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Kapitalnot: Commerzbank verhandelt möglicherweise über Staatshilfe

Braucht die angeschlagene Commerzbank erneut Geld vom Staat? Laut Nachrichtenagentur Reuters führt das Institut bereits intensive Gespräche mit der Bundesregierung. Noch vor Weihnachten solle es eine Einigung geben.

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Inuk 12.12.2011, 18:44
1. Commerzbank in Kapitalnot

Zitat von sysop
Braucht die angeschlagene Commerzbank erneut Geld vom Staat? Laut Nachrichtenagentur Reuters führt das Institut bereits intensive Gespräche mit der Bundesregierung. Noch vor Weihnachten solle es eine Einigung geben.
Die Comerzbank hat sich schamlos als erste Privatbank von Steinbrücks Rettungsschirm gleich zweimal bedient und nun verhandelt sie schon wieder.
Nach wie vor gibt es in unserer Stadt die Ex Dresdner-Bank-Filiale und die Commerzbank-Filiale, keine 50 m voneinander getrennt, in der Fußgängerzone. Die Kosten müssen enorm sein.
Banken und Versicherungen, die in Glaspalästen in den Städten residieren, werden gerettet, während die Schulen, wo sich junge Menschen bilden und weiterentwickeln sollen, verfallen, weil kein Geld für die Gebäudesubstanz sowie Lehrer und Sozialarbeiter vorhanden ist.
Deshalb, Rettungsgelder sinnvoll einsetzen. Lehrer erhalten keine Millionen-Boni.

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JohnBlank 12.12.2011, 19:00
2. Natürlich ohne Mitspracherecht

Zitat von sysop
Braucht die angeschlagene Commerzbank erneut Geld vom Staat? Laut Nachrichtenagentur Reuters führt das Institut bereits intensive Gespräche mit der Bundesregierung. Noch vor Weihnachten solle es eine Einigung geben.
Bin mal gespannt, ob man wieder die Bank rettet, und auf Einfluss durch die Rettungs trotzdem verzichtet. Spätenstens dann ist klar, dass die CDU FDP unfähig sind, die Demokratie zu verteidigen.

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andreasoberholz 12.12.2011, 19:28
3. Kapier ich nicht.

Zitat von sysop
Braucht die angeschlagene Commerzbank erneut Geld vom Staat? Laut Nachrichtenagentur Reuters führt das Institut bereits intensive Gespräche mit der Bundesregierung. Noch vor Weihnachten solle es eine Einigung geben.
Die Bilanz der Coba war schon vor der Bankenkrise ein Desaster, und danach, wenn man eine Bilanzinterpretation gelesen hat, war sie nur noch ein großes Loch das mit Bilanztricks die schlimmsten Baustellen verstecken konnte.

Deshalb liebe Politik, man rettet nicht etwas was nicht zu Retten ist.
Man wirft als gewiefter Kaufmann nicht gutes Geld schlechtem Geld hinterher.

Laut Frau Merkel gibt es ja nun in DL Gesetze zur ordentlichen Abwicklung von Geldhäusern. Nun ist es an der Zeit diese Gesetze anzuwenden um den Verantwortlichen Bankern klar zu machen- Haftung und Risiko liegen in Eurer Hand; der Steuerzahler ist nicht mehr bereit für Eure Risiken gerade zu stehen, selbst wenn er einen möglichen Gewinn einfahren kann.

Es ist dem Steuerzahler zu Riskant, in so ein Geschäft einzusteigen.
Seht zu das ihr Insolvenz anmeldet, die Haftung endet vor eurer eigenen Tür.

Im Übrigen gilt dies in Zukunft für alle Banken die sich zu viel Risiko auf die Schultern laden.....die Politik ist nicht dazu da ständig zu Retten, wir haben anderes zu tun.

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thechamelion3@web.de 12.12.2011, 20:41
4. Banken Bashing

Zitat von JohnBlank
Bin mal gespannt, ob man wieder die Bank rettet, und auf Einfluss durch die Rettungs trotzdem verzichtet. Spätenstens dann ist klar, dass die CDU FDP unfähig sind, die Demokratie zu verteidigen.
Nunja, ein epischer Kampf um die Demokratie wird entbrennen, weil die Commerzbank Geld vom Staat leihen muss, um die ploetzlich vom Staat geschaffenen, voellig hirnrissigen Kapitalbedingungen zu erfuellen......
tja, banken bashing ist halt in...

Zitat von Inuk
Die Comerzbank hat sich schamlos als erste Privatbank von Steinbrücks Rettungsschirm gleich zweimal bedient und nun verhandelt sie schon wieder. Nach wie vor gibt es in unserer Stadt die Ex Dresdner-Bank-Filiale und die Commerzbank-Filiale, keine 50 m voneinander getrennt, in der Fußgängerzone. Die Kosten müssen enorm sein. Banken und Versicherungen, die in Glaspalästen in den Städten residieren, werden gerettet, während die Schulen, wo sich junge Menschen bilden und weiterentwickeln sollen, verfallen, weil kein Geld für die Gebäudesubstanz sowie Lehrer und Sozialarbeiter vorhanden ist. Deshalb, Rettungsgelder sinnvoll einsetzen. Lehrer erhalten keine Millionen-Boni.
Schamlos? Die Comba hat die Kredite mit Zins, weit ueber dem Marktzins, zurueckgezahlt. Der ach so arme Staat hat damit sicher keinen Verlust gemacht.Die Comba kann ihrem Spitzenpersonal nur noch 500 000 Euro zahlen, dafur bekommen sie keinen Topmanager mehr. Als EIgentuemer kann es dem Staat nicht recht sein, das er eine der von ihnen angesprochenen Filiallen dicht macht- schliesslich sollen die Menschen ja Lohn und Brot haben.
Und gerettet werden in erster Linie sie und ich, die Angestellten der Comba und unser Wirtschaftssystem, unser Wohlstand, unser Staat und unsere Demokratie. Mit einem Kredit, auf den Zinsen zurueckfliessen.

Wie oben angesprochen, die Comba ist einigermassen solide unterwegs, was sie jetzt zur Rettung zwingt ist eine Anforderung des Staates, der urploetzlich 2012 9% EK-Deckung verlangt.
Aus keinem anderen Grund braucht die Comba Geld.

Wirtschaftlich eine Horror Entscheidung.
1. setzt man den Banken einen Schrumpfungs Stimulus, den vergibt die Bank weniger Kredite, schrumpft die Bilanzsumme und somit sinkt das neu aufzutreibende EK.
2. damit macht man es der Wirtschaft schwerer, durch Wachstum aus der Krise zu kommen, den Kredite werden knapp (Berichte ueber Kreditklemme kusieren ja schon)
3. ist EK teurer als Fk, das belastet die Bilanzen der Banken noch mehr
4. schafft man eine weitere Verunsicherung an den Kapitalmaerkten

Im Grunde ist die 9% Forderung nicht verkehrt, solange man den Banken genug Zeit gibt, diese zu erreichen.
Die Banken koennen wunderbar Geld verdienen und die Wirtschaft in Schwung halten, wenn man sie nur das tun laesst was sie am besten koennen.Geld aufnehmen und Kredit ausgeben.
Festgeschrieben dazu ein Gesetz, das vom Jahresueberschuss ein Grossteil in das EK fliessen muss, und voila, in 2-3 Jahren hat man die gewuenschten 9% Ek Deckung ohne die negativen Folgen.

Aber sie haben ja alle Recht, es sind nur die boesen Banken, und die hoch verschuldeten Staaten und der schlecht konstruierte Waehrungsraum, die koennen echt garnix dafuer....

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Unterthan 12.12.2011, 20:50
5.

Zitat von andreasoberholz
Im Übrigen gilt dies in Zukunft für alle Banken die sich zu viel Risiko auf die Schultern laden.....die Politik ist nicht dazu da ständig zu Retten, wir haben anderes zu tun.
Ich finde das echt auch unfair. Ständig schwärmen mir gierige Geizkrägen vor, dass sie bei der Commerzbank gebührenlos abheben können und 1% mehr für ihr Geld kriegen, und ich kann als dümmlicher Sparkassen-Kunde das dann zum Schluss subventionieren. Das ist nicht meine Vorstellung von Solidarität. Wer den Hals nicht voll kriegen kann, soll gefälligst auch das Risiko des Verlusts tragen!!!

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marc0815 12.12.2011, 21:47
6.

Zitat von sysop
Braucht die angeschlagene Commerzbank erneut Geld vom Staat? Laut Nachrichtenagentur Reuters führt das Institut bereits intensive Gespräche mit der Bundesregierung. Noch vor Weihnachten solle es eine Einigung geben.
beim ersten mal hat der Staat mit Steuergeldern sich für die CoBa die damals 4 Milliarden an der Börse wert war, sich einen Anteil von nur 25% "erkauft"
Ich bin gespannt wie blöd der Staat diesmal die Steuergelder anlegt.

Nun ist sie 6,7 Milliarden wert. Das heisst, für weniger als 3,5 Milliarden würden wir sie komplett übernehmen können. Aber das geht ja nicht, dann bekämen die Steuerzahler ja die Gewinne der Bank. Das darf natürlich nicht passieren.

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marc0815 12.12.2011, 21:55
7. ein Banker, ich muss schmunzeln

Zitat von thechamelion3@web.de
Die Banken koennen wunderbar Geld verdienen und die Wirtschaft in Schwung halten, wenn man sie nur das tun laesst was sie am besten koennen.Geld aufnehmen und Kredit ausgeben. ....
sie meinen das wahrscheinlich so:
die Banken lassen sich Geld für 1% für aktuell max. 3 Jahre Laufzeit von der EZB leihen oder schenken, kaufen davon Staatsanleihen zb italiniesche. und "verdienen" wunderbar Geld damit.
Kredite ausgeben an die Realwirtschaft? wozu denn das?
Glauben sie ernsthaft eine Bank würde das "verdiente" Geld dazu nutzen um ihre Eigenkapitalquote zu erhöhen? Der WEihnachtsmann lässt grüßen...
Sie werden es als Boni oder Dividenden ausschütten und bei der nächsten Krise wieder nach Staatshilfe oder besser Steuerzahlerhilfe schreien.

Warum der Staat für eine Bank die an der Börse 2008 4 Milliarden wert war, knapp 20 Milliarden Steuergelder für einen 25% Anteil ausgegeben hat bleibt mir schleierhaft.
Die Lobbyisten und Zahlungsempfänger in den oberen Reihen werden es wissen...

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Nihil novi 12.12.2011, 22:01
8.

Zitat von Inuk
Die Comerzbank hat sich schamlos als erste Privatbank von Steinbrücks Rettungsschirm gleich zweimal bedient und nun verhandelt sie schon wieder. Nach wie vor gibt es in unserer Stadt die Ex Dresdner-Bank-Filiale und die Commerzbank-Filiale, keine 50 m voneinander getrennt, in der Fußgängerzone. Die Kosten müssen enorm sein. Banken und Versicherungen, die in Glaspalästen in den Städten residieren, werden gerettet, während die Schulen, wo sich junge Menschen bilden und weiterentwickeln sollen, verfallen, weil kein Geld für die Gebäudesubstanz sowie Lehrer und Sozialarbeiter vorhanden ist. Deshalb, Rettungsgelder sinnvoll einsetzen. Lehrer erhalten keine Millionen-Boni.
Als erste Privatbank? Schöne Legende, aber völlig absurd. Vor der Commerzbank haben sich bereits die IKB und die deutsche Bank bedient. Also jede größere Privatbank in Deutschland. Bissel vergesslich?

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Nihil novi 12.12.2011, 22:07
9. Erstaunlich!

Zitat von thechamelion3@web.de
Schamlos? Die Comba hat die Kredite mit Zins, weit ueber dem Marktzins, zurueckgezahlt.
Dies ist nur eine Falschaussage in Ihrem beitrag. Der Rest ist ebenso hanebüchen.

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