Forum: Wirtschaft
Kartellstrafe vermieden: Wursthersteller schlüpfen erneut durch "Wurstlücke"
DPA

Drei Wursthersteller haben Bußgelder in Höhe von 110 Millionen Euro vermieden - indem sie ein als "Wurstlücke" bekanntes Schlupfloch im Wettbewerbsrecht nutzten. Auf dem Papier sind die Firmen verschwunden.

Seite 1 von 4
Business Ethics 26.06.2017, 15:41
1.

Danke für die (ungewöhnlich transparente) Nennung der Firmennamen --> ewige Schwarze Liste.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vliege 26.06.2017, 15:57
2. Immer wiederkehrende Prozedur

Es kann kein Zufall mehr sein, das es windige Individuen immer wieder schaffen den Staat und somit uns alle hinters Licht zu führen. Ob dieses Beispiel, Cum Ex oder andere Sauereien. Entweder wird so etwas von höchster Stelle geduldet oder die Verantwortlichen sind fehl am Platz und müssen zur Verantwortung gezogen werden. Dem Staat gehen gewaltige Summen abhanden womit man andere dringend benötigte Aufgaben erledigen könnte, jedoch fühlt sich niemand genötigt dem Einhalt zu Gebieten. Die einen beschäftigt die kommende Altersarmut die anderen die pure Gier nach immer mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
guayaquil 26.06.2017, 16:05
3. Ele mele mu und weg bist Du

Das kann doch nicht sein, daß eine Firma einfach so im Handelsregister gelöscht wird und verschwindet!???
Eine Firma muß doch abgewickelt werden, wenn man sie denn auflöst, eine Firma hat doch Verbindlichkeiten an Dritte zu bezahlen.
?Gehen die Lieferanten, die der Firma Kredit gaben, und die Banken nun auch leer aus? Wohl kaum, oder?
Nur der Staat und damit das ganze Volk ist mal wieder der Dumme.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
matti99 26.06.2017, 16:06
4. Schlupflöcher gibt es immer

auch wenn einige Schlupflöcher gestopft sind, so schnell wird das nicht gehen, da werden sich im Gesetz schon noch andere Möglichkeiten auftun. Wie wäre es z.B. mit einer neuen unterkapitalisierten Wurstwaren-Vertriebsgesellschaft auf Malta, auf Jersey oder in Gibraltar oder Nordirland?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
macpaint2 26.06.2017, 16:32
5. Es ist schon faszinierend ...

... was die Fleisch- und Wurstverarbeitende Industrie alles für Anstrengungen unternehmen um ihren Ruf vollkommen zu ruinieren. Respekt: das muss man erst einmal so hinkriegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
macpaint2 26.06.2017, 16:32
6. Es ist schon faszinierend ...

... was die Fleisch- und Wurstverarbeitende Industrie alles für Anstrengungen unternehmen um ihren Ruf vollkommen zu ruinieren. Respekt: das muss man erst einmal so hinkriegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
huz6789 26.06.2017, 16:33
7. Wurst-Mafia

Tönnjes & Co. sind eine berüchtigte Clique, die ziemlich gewissenlos den Markt unter sich aufteilen. Solche schmutzigen Tricks überraschen kaum: Ich kenne den Fall eines qualitätsbewussten Newcomers, der zu einer bedrohlichen Konkurrenz wurde, bis er eines Tages den Anruf bekam damit aufzuhören... Weil er das nicht tat, bekam er bald keine Rohstoffe mehr und musste letztendlich aufgeben. Die Wurst-Mafia hatte die Zulieferer unter Druck gesetzt.
Ich stelle mir schon die Frage, wie unbedarft der Gesetzgeber eigentlich ist, dass er einen so auf der Hand liegenden Trick nicht von vorneherein unterbindet. Ich hoffe, dass dieses Gesetz nun wirtschaftsweit gilt.
Und dann stelle mir die Frage, welche juristischen Möglichkeiten gegen Personen anstatt amorphe Firmengebilde angestrengt werden können. Bei so viel Betrugsgeld würde ich gerne ein paar der Manager hinter Gittern sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joking_hazard 26.06.2017, 16:40
8. Ein Zeichen das die Konzerne längst mächtiger sind als der Staat

Der Kapitalismus mindert die Staatsmacht und etabliert weiter die Wirtschaftsherrschaft. Ein Prozess, der sich denke ich auch nicht mehr stoppen lässt. In absehbarer Zeit haben die Konzerne die absolute Kontrolle über unsere Gesellschaft, sowohl national als auch global. Die Regierungen sind nur noch Wirtschaftsdiener, Demokratie und Freiheit existieren dann nicht mehr. Geld dient der Menschheit nicht mehr, es versklavt uns alle.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jorinde1968 26.06.2017, 16:42
9. Verstehe ich das richtig?

138 Mio. Euro sind durch ein "Wurstloch" geschlüpft, von denen 110 Mio. Euro zu vermeiden gewesen wären, hätte der Gesetzgeber etwas schneller gearbeitet und das besagte Loch gestopft? Wow!

Von "Vermeidung" würde ich übrigens bei den Wurstfirmen nicht reden wollen, vielmehr von krimineller Energie, denn die "Umorganisation" der Betriebe darf man ja in direktem Zusammenhang mit besagter Strafe verstehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4