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Kaufverhalten in Deutschland: Neues Auto? Ach nö...
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Das Auto, des Deutschen liebstes Spielzeug? Das war einmal. Laut einer Studie halten Privatkunden immer länger an ihrem Wagen fest - und lassen sich nur noch mit hohen Rabatten zum Neukauf locken.

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tieger-10 18.07.2017, 08:16
10. Dafür gibt es ja Gründe

Zum einen sind die Preise für Neuwagen gegenüber den Gehältern deutlich stärker gestiegen (ja: es steckt ja auch mehr Technik drin, etc. bla bla). Zum Anderen werfe ich doch kein funktionstüchtiges Gerät (egal welches) einfach auf den Schrott, nur damit ich ein Ablagefach mehr habe für....

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MatthiasPetersbach 18.07.2017, 08:18
11. irgendwie eine steile These....

...daß sich Leute "früher" immer BEGEISTERT ein Auto gekauft haben. In der Mehrzahl der Fälle hat man sich doch eher ein Auto gekauft, wenn das alte kaputt war, alt war, sich die Reparaturen häuften, der TÜV nicht mehr mitspielte oder man die alte Gurke an jemand (Sohn, Tochter...) in der Famlie weitergeben konnte.

Da hat man dann VIEL Geld in die Hand genommen (nehmen müssen) und sich DANACH über das "neue" gefreut. Nicht umgekehrt.

Ich frage mich, wieviele unterschiedliche Welten es in Deutschland gibt - und ob immer die, die in den Medien als angeblich "normal" dargestellt wird, auch die Wirklichkeit abbildet. Eher nicht.

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bias2013 18.07.2017, 08:20
12. Noch einfacher: Selbst wenn man das Geld hat...

wer wirtschaftlich denkt, kauft eben keine Neuwagen, um im ersten Jahr die 20-30% Wertverlust mitzunehmen.

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Feuerwehrmann001 18.07.2017, 08:20
13. Werkstattzwang

Noch ein Problem das Unlust bringt: Der Werkstattzwang weil die Hersteller (allem voran BMW und Daimler) die Anzahl der Vertragswerkstätten verknappt haben gibts vor Ort kaum noch Alternativen, die können dann verlange was sie wollen, haben ja keine Konkurrenz mehr. Da zahlt man dann für 4 Stunden Arbeit einen Tausender.

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nützlicher Idiot 18.07.2017, 08:20
14. ...das ist doch egal....

....wir schaffen das...
Notfalls mit einer Solidaritätsabgabe an die arme notleidende deutsche Automobilindustrie. Die auch wirklich schon soviel Pech in der Vergangenheit hatte hatte. -:)

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oil-peak-fan 18.07.2017, 08:25
15. Lebensgefühl.

Bis vor wenigen Jahren verkauften die Autobauer ein Lebensgefühl. Heute nur noch rollende Smartphones und Kleinlastwagen namens SUV. Langweilig.

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spon-facebook-10000261268 18.07.2017, 08:25
16. Wer jetzt einen Neuwagen kauft...

...kann sicher sein, dass er ihn nicht wieder verkauft bekommt in 6-7 Jahren.
Wenn der Tesla 3 kommt, dann wird das der iPhone-Moment der Automobilindustrie.
Erschwingliche Elektro-Autos mit praktikabler Reichweite werden in den Markt drücken und
billiger und billiger werden, je mehr gebaut werden.
Vor 7 Jahren hat noch kaum ein Mensch an Elektroautos gedacht, ganz fortschrittliche mit einem Hybriden geliebäugelt. Heute sind sie schon eine denkbare Alternative. Und in 7 Jahren erst...?
Wer will dann noch ein wartungsintensives, stinkendes Etwas, das mit flüssigen Steinzeitbäumen fährt, wartungsintensiv ist und dessen Antrieb aus 5000 beweglichen Teilen besteht, die alle kaputt gehen können?

Ich jedenfalls nicht...

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thdenell 18.07.2017, 08:29
17. Das wahre öko ...

... logische Verhalten ist doch, wenn ich im Jahre 1993 einen Mercedes Benz gekauft habe, ihn über die Jahre pfleglich behandelt habe, ihn immer sparsam fahre, nicht zu vergessen: auf den sog. Wiederverkaufswert verzichten kann und dann, wenn er dann noch läuft, im Jahre 2023 ein H-Kennzeichen kriege. Dann habe ich meiner Meinung nach am klügsten gewirtschaftet. Einen nagelneuen Daimler könnte ich mir sowieso heute nicht mehr leisten. Und 'nen fahrenden Internetcomputer brauche ich nicht.

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nach-mir-die-springflut 18.07.2017, 08:34
18. Gestern Luxus, heute Schrott

Man nennt das auch "gesättigter Markt". Wenn Autohersteller gute Autos herstellen, so halten die auch ihre 20 Jahre und 300 Tsd. km. Wenn die Fahrzeuge dann im Laufe der Zeit objektiv schlechter werden, der Unterhalt teurer, Sollbruchstellen eingebaut sind, sie Fehlkonstruktionen zeigen oder Tricks, dass, ähnlich wie mit den Druckern und ihren Patronen, nicht am Drucker verdient wird, sondern im Anschluss an den Kauf mit den Patronen, so ist ein Neuwagen oft ein Rückschritt. Die Feder für die Lampe im Scheinwerfer ist nicht mehr einzeln zu beziehen, ein Artikel für eigentlich 70 Cent, dafür muss gleich ein neuer Scheinwerfer geordert werden für 300 Euro, so liegt hier solch ein Trick vor. Das Problem liegt im Wirtschaftssystem, in dem Wachstum sein muss des Wachstums wegen, Konsum muss sein, um dabei zu bleiben und nicht pleite zu gehen. Der einzige Bereich, wo dauerhafter Konsum besteht, ist in allen Grundbedürfnissen - hier vornehmlich Landwirtschaft und Energie, in der Geburten- und in der Sterbewirtschaft. Wer unten definiert, bekommt in Deutschland für 1.000 Euro einen passablen fahrbaren Untersatz, der ihn nicht mehr als 15 Cent pro Kilometer kostet.

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retourenpaket 18.07.2017, 08:35
19. Verunsicherung durch die Politik

Die Politik hat Investoren in allen Lebensbereichen verunsichert.

Wenn ich heute ein neues Auto kaufe, das ich technisch 10 Jahre fahren kann, dann kann ich nicht sicher sein, dass es in 1-2 Jahren verboten wird (Einfahrverbote Diesel für Städte) es zu nutzen. Die Investition kann man dann abschreiben.

Na dann kauf doch einen Benziner. Hier droht das nächste Debakel: Benziner machen heute Feinstaub, die werden genauso Probleme bekommen. Bleiben Gas und Strom-Autos mit geringer Reichweite, die für viele nicht passend.

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