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Kapitalismus in der Krise: Was wirklich gegen Ungleichheit hilft
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Die Schere zwischen Arm und Reich wird zum politischen Topthema. Aber was schafft Gerechtigkeit? Mindestlöhne, Grundeinkommen, Steuern? Wir sollten anders denken.

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2bing 05.06.2016, 18:18
120. Hierzu Passes - unbedingt anhören und lesen!

http://www.deutschlandradiokultur.de/matthias-weik-marc-friedrich-kapitalfehler-finanzbranche.1270.de.html?dram:article_id=354126

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aufgepasst_xd 05.06.2016, 18:22
121. Einfach nur herrlich!

Ich hab durch Zufall kurz zuvor eine äußerst treffende Analyse der sozialen Wirklichkeit in Deutschland in Bezug auf Arbeitslosigkeit von Max Uthoff gesehen, in der er auch darauf eingeht warum die Redakteure der etablieren Zeitungen in Deutschland kein Stück daran interessiert sind sich für mehr soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Um hier nur ein paar Stichworte zu nennen: Der familiäre Hintergrund eines großen Teils dieser Leute ist der höheren Mittelschicht zuzuordnen, die meisten überregionale Zeitungen sind in der Hand von Familien mit Vermögen im hohen Millionen Bereich. Da kommt einem dieser Artikel wie purer Hohn vor. Das wiederkäuen von wirtschaftslieberalen Parolen die vor allem den Besserverdienenden nutzen, macht sie sie auch nicht wahrer.

Für alle die eine wesentliche reflektierte Auseinandersetzung mit dem Thema sehen möchten: https://youtu.be/dtCBjTXmZpI

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Aus dem Ländle 05.06.2016, 18:22
122. Arm und reich. Die

Zitat von loncaros
Der 15 Dollar Mindestlohn hat Portland auch nicht geschadet. Wie immer die gleichen "Argumente" warum die Armen gefälligst arm bleiben müssen.
Traurig aber wahr
"Wie immer die gleichen "Argumente" warum die Armen gefälligst arm bleiben müssen."
Ich sagte mir immer "Armut wird vererbt".
Meine Eltern rechneten in den 50ern und 60ern und 70ern bis zum Tod. Dann war ich davon befallen und rechne heute noch.
Bei den reichen ist das ähnlich. Nur im positiven Sinn.
Die Ungerechtigkeit kommt durch die vielen Kriminellen aus den Balkanstaaten mit ihren Mehrfachidentitäten.
Das läift alles profesionell ab.

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Arnonymous 05.06.2016, 18:22
123. Unbewiesene Behauptungen

"Hohe Steuern auf Einkommen behindern tendenziell die Leistungsbereitschaft,"

Demzufolge wäre also der Mittelstand, der den ganzen Laden am Laufen hält, total demotiviert, weil er verhältnismäßig am stärksten besteuert wird.
Sehe ich nicht so.

Auf der anderen Seite drohen die sogenannten Leistungsträger mit Arbeitsverweigerung, wenn von ihren Millioneneinkommen die gleichen Steuern erhoben werden sollten wie für Otto-Normalverbraucher.
Was ist denn das für eine Elite, die sich nur durch noch mehr Geld, von dem sie schon mehr als genug hat, zur Arbeit motivieren lässt?
Auf solch eine Elite können wir meiner Meinung nach verzichten. Die sollten lieber Platz machen für junge, wirklich motivierte Manager, die nicht so gierig und deshalb vielleicht auch weniger korrupt sind.

"hohe Steuern auf Vermögen tendenziell die Investitionsbereitschaft."

Genau so ein Quatsch. Demnach wären nämlich die Investitionen seit den 90er Jahren enorm gestiegen, sind sie aber nicht, weil die (Real-)Löhne seitdem eher gefallen sind.
Warum sollte man in ein Land investieren, in dem die Löhne fallen und dadurch die Nachfrage zurückgeht?
Unternehmer sind ja nicht blöd. Die stellen dann lieber ein paar 1€-Jobber ein, die man auch wieder schnell entlassen kann. Ist viel billiger als Investitionen.

Quatsch ist die Aussage auch deshalb, weil Investitionen in der Regel von der Steuer befreit sind und über mehrere Jahre abgeschrieben werden können. Höhere Steuern würden also die Investitionsbereitschaft eher erhöhen, und zwar genau wegen der Steuerersparnis.

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bürger333 05.06.2016, 18:23
124. Mittelschicht adè

Seit Jahrzehnten haben die Politiker alles getan, um die Mutteschicht aufzulösen. Otto Normal ist bei durchschnittlichem Einkommen kaum noch in der Lage, Wohnung mit Nebenkosten zu bezahlen. Wer sich noch ein Auto leisten möchte, ist schon an der Grenze des Möglichen. Jeder Politiker sollte mindestens 2 Jahre eine Art Lehre durchlaufen und mit einem Durchschnittseinkommen in dieser Zeit leben müssen...inkl. Wohnungssuche (mit Mietsicheheit, Maklergebühr etc.) und täglicher Arbeit. Dabei dürfte er nicht auf sein Vermögen zurückgreifen! Er muss sich ohne Vitamin durchschlagen. Dann hätten die Politiker auch den Durchblick, woran es hapert!! Stattdessen betreiben sie Elfenbeinpolitik und geben das Geld aus, das auch der kleine Mann erwirtschaftet. Ich bin gespannt, wie lange es in Deutschland noch so ruhig bleibt. In anderen Ländern gehen die Menschen gleich auf die Straße und protestieren. Vielleicht sind wir zu geduldig!?!

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hansw 05.06.2016, 18:26
125. Bauchschmerzen

Nun habe ich Artikel und Forenbeiträge bis zur Seite 11 gelesen. Viele Forenbeiträge strotzen nur so von Intelligenz der Verfasser. Was vermisse ich: Lösungsansätze. Der mutige Chef sagt seinen Mitarbeitern, ich will keine Zustandsbeschreibung, ich will Lösungen hören und sehen.

Weder der Artikel noch die Forenbeiträge bieten realistische Lösungen, von den Träumereien ganz zu schweigen.

Im Scherz spricht man schon mal vom "altgermanischen Faustrecht". Ich meine damit, wo ist der Lösungsvorschlag, der ohne Krieg umgesetzt werden kann. Krieg ist in Europa nicht mehr führbar, es sei denn, man einigt sich auf Pfeil und Bogen und Schwertern. Aber ohne jeden Zynismus: Seit Monaten und Monaten liest man von falschen Verteilungen, Ungerechtigkeit usw.. Nichts ändert sich aber. Die Regierung schweigt und hält die Fahne für Probleme hoch, von denen man nicht satt wird. Das sind Russland, Türkei, Naher Osten und vieles mehr.

Was also tun, damit die Bauchschmerzen verschwinden?Beispiele aus der Geschichte führen auch nicht weiter, wie Rom und andere Imperien und Länder gezeigt haben. Verwerfungen in der Geschichte endeten mit Krieg, Tod, Verwundung, Hungertote und Vertreibungen. Muss sich das in unserer Zeit wiederholen? Je mehr man über die heutigen Probleme liest, umso mehr ist man geneigt, nicht unbedingt an Optimismus zu denken. Ich bin aber ein hoffnungsloser Optimist, der auch keine richtige Antwort hat und deshalb mit Bauchschmerzen herumläuft. Freiwillig gibt keiner von seinem Geld und Vermögen etwas ab. Was hilft?

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antelatis 05.06.2016, 18:38
126. Immer dasselbe

Es wird gesagt, da stimmt was ganz und gar nicht, und wenn nichts gemacht wird, wird es immer nur schlimmer und schlimmer werden. Aber was machen will man nicht, weil das ja ein Risiko bedeuten würde und man ja bloß nichts riskieren will. Bloß keine Veränderungen, dann lieber langsam zu Grunde gehen...

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wrkffm 05.06.2016, 18:39
127.

Dem Bürger wird doch ständig erklährt, das nur eine gehobene Bildung finanziellen Erfolg und eine üppige Altersvorsorge garantiert. Es gibt aber Berufe in unsere Gesellschaft, ohne die sie, so wie wir sie nun einmal kennen, nicht mehr funktionieren würde. Solche Berufe werden teilweise schlecht bezahlt. Hätte eine Putzfrau mit Abitur und abgeschlossenen Studium ein höheres Gehalt, als nur mit Hauptschulabschluss ohne Berufsausbildung ? Hätte ein Straßenreiniger, Müllmann oder Wachmann deshalb mehr im Geldbeutel, oder eine Krankenschwester, eine Erzieherin usw. Nein, es muss aber jemand diese Arbeiten für eine funktionierende Gesellschaft übernehmen. Nun ja, man könnte jetzt sarkastisch sagen: Selbst dran Schuld, Pech gehabt. Aber Armut ist nicht das Produkt einer fehlenden höheren Bildung, sondern die Wahl eines Berufes, der schlecht bezahlt, aber für eine funktionierende Gesellschaft unabdingbar erforderlich ist. Daher werden solche Berufe, egal welche individuelle persönliche Bildung noch dahinter stehen mag, kein höheres Einkommen erzielen und damit der zukünftigen Altersarmut Rechnung tragen !

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Jarek M 05.06.2016, 18:41
128. Die Armen holen auf?

Gestern Michael Hüther, heute Henrik Müller - beide spielen die gleiche Melodie des neoliberalen Konzerts: soschlecht geht es denen da unten (und in der Mitte) nicht, sie holen sogar auf.
Umverteilung, gerechte Steuern, angemessene Sozialleistungen sind keine Rezepte, sondern Bildung und Wachstum.

Da wird also eine paarjährige Pause in einem eindeutigen Trend, der seit 30 JAhren andauert zu einer Rechtfertigung für weiter so genutzt.

Faktenchek:
-in keinem LAnd der OECD ist das Vermögen so ungleich verteilt wie hier
-die für die untere Einkommensgruppen relevante Inflation frisst deren *verfügbares* Einkommen auf. Man existiert vielmehr als man lebt und plant.
-Die Quote der Immobillienbesitzer ist die geringste in der OECD - kann man sich ausmalen, was es bei der ggw. Entwicklung bedeutet

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tomrobert 05.06.2016, 18:43
129. Die Lösung

Das Grundeinkommen könnte in Deutschland ja erstmal darauf abstellen, für mache
HarzIV bedingungslos zu stellen. Der Vorteil läge darin, die Löhne für Arbeitgeber
fluten zu lassen. Das bedeutet, ohne Abzüge könnten Arbeiten zu Löhnen durchgeführt werden, die auf der Verhandlungsbasis zwischen AG und AN liegen und nicht durch den Mindestlohn stranguliert würden. Mit dem Fortschritt in der digitalen Anpassung der Wirtschaft könnte das Modell dann ausgeweitet werden:Ausweitung des bedingungslosen Grundeinkommens auf mehr Personenkreise.Der Mehrverdienst unterliegt natürlich der Steuer.
Es würde sehr viel mehr Arbeit nachgefragt, die Flexibilität wäre größer. Die Menschen wären motivierter weil er ja zuverdienen will, oder ihm die Arbeit Freude bereitet.Das würde den Aushalt nicht belasten. Möglicherweise würden sogar höhere Steuern eingenommen.Anfangen würde ich mit älteren arbeitslosen Menschen, und Künstlern, und Freiberuflichen.

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