rüstungskonzernen in den Rachen zu werfen - Luxus pur - tropfende Triebwerke und am Boden stehende Fluggeräte mit fehlenden, aber garantierten Fähigkeiten. Und am Himmel wird es umso effektiver: Hat jedes europäisches Land einen eigenen Flieger mit eigener Elektronik, dann verfliegen sich unsere Gegner im elektronischen Dschungel und kennen sich gar nicht mehr aus.

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fsteinha 16.07.2018, 18:04
8. @4 bei Tornado und Eurofighter

hätten es Ihrer Meinung nach die Briten nicht richtig gemacht.
Ein Kampfflugzeug auf Weltklasse-Niveau ist ein ziemlich teure Angelegenheit und nicht nur die Entwicklung sondern auch alle Systeme die dann folgen. Auch sind die Britten wie die Deutschen und Franzosen Teil eines Verteidigungsbündnisses, wo Standardisierung nicht nur billiger sondern auch lebensnotwendig ist.
Ich sehe mich warum der Brexit hier etwas verhindern soll was bei anderen Entwicklungen ohne EU auch funktioniert hat. In den seltesten Fällen wird so ein Gerät nur für den heimischen Markt gebaut, danach wird exportiert. Auch hier ist Konkurrenz eine teure Angelegenheit.

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Atheist_Crusader 16.07.2018, 18:09
9.

Zitat von oli h
Angesichts der Tatsache, dass der neue Jet in ungefähr 20 Jahren kommen soll und der rasanten Entwicklung bei autonomen Fahrzeugen frage ich mich, ob die nächste Generation überhaupt noch einen Piloten brauchen wird. Beziehungsweise, ob es Sinn macht, gleich auf autonome Flugzeuge zu setzen, die dann vielleicht noch ein paar Jahre später kommen. Derweil könnte man den Eurofighter ja auch noch aufbrezeln, zum Beispiel mit Schubvektorsteuerung.
Das lässt sich schwer voraussagen. Einerseits ist der Pilot (oder eher: die Aufgabe des Flugzeugs diesen am Leben zu halten) ein großer Performance-Hemmer. Andererseits trauen viele leute bewaffneten Drohnen nicht - und das nicht ganz zu Unrecht. Hacking, Störungen, etc. sind imme rmöglich und ein Mensch im Cockpit kann da mehr machen als eine Maschine.

Ich gehe mal davon aus, dass die britischen Streitkräfte da Leute haben die mehr Ahnung von dem Thema haben als ich, also sind sie wohl entweder zu dem Schluss gekommen, dass bemannte Flugzeuge noch eine Zukunft haben oder die Frage auch weiterhin offen bleibt st, um sicherheitshalber besser zweigleisig zu fahren, auch wenn das vielleicht teurer wird.
Natürlich immer unter der Prämisse, dass man diese Leute überhaupt gefragt hat. Politik und Wirtschaft haben ja oft so ihre eigenen Ideen die von denen der Streitkräfte abweichen und auch die Herren in Tarnfarben sind nicht vor Fehlern gefeit (gar nicht zu reden von Voreingenommenheit, Konservativismus, Inter-Service-Rivalität und sonstigen Problemen die gerne mal dafür sorgen, dass man sich eben nicht für das beste entscheidet).

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