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Kauf von Steuerhinterzieher-CD: Schweiz ermittelt gegen deutsche Steuerfahnder
REUTERS

2,5 Millionen Euro für Details zu 1100 mutmaßlicher Steuerhinterziehern: Wegen dieses Datenkaufs ermitteln Schweizer Behörden nun gegen drei Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen. Sie werfen den Fahndern Beihilfe zur "Wirtschaftsspionage" vor.

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sagmalwasdazu 31.03.2012, 12:30
1. Bundesverdienstkreuz....

Mein Vorschlag wäre das die Fahnder das Bundesverdienstkreuz,
sowie eine Bonizahlung erhalten.
5 % aller von ihnen beigetriebenen Steuern von Steuerflüchtigen.

Das wäre gut ausgegebenes Geld !

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denkdochmal 31.03.2012, 12:31
2. Ich hätte da mal eine Frage:

Zitat von sysop
2,5 Millionen Euro für Details zu 1100 mutmaßlicher Steuerhinterziehern: Wegen dieses Datenkaufs ermitteln Schweizer Behörden nun gegen drei Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen. Sie werfen den Fahndern Beihilfe zur "Wirtschaftsspionage" vor.
Können Staaten eigentlich wegen Hehlerei und fortlaufender Unterstützung krimineller Machenschaften sowie daraus resultierender Bereicherung verklagt werden?

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zwangsreunose 31.03.2012, 12:36
3.

Zitat von sagmalwasdazu
Mein Vorschlag wäre das die Fahnder das Bundesverdienstkreuz, sowie eine Bonizahlung erhalten. 5 % aller von ihnen beigetriebenen Steuern von Steuerflüchtigen. Das wäre gut ausgegebenes Geld !
Mal völlig unabhängig davon, dass Steuern hinterzogen wurden. Nach Schweizer Recht scheint ein Straftatbestand erfüllt.

Wie sieht es da mit Auslieferung aus? Bestehen da zwischen D und CH Abkommen?

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wortmannin 31.03.2012, 12:36
4. Die USA als Vorbild

Zitat von sysop
2,5 Millionen Euro für Details zu 1100 mutmaßlicher Steuerhinterziehern: Wegen dieses Datenkaufs ermitteln Schweizer Behörden nun gegen drei Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen. Sie werfen den Fahndern Beihilfe zur "Wirtschaftsspionage" vor.
Deutschland sollte sich die USA als Vorbild nehmen und schweizer Banken klarmachen, dass Beihilfe zur Steuerhinterziehung drastische Konsequenzen fuer sie und ihre Top-Manager haben kann. Die amerikanischen Steuerbehoerden wollten schweizer Bankmanager bei der Einreise in die USA festnehmen lassen sowie das Vermoegen von ueberfuehrten schweizer Banken in den USA beschlagnahmen lassen. Des weiteren wollte die US-Regierung die Schweiz auf eine schwarze Liste von Steueroasen, die amerikanisches Recht unterlaufen, setzen lassen. Damit waere der Handel der Schweiz mit den USA erheblichen Beschraenkungen unterworfen worden. Die Schweiz musste zaehneknirschend nachgeben und den USA die Verfolgung ihrer Steuerhinterzieher ermoeglichen, wie sich das auch unter Rechtsstaaten gehoert. Wenn das Geschaeftsmodell eines wichtigen Wirtschaftssektors eines Landes das Brechen bzw. Unterlaufen des Rechts eines anderen, maechtigeren Landes beinhaltet hat das eben Folgen.

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exilant64 31.03.2012, 12:43
5. Recht macht man sich selbst

Zitat von denkdochmal
Können Staaten eigentlich wegen Hehlerei und fortlaufender Unterstützung krimineller Machenschaften sowie daraus resultierender Bereicherung verklagt werden?
Zumindest wäre zu erwägen, den Spieß umzudrehen und alle verantwortlichen Manager schweizer Banken zur Fahndung wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ausschreiben.

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senufo 31.03.2012, 12:43
6. Warum auch nicht?

Zitat von sysop
2,5 Millionen Euro für Details zu 1100 mutmaßlicher Steuerhinterziehern: Wegen dieses Datenkaufs ermitteln Schweizer Behörden nun gegen drei Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen. Sie werfen den Fahndern Beihilfe zur "Wirtschaftsspionage" vor.
Staaten welche die Steuerbelastung ihrer Bürger nicht in erträglichen Grenzen halten können, müssen sich doch nicht wundern, dass ihre Bürger ihr Geld vor dem Fiskus verstecken. Zumal wenn das sauer verdiente Geld, wie in D-Land, für solch vernünftige Dinge wie einen Afganistan-Einsatz und anderes verbaucht wird.

Eine Ware anzukaufen, von welcher bekannt ist, dass sie gestohlen wurde, sich also nicht im rechtmässigen Eigentum des Besitzers befindet, ist schlicht Hehlerei.

Die Deutsche Politik täte gut daran, endlich mal "ihren" Laden auszumisten und eine vernünftige und angemessene Steuerpolitik zu betreiben, die Wirtschaft auch wirklich zum Laufen zu bringen (und nicht nur die Billig- und Zeitarbeitsindustrie), dann würden auch weniger Deutsche ihr Geld, und zum Teil auch sich selbst, in der Schweiz in Sicherheit bringen.

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kamau 31.03.2012, 12:43
7. typisch schweizer arroganz

Zitat von sysop
2,5 Millionen Euro für Details zu 1100 mutmaßlicher Steuerhinterziehern: Wegen dieses Datenkaufs ermitteln Schweizer Behörden nun gegen drei Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen. Sie werfen den Fahndern Beihilfe zur "Wirtschaftsspionage" vor.
habe häufig im dreiländer-eck zu tun, kenne dienicht enden wollende fluglärm probleme durch zürich zu lasten deutscher anwohner, den bau von atomkraft-werken immer in windrichtung nach deutschland usw.......eigentlich muss die schweiz wegen steuerhinterziehung und schädigung deutschöands verklagt werden.

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beka48 31.03.2012, 12:44
8. Schweiz hat recht

Zitat von sysop
2,5 Millionen Euro für Details zu 1100 mutmaßlicher Steuerhinterziehern: Wegen dieses Datenkaufs ermitteln Schweizer Behörden nun gegen drei Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen. Sie werfen den Fahndern Beihilfe zur "Wirtschaftsspionage" vor.
Es kann ja nicht sein, dass deutsche Staatsbeamte nachweislich und im Auftrag gestohlene Daten von schweizer Unternehmen, in diesem Fall Banken, aufkaufen! Würde ich dies als Privatmann tun, wäre sofort eine Verurteilung fällig! Wenn man glaubt, dass Schweizer Banken illegalerweise Steuerhinterziehung in Deutschland begünstigen, dann kann man sie in rechtsstaatlicher Form anzeigen, aber ganz sicher nicht beklauen!

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Jean E. Assé 31.03.2012, 12:45
9. Auslieferung sehr wahrscheinlich

Zitat von zwangsreunose
Mal völlig unabhängig davon, dass Steuern hinterzogen wurden. Nach Schweizer Recht scheint ein Straftatbestand erfüllt. Wie sieht es da mit Auslieferung aus? Bestehen da zwischen D und CH Abkommen?
yep. Schweiz ist wie Deutschland im Schengen-Verbund. Da werden Kriminelle ausgelieftert, wenn in beiden Staaten die zu erwartende Haftstrafe mindestens 1 Jahr beträgt.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist diese Bedingung im vorliegenden Fall erfüllt.
Bin gespannt was jetzt passiert....

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