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Kauf im Netz: Modeläden kommen nicht gegen Online-Boom an
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Der Onlinehandel wuchs im vergangenen Jahr schwächer als erwartet. Doch gerade die Modegeschäfte verlieren weiter Umsatz an Internet-Versender. Der Handelsverband glaubt dennoch an den Einkauf vor Ort.

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Spr. 20.05.2019, 13:13
50.

Das mag auch daran liegen, dass sich heute keine Innenstadt mehr von irgendeiner anderen Innenstadt unterscheidet. Die üblichen Billigmode-Ketten, die untereinander schon nicht zu unterscheiden sind, durchsetzt von den üblichen Fast Food-Ketten, dazwischen immer mehr 1-Euro-Ramschläden. In bester Einkaufslage wenige Edelmarken-Ketten. Hier und da noch ein Kaufhaus, in dem es nur noch Kassenpersonal zu geben und die angebotene Ware seit Jahrzehnten gleich geblieben zu sein scheint. Keinerlei Individualität.

Vielen Kunden sind die ausschließlich auf Jugendliche und vermeintlich jung Gebliebenen ausgelegten "Kollektionen" der Billigmarken mit ihrer unterirdischen Qualität einfach das Geld nicht wert, dass dafür tatsächlich verlangt wird. Die wenigen Edelmarken sind qualitativ zwar deutlich besser, aber der Preis für den Edelmarken-Namen schlägt hier viel zu hoch zu Buche. Da bleiben als Kunden halt nur Jugendliche und solche, die es gerne immer noch wären, und die wenigen Reichen.

Der Rest findet sich notgedrungen im Internet wieder. Nicht unbedingt bei Amazon und Zalando, mit denen schicken eher die Jugendlichen und vermeintlich jung Gebliebenen Pakete hin und her. Da gibt es auch andere Anbieter mit (sehr) schöner Mode in (sehr) guter Qualität, bei denen eben nicht aufgrund des Namens nochmal 100% auf den angemessenen Preis aufgeschlagen wird.

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Spr. 20.05.2019, 13:56
51.

Zitat von andiwe
... 90% aller kleinen Läden, z.B. auch alle H&M beenden ihr Programm bei XL ...
Wobei man darauf hinweisen muss, dass Größe XL bei H&M und Konsorten z.B. der Damengröße 40 entspricht und als Übergröße gilt, von der nur sehr wenig eingekauft wird. Dazu kommt, dass die gleiche Größe auch innerhalb eines Ladens je nach Hersteller sehr unterschiedlich ausfällt. Es ist keineswegs selbstverständlich, dass in eine Damengröße 36 auch eine Dame mit der Damengröße 36 hineinpasst.

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tschoggo 20.05.2019, 13:57
52. "Landbewohner" hier

Entfernung zur Stadt : 20 min, mal 2 macht 40 min plus Einkaufszeit. Sprit und Abnutzung mal aussen vor, und Parkgebühr. Drogerieprodukte kaufe ich 2 mal im Jahr bei ** online. Grossbestellung, mit 10 euro voucher, plus zehnfach payback, im Schnitt ca 30 Euro Bestellwert, frei haus geliefert. Reicht 6 Monate für 3 Leute bei den (superguten) Eigenmarken. Sorted. Fleisch bester Qualität kommt vom Metzger / Hof meines Vertrauens, direkt an die Tür geliefert. Gemüse steht im Garten, bewässert sich durch solar von selbst. Kleingarten reicht bei manierlicher Verarbeitung das ganze Jahr. Klamottenkauf ausschliesslich online. Basics im 20er pack (socken, unterwäsche), Sportsachen vom Online-outlet-Händler für n Spottpreis. Getränke kommen auch frei Haus. Sprudelmaschine tut den Rest. Sämtliche Elektronik etc ebenso online. Retouren? 2 defekte Geräte in 10 Jahre. Ich habe seit fast 10 Jahren "in die Stadt einkaufen gehen" komplett eliminiert. Das Wochenende gehört der Familie, der Idylle, dem Genuss. Durch die Stadt hetzen ist nicht meins. Kann jeder machen wie er will, ich versuche meine Zeit für mich effizient zu nutzen. Ein "Einkaufstrip in die Stadt" bringt mir keinen Mehrwert. Verlorene Lebenszeit. Ich hab das Prinzip mittlerweile mehreren Freunden gezeigt, welche unglaublich froh sind, viel mehr Zeit mit ihrer Familie zu haben während der so geringen Freizeit.

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