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Kandidat für CDU-Vorsitz: Was Jens Spahn in der Gesundheitspolitik geleistet hat
DPA

Jens Spahn wollte das Amt des Gesundheitsministers nutzen, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Was hat er in seinem Fachgebiet erreicht? Die Zwischenbilanz.

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claus7447 05.12.2018, 14:38
1. Der Knackpunkt

Wird sein, wie er den Mangel an Pflegekräfte beseitigt. Entscheidend wird hier die Stellung der CSU sein hinsichtlich Zuwanderung, Anerkennung ausländischer Zertifikate sowie last not least faire und ausreichende Bezahlung. Im deutsch-Schweizer Grenzgebiet herrscht Mangel, denn man kann gleich hinter der deutschen Grenze einen gut bezahlten Job finden. Solange man nicht in der Schweiz wohnt macht dies beträchtliches aus.

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haarer.15 05.12.2018, 14:43
2. Was hat er denn bislang geleistet ?

Nicht wirklich viel in der Wahrnehmung - und schon gar nicht strukturell Bewegendes. Nur an kleinen Stellschräubchen drehen, was kaum auffällt. Das Gesundheits-Ressort ist eben auch für Spahn kein Gewinner-Amt. Das ist so sicher wie das Amen. Nun denn - bislang hat Herr Spahn hauptsächlich geleistet, als Lautsprecher durchs Land zu ziehen und Sprüche zu kloppen. Mehr leider nicht.

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peterpicasso 05.12.2018, 14:45
3. Rätselhaft

Mir als Krankepfleger scheint es schleierhaft wie man einen so kompetenten Posten mit jemandem besetzten kann, der selbst nicht aus der Pflege kommt. Es ist ein Schlag ins Gesicht für alle Interessenten, die als Stationsleitung arbeiten wollen eine Weiterbildung vorweisen zu müssen! Trotz Pflegenotstand... Sphan bekommt mit seinen OP Fotos eher einen Karnevalistischen Look! Würde er sich ernsthaft in seine Aufgabe als Minister vertiefen, hätte er gar keine Zeit sich um den Vorsitz zu bewerben. Er wäre wirklich ausgelastet..So wie alle Ärze und Pfleger auch... Er wirkt aber eher wie ein Selbstdarsteller. Kann ich mich auch um den Posten bewerben? Man braucht ja keine Vorkenntnisse und als Pfleger bin ich wohl eher überqualifiziert für den Posten...autsch!

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shaboo 05.12.2018, 14:45
4. Ich habe nicht ...

... den Eindruck, dass Spahn in der Öffentlichkeit als erfolgreicher Gesundheitsminister wahrgenommen wird, allerdings dürfte auch genau das Merkels Kalkül gewesen sein: einen ihrer größten und vor allem offensivsten Kritiker in ein Amt zu hieven, auf dem es nahezu unmöglich ist sich - gegen die geballte Macht aus Ärzte-, Pharma- und Apothekerlobby - zu profilieren. Dagegen ist AKKs Job als Generalsekretärin - was für ein Zufall - schon ein sehr dankbarer. Wer weiß, auf welches amtgewordene Himmelfahrtskommando sie Herrn Merz geschickt hätte, hätte sie darüber zu befinden gehabt ...

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Alter Falter 05.12.2018, 14:54
5. Doppelverbeitragung

Solange sich Spahn weigert, den millionenfachen Betrug an Betriebsrentnern und Direktversicherten rückgängig zu machen (auch das ein Erbe der glorreichen Ministerin Ulla Schmidt, allerdings von Grünen und CDU mitgetragen), nämlich die rückwirkende Doppelverbeitragung, so lange wird Spahn für mich nicht tragbar sein - und seine Partei ist für mich unwählbar.

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kratzdistel 05.12.2018, 14:59
6. bis heute noch nichts großes vollbracht

1.
Es gibt außer der diesel affäre auch eine Valsartan-skandal über den immer noch ein tuch des schweigens seitens des Gesundheitsministers Jens Spahn liegt mit der Kontamination vieler Valsartanprodukte mit N-Nitrosoidimethylamin zur blutdrucksendung. hier eine Kopie aus dem
deutschen ärzteblatt eines Arztes:
"Der derzeitige Skandal um die Verunreinigung vieler Valsartanprodukte mit N-Nitrosodimethylamin wirft viele Fragen auf, zum Beispiel: Warum haben über längere Zeitabschnitte die Prüfmechanismen versagt? Sind die Produktionsbedingungen in China jemals überprüft worden? Warum konnte zum Beispiel Novartis Diovan ohne Verunreinigungen herstellen? Offensichtlich spielten die billigere Produktion und nicht die möglichen gesundheitlichen Risiken die entscheidende Rolle. Ich gewinne zurzeit den Eindruck, dass man von offizieller Seite ein Tuch des Schweigens über die brisante
Thematik legt. Viele, vor allem ältere Patienten, erfuhren rein zufällig, dass auch ihre Medikation betroffen ist – es gab in vielen Fällen keine Warnung und keinen Rückruf des Medikaments. Aus meiner Sicht könnte dieser Skandal größere Ausmaße annehmen als der Contergan-Skandal. Damals betraf es Kinder, die Prozesse dauerten Jahre. Heute sind es vor allem ältere Menschen, die den Ausgang möglicher gerichtlicher Entscheidungen nicht mehr erleben werden."
bis jetzt liegt noch keine veröffentliche gefahrenbewertung vor. das ist das schlimme.
2.
die Budgetierung bzw. Beschränkungen, denen die Ärzte besonders die fachärztze unterliegen bezüglich der heilbehandlungen, Heilmittel usw. sind noch nicht aufgehoben.die sind die hauptursache für lange Wartezeiten, Versagung der erforderlichen Heilbehandlungen bzw. -mittel.

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gantenbein3 05.12.2018, 14:59
7. Genauer gesagt

besteht Spahns Erfolgsbilanz also darin, dass er mitgeteilt hat, was er als Gesundheitsminister leisten will, ohne jedoch etwas geleistet zu haben.

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watch15 05.12.2018, 15:08
8. Dieser Absatz fasst es gut zusammen

"... über Gesundheitsthemen viel gesprochen ... / ... hat die Pflege zum Großthema gemacht ... / ... will die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorantreiben ... / ... hat eine neue Debatte über die ethischen Grundlagen der Organspende angestoßen...". Bravo! Viel Palaver, nix umgesetzt. Aber was soll ein Berufspolitiker, der in seinem Leben noch nix anderes geleistet hat auch groß an Erfahrungen haben und umsetzen? Aber das muss ich anscheinend auch nicht verstehen, solange alle brav und ohne Murren ihre Sozialabgaben bezahlen und Politiker nur heiße Luft absondern.

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sheffard 05.12.2018, 15:10
9. Die einzige

Maßnahme die nötig wäre um die meisten Probleme in der Pflege zu lösen, wäre die Privatisierung des Gesundheitswesens durch Blüm und Kohl rückgängig zu machen. Kein Mensch weiß wies Blüm ständig in den Himmel gehoben wird, hat er doch den Neofaschismus zu den Alten und Kranken des Landes gebracht.
Aber die Konzerne, vor allem französische, wollen ihre Einnahmequelle deutsche Pflege und Krankenversicherung, nicht hergeben. Deutsche Gesundheitsministerium sind da Bettvorleger. Das einzige was denen einfällt sind Beitragserhöhungen. Das freut die Konzerne, denn deren Aktionäre können noch früher mit der Arbeit aufhören und mit Riesenwohnmobil durch Alaska fahren. Deutsche Gesundheitsminister sind auf verlorenem Posten, und damit auch die Alten und Kranken. Armes Deutschland!

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