Forum: Wirtschaft
Kassenärzte gegen Homöopathie: "Bitte nicht auf Kosten der Solidargemeinschaft"
DPA

Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten von homöopathischen Behandlungen - obwohl deren Wirksamkeit nicht belegt ist. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung findet das fatal: Das Geld werde an anderen Stellen benötigt.

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claus.zhe 11.07.2019, 11:48
160. Was bedeutet Esotherika?

Zitat von bloßich
Dann spricht ja auch nichts dagegen Esotherika aus dem Leistungskatalog zu nehmen, oder ?
Da ich nicht weiß was sie mit Esotherika meinen und selbst keine Erfahrung mit solchen Dinge habe kann ich nicht beantworten. Aber wie so vieles wird ein derartiger Begriff viele Dinge enthalten und Umfassen. Und eine generelle Aussage, dann kann so etwas verboten werden ist nicht nach zu vollziehen.

Zu der Solidargemeinschaft möchte ich noch anmerken, dass auch mein Krankenkassengeld für Dinge eingesetzt werden die grenzwertig sind zu Beispiel die riesigen Mengen von schmerzstillenden Spritzen gegen Rückenschmerzen. Da der normale Mensch zu faul ist sich selbst die ein oder andere Stunde durch einfache Kräftigung seiner Muskeln vom Schmerz zu befreien wird halt gespritzt. Ich bezahle meine Rehaeinheiten selbst. Wo bleibt da und brauche keine Spritzen. Wo bleibt da die Solidargemeinschaft.

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lakonie 11.07.2019, 11:48
161. Chemotherapie krebserregend

1. Es ist bekannt, dass Chemotherapie krebserregend ist und zum Beispiel bei Brustkrebs kontraindiziert ist. Die Nebenwirkung Krebs steht sogar im Beipackzettel. Die MTAs müssen sich mit Spezialkleidung schützen, wenn sie die Brühe zusammenstellen, die den Patienten dann ins Blut gegeben wird. Die Ausscheidungen der mit Chemo behandelten Patienten sind ebenfalls giftig. Die Angehörigen werden nicht geschützt. Eine Chemo kostet 20.000 EUR und wird oft noch an Sterbende verabreicht. Es gibt viele Krebskranke. Es gibt viele Chemotherapien. Chemo ist aber Schulmedizin und wird von den Kassen anstandslos bezahlt. Der sogenannte Secondcancer, der erst nach Jahren auftritt und somit in den Statistiken nicht auftaucht (nach sechs Jahren ohne Secondcancer gilt man als geheilt) und praktisch immer tödlich verläuft, wird natürlich wieder mit Chemo "therapiert". Insofern ist das Geschrei über die "Wirkungslosigkeit der Homöopathie" schon mal scheinheilig und lächerlich. Ich habe noch nie gehört, dass jemand von einer homöopathischen Behandlung Krebs bekommen hat. Meine Mutter ist an Secondcancer krepiert. Sie hatte Chemo.
2. Die Homöopathie arbeitet mit Schwingungen. Gleiches wird mit Gleichem behandelt. Wenn die Schwingungsfrequenz getroffen ist, wird die Selbstheilung aktiviert. Das ist mit Newtonphysik natürlich nicht erklärbar. Newtonphysik in der Medizin: Masse gleich Wirkung (ggf. tödlich). Quantenphysik: Frequenz gleich Wirkung. Man kann quantenphysikalische Vorgänge nicht mit Newtonphysik erklären.
Für mich ist diese Debatte einfach nur lächerlich. Chemo erzeugt Krebs, wirkt oft nicht und wird anstandlos bezahlt, zum Teil sogar zwangsverabreicht (z.B. in den Niederlanden, wo schon bei dem blossen Verdacht auf Brustkrebs (krebserregende) Chemo gegeben werden MUSS). Das ist ein Milliardengeschäft. Aber über die Homöopathie, die im schlimmsten Fall nicht wirkt, regen sich die Leute auf.

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martin_22 11.07.2019, 11:49
162. Lobbyarbeit in seiner schönsten Form

Wen kann es wundern, dass die Kassenärzte Homöopathie ablehnen? Das ist die Konkurrenz! Den Krankenkassen muss es aber darum gehen, bestehende Leiden oder Krankheiten mit dem vorhandenen Geld so effizient wie möglich zu lindern. Und da helfen die homöopathischen Medikamente ungemein. Nur weil die Wissenschaft es bis heute nicht geschafft hat, eine Erklärung für die Wirksamkeit zu liefern, heißt das ja nicht, dass sie wirksam nicht sind. Die Wissenschaft konnte auch lange keine Begründung dafür finden, warum Hummeln fliegen können, was die Tiere nicht davon abgehalten hat, es zu tun. Also bitte: Kirche im Dorf lassen und den Menschen, denen Globuli nun einmal helfen, die Kosten selbstverständlich erstatten. "Die Wissenschaft" sollte jedenfalls nicht als Alibi für Marktwirtschaftliche Interessen von Kassenärzten herhalten.

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syracusa 11.07.2019, 11:50
163.

Zitat von herbert.echzell
Soso. Sie denken also. Wie wäre es denn mal mit ein paar Beispielen, von denen Sie das denken?
Es gibt ein berühmtes Beispiel bzgl eines seit Jahrzehnten anerkannten operativen Eingriffs bei Arthrose (Arthritis?) im Kniegelenk. Die Lehrbuchmeinung beruht auf der mittlerweile widerlegten Annahme, dass sich im Gelenk Ablagerungen gebildet hätten, die mit einer kleinen Operation ausgeschabt werden können. Die Erfolgsquote (dauerhafte Beschwerdefreiheit nach dem Eingriff) dieser Operation beträgt 70%.

Nun hat man schon vor Jahren erkannt, dass die der Operation zugrunde liegende Annahme falsch ist. In Großbritannien wurde dann ein Großversuch gestartet (der in unserem System vermutlich unzulässig gewesen wäre), wobei man doppelblind bei der Hälfte der Patienten nur eine Scheinoperation durchgeführt hat (also nur ein Einschnitt in die Haut, keine Öffnung und Ausschabung des Gelenks). Und lustigerweise war bei dieser Gruppe mit Scheinoperationen die Erfolgsquote exakt gleich hoch wie bei der Kontrollgruppe: 70%.

Damit war die Wirkung dieser Knieoperation als reine Placebo-Wirkung nachgewiesen.

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plazer 11.07.2019, 11:51
164. Homöopathie ist wie Religion

nämlich in unserer Zeit überflüssig. Egal ob Gläubiger Mensch, oder Homöopathie Anwender beide laufen einen überholten Weltbild hinterher. Warum kann sich der Mensch so schwer von alten Überzeugung trennen? Religion ist noch dazu gefährlich. Sience flies you too the moon, Religion flies you into buildings.
natürlich ist die Pharmaindustrie auf Profit aus, hier müsste man deutlich Nachbesserung, damit das Allgemeinwohl im Vordergrund steht. Aber die Wissenschaft hat die Antworten!

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rambazamba1968 11.07.2019, 11:51
165.

Zitat von descartes
Der Beitrag eines homo egomaniac, wie er typischerweise für unsere Zeit nicht sein könnte. Wo wollen Sie denn anfangen, wo aufhören anderen ihr Leben vorzuschreiben? Motorradfahren, Radfahren, Skifahren, zu wenig Schlaf, ungesundes Essen, arbeiten generell, Leben in einer Grossstadt? Alles Dinge, die früher oder später die Solidargemeinschaft in irgendeiner Form belasten könnten. Als nächstes kommt dann noch die ärztliche Sterbehilfe ab 75, weil es ja unverantwortlich ist die "Solidargemeinschaft" (in die man ja selbt ebenfalls jahrelang einbezahlt hat) mit unnötigem und unproduktivem Leben zu belasten und man lieber den Platz für die Stützen unserer Leistungsgesellschaft frei machen sollte? Da überkommt einen fast der Ekel ... Im Übrigen beinhaltet unser Kassensystem bereits jetzt die Möglichkeit einer freiwilligen oder privaten Versicherung, wer hindert Sie also daran, jetzt schon in eine entsprechende Kasse zu wechseln? Ich bin freiwillig versichert und meine Kasse übernimmt keine homöopathischen Mittel. Sie sehen also, es geht.
freiwillig?? Die gesetzliche Krankenkasse ist für mich verpflichtend. Ich habe keine Wahl.
Aus meiner Sicht kann es nicht sein, dass sich sehr viele Menschen hinter dem Selbstbestimmungsrecht verstecken und die Solidargemeinschaft soll dann die Behandlung bezahlen. Es muss einen finanziellen Anreiz geben gesund zu leben. Und den sehe ich nicht. Wir geben Milliarden für unser Gesundheitssystem aus und es sind aber sehr viele Menschen in unserer Gesellschaft krank. Das ist doch eine offensichtliche Schieflage.
Und die Vergleiche mit Skifahren und Radfahren zum Beispiel hinken. Ja, es gibt hier ein Risiko eines Unfalls, aber ich mache etwas aktives für meine Gesundheit. Das kann ich bei Rauchen, Alkohol, 8 Stunden Sonne pro Tag nicht erkennen. Vielleicht mangelt es an Aufklärung. Bei dem Verbot der Zigarettenwerbung sind wir einigermaßen konsequent. Und bei Alkohol nicht?

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huz6789 11.07.2019, 11:52
166. zu 1. "Rigoros..."

Zitat von carinesophie
... ist sie (Homöopathie) doch überwiegend schädlich....
Das ist eine unbelegte Behauptung.

Mir ist keine Studie bekannt, die die "überwiegende Schädlichkeit" der Homöopathie belegt.

Dass es Leute gibt, die in ernsten Fällen nicht rechtzeitig zum Schulmediziner gehen, macht Ihre Behauptung nicht richtiger.

Indes kenne ich mehrere Fälle von Falscheinschätzungen und Fehldiagnosen in der Schulmedizin mit teils bösen Folgen und mehrere im allernächsten Umfeld, wo die Schulmedizin nicht weiß, wie sie es lösen soll, während der Homöopath sehr wohl deutlich lindernde Ansätze gefunden hat.

Ein bisschen Toleranz ist angesagt.

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Dokoqueen 11.07.2019, 11:53
167. DER Kunde?

Zitat von fin2010
.... Womöglich weil der Kunde das wünscht? ....
DER Kunde wünscht sich das vermutlich nicht. Die Krankenkassen bezahlen es vor allem deshalb, weil die (noch) fitten, jungen Menschen, die zahlungskräftigen Kunden, also die Leute, an denen die Kassen verdienen, sich dies wünschen. Menschen mit schweren Krankheiten legen auf Homöopathie in der Regel keinen Wert, denn für deren Leiden wie Krebs, Diabetes, Herzinfarkte usw. werden wirksame Medikamente benötigt. Die sind aber teuer und belasten das Budget der Kassen, die Globuli hingegen wirken zwar nicht, aber kosten halt auch nur wenig.
Egal, ich sehe nicht ein, wieso ich mit meinen Beiträgen die unwirksamen Lifestylemedikamente anderer Leute finanzieren soll, aber für meine Brille und den Zahnersatz selber löhnen muss. Für die Behandlung ernsthafter Krankheiten mit wirksamen Methoden zahle ich hingen gern, denn dafür sind die Krankenkassen da.

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bloßich 11.07.2019, 11:53
168.

Zitat von Taunusbär
[...] Fakt 4: Die Wirksamkeit homöopathischer Mittel lässt sich – prinzipbedingt - nicht mit den Methoden der klassischen Medizin mit „Doppelblindstudie n über x Patienten bei Medikamentendosierung y“ nachweisen. Wer solches überhaupt erst versucht, zeigt nur, dass er das Wesen der Homöopathie nicht einmal im Ansatz verstanden hat, oder das er es – ganz bewusst – nicht verstehen WILL, um von vorneherein das von ihm gewünschte, negative Ergebnis der Prüfung zu erzwingen. Da Patienten, die sich im Wesen und in ihren wesentlichen körperlichen Merkmalen deutlich unterscheiden, von einem erfahrenen Homöopathen selbst bei vergleichbaren Symptomen in den meisten Fällen nicht dasselbe Mittel erhalten werden, verbietet sich der Ansatz von Doppelblindstudien der klassischen Medizin für den Wirkungsnachweis. [...]
Warum sollte eine Doppelblinfstudie denn nicht gehen ?

Studiendesign:
Homöopathische Ärzte nehmen an einer Studie teil, bei der weder sie, noch die Patieneten wissen, ob sie ein korrekt zubereitetes Globuli oder ein reines Placebo bekommen.
Die Gruppen werden zufällig ausgesucht, sind hinreichend groß und alles ist verblindet.
Der Gesundheitszustand wird anhand von objektiven Maßstäben (Blutwerte u.s.w.) und Patientenbefragungen ermittelt.

Am Ende wird aufgelöst.

Tada... doppeltverblindet, randomisiert, placebokontrolliert !

Wo wäre das denn "prinzipbedingt" unmöglich ?

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bloßich 11.07.2019, 11:56
169. ...

Zitat von search_for_truth
Ich habe eine Ansicht, bei der mir Homöopathie-Anhänger wütend widersprechen, aber Homöopathie-Gegner ebenfalls. M.E. wirkt Homöopathie nicht über den Placebo-Effekt hinaus. Frage: Was spricht denn dagegen den Placebo-Effekt als ernstzunehmendes medizinisches Therapieinstrument für Patienten zu nutzen? Der Placebo-Effekt ist doch nichts Schlechtes, sondern kann segensreich sein. Insofern stimmt es nicht, dass Homöopathika nicht wirken. Sie wirken bloß nicht besser als Placebo. Homöopathie ist eine Placebo-Therapie. Das hören Homöopathie-Anhänger nicht gern. Homöpathie-Gegner machen hingegen den Eindruck als würden sie auch die Existenz des Placebo-Effektes bestreiten.
Für einen Placebo brauchen sie aber weder Globuli noch wissenschaftsfeindliches Wunderdenken.

Placebo gibts immer dazu. Auch bei wirksamen Mitteln !

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