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Kaufverhalten in Deutschland: Neues Auto? Ach nö...
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Das Auto, des Deutschen liebstes Spielzeug? Das war einmal. Laut einer Studie halten Privatkunden immer länger an ihrem Wagen fest - und lassen sich nur noch mit hohen Rabatten zum Neukauf locken.

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Bin_der_Neue 18.07.2017, 08:50
30. Was nützt die Rostvorsorge

Zitat von kradist
Es gibt viele Gründe, warum man die Leute kein neues Auto kaufen. Die Fahrzeuge halten länger. Früher war Rost ein großes Problem. Da wurden die Autos schon nach 5-10 Jahren vom TÜV aus dem Verkehr gezogen. Kalte Progression. Selbst Akademikerfamilien, mit zwei Berufstätigen, können oder wollen nicht so einfach 30- 40k für nen Neuwagen hinlegen. Von 60.000 Brutto, bleiben Netto noch 27.000 übrig... und dann ist man schon "Gutverdiener". Ein BMW von 2002 sieht stylisitisch immer noch recht frisch aus und da die PKW ab 2000 einfach alles notwendige bieten, halbwegs sparsam sein können und relativ sicher sind, ist die Lücke zum neuen Modell einfach sehr klein. Der Golf 6 basiert technisch auf dem 5er und der kam vor 15 Jahren raus, wurde also vor ca 20 Jahren konstruiert. Der 7er Golf wird noch gebaut als facelift. Nun, wenn beide Fahrzeuge, die technisch stark unterschiedlich sind (neue platform beim 7er), nebeneinander stehen, braucht es schon ein gutes Auge, wenn man die Unterschiede erkennen will. Da wird einem die Entschidung für einen 6er Golf für 5.000 Euro, statt nem neuen 7er für 35.000 Euro, doch leicht gemacht. Gilt auch ähnlich für BMW und Audi, in Teilen auch für Mercedes.
wenn das turbobeatmete Dreizylindermotörchen nach ~100.000 Km das zeitliche segnet oder einer der unzähligen Elektronik-Gizmos nach Ablauf der Gewährleistung den Geist aufgibt? Neue Autos halten länger? Das halte ich für Fake News!

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dasbertl 18.07.2017, 08:51
31. Wer neu kauft, hat nen Hau...

Ein Neuwagen hat, sobald er vom Hof des Herstellers rollt einen Wertverlust von gut 30% (je nach Hersteller noch mehr). Ein Jahreswagen hat den Wertverlust bereits eingepreist und geht für wesentlich weniger vom Hof. Und verfällt auch nicht mehr so extrem im Wert. Wer soll bei diesen Bedingungen noch NEU kaufen?!

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the_speaker 18.07.2017, 08:52
32. zu teuer

man muss doch nur mal sehen, was ein Neuwagen heutzutage kostet. Selbst für einen simplen Golf (ist nicht abwertend gemeint) zahlt man neu mit ein bisschen Ausstattung und Motor schnell 35.000?. Wer hat so viel Geld rum liegen? Außerdem ist der Wertverlust eines Neuwagens ein Grund gegen diese Kauf. Und dann noch die langen Lieferzeiten: ich bin kürzlich einen Mustang GT Probe gefahren und hätte diesen auch sofort gekauft, macht einfach Spaß. Der Verkäufer: Lieferzeit ca. 6-8 Monate... Wenn ich einen unvernünftigen Luxuskauf tätigen will, dann doch jetzt und nicht in einem halben Jahr...

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Denkt mal selber nach 18.07.2017, 08:52
33. Lohnzurückhaltung heißt auch Konsumzurückhaltung

Gerade bei so großen Anschaffungen. Wenn immer weniger gut bezahlte Jobs, dafür immer mehr Niedriglohn-Jobs normal sind, dann werden eben auch weniger Neuwagen verkauft, sondern die alten länger bewegt.
Hinzu kommt die zunehmende Urbanisierung, womit Autos für immer mehr Stadtbewohner dank gutem Nahvehrkehr zweitrangig werden.

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macb 18.07.2017, 08:56
34. Warum ein neues Auto

wo doch keiner mehr weiß, wie lange man damit noch überall hin fahren darf?Habe mir vor zwei Jahren ein Neufahrzeug gekauft-Euro4, jetzt gilt es als umweltschädlich und ich darf nicht mehr in die Innenstadt......

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w.diverso 18.07.2017, 09:00
35. Es spielt dabei

nicht nur der doch recht hohe Preis der momentanen fahrenden Computer mit, sondern auch, dass sie viel länger als früher halten. Autos die rosten wie früher ein Fiat oder Alfa gibts doch fast nicht mehr. Auch sind mit den heutigen Autos in der Regel 200.000 Kilometer nicht besonders viel, also warum sich vor der Zeit ein neues kaufen?

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curiosus_ 18.07.2017, 09:02
36. So ein Blödsinn

Allerdings blieben die Autos nicht lange auf Händler und Hersteller zugelassen, sondern gingen oft nach ein paar Tagen mit einem Rabatt von 20 bis 35 Prozent an die Privatkunden. Die Menschen hätten gelernt, mit hohen Rabatten zu kaufen, sagt Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer.

Auch mit den Rabatten ist noch Geld verdient. Der Prospektpreis ist ein reines Marketingwerkzeug um über sofort nachfolgende Rabatte Kunden zu ködern. Jeder Hersteller der den realistischen Preis im Prospekt stehen hätte und dann ohne Rabatt verkaufen will ist im Nachteil.

Reines Marketing. Im Endeffekt bleibt die Gewinnspanne ggü. früher, als mit viel geringeren Rabatten verkauft wurde, unverändert. Heutzutage geht es eben auch bei uns zu wie schon seit Urzeiten auf dem orientalischen Basar: Wer ohne zu handeln kauft ist der Dumme.

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WWW-Schizo 18.07.2017, 09:02
37. nichts neues interessant

Ich bin derzeit noch mit meinem Fahrzeug Bj. 2009 zufrieden, zuerst muss etwas WIRKLICH interessanteres kommen damit ich zum Kauf animiert werde. Nur aufgewärmte Luft kaufe ich nicht, denn auch ein 8 Jahre altes Fahrzeug fährt genauso gut wie ein Neues, da muss schon mehr kommen was einem umhaut (aufregendes Karosseriedesign mit praxistauglicher Nutzungsmöglichkeit).

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rjsedv 18.07.2017, 09:03
38. Falsche Strategie

Diese ganze Connectivity und die überbordenden Demenzsysteme schrecken einfach ab. Ich will sowas nicht und deshalb kein Neuwagen. Macht endlich einfache, zuverlässige und schöne Autos.

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Zuversicht 18.07.2017, 09:08
39. Es wird noch viel schlimmer!

Zitat von spon-facebook-10000261268
Erschwingliche Elektro-Autos mit praktikabler Reichweite werden in den Markt drücken und billiger und billiger werden, je mehr gebaut werden.
Das wird gerade für die dt. Automobilindustrie noch viel schlimmer Folgen haben. Ich gehe erst mal davon aus, das wir E-Fahrzeuge nicht so schnell im Kleinwagensegment finden werden. Dort werden noch auf viele Jahre preiswerte benzinbetriebene Fahrzeuge gekauft.

Aber in der Preisklasse zwischen 30 und 70.000 Euro werden sie kommen. Vornehmlich von Herstellern die man heute noch gar nicht auf der Rechnung hat. Nur das sind die Preisregionen wo Stuttgart, München und Ingolstadt ihr Geld verdient. Sieht man sich die Fahrzeugneuvorstellungen der nächsten Jahre an, ist aber weit und breit außer ein paar Edel-SUV nichts in der E-Produktionsschiene.

Schon heute ist der Anteil an verkauften 3er BMW in den USA um 25% von 2015 auf 2016 gefallen. Die Tendenz setzt sich in 2017 mit über 13% bis Mai fort. Das sind Zahlen die weh tun. Gleiches gilt übrigens für 5er und 6er. Einzig die SUV konnten geringfügig mehr Fahrzeuge verkaufen. In Summe hat BMW bis Mai in den USA 3,6% weniger verkauft, und bei Mini sogar 12,1%.


Liest man dann noch in der Autobild den Test von einem 3 Jahre alten Tesla mit über 200.000 km wird wohl auch der Skeptiker verwundert die Augen reiben. 90% Akkuleistung, bis auf Kleinigkeiten keine Alterserscheinungen und auf Lebzeiten kostenloses laden am Ladenetz von Tesla. Was bieten da vergleichbare fossile Fahrzeuge mit der Laufleistung?

http://www.autobild.de/artikel/tesla-model-s-gebrauchtwagen-test-11856121.html

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