Forum: Wirtschaft
Kapitalflucht wegen Mickerzinsen: Deutsche schaffen Vermögen ins Ausland
Deutsche Bundesbank

Deutsche Anleger flüchten vor den niedrigen Zinsen ins Ausland: Unternehmen und Privatleute haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Vermögen über die Grenzen verlagert. Der Bundesbank zufolge liegen die Auslandsforderungen inzwischen bei mehr als sieben Billionen Euro.

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k@nt 27.09.2013, 15:13
30.

Zitat von Mullersun
Sich über die Lebensqualität in D zu beschweren ist jammern auf sehr hohem Niveau. Und das in diesen andern tollen Ländern nicht nur Milch und honig fließen weis jeder der mal dort gelebt oder gearbeitet hat. Hinzu kommt das diese "Aufnahmestaaten" auch bei leibe nicht jeden wollen. Deutschland wird erst ins Mittelalter zurückfallen wenn wir die Duale-Ausbildung von Fachkräften abgeschaft und die Hochschulausbildung in der breite auf Bacholornivaeu runtergestuft haben.
Sie haben einerseits vollkommen recht damit auf die Stärke des - noch vorhandenen - deutschen Ausbildungssystems hinzuweisen. Auch stimmt es, dass im Ausland nicht nur Milch & Honig fließen.

Allerdings ist der Weg in das von Ihnen beschriebenen Bachelor-Niveaus schon eingeschlagen und die Enteignung des deutschen Sparers ist nun mal Fakt. Auch das vertrauen in die Banken ist zumindest in Europa seit Zypern verloren. Ich verstehe jeden, der sein Geld aus Deutschland in Sicherheit bringt, denn das Vertrauen in die deutsche Politik ist dahin, Deutschland (& Europa) befindet sich -so schlimm es sich auch anhört- auf Bananenrepublikniveau. Sie mögen dem nicht zustimmen, viele Menschen empfinden aber so und das Vertrauen in ein stabiles Wirtschafts- und Rechtssystem ist selbst in Deutschland nicht mehr gegeben.

Ich bin vor 10 Jahren ausgewandert und so sehr ich meine Heimat vermisse, ich werde dort keinen Cent zu viel lassen, ich traue den Schäubles Deutschlands & Europas keinen Millimeter mehr über den Weg.

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Steuerzahler0815 27.09.2013, 15:14
31.

Zitat von saarpirat
Zinsen gehören abgeschafft - ganz und weltweit.
dann werden sie vmtl nie ein eigenheim bekommen

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skorpianne 27.09.2013, 15:15
32. ?

Zitat von spon-facebook-1338138229
es ist auch die angst des kleinen Mannes cvor Enteignung, und die wird kommen. Wir haften jetzt schon mit unseren Spareinlagen für den ESM und die EZB. ich hab jeden, aber auch jeden Cent im nichteuropäischen Ausland. entweder die Konten werden wie in Zypern gepfändet, oder der euro crashed oder die Billigzinsen fressen unsere Renten auf.
Wie kommen Sie denn darauf? Keiner "haftet mit seinen Spareinlagen" für ESM und EZB.

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Steuerzahler0815 27.09.2013, 15:16
33.

Zitat von minuskel45
Diese Zahlen lassen einem würgen! Die mehrstelligen Millionäre, Großunternehmen oder gar Milliardäre die wegen 2% Gierzinsen und evtl. Steuern mehr und mehr ihr Geld verlagern und verschwinden lassen. Die investieren nicht, die spielen mit Menschen, Ländern und der Zukunft. Sollen es mit in die Kiste nehmen...
mein gott sind die millionäre gierig
die möchten glatt 2% Zinsen und damit weniger als Inflationsausglleich
So viel Gier sollte bestraft werden

Eine Nation die einen Exportüberschuss hat exportiert übrigens zwangsläufig Kapital

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Bin_der_Neue 27.09.2013, 15:18
34. Na und?

Wo liegt das Problem? Das Angebot regelt die Nachfrage. Und wenn deutsche Banken den Anleger über den Tisch ziehen wollen, geht dieser eben woanders hin. Fängt doch schon im kleinen an, Stichwort Tagesgeld. welche deutsche Bank zahlt denn noch über 1% Zinsen? Ach, markt und Zinslage geben nicht mehr her? Komisch, andere Banken können es doch auch! Und das nch nicht einmal was mit Steuerhinterziehung zu tun, man zahlt ganz brav und legal seine Abgeltungssteuer und hat bei höheren Zinsen leztenendes summa summarum mehr Ertrag. Aber wer meint, er habe etwas zu verschenken - bitte sehr. Steht jedem frei..

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juliettebrown 27.09.2013, 15:25
35. Kommt drauf an ...

Zitat von Mullersun
Sich über die Lebensqualität in D zu beschweren ist jammern auf sehr hohem Niveau. Und das in diesen andern tollen Ländern nicht nur Milch und honig fließen weis jeder der mal dort gelebt oder gearbeitet hat. Hinzu kommt das diese "Aufnahmestaaten" auch bei leibe nicht jeden wollen. Deutschland wird erst ins Mittelalter zurückfallen wenn wir die Duale-Ausbildung von Fachkräften abgeschaft und die Hochschulausbildung in der breite auf Bacholornivaeu runtergestuft haben.
... ob man im Rotweingürtel wohnt oder in/an den Gebieten der Gegengesellschaften in die auch die Staatsgewalt (Polizei) nicht mehr reingeht (z. B. große Teile von Marseille (offiziell schon Ruf nach Militär, - Malmö, Duisburg, Köln, Bln Neuköln, Bln Kreuzberg, Bln Wedding, London, usw. - kann lange Liste geschrieben werden, für F siehe z. B: Atlas des Zones urbaines sensibles (Zus) Atlas 750 Nogo Aereas, usw.

Viele Einwohner in D gehen schon jetzt nicht mehr nach Einbruch der Dunkelheit aus dem Haus, Kinder werden von priv. Feten abgeholt, öffentliche Verkehrsmittel werden gemieden, usw. das hat alles schleichend in unsere Lebensqualität einzug gehalten. Auch Opfer in Familie und Freundeskreis gibt es immer mehr - ja, die Einschläge kommen näher ...

Wenn die Verteilungskämpfe beginnen und Waren wg. fehlender gesicherter Transportmöglichkeiten nicht mehr verfügbar sind, werden auch die Rotweingürtel ihren Teil zur "Vergesellschaftung" beitragen müssen (Plünderungen, etc.). In unseren Innenministerien (Land/Bund) sind die Brennpunkte/Kernzonen offener Gewaltexplosion dokumentiert. Eine Sicherung ist nicht möglich (z. T. veröffentlicht in einem Buch vor ein paar Jahren "Der Krieg in unseren Städten" o. ähnlich, von Ulf Kotte (ist evtl. eingezogen und verboten worden???).

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muellerthomas 27.09.2013, 15:31
36.

Zitat von juliettebrown
. Viele Einwohner in D gehen schon jetzt nicht mehr nach Einbruch der Dunkelheit aus dem Haus, Kinder werden von priv. Feten abgeholt, öffentliche Verkehrsmittel werden gemieden, usw.
Stimmt zwar, aber grundlos. Es gibt keinen dramatischen Anstieg der (Gewal-)Kriminalität und selbst in den schlimmsten gegenden in Deutschland ist man noch relativ sicher.

Zitat von
Auch Opfer in Familie und Freundeskreis gibt es immer mehr - ja, die Einschläge kommen näher ...
Anhand welcher Zahlen sehen Sie das?
Die Gesamtkriminalität ist seit den 80er Jahren in etwa konstant.

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gustavsche 27.09.2013, 15:32
37. Das zeigt doch nur, dass der durchschnittliche Deutsche

ziemlich bescheuert ist.

Natürlich muss man auf Mickerzinsen reagieren. Ich beispielsweise investiere seit Jahren in Aktien, in deutsche wie in ausländische Werte. Ich weiche damit von der Norm ab, denn die meisten Deutschen halten sich von Aktien fern, weil sie glauben, Aktien seien riskant. Sie merken nicht, dass die gewählten Alternativen viel riskanter sind.

Es werden wahnsinnige Wetten eingangen, z. B. geben sie die Garantie ab, 30 Jahre lang einen KLV oder Riesterversicherung bedienen zu können. Was die Immobilie angeht, sind die Deutschen genauso wahnsinnig und starten mit einem Minimum an Eigenkapital. Jetzt verschieben die Deutschen ihr Geld auf ausländische Tagesgeldkonten oder in ausländische Anleihen. Was machen die eigentlich, wenn so etwas passiert wie vor wenigen Monaten auf Zypern? Was passiert mit dem 10000 € auf einem italienischen Bankkonto, wenn Italien plötzlich dem Euro ade sagt? Dann hat man wie viele Lira? Was ist die französische Anleihe von 1000 € noch Wert, wenn Frankreich den Franc wieder einführt?

Deppen! Deppen sind das! Wenn ich sowas lese, erfüllt es mich Zorn. Ich komme zu dem Schluss: Diese Deutschen haben es nicht anders verdient, als von den Maschmeyers, von ihren Politikern und Südeuropäern ausgenommen zu werden.

Deutsche, strengt doch mal eure Birne an!

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curiosus_ 27.09.2013, 15:34
38. Ach i wo!

Ach i wo. [Ironie aus]

Ja, was denn sonst? Dauerhafte Leistungsbilanzüberschüsse = Kredite an’s Ausland -> Fehlt den inländischen Lohn/Gehaltsempfängern -> Maue Binnenkonjunktur.

Und, ob die hohen Kredite auch mal zurückgezahlt werden?

Zitat von curiosus_
"sind die deutschen Löhne zu niedrig": Ja. Die üblicheVergötzung der deutschen Leistungsbilanzüberschüsse. Deutschland hat für 2013 einen Leistungsbilanzüberschuss von ca. 190 Mrd. € prognostiziert (Wikipedia). Seit mehr als 10 Jahren haben wir ununterbrochen Leistungsbilanzüberschüsse, ab 2006 ständig über 150 Mrd. € pro Jahr. Simpelste Mathematik: Der Leistungsbilanzüberschuss der einen ist das Leistungsbilanzdefizit der anderen, und über was außer Schulden der Defizitländer soll das finanziert werden? Dauerhafte Leistungsbilanzüberschüsse sind wirtschaftlicher Unsinn. Sie würden in letzter Konsequenz dazu führen, dass dem entsprechenden Staat (wem genau – eher den Vermögenden im Staat, aber das ist ein anderes Thema, das Thema Schere zw. arm und reich bzw. Einkommensgerechtigkeit) der Rest der Welt gehört. Denn die überschüssigen Milliarden müssen ja irgendwo untergebracht werden. Entweder in Krediten an den Rest der Welt (die Überschüsse des einen sind nun mal zwangsläufig die Defizite der anderen, s. z.B. Griechenland, Frankreich etc.) die dann irgendwann mal abgeschrieben werden müssen. Oder in Sachinvestitionen im Ausland (worin im Endeffekt auch die Kredite, wenn richtig gemacht, sprich besichert, mal (Zahlungsunfähigkeit) enden). Das wusste bereits Karl Schiller (damals gab es noch "gelernte" Wirtschaftsminister mit Sachverstand, nicht nur lobbyistengesteuerte Quereinsteiger wie heute): "Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft: In seinem ersten Paragraphen bestimmt es gesamtwirtschaftliche Ziele, die öffentliche Haushalte in Deutschland bei ihren Entscheidungen beachten sollen: - Preisniveaustabilität - hoher Beschäftigungsstand - - bei angemessenem und stetigem Wirtschaftswachstum"
Vielleicht sollte man mal auf die Schweizer hören?:

Analyse: Ein Sieg der deutschen Fehlanalyse – Basler Zeitung

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Fantail 27.09.2013, 15:38
39.

Zitat von snigger
... wenn deutschlands garantien fällig werden ... kann so nicht auf vermögen zugegriffen werden. dem geld dann im falle eines zusammenbruches hinterherzurreisen wird einfach sein ... was kostest nochmal die neuseeländische staatsbürgeschaft? 75Teuronen? ...
Mit 10 Millionen NZ-Dollar (etwa 6 Millionen Euro) sind Sie in der Kategorie "Business Investor" dabei (so, wie der fette Kim Schmitz... - den viele, darunter auch ich, viel lieber ausserhalb [!] Neuseelands sehen wuerden).

Sie koennen es aber auch einfacher haben: nach NZ fliegen, sich einen gutbezahlten Job suchen, und dann die "Permanent Residency" beantragen. Ist erheblich billiger. ;-)

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