Forum: Wirtschaft
Kapitalismus in der Krise: Es muss nicht immer Sozialismus sein
Getty Images

Es ist populär, am Sinn freier Märkte zu zweifeln. Ist das schon sozialistisch? Oder nur die Reaktion auf jene, die seit 40 Jahren stur den Markt als Allheilmittel predigen? Zeit für eine Korrektur.

Seite 1 von 20
Flachlandprophet 03.05.2019, 14:11
1. Alternativlos

Es gibt keine Alternative zum Kapitalismus. Auch ein Marx hatte, trotz gründlicher Überlegungen und Recherchen, seine Ideen nie wirklich zu Ende gedacht. Man darf den Kapitalismus gerne beibehalten - und sollte ihn nur anders reglementieren...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
curiosus_ 03.05.2019, 14:17
2. Alles richtig, Herr Fricke,..

..ich habe auch nie verstanden warum man bei uns in BW z.B. die bewährte öffentlich-rechtliche Pflicht-Gebäudemonopolversicherung abgeschafft hat. Oder bundesweit den sozialen Wohnungsbau nahezu abgeschafft hat. Oder Krankenhäuser privatisiert. Oder warum der Spitzensteuersatz ausgerechnet unter einer SPD-Grünen-Regierung den historisch niedrigsten Stand erreicht hat.

Allerdings ist das, was Herr Kühnert da an völlig unkonkreten und unausgegorenen Forderungen aufstellt maximal dazu geeignet bundesweit wahrgenommen zu werden. Hauptsache Schlagzeilen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ein_denkender_Querulant 03.05.2019, 14:28
3. Muss es immer Neukapitalismus sein?

Die Frage ist doch viel mehr, warum wir das erfolgreiche Konzept der sozialen Marktwirtschaft verlassen haben und stattdessen die Massen im Neokapitalismus massiv verarmen lassen. Ene Diskussion darüber ist immer sinnvoll.

Was hinterher herauskommt, z.B. könnte schon eine Transaktions- sowie eine Vermögenssteuer ganz viel bringen, wird man nach der Bewertung sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HaMü 03.05.2019, 14:29
4. Kapitalismus ist der außergewöhnliche Glaube

"Kapitalismus ist der außergewöhnliche Glaube, dass die widerwärtigsten Männer aufgrund der widerwärtigsten Motive irgendwie für den Nutzen aller arbeiten."
John Maynard Keynes

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ofelas 03.05.2019, 14:30
5. wir haben keinen Kapitalismus

wir haben Sozialismus für privilegierte Schichten: Banken, und all diejenigen die direkten Zugriff auf die Zentralbankgelder haben, die gute "Beziehungen" zu den Geldhäusern haben und so an die Gelder kommen.

Alle anderen erhalten die Mittel nicht, zahlen höhere Zinsen und sind somit nicht in der Lage massive zu investieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uhu_13 03.05.2019, 14:35
6. Balance

Es ist immer die Wage zu halten. Verstaatlichen ist meistens Unsinn, da bilden sich Biotope der Ineffizienz gefuellt mit politisch korrekten Priviligierten. Gegen vernuenftige Regulierung und auch Marktverbreiterung (Genossenschaften, Vereine, ....) Ist nichts zu sagen, dass hilft auf Marktwirtschaftlicher Ebene. Selbst die gesetzliche Krankenkasse nutzt ueber Ihren Verband ein Marktverzerrendes Mittel (Quasimonipol) um die Kosten zu druecken (Ich denke recht erfolgreich).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ayee 03.05.2019, 14:35
7. Märlte funktionieren, wenn sanktioniert wird

Märkte funktionieren sehr wohl und würden z.B. auch die Umweltprobleme lösen. Aber was wäre dazu notwendig? Richtig, umweltschädliches Verhalten müsste teuer sein, sprich sanktioniert werden. Momentan ist das Gegenteil der Fall und deshalb fliegt uns die Umwelt um die Ohren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wi_hartmann@t-online.de 03.05.2019, 14:35
8. Weltökonom Kühnert

Welch ein Sturm auf das Geschwätz des Weltökonomen Kühnert.
Die offenbar gelangweilten Medien springen auf jeden Zug auf
der Radau erzeugen könnte.
Wenn Typen wie Kühnert die politische Generation von morgen
sein sollten, dann ist Chaos und Zerfall jeglicher Gesellschafts-
Ordnung Programm.
Es ist aber zu Gunsten Kühnerts anzunehmen, daß er ganz be-
wußt auf Krawall setzt, um aus der Nische eines politischen
Nobodys herauszukommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bierzelt 03.05.2019, 14:37
9. Das Märchen vom freien Markt

Sorry, aber das ist 2008 zusammen mit den Steuermilliarden zur Rettung unserer systemrelevanten Banken in Rauch aufgegangen. Es ist unsäglich, wie die Finanzindustrie den Staat, den Bürger und den wertschöpfenden Teil der Bevölkerung über den Tisch zieht. Ernst Wolff hat das mal ganz treffend als "Finanzabsolutismus" bezeichnet, wir sind nicht in freien Märkten, sondern schlichtweg auf dem Weg zum Kooperatismus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 20