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Kapitalismus in der Krise: Was wirklich gegen Ungleichheit hilft
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Die Schere zwischen Arm und Reich wird zum politischen Topthema. Aber was schafft Gerechtigkeit? Mindestlöhne, Grundeinkommen, Steuern? Wir sollten anders denken.

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theobserver01 05.06.2016, 16:40
30. Ein Universitätsprof...

der sich noch nie um Arbeit am Arbeitsmarkt mit abstürzenden Einkommen durch Scheinleistung und Selbstvermarktung profilierne musste.
Danke für Ihre Meinung ohne jegliche Belege... wie ein warme Luft aus einem Umluftherd...
Ist Herr Sinn schon tot? Und er wird sein Ersatz?

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hennesviii 05.06.2016, 16:40
31. ach so

"Die Produktivitätsschwäche wird sich nur überwinden lassen, wenn wieder mehr Mittel in echte Investitionen fließen, statt in immer teurere Immobilien, Wertpapiere oder Firmenübernahmen - Bereiche, wo viel Geld mit dem Tausch bestehender Vermögenswerte verdient wird."



ja und dann einfach wieder gesetzliche Renten stärken , keine kapitalgedeckte rente, keien Studiengebïhren, internationale Finanztransaktionen besteuern, Steuerschlupflöcher beseitigen - und schon wird auch wieder in mehr 'reale' Werte investiert...



ist einfach - wird aber nicht gemacht...vielleicht gibt es ja wichtige Leute, die mit der Wertpapierverschiebung viel Geld verdienen...und daran gar nichts ändern wollen - schon mal daran gedacht, Herr Müller?

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politikus_ii 05.06.2016, 16:40
32.

Wenn selbst der IWF vom neoliberalen Glauben abgefallen ist, wird es höchste Zeit, dass SPON endlich ihre neoliberalen Ideologen in die Wüste schickt.

Solch tendenziösen, halbwahren Kommentare sind einfach nur widerlich.

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cephisus 05.06.2016, 16:41
33.

"Das wirkliche Problem: stagnierende Produktivität"...das ich nicht lache. Aber was soll er auch sonst sagen als Vize-chef des manager Magazins. Es wär ja auch unklug der eigenen Leserschaft vor den Kopf zu stoßen.

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From7000islands 05.06.2016, 16:41
34. Nicht wenige Rentner...

...sind arme Hunde. Sei es durch HartzIV, sei es, dass sie lange im falschen Ausland gearbeitet haben, wo keine Rente überwiesen wird oder andere Gründe. Bei denen gibt es dann sogar welche, die sind zu stolz Unterstützung oder Wohngeld zu verlangen und vegetieren im Elend.
Ein Bekannter kommt mit 450 € über die Runden, alle Rentenerhöhungen der letzten 3 jahre haben keine Erhöhung seiner Netto rente bewirkt, jede Erhöhung wurde sofort von der Erhöhung seiner KV verschlungen. Das sieht Schäuble nicht und Merkel hat's noch nie gekümmert, wie die Rente gleich wieder durch Kostenerhöhungen vernichtet wird und durch Mieterhöhung ins tiefe Minus gedrückt wird.. Doch Merkel ist mit Draghi immer einverstanden, dass es angeblich keine Inflation gibt.

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eks2040 05.06.2016, 16:42
35. Kapitalismus in der Krise...

Info.. Trump ist fuer Trade/Internationalen Handel, aber fair trade... US-Unis sind links orientiert und gegen Kapitalismus, plaedieren fuer Sozialismus, nennen aber die Folgen nicht... Umverteilung wird verlangt, aber die Kosten koennen die "Reichen" selbst bei 100% Steuerlast nicht aufbringen... Ja, Leistung muss bezahlt werden, daher is Produktivitaet notwendig.... Hohe Mindestloehne, wenn wirklich ohne negative Folgen (und daran glaube ich nicht) koennten dann immer weiter erhoeht werden???... Null Zinsen geht auf Dauer auch nicht, und FED-EZB-etc. tuen uns keinen Gefallen; nichts ist frei, auch Geld nicht.
Politiker fassen die Probleme nicht an, sie verschieben die notwendigen Entscheidungen auf die Zukunft, und wenn es so bleibt, dann haben wir keine Zukunft. Karl

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maynard_k. 05.06.2016, 16:44
36. Kapitalismus und Verteilung

Kapitalismus ist nichts Negatives, man muss ihn allerdings losgelöst von der Verteilung betrachten. Ziel ist es erst einmal, die wirtschaftlichen Parameter so zu setzen, dass das Gesamteinkommen in Deutschland maximiert wird (unabhängig davon, ob bei arm oder reich). Der zweite Schritt ist die (Um-) verteilung dieses maximierten Einkommens durch die Politik. Da sich diese aber den Lobbyisten stärker verpflichtet fühlt als den Bürgern, liegt hier das eigentliche Problem. Mit Geld und Wahlwerbung lassen sich mehr Wählerstimmen generieren, als durch Maßnahmen zur Verteilungsgerechtigkeit! Letzten Endes hat es die Bevölkerung selbst in der Hand hier für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Wer sein Kreuzchen trotz Allem immer wieder an der selben Stelle macht, dem ist das nicht wichtig und der hat es somit auch nicht anders verdient.

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telos 05.06.2016, 16:45
37. Der Kapitalismus ist eine

Wirtschafts- und Lebensform, die sich ausschließlich an der Maxime des Habens orientiert. Die Sättigung in privaten Bereichen ist nahezu gegeben bez. vollständig. Nur vielleicht noch durch die Schaffung von "zusätzlichen Annehmlichkeiten eines modernen Lebens" mittels klug vermittelter Werbung gelingt es heute bedingt, die nahezu übersatten Konsumenten noch zum Konsum zu bewegen. Ich verweise hier insbesondere an die vielleicht auswegeschaffenden Gedanken und Visionen eines Erich Fromm. Kernaussage seiner Ausführungen ist die Gefangenschaft (er spricht von modernen Sklaven) des Menschen in der nicht wirklich satt machenden Waren- und Dienstleistungsgesellschaft. Er verwendet auch den freudschen Begriff des "Unbehagens in der Kultur". Und gerade dieses Unbehagen ist der Promotor für die ständige Suche des Menschen nach seinem wirklichen Sein - aber leider nur in der Welt der Dinge.

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globus54 05.06.2016, 16:45
38. Produktivität ein Allheilmittel.

Wenn die Produktivität so wichtig ist warum verdienen die Leute die, die Produkte herstellen, so wenig und diejenigen, die andere fuer sich produzieren lassen und diejenigen, die die fertigen Produkte nur hin und herschieben so viel.

Ware es nicht einen anderen Denkansatz wert. Wir alle kommen nackt zur Welt mit vererbten Talenten. Zur Zeit ist es doch so, dass nur kaufmaennische Talente und einige Talente zur Unterhaltung der Massen valoriert werden. Liegen nicht dort die Wurzeln der Ungleichheit?

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gandhiforever 05.06.2016, 16:45
39.

Was heisst hier, sie holen auf? Wenn ein Arbeiter dank Gewerkschaft eine Lohnerhoehung in Hoehe von 5% erhaelt, der Banker eine solche nur in Hoehe von 2 1/2 %, dann holt der Arbeiter nicht auf, denn die 2 1/2% sind mehr Geld.

Der Kapitalismus funktioniert nur mit Wachstum, quantitativem Wachstum. Der Zwang zu immer hoeherer Produktivitaet vernichtet Arbeitsplaetze, irgendwann braucht es nur noch einige Hochqualifizierte und ein paar Menschen ohne besondere Qualifikation. Dazwischen wird wegrationalisisert bzw. automatisiert.

Ergo ist ein weiteres Oeffnen der Schere unausbleiblich. Daran aendert auch der Umstand nichts, dass in den kurzen Phasen von Hochkonjunktur diese Entwicklung innehaelt.

Die Maechtigen koennen die Folgen mit Mindestloehnen und Grundeinkommen abschwaechen, doch an der generellen Richtung aendert sich nichts.

Es liegt am System, dieses muss grundlegend geaendert werden.

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