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Kapitalflucht: Chinesen schaffen Geld kofferweise nach Kanada
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Wohin mit dem Geld? Das fragt sich eine wachsende Gruppe wohlhabender Chinesen, die in der Volksrepublik kaum Anlagemöglichkeiten hat. Immer mehr Bares wird nun nach Kanada oder in die USA gebracht - in Koffern, Handtaschen oder über Mittelsmänner.

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meikldagles 02.01.2013, 18:37
30. Alles ist relativ

in 14 Monaten wurden 10 Mill. € beschlagnahmt, davon das "meiste" wieder zurückgegeben. Bleiben nach meinem Überschlag knapp 150.000 € pro Monat und Flughafen. Da können aber die Koffer nicht sehr groß gewesen sein.

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2049er 02.01.2013, 18:41
31. Und in den 70ern & 80ern machten sich tausende Taunusmetzger, Bauern

& Restautantbesitzer auf den Weg in die Schweiz. Wobei die überschminckte Alte ( die mit der Nervstimme ) und ihr geschäftstüchtiges Männchen auch regelmäßig 500 große Flocken in der Unterhose hatten....Wie die Orte doch wechseln...

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doc.nemo 02.01.2013, 18:44
32. China geht den Weg

Zitat von sysop
Wohin mit dem Geld? Das fragt sich eine wachsende Gruppe wohlhabender Chinesen, die in der Volksrepublik kaum Anlagemöglichkeiten hat. Immer mehr Bares wird nun nach Kanada oder in die USA gebracht - in Koffern, Handtaschen oder über Mittelsmänner.
des ganz gewöhnlichen Kapitalismus. Dazu gehört auch, dass die Reichen ihre Vermögen steuer- und pfändungssicher ins Ausland schaffen. Die Staatführung tut nichts dagegen oder hilft sogar noch mit, weil die Herrschenden und ihre Familienclans genauso davon profotieren.

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Palmstroem 02.01.2013, 18:56
33. Falscher Verdacht

Zitat von audumbla
Solche Devisenganoven gibs auch uns und Schaeuble will sie in der Schweiz fast begnadigen. Pfue!
Falsch - Schäuble muss sie nicht begnadigen, denn dank RotGrün sind ohnehin zum Jahreswechsel alle Steuervergehen bis 2007 verjährt und wer sein Schwarzgeld vor 2002 in die Schweiz gebracht hat (das sind die meisten) hat jetzt nicht nur eine weiße Weste, sondern auch sauber gewaschenes Geld und das dank RotGrün steuerfrei!

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WolfHai 02.01.2013, 19:00
34. Rechtssicherheit als Standortfaktor

Zitat von sysop
Immer mehr Bares wird nun nach Kanada oder in die USA gebracht...
Als reicher Chinese würde auch ich jedenfalls einen Teil meines Vermögens wegschaffen. In China wüsste ich nie, wann mir die Regierung oder die nächste Revolution mein Geld wieder abnimmt. In Kanada und in den USA würde ich mich vergleichsweise sehr, sehr viel sicherer fühlen.

Eine ähnliche Kapitalflucht findet seit Jahrzehnten aus den Entwicklungsländern statt, wo das Kapital wirklich gebraucht würde - die kriegen dann einen Bruchteil davon als Entwicklungshilfe wieder. Aus ähnlichem Grund verlassen jetzt einige Frankreich - mal sehen wie sich das entwickelt.

Ein verlässliche soziale und Eigentumsordnung ist eines der höchsten Güter, wenn ein Land sich wirtschaftlich entwickeln soll, damit es den Kindern der jetzigen Bewohner einmal besser geht.

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zellof4nt 02.01.2013, 19:01
35. Nur 175000 CAD?

Für 134000 € (oder eben 175000 CAD) gibts ein oder zwei Autos zu kaufen. Aber ein Haus? Unter 300000 CAD gibts in der Region Vancouver nicht einmal 2-Bedroom-Apartments.

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fkjt79 02.01.2013, 19:29
36. BItcoin

Kein Wunder, dass Bitcoin in China boomt :D

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richsorge 02.01.2013, 19:30
37. Omg

Zitat von sysop
Wohin mit dem Geld? Das fragt sich eine wachsende Gruppe wohlhabender Chinesen, die in der Volksrepublik kaum Anlagemöglichkeiten hat. Immer mehr Bares wird nun nach Kanada oder in die USA gebracht - in Koffern, Handtaschen oder über Mittelsmänner.
Mein Gott, solange das Geld in Koffern herausgeschafft wird, ist es nun wirklich egal. Erst in Containern wird es interessant und das passiert eben NICHT. Deswegen wächst die chinesische Wirtschaft, sie wächst und wächst, und ist längst der globale Wirtschaftsmotor geworden. Wach endlich auf, SPON und Konsorten, und berichtet über die wirklich wichtigen Dinge aus dem Herzen der Bestie (so ihr sie so bezeichnen wollt)!

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zila 02.01.2013, 19:41
38. Chinesen in Kanada

"Die Bestimmungen beim Kauf von Immobilien sind vergleichsweise locker, und die Regierung vergibt oft Wohnsitze an Investoren."
Das Investorenprogramm ist massiv eingedampft worden, die Regierung vergibt so gut wie KEINE WOHNSITZE AN INVESTOREN. Die kommen eher ueber Family Class (Sponsorship), wenn schon ein Verwandter hier hockt. Ein reicher Chinese kann sicher auch muehselig ein Skilled Worker Visum arrangieren, aber ganz so einfach ist die Einwanderung insgesamt nicht mehr. Der Hausmarkt in Vancouver ist seit 15 Jahren durch Chinesen und Hong Kong Chinesen gepushed worden, die schicken dann ihre Kinder zum studieren rueber - mit kanadischem Abschluss kann man inzwischen auch permanenten Bleibestatus viel einfacher erhalten.

Grosse Teile von Markham, Vorstadt von Toronto, sind mehr oder weniger chinesisch, jede Menge Haeuser mit Steinloewen im Vorgarten und sogar mit einer sehr grossen, rein chinesischen Mall.
Letztes Jahr hat ein chinesischer Student in Toronto ein simples Appartement gekauft, 400,000$ over asking (also deutlich ueber der Million total). Der halbe Immobilienboom bei den Condo-Tuermen basiert auch auf chinesischen Investoren, allein in Toronto sind noch immer ueber 100 Hochhaeuser im Bau. Das sind m.E. alles keine soliden Investitionen, die wollen ihr Geld irgendwie anlegen und einige probieren sicher auch ueber Spekulation noch einen schnellen Dollar zu machen, wobei der Markt hier gerade den Rueckwaertsgang einlegt.

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zila 02.01.2013, 19:44
39.

Zitat von WolfHai
Als reicher Chinese würde auch ich jedenfalls einen Teil meines Vermögens wegschaffen. In China wüsste ich nie, wann mir die Regierung oder die nächste Revolution mein Geld wieder abnimmt. In Kanada und in den USA würde ich mich vergleichsweise sehr, sehr viel sicherer fühlen.
Kanada ist so beliebt weil sie als Kanadier nicht automatisch mit dem weltweiten Einkommen in Kanada steuerpflichtig sind (in Ontario zahlt mittlerweile man 49% Spitzensteuersatz!). In den USA ist das anders, selbst wenn man im Ausland wohnt, muss man jaehrlich seine Steuern erklaeren.

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