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Kapitalismus in der Krise: Es muss nicht immer Sozialismus sein
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Es ist populär, am Sinn freier Märkte zu zweifeln. Ist das schon sozialistisch? Oder nur die Reaktion auf jene, die seit 40 Jahren stur den Markt als Allheilmittel predigen? Zeit für eine Korrektur.

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Mondlandungsskeptiker 03.05.2019, 15:01
40. Richtig hinsehen

In einem Land, in dem fast die Hälfte des Bruttosozialproduktes vom Staat umverteilt werden, von überbordendem Kapitalismus zu reden, zeugt von einer Wahrnehmungsstörung. Hier handelt es sich eher um das Versagen der sozialdemokratischen Idee jede Kleinigkeit staatlich zu regeln. Immobilienkredite mit der Finanzmarkt-Liberalisierung in Zusammenhang zu bringen ist völliger Humbug, seit alters her ist es das Kerngeschäft der Banken, Immobilienkredite zu vergeben. Und wer sollte das auch sonst machen? Der Staat? Die Jungsozialisten? Auch die mangelnde ärztliche Versorgung auf dem Lande hat rein gar nichts mit ungezügeltem Kapitalismus zu tun. Kein Wirtschaftssektor ist so sehr staatlich reguliert und gegängelt wie das ambulante Gesundheitswesen. Was also will der Autor uns hier eigentlich sagen?

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euro-paradies 03.05.2019, 15:01
41. Die Politiker manipulieren die Märkte und hebeln diese aus.

So wurde durch die Banken-. "Griechenland-" und Euro-Rettung der Finanzmarkt massiv gestört mit bedenklichen Auswirkungen auf den Immobilienmarkt als Zufluchtsort wegen der Geldschwemme und Geldentwertung.. Zudem wurden von unseren Politikern unsere Grenzen für die Zuwanderung mittelloser, berufsloser Analphabeten geöffnet, die neben Alimentierung auch kostenfreien Wohnraum in den gefragtesten Großstadtvierteln erhalten. Kein Wunder, dass nach diesen Markteingriffen die Immobilienpreise steigen, da der Staat unfähig ist, genügend Wohnraum für seine selbst geschaffenen Probleme zu errichten. Auch Aufenthaltsvorgaben kann der Staat nicht durchzusetzen. Letztendlich wird dafür von populistischen, linken Naivlingen sowie Teilen der linken Presse als Sündenbock der "Kapitalist" ausgemacht, und der nun enteignet werden soll. Damit würde aber kein von den Politikern verursachtes Problem gelöst werden.

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godfader 03.05.2019, 15:01
42. Wer sagt eigentlich

das die Marktwirtschaft in der Krise steckt? Ich sehe dafür keinerlei Belege. Die Marktwirtschaft funktioniert heute genauso gut (oder schlecht) wie vor 50, 100, oder 200 Jahren.

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b1964 03.05.2019, 15:01
43. Kühnert

Also, jetzt hat Kevin Kühnert, der neue Superstar der SPD, der aber noch grrün hinter den Ohren ist, mal unbedacht etwas gestrigen Sozialismus gepriesen, schon läuft die Medienwelt Panik und beschwört die Krise des Kapitalismus herauf. Angesichts aktueller Umfragewerte für die SPD bei den anstehenden Wahlen ist es zwar eine "nette" Story, hat aber mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit nichts zu tun. Eine Krise, gar ein bevorstehender Systemumsturz sieht anders aus! Wenn hier jemand in der Krise ist, dann die SPD, die mit den "Träumen" des Herrn Kühnert nur noch kräftiger ins Bodenlose stürzen wird. Die Wirklichkeit ist, dass der Neoliberalismus der 90er Jahre ausgedient hat. Die soziale Marktwirtschaft bedarf - das ist nun wirklich nichts Neues - ständiger Nachjustierung unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Wirklichkeiten. Dass auch aktuell ein Bedarf an Nachjustierung besteht, ist somit weder neu noch überraschend. Die soziale Marktwirtschaft ist aber seit den 50er Jahren ein Erfolgsmodell (!), was man nun wirklich nicht vergessen darf. Und wenn aktuell Verwerfungen auftreten oder drohen (z.B. ein zu weites Auseinanderklaffen zwischen Arm und Reich oder galloppierende Wohnungsmieten in den meist südlichen Ballungsräumen), dann heißt die Antwort nicht Sozialismus, sondern (weider einmal) Nachjustieren unserer Wirtschaftsordnung. Wobei gerade das Thema Mietpreise leider völlig verzerrt dargestellt wird. In weiten Teilen Deutschlands haben wir es mit dem Gegenteil zu tun, nämlich einer teils krassen Entwertung von Immobilienvermögen infolge Abwanderung und wirtschaftlicher Krise. Leider ignoriert die öffentliche Debatte die Fakten weitgehend. Journaisten sollten bei dem Thema mal nicht nur (teilweise populistischen) Politikern hinterher laufen, sondern z.B. auch mal Fachtagungen zum Städtebau besuchen. Dann würden sie eine völlig anderes Bild der Lage erleben!

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curiosus_ 03.05.2019, 15:02
44. Ob das..

Zitat von quidquidagis1
..Denkanstöße und Visionen für die Zukunft bis nis letzte Detail ausformuliert werden?Was Sie al sSchlagzeile betrachten,sind für mich Gedanken,wie es eine bessere Zukunft,ja vielleicht erst in 50 Jahren geben kan.Ist jetzt schon das Denken in der Politik verboten.Das Aussitzen war/ist hingegen schon lange sankrosankt!
..mehr als ein Versuch war in die Schlagzeilen zu kommen wird die Zeit aufzeigen. Wenn demnächst die nächste Sau durchs mediale Dorf getrieben wird sich zeigen ob die alte noch jemanden interessiert.

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miggelbauer 03.05.2019, 15:02
45. Danke.

Zitat von richey_edwards
Wohlstand und Lebenserwartung nehmen weltweit zu, Zugang zu Bildung ist für immer mehr Menschen möglich, Kindersterblichkeit und Armut nehmen ab. Der Grund: Markt und Kapitalismus. Aber man kann das ganz schnell wieder ändern: mit Staat und Sozialismus.
Traut man sich ja kaum zu sagen. Der Wunsch ist nämlich nicht Gerechtigkeit, sondern Gleichheit. Das Problem in Deutschland ist, das der Golffahrer den Mercedes neben sich nicht erträgt. Dann lieber alle im Trabbi, dann geht es wenigstens allen gleich schlecht.

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hansriedl 03.05.2019, 15:04
46. Die Freunde des Kapitalismus sagen:

Versehen mit den richtigen Regeln und Rahmenbedingungen kann dieses Wirtschaftssystem zu mehr materiellem Wohlstand für alle führen.
Dagegen halten die Kapitalismus-Gegner (ebenfalls stark vereinfacht): Dieses System basiert auf Egoismus und der
Maximierung des persönlichen Nutzens. Das hat zur Folge, dass einige wenige Privilegierte die große Mehrheit der Bevölkerung ausbeuten, um sich selbst immer weiter zu bereichern. Weil dabei der materielle Profit so sehr im Zentrum des Strebens steht, kommen zudem die eigentlich wichtigeren Ziele der Gesellschaft wie die Verbesserung des Gemeinwohls oder der Schutz des Lebensraums Umwelt allzu häufig zu kurz.

Wohlstand ist ungleich verteilt - und die Erde wird ausgebeutet

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nach-mir-die-springflut 03.05.2019, 15:04
47.

Zitat von carn
Die gesamte Kolumne argumentiert also aus Phantasievorstellungen heraus, dass GB und OECD Staaten am Ende einer 40 jährigen neoliberalen Dominanz mit praktisch denselben Staatsquoten wie zuvor dastehen oder dass die BRD von 1985 mit 45% Staatsquote neoliberaler gewesen sei als die BRD von 1960 mit 33% Staatsquote.
Können Sie das auch für einfache Menschen, wie wir welche sind, übersetzen?

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bafibo 03.05.2019, 15:04
48. Was passiert, wenn man die Wasserversorgung privatisiert?

Maximal werden die Abwasserrohre instand gehalten, nicht aber die Zuleitungen. Es ist ja so viel lukrativer, das Trinkwasser in Flaschen und Kanistern zu verkaufen ...

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Sharoun 03.05.2019, 15:06
49.

Zitat von richey_edwards
Wohlstand und Lebenserwartung nehmen weltweit zu, Zugang zu Bildung ist für immer mehr Menschen möglich, Kindersterblichkeit und Armut nehmen ab. Der Grund: Markt und Kapitalismus. Aber man kann das ganz schnell wieder ändern: mit Staat und Sozialismus.
Keine Frage: der Kapitalismus ist natürlich ein Fortschritt gegenüber den archaischen Bedingungen, die auf einem Großteil des Globus' zuvor geherrscht hatten.

Aber man darf die nicht davor schließen, daß er unreguliert zur Perversion neigt - wobei die Frage zu stellen ist, ob all diese Auswüchse (Kriege, Krisen, Hungersnöte...) jeweils Ausnahmen darstellen, oder ob das eine unabdinge Regel ist, wenn man diesen Teufel reitet.

Ich denke, Letzteres, und gerade in Zeiten des NOCH wachsenden Wohlstandes sollte man sich der gefahren bewußt sein und darüber diskutieren, wie man das als emanzipierte, "gereifte" Gesellschaft umgehen kann.

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