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Karstadt-Eigentümer: Benko bietet erneut für Kaufhof
DPA

René Benko wagt offenbar einen zweiten Versuch: Medienberichten zufolge hat der österreichische Investor ein Angebot für die Metro-Tochter vorgelegt. Über die mögliche Fusion von Kaufhof und Karstadt wird seit langem spekuliert.

aktiverbeobachter 19.05.2015, 23:24
1. Richtig

und aus meiner Sicht auch langfristig einzige Überlebenschance. Kleingeschrumpfte, spezialisierte, mit guten Verkäufern ausgestatte Läden. Die sich eben durch ein "Anfass-Erlebnis" und individuelle und kompetente Beratung vom Online Handel abheben. Das Kaufhaus als Gesamtgemischwarenladen hat als Konzept einfach keine Zukunftschance mehr. Da ist der Onlinehandel einfach zu global, schneller, viel weniger aufwendig und vor allem billiger.

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hruprecht 20.05.2015, 00:32
2. Katatstrophe

Der Verkauf wäre eine Katastrophe, denn in jeder größeren Stadt gibt es beide parallel - Kaufhof und Karstadt. Der Verkauf würde dazu führen, daß mit Sicherheit in jeder Stadt nur ein Standort übrig bleibt, der sich dann auch nicht mehr der Konkurrenz gegenüber sähe und die Preise erhöhen würde. Deshalb wäre es schlecht für den Markt und die Bürger, wenn es zu der Fusion käme. Sehr schlecht.

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Gaussen 20.05.2015, 00:36
3. Resterampe

Kürzlich bin ich mal früh ausgestanden und war bereits um 11:00 Uhr morgens in einem Kaufhof in der Innenstadt einer Grossstadt. Gähnend leer. Und bemerkenswerte unaufmerksame Bedienung. Es waren noch nicht einmal die umworbene Türkinnen in ihrer Burka zu sehen. Da sieht es auf dem Basar von Izmir aber lebendiger aus.

Die Idee des Kaufhauses ist doch mausetot, weil die Innenstädte veröden. Wenn man durch die deutschen Fussgängerzonen geht, hört man kaum noch ein deutsches Wort. Kein Kaufmann kann von Kunden leben, die keine Kaufkraft haben und sich nur an Glitzerzeugs erfreuen. Vor 15 Jahren ist es mir in Mittelstädten aufgefallen, dass in den Innenstädten dort enorm viele Läden leer standen. Heute ist selbst in den Peripherie der Innenstädten von Grossstädten fast jeder 5. Laden leer. In den Fussgängerzonen nur jeder 20. Aber auch schon zu bemerken.

Deutschland baut gewaltig ab. Es begann vor 24 Jahren mit den Industrieruinen entlang der Bahnlinien.

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hevopi 20.05.2015, 07:51
4. Die Grundüberlegung Kosten sparen

ist sicher richtig. Auch eine neue Strategie für Karstadt ist überlebenswichtig, denn unter den jetzigen Bedingungen hat der Konzern keine Chance. Allein schon die völlige Änderung des Angebots (da wurde ja jahrelang geschlafen), Drogerieabteilung, Stop von Edelparfümerie, Stop von Süßigkeiten des hohen Preisniveaus (siehe Kaufhof, besser), als Warenhauskonzern kann ich mich nur profilieren, wenn der Verbraucher aus "Neugierde" das Haus besucht und dann auch Umsätze generiert. Auch die Parkplatz-Spielregeln müssen dringend überarbeitet werden.

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tkedm 20.05.2015, 13:08
5.

Karstadt in den Händen von Metro wäre mir lieber, als Kaufhof in den Händen von Benko. Die verstehen bisschen mehr vom deutschen Einzelhandel.

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naklar? 20.05.2015, 15:20
6. Schlauer Benko. Der weiß genau, wenn sein Konzept nicht von den Restkunden mit Kaufkraft angenommen wird, dann hat er ein richtiges Problem.

... Wenn er stattdessen beide Ketten in Besitz hat, werden wohl beide ähnlich umstrukturiert. Bei uns in der Stadt hat letztes Jahr eine neue hochpreisige Einkaufsmeile (ala Benko --- viele kleine hochpreisige Läden) eröffnet. Vor kurzem habe ich mir die mal angeschaut. Von Kunden keine Spur.
Ich glaube die leben von der Mafia.

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