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Kaufhaus-Witwe, Oligarch, Orbán-Strohmann: Das sind die Bosse aus dem Strache-Video
imago images/SKATA

Im Ibiza-Video prahlt Heinz-Christian Strache, Magnaten wie der Waffenbauer Glock und die Horten-Erbin würden der FPÖ spenden. Die Milliardäre dementieren. Trotzdem haben einige Berührungspunkte mit den Rechten.

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zeichenkette 20.05.2019, 21:11
1. Das Schöne an diesem Aufguss der rechten Idee:

Diesmal ist das alles nicht mehr neu und überraschend und deshalb quillt das nicht erst nach dem finalen Kater heraus, sondern noch während sie sich besaufen. Man könnte fast Hoffnung daraus schöpfen, dass die demokratischen Kräfte und vor allem auch die Medien diesmal nicht mehr so derartig naiv auf dem falschen Fuß erwischt werden wie damals. Und weil die Rechten ja ohnehin nur noch als ihre eigene Karikatur möglich sind und häufig dementsprechend dumm, fallen sie auf jeden Mist herein, der bei ihnen die richtigen Knöpfe drückt.

Diese ganzen Dementi sind aber interessant. Entweder hat Strach wirklich durchweg dreist gelogen (vielleicht hätte er diesem verdächtigen weißen Pulver nicht so zusprechen sollen, das man in dem Video in einer Linie auf der Glasplatte des Tisches liegen sieht) oder die Dementis sind gelogen. Ich hoffe, dass das sehr konkret
überprüft werden wird.

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silbersee 20.05.2019, 21:14
2. Investigativer ....bitte!!!

Ein lediglich zugespiwltes Video zu veröffentlichen ist nicht wirklich investigativer Journalismus....eher Glück. Strache redet im Video nicht nur über Spenden an die FPÖ , sondern auch an die ÖVP. Schaut man sich die sehr arbeitgeberfreinlichen Gesetze nach der Wahl an, stellt sich schon die Frage , ob hier nicht in großem Stil freundlich " Danke!" gesagt wurde. oder? Dass diese Oligsarchen das natürlich abstreiten ist wohl eh klar. Guter Journalismus würde sich damit, statt es nur in Bezug auf die FPÖ einzuschränken und damit zu framen, nicht zufriedengeben und tiefer bohren und das Video nicht als Ende, sondern als Ausgangspunkt sehen.

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Stereo_MCs 20.05.2019, 21:47
3.

Zitat von silbersee
Ein lediglich zugespiwltes Video zu veröffentlichen ist nicht wirklich investigativer Journalismus....eher Glück. Strache redet im Video nicht nur über Spenden an die FPÖ , sondern auch an die ÖVP. Schaut man sich die sehr arbeitgeberfreinlichen Gesetze nach der Wahl an, stellt sich schon die Frage , ob hier nicht in großem Stil freundlich " Danke!" gesagt wurde. oder? Dass diese Oligsarchen das natürlich abstreiten ist wohl eh klar. Guter Journalismus würde sich damit, statt es nur in Bezug auf die FPÖ einzuschränken und damit zu framen, nicht zufriedengeben und tiefer bohren und das Video nicht als Ende, sondern als Ausgangspunkt sehen.
Also alleine nur in diesem Artikel, kommen schon mal mehrfach die Begriffe ÖVP, SPÖ samt diverser Verbindungen und sogar einmal die Grünen drin vor.

Ich verstehe ihre Kritik daher nicht. Schließlich kann man nicht in einem Artikel das gesamte Geflecht in AT darstellen.
Allerdings sehe ich in dem Artikel einen sehr guten Anfang.

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hubie 20.05.2019, 21:48
4. @silbersee #2

Eben, das Video ist der öffentliche Anfang.
Die Haltung der FPÖ Leute im Video wundertmich nicht. Aber so blöd das einem Journalisten zu erzählen sind sie dann auch nicht.
Das Video selbst anzufertigen wäre eine Straftat gewesen, daher ist man diesbezüglich auf anonyme Hinweisgeber angewiesen (egal ob strafrechtlich relevant oder nicht, die Informationen die in diesem Video zutage treten halte ich für sehr wichtig um die Rechte zu demaskieren).
Andere Politiker mögen auch korrupt sein, aber das was man hier sieht ist schon haneebüchen...
Übrigens: Qualitätsjournalismus braucht Zeit, Investigationen sowieso... es wird sicherlich auch untersucht inwiefern Äußerungen von Strache zu Geldgebern und vermeintlichen Abmachungen mit diversen Leuten der Wahrheit entsprechen oder nicht...

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sibbi78 20.05.2019, 21:57
5. Es wird doch schon lange gemunkelt,

dass - sagen wir mal: gelangweilte - Milliardäre weltweit hinter dem rechten Gedankengut stecken und mit finanziellen Mitteln unterstützen. Alle Nationalisten weltweit verfügen über erstaunliche Finanzen und diverse unbekannte Gönner/Spender, die gerne auch aus dem Ausland kommen. Auch die AfD steckt da mitten drin...

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brooklyner 20.05.2019, 21:58
6.

Zitat von hubie
Eben, das Video ist der öffentliche Anfang. Die Haltung der FPÖ Leute im Video wundertmich nicht. Aber so blöd das einem Journalisten zu erzählen sind sie dann auch nicht. Das Video selbst anzufertigen wäre eine Straftat gewesen, daher ist man diesbezüglich auf anonyme Hinweisgeber angewiesen (egal ob strafrechtlich relevant oder nicht, die Informationen die in diesem Video zutage treten halte ich für sehr wichtig um die Rechte zu demaskieren). Andere Politiker mögen auch korrupt sein, aber das was man hier sieht ist schon haneebüchen... Übrigens: Qualitätsjournalismus braucht Zeit, Investigationen sowieso... es wird sicherlich auch untersucht inwiefern Äußerungen von Strache zu Geldgebern und vermeintlichen Abmachungen mit diversen Leuten der Wahrheit entsprechen oder nicht...
Dem stimme ich zu, allerdings habe ich mir die Gespräche zwischen FDP Granden und der Spielcasino-Mafia auch nicht sehr anders vorgestellt, gut vielleicht nicht schlaff daliegend im Unterhemd und mit besseren Getränken auf dem Tisch aber ansonsten schon. Aber das tut auch nichts zur Sache.

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interessierter10 20.05.2019, 22:57
7. Es wäre logisch, wenn die Geldeliten die Rechten finanziell

unterstützen. Sie müssen vorsorgen, falls es zur Machtübernahme der Rechten kommt und die Demokratie abgeschafft wird. Denn auch in einem faschistischen Staat wollen sie schließlich ihr Vermögen sichern.

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Grummelchen321 20.05.2019, 23:11
8. Lässt man den krieg und die

damit verbundenen Verbrechen weg,war die Nazizeit einer der grösten selbstbedinungsläden für Personen die heute noch davon zehren.Wievile milliarden sind damals verdient und beiseite geschaft worden.

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Gerlinde66 21.05.2019, 00:06
9. Systemverzweigung

Die Mächtigen und Reichen hatten naturgemäß noch nie ein Interesse an demokratischen Prozessen. Denn wirkliche Demokratie bedeutet ja ihre Machtbedürfnisse einzuschränken. Von daher waren sie schon immer unübersehbar den rechten konservativen Ideologien, Parteien und Personen zugeneigt, als dem linken progressiven Lager, denn im Gegensatz zu den linken Ideologien greift der Rechtsradikalismus nicht die herrschenden Besitzverhältnisse an. Für den Historiker Immanuel Wallerstein bedeutet das: "Das System wird sich verzweigen. Es gibt zwei Alternativen, die eine ist für diejenigen die jetzt privilegiert sind und sich wünschen ihre Privilegien zu erhalten. Die Alternative für sie, wäre ein anderes System in dem sie dieselben Privilegien hätten. Das wär ein Art System, welches hierarisch, ausbeuterisch und polarisierend ist. Es muss kein kapitalistisches System sein. Ein kapitalistisches System ist nicht das einzige System in dem dieses Ziel erreicht werden kann. Tatsächlich könnte es ein viel schlimmeres System sein das als dauerhafter Garant für einmal erreichte Privilegien dienen könnte. Der Kapitalismus muss nicht das schrecklichste System sein das die Welt je gesehen hat. Man kann auch ohne kapitalistische Verwertungslogik die Arbeit des Volkes mit Mittel offener Gewalt und Zwangsarbeit in den Dienst der Eliten stellen." Man braucht keine Fantasie um zu begreifen, was er mit "Systemverzweigung" gemeint hat.

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