Forum: Wirtschaft
Kapitalismus - die richtige Wirtschaftsform?

Die Ergebnisse sind verheerend: 20 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die meisten Menschen mit dem Kapitalismus unzufrieden, ergab eine britische Studie, die in 27 Ländern durchgeführt wurde. Ist der Kapitalismus die optimale Wirtschaftsform? Welche Alternativen sehen Sie?

Seite 1 von 783
Mathesar 09.11.2009, 08:55
1.

Zitat von sysop
Die Ergebnisse sind verheerend: 20 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die meisten Menschen mit dem Kapitalismus unzufrieden, ergab eine britische Studie, die in 27 Ländern durchgeführt wurde. Ist der Kapitalismus die optimale Wirtschaftsform? Welche Alternativen sehen Sie?
Ja, der Kapitalismus ist die einzig funktionierende Wirtschaftsform und ohne Alternative. Das etwas immer verbesserungswürdig ist und nie perfekt sein kann, versteht sich von selbst.

Beitrag melden
ergoprox 09.11.2009, 09:12
2.

Zitat von sysop
Die Ergebnisse sind verheerend: 20 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die meisten Menschen mit dem Kapitalismus unzufrieden, ergab eine britische Studie, die in 27 Ländern durchgeführt wurde. Ist der Kapitalismus die optimale Wirtschaftsform? Welche Alternativen sehen Sie?
„Wir sprechen von ‚Sozialer Marktwirtschaft‘, um diese dritte wirtschaftspolitische Form zu kennzeichnen. Es bedeutet dies, dass uns die Marktwirtschaft notwendig als das tragende Gerüst der künftigen Wirtschaftsordnung erscheint, nur dass dies eben keine sich selbst überlassene liberale Marktwirtschaft, sondern eine bewusst gesteuerte, und zwar sozial gesteuerte Marktwirtschaft sein soll“.
Alfred Müller-Armack

Beitrag melden
sozialfall 09.11.2009, 09:21
3. Ich bin da anderer Meinung...

Zitat von Mathesar
Ja, der Kapitalismus ist die einzig funktionierende Wirtschaftsform und ohne Alternative. Das etwas immer verbesserungswürdig ist und nie perfekt sein kann, versteht sich von selbst.
...besonders dann, wenn es Menschen gibt, die doch tatsächlich behaupten, es sei die einzig funktionierende Wirtschaftsform! Kapitalismus ist eben nicht die einzig, wahre Form, wie unser wirtschaftliches Miteinander in Zukunft geregelt werden soll. Es bedingt meiner Meinung nach auch keiner Korrektur mehr, denn der Kapitalismus hat mit der Industrialsierung seine Aufgabe damals schon erledigt.

Wer fortschrittlich denkt, der erkennt auch, daß der heutige Kapitalismus in seiner Form nicht mehr zu halten ist, da die Gefahr von sozialen Unruhen steigt. Es sind virtuelle Beträge am Markt, die sich überhaupt nicht mehr mit der Realwirtschaft decken. Schon deshalb allein ist der Kapitalismus eine Schattenwirtschaft für Reiche. Er dient aber nicht dem Fortschritt, sondern den Interessen der Mächtigen. Milliardäre machen sich keinen Kopf darum, wieviel Geld Sie haben. Warum sollten sich dann noch arme Menschen einen Kopf machen, Geld für andere zu beschaffen, um damit z.B. eine "Unterkunft" zu rechtfertigen.

Ich versteh was von Marktwirtschaft, aber nichts von Kapitalismus. Und Kapitalismus ist eben nicht gleich Marktwirtschaft!

Beitrag melden
BardinoNino 09.11.2009, 09:23
4. Dieses...

Zitat von Mathesar
Ja, der Kapitalismus ist die einzig funktionierende Wirtschaftsform und ohne Alternative. Das etwas immer verbesserungswürdig ist und nie perfekt sein kann, versteht sich von selbst.
...erinnert mich irgendwie an gewisse Politiker die gerne sagen würden: "Ich brauche keine Opposition; weil, ich bin schon Demokrat."

In diesem Sinne: Weiterhin schöne "Träume"!

Beitrag melden
Ludo1972 09.11.2009, 09:25
5. Kapitalismus abschaffen....!?

Die überwiegende Anzahl der befragten Menschen ist also unzufrieden mit dem Kapitalismus. Wäre die Lösung doch so einfach, wie die Frage suggeriert. Im ersten Schritt wird Kapitalismus mit Marktwirtschaft gleichgesetzt, im zweiten Schritt die Marktwirtschaft reguliert und schon ist die Welt das Paradies. Man könnte bösartig mutmaßen, dass die Trennung von Empirie und Theorie zu derartig sinnlosen Umfragen führt. Kapitalismus ist gerade nicht nur ein Wirtschaftssystem. Kapitalismus ist uns zur zweiten Natur geworden. Es ist wie in dem Hollywoodstreifen "Matrix": So wie sie (die Matrix) ist auch er (der Kapitalsimus) überall um uns herum, in uns, mit uns, durch uns. Ihn abzuschaffen benötigt mehr als nur Bauschmerzen mit der aktuellen wirtschaftlichen Situation. Ihn abzuschaffen benötigt zuvörderst eine Veränderung in jedem von uns selbst. Was erst die Basis dafür schafft ein anderes Miteinander (und vielleicht ein völlig unkollektiviertes) überhaupt akzeptieren zu können.

Beitrag melden
carlosowas 09.11.2009, 09:26
6. Sozial-Demokratie

Zitat von ecua
Bisher hatten wir den Kapitalismus, mit dem Sozialismus und den Kommunismus haben wir es ja noch nicht probiert in der freien Welt, sondern nur in totalitären Systemen.
Und was wollen die sozial-demokratischen Parteien allüberall auf der Welt? Nomen es omen.

Beitrag melden
tystie 09.11.2009, 09:27
7. Von Merkel lernen heißt siegen lernen!

"Es scheint, dass der Fall der Berliner Mauer nicht der überwältigende Sieg für die freie Marktwirtschaft gewesen ist, für den er damals gehalten wurde", sagte Doug Miller, Chef des Umfrageinstituts GlobeScan, das gemeinsam mit der Universität von Maryland rund 29.000 Menschen befragte. "Einige Elemente des Sozialismus, etwa die gleiche Verteilung des Wohlstands durch die Regierung, sprechen viele Leute auf der Welt weiter an", sagte Steven Kull von der Universität von Maryland."

Das sind keineswegs nur 'Elemente des Sozialismus'! Sollte uns die Klimakatastrophe noch Gelegenheit dafür bieten, bleibt noch viel zu tun an der Lösung des Problems, das Kapitalismus ist. Interessanterweise lässt sich beides verbinden, mit Intelligenz und Wagemut, und beides ist hoffentlich nicht gerade ausverkauft.
Von der strahlenden, altgedienten Bürgerrechtlerin Angela Merkel können wir dafür sehr viel lernen:
"Das was wir erlebt haben, sollte Grund für uns sein, weiter mutig zu sein."

Scherz beiseite, die wirklich mitreißende Rede, die von einem wirklichen Bürgerrechtler zur Einheitsfeier gehalten wurde, wurde zwar sogar im Fernsehehn live übertragen, was für die ehrwürdigen Sendeanstalten schon geradezu peinlich war, aber später ließ sich dann doch mit der deutschen, GEZ-finanzierten Propagandamaschine auf gewohnte Weise verhindern, dass sich davon zu viel verbreitete.

Für die Systemüberwindung hatte die DDR einige Vorteile, z. B., dass wirklich alle wussten, dass sie angelogen werden. In der BRD läuft die Massenbeeinflussung weit subtiler ab.

Beitrag melden
Ahab 09.11.2009, 09:29
8. Alle nur neiheidisch

Jetzt zeigt es sich: Nicht nur die Deutschen sind neidisch und gönnen der leistungstragenden Elite ihre sauer verdienten Milliarden nicht - nein, alle Menschen sind überall neidisch. Das kann ja nur ein übler Gen-Defekt sein.

Beitrag melden
a:h:a 09.11.2009, 09:30
9.

Zitat von sysop
Die Ergebnisse sind verheerend: 20 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die meisten Menschen mit dem Kapitalismus unzufrieden, ergab eine britische Studie, die in 27 Ländern durchgeführt wurde.
Donnerwetter, wer hätte das gedacht....

;-))

Beitrag melden
Seite 1 von 783
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!