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Kapitalismus in der Krise: Es muss nicht immer Sozialismus sein
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Es ist populär, am Sinn freier Märkte zu zweifeln. Ist das schon sozialistisch? Oder nur die Reaktion auf jene, die seit 40 Jahren stur den Markt als Allheilmittel predigen? Zeit für eine Korrektur.

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rösti 03.05.2019, 15:50
70.

Zitat von ofelas
wir haben Sozialismus für privilegierte Schichten: Banken, und all diejenigen die direkten Zugriff auf die Zentralbankgelder haben, die gute "Beziehungen" zu den Geldhäusern haben und so an die Gelder kommen. Alle anderen erhalten die Mittel nicht, zahlen höhere Zinsen und sind somit nicht in der Lage massive zu investieren.
In Deutschland ist zur Zeit Mode, wenn jemand eine Meinung vertritt, erst eimal alles nieder gemacht wird......
Und Kühnerts Ansatz ist doch eine Diskussion wert! Verbessern kann man nur Was wenn jemand eine These in den Ring wirft, die es Wert um darüber zu sprechen.............man fängt mit der harten Meinung an und verbessert sie bis zu dem Punkt wo beide Seiten davon provietieren!
Luther wollte die hohen Herren brennen sehen nach seinem Anschlag mit seinen radikalen Thesen......

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ark95630 03.05.2019, 15:52
71. Krise?

Warum ist der Kapitalismus in der Krise? Weil Kevin Kühnert irgendwelche Hirngespinste von sich gibt? Der Sozialismus zeigt gerade überdeutlich in Venezuela und Kuba, wohin der Weg dieser Idee führt! Ansonsten darf man auch gern das System DDR anschauen, wo man die Leute mit Waffengewalt im Land halten musste, weil "der demokratische Sozialismus" so attraktiv war.

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nobody_incognito 03.05.2019, 15:56
72.

Zitat von matbhmx
Der Sozialismus ist gescheitert ...... und darf auch künftig nicht wieder aufstehen. Aber nach dem Scheitern des Sozialismus' hat der Turbo- oder geradezu Manchester-Kapitalismus wieder um sich gegriffen.
An sich ist nicht der Sozialismus / Kommunismus gescheitert, sondern das Menschenbild auf dem er aufbaute hat sich empirisch als utopisch bzw. illusionär erwiesen. Halt die Frage ob das schlecht für den Kommunismus oder uns ist?

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karl_der_kurze 03.05.2019, 15:56
73.

"Höchste Zeit, in Zweifelsfällen wieder einmal neu und undogmatisch festzulegen, was der Staat besser macht - oder besser lässt."

Das kann man nur als Aufforderung an den Kevin verstehen, Vorschläge, die frei nach Fricke als "gaga" oder "irre" zu bezeichnen sind, schnell wieder in die Kiste mit dem geschichtlichen Ausschuss zu legen. Denn dessen Hirnergüsse waren weder neu noch undogmatisch. Was zu der Frage führt, was Frickes Beitrag überhaupt soll.

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Sendungsverfolger 03.05.2019, 15:59
74. Globalisierung und Stammesgrenze

Zitat von Freier.Buerger
"Das Grundübel ist die Globalisierung und die freien Märkte. So lange die Produktionsbedingungen nicht überall gleich sind, hat ein freier Markt mehr Nachteile als Vorteile. " Für wen? mindestens 1 Mrd. Asiaten haben in den letzten 20 Jahren von der Globalisierung profitiert und sind zum gut lebenden Mittelstand aufgestiegen. Nie war die Entwicklung zu besserer Gesundheitsvorsorge, besserer Bildung und steigendem Lebensstandard und Lebenserwartung weltweit so schnell und breit wie in den letzten 20 Jahren. Wir erleben eine weltweite Angleichung der Lebensverhältnisse, übrigens auf dem europäischem Niveau, nur schmilzt unser Vorsprung.
Das ist korrekt. Nur will das doch keiner. "Sozialismus" hört an der Stammesgrenze nämlich auf. Es interessiert doch den deutschen Hutbürger nicht, dass es dem Eingeborenen in Nirwananesien dank Globalisierung nun besser geht, wenn nicht jährlich seine Rente gesichert garantiert um 3% jährlich steigt.

Solange dieses Denken in den meisten Erdenbürgern - also nicht nur in Deutschland - verankert ist, werden nur diejenigen aus der globalisierung Gewinn erzielen, die das auch verstehen. Deswegen haben es ja auch internationaler Umwelt-, Klima- und Naturschutz so schwer. Wenn ich den Erfolg nicht direkt vor meiner eigenen Haustüre sehe, sieht es so aus, als wäre keiner da. Sehe ich dort keinen Schaden, ist es genauso.

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De facto 03.05.2019, 16:02
75. Neoliberalismus ist nirgendwo zu sehen

Die Ausgaben des Staates (Staatsquote) in Deutschland liegt heute bei ca. 44% in Relation zum BIP. 1960 war es 33%, 1970 38% und 1990 44%. Wir leben nicht in Neoliberalismus wo der Markt ‚alles‘ regelt. Vor allem Banken und die Finanzkrise ging grundsätzlich auf die Fehler zweier staatliche Organisationen, der Zentralbank und der Aufseher - zu viel billiges Geld und zu wenig Eigenkapital in die Bankbilanzen. Dazu garantiert der Staat die Einlagen was was zusätzlich falsche Anreize setzt.

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Emderfriese 03.05.2019, 16:02
76. Korrekturen

"Die Korrektur der Auswüchse ist nicht gleich Sozialismus"
Das ist sehr richtig, Herr Fricke. Allerdings gibt es ein Moment, das Sie nicht bedacht haben in Ihren Ausführungen: Die Angst des Kapitals vor Veränderungen! Zur Zeit läuft der Neoliberalismus wie geschmiert, wenn er sich denn selbst begutachten muss. Die Fehler, die er macht, will er nicht wahrhaben. Und daraus erwächst ein Denken des Unumkehrbaren, des Weiter-So, des "Keine Experimente". Klingt vertraut, oder? Genau. Seit 1950 arbeitet die besitzende Gesellschaft daran, diese Bundesrepublik samt EU und möglichst noch andere Weltteile komplett zu unterwerfen. Schon die Ehrhardt'sche Marktwirtschaft trug das Virus der ungebrochenen Macht der Konzerne in sich, wenn auch die Bosse stark zurück stecken mussten. Aber spätestens mit den Schröder/Grünen-"Reformen" haben sie fast erreicht, was sie wollten: grenzenlose Freiheiten.
Und jetzt kommen Sie und wollen das alles gefährden? Lieber machen die ein neues 33, die AfD lässt grüßen. Was ist daraus zu schließen? Eine Korrektur des Systems wird nicht ausreichen - es geht um das Brechen der Macht des Geldes. Ob das dann Sozialismus ist, weiß ich auch nicht.

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frankcrx 03.05.2019, 16:03
77.

Zitat von postmaterialist2011
Wieso haben wir denn eine so hohe Staatsquote ? Weil viele Unternehmen ihren gesellschaftlichen Pflichten nicht mehr nachkommen. Millionen von Mindestlohn, einem Leiharbeitsverhältnis das jederzeit beendet werden kann und keinerlei Planungssicherheit bietet leben müssen. Bei einer viel höheren Tarifvertragsbindung in den 1970ern, 80ern und 90ern sah man nicht so viele Menschen bei Tafeln anstehen und den Müll durchsuchen wie heute. In der Tat 2/3 der Deutschen geht es gut bis sehr gut, aber 1/3 geht es zu Gunsten der extrem Reichen auch schlechter denn je. Hätten wir mehr Genossenschaften, Betriebe in Mitarbeiterhand und wirkliche Mitbestimmung, dann gäbe es zwar weniger Ultrareiche, aber auch sehr viel weniger Bedürftige, sprich die Staatsquote könnte stark absinken !
Hey alles so einfach. Genossenschaften, Betriebe in Mitarbeiterhand -bla bla bla. Dann müssen sie sich einen großen Teil dieser Leute mal ansehen. Menschen, die offen zugeben dass ihnen Arbeit zuwieder ist, der Staat (also der arbeitende Steuerzahler) sie versorgen soll und sich über den viel zu niedrigen Hartz4 Satz aufregen.
Es gibt soviele offene Stellen wie lange nicht mehr. Also frage ich mich warum werden diese Arbeitsplätze nicht besetzt. Weil die Leute zu dumm sind??? Nicht gut genug ausgebildet oder eben keine Lust auf Weiterbildung haben??? Wenn sie Belege brauchen schauen sie RTL2 oder fragen sie einfach mal nach. In diesem Land kann JEDER etwas erreichen wenn er Leistung bringt, Mut hat sich auch zu verändern oder umzuziehen. Wenn man allerdings nur bequem mit dem Arsch auf der Couch sitzt - na dann eben nicht. Aber dann bitte auch nicht rummeckern.

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Peter Schmidt -fsb 03.05.2019, 16:04
78. Fortschritt und Innovation

Zitat von richey_edwards
Wohlstand und Lebenserwartung nehmen weltweit zu, Zugang zu Bildung ist für immer mehr Menschen möglich, Kindersterblichkeit und Armut nehmen ab. Der Grund: Markt und Kapitalismus. Aber man kann das ganz schnell wieder ändern: mit Staat und Sozialismus.
Der erste Teil ihrer Behauptung stimmt. Der zweite Teil ist eine unbewiesene Behauptung. Ich würde behaupte, das Fortschritt und Innovation der Hauptgrund für diesen Zustand sind. Und um Fortschritt zu erzielen benötigt man nicht zwangsläufig Markt und schon gar nicht Kapitalismus. Im übrigen gab es nach meinem Wissen noch nie einen Staat mit der Staatsform des Sozialismus.
Man darf sich da nicht immer von Namen täuschen lassen... die DDR war nicht demokraatisch und die NAZIS nicht Sozialistisch

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Ein_denkender_Querulant 03.05.2019, 16:04
79. Betriebsräte von BMW

Die Betriebsräte von BWM halten auf Basis der Aussagen einen jungen wilden Jusos, der höhere Ämter anstrebt, eine Wahl der SPD für unmöglich. Hmmm, ob die Belegschaft von BWM unter Umständen die Wiederwahl des jetzigen Betriebsrates für möglich hält? Wir werden es sehen.

Aber es ist auch wirklich ein Unding dieses jungen Flegels an der göttlichen Ordnung von Ausbeutern und Ausgebeuteten etwas ändern zu wollen. Das 47 Menschen in Deutschland soviel Vermögen angehäuft haben, wie 40 Millionen Deutsche ist ein unerschütterliches Grundrecht der oberen Zehntausend.

Ich bitte sie, warum sollte man darüber diskutieren, nur weil 75% der jetzigen Arbeitnehmer im Alter eine GruSi (Grundsicherung) unterhalb des Hartz IV Niveaus bekommen werden. Das reicht doch wohl, oder?

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