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Karten-Allianz Here: Daimler und Co. rüsten zum Kampf gegen Google
DPA

Audi, BMW und Daimler haben einen Coup gelandet: Mit Intel und asiatischen Investoren bauen sie ihren Kartendienst Here zum schlagkräftigen Rivalen von Google auf.

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richard-erb 04.01.2017, 18:04
1. Bitte besser recherchieren

Diese Entwicklung hat nichts mit Einsicht in die bessere Schlagkraft einer Kooperative zu tun, sondern ganz simpel damit, dass man von Nokia etwas gekauft hatte, das man in China, Hongkong und Macao nicht nutzen konnte. Nach den aktuellen Gesetzen hat eine ausländische Firma in China kein Recht an chinesischem Kartenmaterial. Aus diesem Grund hatte Nokia den Kartendienst für China vor knapp 2 Jahren eigestellt. Es ist also eher wahrscheinlich, dass man die chinesischen Mitbesitzern braucht um am Markt wieder aktiv werden zu können und nicht, weil man so viel Einsicht in die Kooperation hat.
Aber egal ob freiwillig oder durch Zwang ist es positiv, dass in China nach dem Wegfall von Google Maps und Here endlich wieder ein Unternehmen mit einer Nicht-Chinesischen Benutzeroberfläche in den Markt kommt.

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banker1 04.01.2017, 18:26
2. völlig egal

warum, wieso und weshalb nokia "here" verkauft hat, es ist so ziemlich die leztze chance für die europäer den in den letzten 20 jahren verlorenen boden im bereich daten (vielleicht eine eigene suchmaschiene "here") wieder gutzumachen........ und das geht auf grund der marktgröße wohl nur mit den chinesen...... und wer die "here "entwicklung beobachtet hat, hat dem deal auch die entprechende beachtung geschenkt. =)

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prophet46 04.01.2017, 18:32
3. Anderer Bauleiter

Vermute, dass Daimler bei dem neuen Vorhaben nicht die treibende Rolle spielte, wenn dies die Überschrift auch vermuten lässt. Daimler setzt sich neuerdings auf alles, was sich in der Automobilindustrie bewegt und schreit "kikeriki", ich bin schon da.
Vermutlich hat BMW die Firma Intel in die Kooperation eingebracht, mit der sie schon seit längerem eine Entwicklungskooperation mit dem Ziel selbstfahrender Autos hat. Intel soll die Chips liefern, die später die großen Datenmengen bei der Analyse der Umgebungssituation verarbeitet kann.

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Referendumm 04.01.2017, 18:35
4.

Zitat von richard-erb
Diese Entwicklung hat nichts mit Einsicht in die bessere Schlagkraft einer Kooperative zu tun, sondern ganz simpel damit, dass man von Nokia etwas gekauft hatte, das man in China, Hongkong und Macao nicht nutzen konnte. Nach den aktuellen Gesetzen hat eine ausländische Firma in China kein Recht an chinesischem Kartenmaterial. Aus diesem Grund hatte Nokia den Kartendienst für China vor knapp 2 Jahren eigestellt. Es ist also eher wahrscheinlich, dass man die chinesischen Mitbesitzern braucht um am Markt wieder aktiv werden zu können und nicht, weil man so viel Einsicht in die Kooperation hat. Aber egal ob freiwillig oder durch Zwang ist es positiv, dass in China nach dem Wegfall von Google Maps und Here endlich wieder ein Unternehmen mit einer Nicht-Chinesischen Benutzeroberfläche in den Markt kommt.
Beides dürfte wohl eher der Fall sein.

Lustig aber auch, dass Tesla oft so sehr in den Himmel gelobt wird und das dass ja wohl die Zukunft sei, während deutsche Automobilbauer als (zukünftige) reine Blechpatscher diskreditiert werden.
Aus meiner beruflichen Praxis heraus, sind die deutschen Automobilbauer mit der Datenbeschaffung, Verwaltung / Speicherung (inkl. Cloudlösungen) und sinnvollen Datenanwendungen sehr viel weiter als mancher Stammtischbesucher es überhaupt weiß.

Auch bei den Nutzfahrzeugherstellern ist dieses Potential nicht erst seit der IAA 2016 ein Thema, obwohl es aktuell in Hannover DAS Thema schlechthin war - MAN mit Rio, Bosch mit IoT Cloud oder ... Daimler baut mit seinem Carsharing-Anbieter car2go seine Marktführerschaft in Deutschland, Europa und der Welt weiter aus und hat erst kürzlich einen weiteren Partner dazu bekommen.

... vielleicht hat der SPON-Autor auch nur die KPMG-Umfrage zur CES 2017: Zwischen Blechbiegern und Pixelmeistern gelesen gehabt. ;)

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Rahvin 04.01.2017, 19:07
5.

Jeder entwickelt also munter vor sich hin. Google, Apple, Automobilindustrie... Und am Ende sollen die alle gemeinsam auf der Straße stehen und sich Daten teilen, sich gegenseitig zuschicken, der Verkehr regelt sich dann quasi selbst? Kompatibilität scheint im Augenblick nicht sonderlich wichtig zu sein, und am Ende soll das alles als Großes und Ganzes funktionieren? Ich sehe das eher kritisch, solange es keine Standards gibt, auf die sich die Industrie im Vorfeld einigen kann. Wir reden hier von Verkehr. Nicht von VHS oder Betamax.

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risboro 04.01.2017, 19:39
6. Wer braucht eigentlich noch einen Kartendienst im Auto im Jahre 2020?

Brauchen Menschen noch eine Wegfinding wenn die Autos selbst fahren? Das Auto selbst braucht vielleicht eine eher hintergründige Basisversion mit weniger Zusatzfunktionen und Anzeigen (Schicke mich zu einem Restaurant nahe der Strecke welches meinen Präferenzen entspricht und welches zur geplanten Ankunft Verfügbarkeit hat). Solche hat Here oder Automobilhersteller eher nicht. Deshalb nutze ich mehr und mehr die Karten-apps meines iPhones und nicht mein EUR 2500 teueres CommandOnline. Mit mehr CarPlay/AndroidAuto sind derzeitige Herstellerdienste sowieso nicht mehr wettbewerbsfähig.

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at.engel 04.01.2017, 20:16
7.

Ich verstehe ja vieles nicht bei dieser ganzen Debatte - aber egal... Nur zwei Fragen:
Wenn der Wagen schon kein Statussymbol mehr ist, ich selber auch gar nicht mehr fahre... dann habe ich auch ehrlich gesagt keine großartige Lust, den Wagen mitzubezahlen. Dann bezahle ich schlicht die Fahrt und damit hat sich der Fall. Und "Uber" zeigt ja, dass da ein Fahrer mit einem Dacia immer noch billiger sein wird als ein autonomer Golf.
Die andere Frage ist, wenn man mal davon ausgeht, dass ein Großteil der Daten eigentlich vollkommen bedeutungslos ist, ganz einfach, weil es permanent die gleichen Daten sind (die gleichen Klicks auf die gleichen Webseiten, das gleiche Verhalten, die gleichen Strecken, usw.), viele Daten bedeutungslos sind, weil sich aus ihnen nichts schließen lässt, wahrscheinlich immer mehr Daten auch kostenlos allen zu Verfügung stehen werden, und sich dann den Rest auch noch mehrere Anbieter teilen... da kann man doch auch davon ausgehen, dass gerade Daten schlicht irgendwann keinen Wert mehr haben - so frei nach Angebot und Nachfrage.
Mal ganz simpel: Warum soll jemand meinen Automobilhersteller teuer für irgendwelche Daten zahlen, die mein Mobilfunkanbieter auch schon vermarket... Und der Staat eh schon hat. Nur um zu wissen, dass ich fünf mal die Woche von A nach B fahre... und nächste Woche voraussichtlich auch... und ich jeden Morgen zum gleichen Bäcker gehe... ganz einfach, weil er nebenan ist...
Kurz, ich könnte mir vorstellen, dass die Dateninflation auch irgendwann zu einem Einbruch dieses Geschäftsmodells führt.

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localpatriot 04.01.2017, 20:48
8. Google sieht besser in die Zukunft

Google hat den Blick auf Morgen und Übermorgen und dazu hin weltweit.
Die Autoindustrie hängt immer am alten und muss mit ach und krach in die Zukunft geschubst werden.
Meine Wette geht auf Google.

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joG 04.01.2017, 20:48
9. Das hört sich an....

....wie die Geschichten großer Zukunft aus der Übernahme Rovers oder Chryslers, vielleicht auch ein wenig wie Reuthers Traum vom Welt umspannenden Auto-, Rüstungs- und Luftfahrtskonzern. Nur sind es nun Chinesen, die man natürlich besser versteht und im Griff hat als Amis oder Engländerinnen.

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