Forum: Wirtschaft
Kaufhäuser in der Krise: "Da hängt der gleiche Anzug zwei Jahre an der gleichen Stell
DPA

Karstadt und Kaufhof verhandeln über eine Fusion, um im Wettbewerb mit Amazon oder Primark endlich bestehen zu können. Ex-Karstadt-Manager Gert Hessert erklärt, was das für Innenstädte und Mitarbeiter bedeutet.

Seite 5 von 15
Objectives 30.07.2018, 14:56
40. Stationärer Einzelhandel

Teuer, umständlich, ineffizient, stressig, unfreundlich, zeitlastig, beschränkt, unvorteilhaft. Einfach nur am Sterben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
StromkundeHH 30.07.2018, 14:56
41. Der Service macht den Unterschied

und das ist Amazon gnadenlos gut. Hohe Kulanz, schnelle Antworten. Zudem kein Ärger um unfreundliche Mitarbeiter. Schaffen die Warenhäuser ein gleiches Gefühl, so sind sie wieder im Spiel. Der Kunde kommt wieder, wenn er sich wertgeschätzt und angesehen fühlt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Circular 30.07.2018, 14:57
42. Der Onlinehandel wird teurer werden

Zitat von DDUA
Es ist nicht mehr attraktiv, in der Stadt zu kaufen. Man kann nicht mehr in die Städte fahren, das Parken kostet ein Vermögen (oder der ÖPNV, mit dem man dann, wenn man viel einkauft, sowieso nicht mehr fahren kann), da hat man man ein Kleidungsstück schon für An- und Abreise bezahlt. Dazu kommt, dass die Innenstädte immer gefährlicher werden und die Städter selbst auch nicht unbedingt Besuch von ausserhalb wollen. Die meisten Unternehmenm verlegen ihre Büros und Geschäftsstellen auch nach ausserhalb, weil man Kunden die Anreise nicht mehr zumute kann. In 10 bis 20 Jahren geht kein Mensch mehr in die Städte, nur noch zum Einkaufen aus der Sadt raus in angenehm erreichbare und beparkbare Shopping Zentren. Wenn der Handel florieren soll, sollten Karstadt, Kaufhof und andere sich gute Shops in Malls ausserhalb einrichten, in der Stadt haben sie bald nur noch Kundschaft, die sowieso nicht die finanziellen Möglickeiten haben, die Produkte zu erwerben.
sobald der markt der Zusteller bereinigt ist. Dann wird es auch keine Zustellung an die haustür mehr geben, sondern man muss seine bestellte Ware im Logistikzentrum in 50 Kilometern Entfernung abholen. Und dorthin fährt kein Bus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pauschaltourist 30.07.2018, 14:58
43.

Kaufhof, Karstadt, C&A und wie die Dinosaurier alle heißen, hinken aus gänzlich anderen Gründen der Online-Konkurrenz hinterher: Sie bieten schlicht keine modernen, modischen Klamotten. Abseits von Kleidung kauft doch jeder mittlerweile online. Doch Klamotten, die probiert man trotz der kundenfreundlichen und kostenfreien Rückgabeoption der Online-Händler gerne vorher an. Wenn dann aber keine der bei der Jugend populären Schnitte (z.B. Skinny-Hosen) sondern seit den 80ern unveränderte Linien verkauft werden, gelten diese Läden einfach nur als zurückgeblieben.
Davon mal abgesehen: Wenn denn halbwegs attraktive Textilien im niedergelassenen Einzelhandel zu finden sind, aber nur noch die XXL- und XS-Größen vorrätig sind, vergeht einem die Lust am Einzelhandel. Gängige Größen ausverkauft, im Lager auch nix mehr und nachbestellen? Was? Das geht doch nicht.
Diese Läden sind Museen, die man in wenigen Jahren nur noch aus historischem Interesse betreten wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
touri 30.07.2018, 14:59
44.

Zitat von kantirandavivorhodan
....warum ich lieber das meiste online kaufe: 1. Bei allem, was mit Displays zu tun hat muss man als Kinde eine gewisse Anzahl von Pixelfehlern hinnehmen - es sei denn, der Hersteller gibt eine Garantie. Wenn nicht, ist man auf die "Gunst" des Verkäufers angewiesen. Man kauft also ein TV für 1000 Euro und muss dann, gerichtlich entschieden, mit ein paar grün oder rot leuchtenden Punkten leben. Online gekauft wird das ganze einfach zurück geschickt - egal ob PC-Monitor, TV, Smartphone oder Tablet. 2. Beratung: Nach unserem Umzug suchten wir damals einen Star-Recorder von Technisat. Das Teil sollte im Handel rund 500 Euro kosten, online knapp 100 Euro weniger. Trotzdem wollten wir uns das Teil bei unserem örtlichen kleinen Elektro-Händler holen - wegen Beratung und Service, aber auch weil ich selber lange Zeit im Einzelhandel gelernt und gearbeitet habe und noch eine gewisse Loyalität empfinde. Wenn die Beratung am Ende aber dann so ausschaut, dass man dem Verkäufer alles aus der Nase ziehen muss, im Grunde aber nur die technischen Spezifikationen vorgetragen werden, dann muss ich dafür nicht ins Geschäft. Das kann ich selbst lesen. Mir ging es um Pro-und Kontradinge, um Erfahrung. Aber da bin ich nicht bereit, 100 Euro mehr auszugeben. 3. Wir haben für unseren Junior zur Einschulung einen Schreibtisch gesucht. Den, den wir gesucht haben, haben wir in den naheligenden Möbelhäuser für rund 350 Euro gesehen. Online (im Hersteller eigenen sowie in diversen anderen Shops) für um die 150 Euro. Wo kommt hier bitte der Aufpreis her? Die Beratung kann es jedenfalls nicht sein. Dabei geht es nicht mal ums Geld - nur wenn ich einen höheren Preis bezahle möchte ich auch einen Mehrwert haben. Was ich wohl expliziet ausklammern will: Buchhandlungen! Hier habe ich durchweg gute Erfahrungen gemacht und frage lieber bei den erfahrenen Händlern für Vorschläge als bei Amazon mich auf das "Kunden, die das gekauft haben, kauften auch jedes" zu verlassen.
Zu den Buchhandlungen kann ich nur empfehlen im Internet nach "top 100 "gesuchtes Genre"" Listen zu googeln. Wurde bisher kaum jemals enttäuscht, wobei ich meistens englischsprachige Literatur lese. Ich gebe Ihnen recht, dass die "Kunden, die das gekauft haben, kauften auch jedes" Funktion eher hit or miss ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
misterknowitall2 30.07.2018, 15:01
45. Schade...

der Onlinehandel macht unsere Innenstädte platt. Shopping fällt flach. Alle bleiben zu Hause, keiner geht mehr ins Kaffee, was Essen oder sonst wo hin, wenn er mit dem Shopping fertig ist, bestellt wird von zu Hause. Kinos werden schließen, geht ja alles von zu Hause besser. Kleine Läden? Gibt´s nicht mehr, die können sich das Internet nicht leisten. Amazon beliefert alles und jeden, wenn auch teuer, aber es gibt ja keine Auswahl mehr. Ein Hoch auf den amerikanischen Paketausbeuter.

Blöde Perspektive, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Palmstroem 30.07.2018, 15:02
46. Gewerkschaften sind mitschuldig

Die beiden Warenhauskonzerne leiden seit vielen Jahren an durch Tarifverträge und Betriebsräte viel zu hohen Personalkosten. Mit 30% und mehr ist heute kein Staat mehr zu machen. Amazon dürfte bei gerade mal 10% liegen, andere Wettbewerber bei allenfalls 15 bis 20%. Dazu kommen die extrem hohen Mieten in Innenstadtlagen, die bei sinkenden Umsätzen einen immer größeren Teil des Kostenblocks ausmachen.
Gibt es noch eine Rettung? Allenfalls bei einer Konzentration auf Großstädte über 500.000 Einwohner und einer erfolgreichen Online-Plattform. Kaufhäuser haben nur als Erlebnistempel eine Chance und dafür braucht es große Häuser und extravagante Sortimente.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
butzibart13 30.07.2018, 15:03
47. das langsame Sterben der Kaufhäuser

Schade, wegen der Arbeitsplätze, dass dieses Konzept des Kaufhauses zum Sterben verurteilt ist. Andererseits als Kunde ist es mühselig, in die Stadt zu fahren, einen Parkplatz zu suchen und dann stundenlang in einem Kaufhaus nach Klamotten oder Schuhen zu suchen. Bei diesen Artikeln mache ich wegen der Anprobe mir sogar noch die Mühe, um Artikel mit falschen Größen beim Onlinehandel nicht zurückschicken zu müssen. Aber se gibt viele andere Gegenstände in ähnlichem Preissegment, die lasse ich mir über den Onlinehandel zuschicken und sitze bei der Auswahl entspannt am Computer. Das Fahrerprinzip wird umgekehrt, nicht ich als Holer fahre, sondern der Bringer mit seinem Dienst. Und wie der Autor sagt, nur in echten Großstädten könnten sich Kaufhäuser dank eines gewissen Erlebniswerts halten. Was macht man mit den anderen in Kleinstädten? Da fällt mir nur sarkastisch ein: Macht Museen daraus, denn "da hängt der gleiche Anzug zwei Jahre lang an der gleichen Stelle".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stefan1904 30.07.2018, 15:06
48. Mehr exklusive Sachen

Was bringt es Sachen zu verkaufen, die ich auch überall im Internet oder noch schlimmer beim C&A um die Ecke finde? Es gibt so viele Bekleidungsgeschäfte in deutschen Innenstädten und dann auch noch die Online-Konkurrenz.

Man sollte sich einerseits auf die Entwicklung starker Eigenmarken konzentrieren und andererseits Produkte aus dem Ausland importieren, die es nicht überall anders gibt. Beispielsweise Craft-Bier aus Hawaii oder exklusive Weine. Wer sich die teuren Mieten in den Großstädten leisten kann, hat Geld. Die Leute ohne Geld wird man nicht mehr als Zielgruppe zurückgewinnen können. Höchstens noch im Online-Shop, wenn man die Preise von Amazon unterbietet und keine Versandkosten verlangt. Das macht z.B. Saturn/Media Markt. Aber wenn die Leute online nur die Schnäppchen kaufen bringt das auch nichts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
icewc 30.07.2018, 15:07
49. Online vs. Offline

wie wär es mit einer Co2 Steuer auf Produkte die über den Online Handel versendet werden. In den Städten beträgt der Anteil des Frachtverkehrs bereits 40% des täglichen Gesamtvolumens. Zudem könnte aufgrund der Abgabe die Preisschere zwischen Online und traditionellen Handel verringert werden und dadurch den Offline Handel wieder attraktiver machen..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 15