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Kauf im Netz: Modeläden kommen nicht gegen Online-Boom an
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Der Onlinehandel wuchs im vergangenen Jahr schwächer als erwartet. Doch gerade die Modegeschäfte verlieren weiter Umsatz an Internet-Versender. Der Handelsverband glaubt dennoch an den Einkauf vor Ort.

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hexenbesen.65 19.05.2019, 10:01
1.

Das Problem ist ja: Erst mal dorthin kommen (gibt in den Innenstädten fast keinen Parkraum mehr) . Und WER will noch mit 5 Einkaufstüten , die mit teilweise schon schweren Sachen "bummeln" gehn ? Und dann, (so geht es mir), wenn ich GLÜCK habe, finde ich mal ne Jeans, die passt...weil die Läden sehr eng sortiert sind "Diese Hose gibt es nur bis Größe 36...--Ne, dieses T-Shirt haben wir nur bis Größe 40 ..." Und dann kostet eine 0-8-15 Jeans fast 200 Euro !!!! Und dann wundern die sich, dass keine Kunden mehr kommen ? Im Netz geb ich ein: "Jeans, größe XX, Preis von - bis " und kann unter mind. 40 Jeans auswählen... Hab mir die Fahrerei gespart (macht mir nix, WENN ich fündig werden würde...aber mit "leeren" Händen nach hause ist frustrierend) und ich kann in ruhe zuhause anprobieren (und nicht ständig damit rechnen, dass die Verkäuferin den Vorhang an der Kabine zurückzieht und schreit:"Und passt die größere Größe" oder die einem eine Farbe aufschwatzt, die einem normal gar nicht steht..

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der_sinnlose 19.05.2019, 10:19
2. Warum in aller Welt sollte ich in der Innenstadt Klamotten kaufen

Als Endvierziger bekomme ich dort eh nichts. Entweder das Angebot richtet sich an den jungen dynamischen Rapper aus der Bronx oder an Leute jenseits der 65. Was soll ich mit neongrünen Sporttretern oder Trachtenanzügen? Mit dem PKW in die Innenstadt ist inzwischen fast unmöglich. Die Öffis kosten hin und zurück mehr als das Kilometergeld fürs Auto + Sprit und Parkhaus. Und für den Rückweg benötige ich 4 Mann vom SEK die mir den Rückzug sichern. Ich müsste bescheurt sein wenn ich damit meine Zeit vergeuden würde. Alles was im Internet nicht geht kaufe ich auf der grünen Wiese im Center vor der Stadt. Aber das war genau so gewollt. Das ist die Politik der letzten 20 Jahre.

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Sibylle1969 19.05.2019, 10:20
3.

Ich habe bisher erst wenig Kleidung online gekauft, aber die Ware war zu drei Viertel eine Enttäuschung und musste zurückgeschickt werden. Daher bleibe ich dabei, meine Kleidung im stationären Handel zu kaufen und vorher anzuprobieren. Nur in Ausnahmefällen (Kleidung nur online erhältlich) werde ich online kaufen. Aber da bin ich wohl eine Ausnahme. Bei uns im Haus wohnte mal eine junge Frau, die bekam 2-3 Pakete von Zalando pro Woche. Ich war auch mal im Zalando-Outlet in Frankfurt, wo die Retouren billig verramscht werden. Auch da nichts vernünftiges dabei: viele Schuhe, die man im Alltag nicht tragen kann (extreme High Heels...) oder Schuhe mit deutlichen Tragespuren. Dann viele Kleider und Oberteile mit schwierigen Schnitten, dh solche, die nur sehr wenige Frauen tragen können. Für mich ein klares Zeichen, dass man von einem Bild nicht wirklich beurteilen kann, ob einem ein Kleidungsstück passt und steht. Ohne die kostenlose Rücksendung ist das Geschäftsmodell von Zalando & Co tot.

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mirage122 19.05.2019, 10:37
4. Konsum-Wut

Wenn ich mir die Statistik so ansehe, dann wundert mich schon, dass Klamotten und Zubehör sowie immer wieder der neueste elektronische Schnickschnack die absoluten Renner sind. Da wird bestellt, was das Zeug hält, und im Notfall alles wieder zurückgeschickt. Ist ja meist immer noch kostenlos. Die Angebote in den zahllosen Einkaufszentren allerdings sind teilweise völlig identisch: immer wieder die gleichen Läden. Das macht doch keinen Spaß. Da sondiert man lieber im Internet und kann dann gezielt bestellen und - wie ich das oft praktiziere - selbst in den entsprechenden Läden abholen. Jedenfalls geht das in einer Großstadt wie Hamburg anstandslos. Dann muss ich mich auch nicht überall registrieren lassen und werde als Folge davon mit Unmengen von SPAMs zugeschüttet.

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Hyacinth 19.05.2019, 10:56
5. Vieles spricht für den Onlinehandel

Wenn ich online bestelle, brauche ich max. eine halbe Stunde bis ich das gewünschte Produkt gefunden habe. Meine Retouren gehen übrigens gegen Null. Würde ich heute in die Stadt gehen, um beispielsweise nach einer weißen Schößchenbluse zu suchen, ginge dem entweder die Parkplatzsuche voraus oder kämen enorme Parkgebühren obendrauf. Dann kannst du von Laden zu Laden latschen, weil es gerade entweder keine Schößchenblusen mehr gibt, oder keine mehr in weiß da sind oder just die richtige Größe fehlt. Zwischendurch kann ich mich vortrefflich über über die vollen Läden, vollen Straßen und das häufig unfreundliche Personal ärgern. - Zu allem kommt im Onlinehandel noch dazu, dass gerade Mode sehr viel günstiger zu bekommen ist als im stationären Handel. Setzt natürlich ein wenig Routine voraus, und dass man nicht den erstbesten Treffer bei Zalando anklickt! Ich gehe schon seit fast 15 Jahren nicht mehr in die Stadt!

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Furchensumpf 19.05.2019, 11:26
6.

Zitat von hexenbesen.65
Und dann kostet eine 0-8-15 Jeans fast 200 Euro !!!!
Sorry, aber maßlose Übertreibung. Wo gehen Sie Klamotten kaufen? Es gibt auch gut sitzende Jeans für 20-30 Euro in fast jeder größeren Stadt zu kaufen...

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Furchensumpf 19.05.2019, 11:28
7.

Zitat von mirage122
Wenn ich mir die Statistik so ansehe, dann wundert mich schon, dass Klamotten und Zubehör sowie immer wieder der neueste elektronische Schnickschnack die absoluten Renner sind. Da wird bestellt, was das Zeug hält, und im Notfall alles wieder zurückgeschickt.
Als wenn das eine "neumodische" Erfindung wäre...das gab es zu Zeiten der "Versandhauskataloge" ebenso...meine Mutter hat für mich auch immer mehrer Hosen bestellt und dann wurde anprobiert. Musste man auch so machen, weil man nie sichergehen konnte, ob die größe auch wirklich passt...

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stammkeeper 19.05.2019, 12:04
8. Mittlerweile

... völlig absurd, wegen eines bestimmten Kleidungskaufs noch zum stationären Handel zu fahren. Der fehlende Parkraum mag das eine Ding sein, die verstopften Straßen und ein maßlos überteuerter öffentlicher Nahverkehr sind das größere Problem.
Die Hauptgründe sind aber zwei andere. Ich will das kaufen, was ich möchte, was ich mir aus einer sehr großen Auswahl aussuche und nicht das, was zufällig in einem stationären Geschäft vorhanden ist und von der dortigen Einkaufsabteilung ausgesucht wurde. Natürlich trifft man dann noch auf völlig ahnungslose Verkäufer(innen), die in der Mehrzahl lieber rumstehen, als ihren Job als solches begreifen.
Weiterhin gehe ich immer noch nicht konform mit den Ladenschlusszeiten, insbesondere in Bayern. Wer um 10 Uhr öffnet und um 20 Uhr wieder schließt, der braucht sich nicht wundern, warum seine Umsätze zurückgehen. Solange man nicht begreift, dass man seine Waren zum Verkauf anbieten muss, wenn Menschen Zeit zum Einkauf haben (und das ist in den Abendstunden und an Sonntagen), dann bekommt man das Zeug auch nicht los. Wenn ich allerdings oft sehe, was so alles durch die Innenstadt drückt, dann frage ich mich, ob diese Menschen nur schauen oder auch was kaufen. Denn die Frequenz in Fußgängerzonen ist da, wenn nicht noch steigend.

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yabba-dabba-doo 19.05.2019, 12:13
9.

@3 Sibylle1969

Frankfurt ist doch ein gutes Beispiel dafür nicht mehr in die Innenstadt einkaufen zu gehen. Die Zeil quillt von Menschen über, aber sind das auch die, die Umsatz dem Einzelhandel bringen? Ich bezweifle das stark. Es ist auch nicht das Publikum das mich zum Shoppen animiert. Auch die Kampfradler stören mich gewaltig. Parkraum steht auch nicht ausreichend zu Verfügung. Das sind Kriterien die mich abschrecken in der Innenstadt einkaufen zu gehen. Der RMV ist überfüllt, selbst mit einer großen Einkaufstüte weis man schon nicht wohin damit. Im Internet finde ich immer die richtige Größe, Farbe usw.. Beim stationären Einzelhandel gleicht das Suchen einer Lotterie. Dafür möchte ich keine Zeit verschwenden. Die Zeit ist zu kostbar. Kaufen sie konstant im Onlinehandel bei den gleichen Herstellern, dann werden sie keine Qualitätsprobleme und Grössenprobleme bekommen. Ja Frankfurt gibt sich Mühe mit z.B. My Zeil und hat Glück, dass viele Chinesen und Russen zum Umsatz beitragen. Sonst sähe es mit dem Einzelhandel in der Innenstadt richtig düster aus.

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