Forum: Wirtschaft
Kehrseite des Wachstums: Boom stürzt Firmen in Fachkräftenot

Die Wirtschaft wächst stärker als erwartet - und mit ihr ein Problem: Den Unternehmen fehlen gut ausgebildete Mitarbeiter. Mehr als zwei Drittel aller Firmen haben Probleme, Fachkräfte zu finden, warnt der Industrie- und Handelskammertag. Wenn der Boom anhält, werde sich die Lage verschärfen.

Seite 2 von 4
sampleman 24.08.2010, 15:21
10. Fachkräftemangel ist eine Lüge

Es gibt keinen Mangel an Fachkräften. Es gibt nur einen Mangel an Fachkräften, die mit 23 über zehn Jahre Berufserfahrung verfügen, drei Sprachen fließend beherrschen, räumlich unbegrenzt flexibel und bereit sind für 2.000 Euro netto 50 Stunden die Woche zu arbeiten.

Ebenso wie die deutsche Autoindustrie nicht in der Lage ist, ein Elektroauto mit 500 km Reichweite und 120 km/h Spitze für 9.000 Euro anzubieten. Und da redet auch niemand von einer Krise.
Diese Warnungen der deutschen Industrie sind einfach nur dreist, sonst nichts.

Beitrag melden
CAJ 24.08.2010, 15:40
11. Hahahah

Zitat von sysop
Die Wirtschaft wächst stärker als erwartet - und mit ihr ein Problem: Den Unternehmen fehlen gut ausgebildete Mitarbeiter. Mehr als zwei Drittel aller Firmen haben Probleme, Fachkräfte zu finden, warnt der Industrie- und Handelskammertag. Wenn der Boom anhält, werde sich die Lage verschärfen.
Immer wieder die gleiche Mär, es fehlen allerhöchsten 25jährige Fachkräfte mit 30 Jahren Berufserfahrung die mitnatürlich befristeten Verträgen für einen Hungerlohn arbeiten wollen.
Habe erst hier wo gelesen das selbst bei Airbus die mittels Leihfirmen dort arbeitenden Ing. mit 14 Euro abgespeist werden. Ich weiß von Arbeitern die bei renommierten Firmen ausgestellt wurden und nun für fast den halben Lohn genau dort wieder über Leihfirmen am Band stehen.
Kann also auch nur sein das all die fehlenden Facharbeiter, längst dank Arbeitsamtzwang irgendwo für 7 Euro bei einem Sklavenhalter äh bei einer innovativen Dienstleistungsfirma der ach so tollen Zeitarbeitsbranche arbeiten (müssen).

Beitrag melden
CAJ 24.08.2010, 15:54
12. 2000 Euro

Zitat von sampleman
Es gibt keinen Mangel an Fachkräften. Es gibt nur einen Mangel an Fachkräften, die mit 23 über zehn Jahre Berufserfahrung verfügen, drei Sprachen fließend beherrschen, räumlich unbegrenzt flexibel und bereit sind für 2.000 Euro netto 50.....
Würden die Firmen die da jammern, 2000 netto bezahlen wäre das Problem schon wesentlich geringer. Ein Leiharbeiter selbst wenn er mal ausnahmsweise korrekt eingestuft wird (nach dem Leiharbeitertarif) hat vielleicht als Dreher oder so mal 10 Euro/Stunde da brauchts schon einige Stunden um auf 2000 netto zu kommen.

Beitrag melden
Baikal 24.08.2010, 15:55
13. Merkelmurks

Zitat von sampleman
Es gibt keinen Mangel an Fachkräften. Es gibt nur einen Mangel an Fachkräften, die mit 23 über zehn Jahre Berufserfahrung verfügen, drei Sprachen fließend beherrschen, räumlich unbegrenzt flexibel und bereit sind für 2.000 Euro netto 50 Stunden die Woche zu arbeiten. Diese Warnungen der deutschen Industrie sind einfach nur dreist, sonst nichts.
Nee, berechnend: wenn das ständige Klagen zu einer Erleichterung der "Migration" geführt und das Einreise-Mindestgehalt so allmählich gegen Null tendiert, wird damit ja auch autoamtisch das Maxiamlgehalt für Einheimische festgelegt - willst dafür nicht arbeiten? Nehme ich eben einen Inder oder sonstwas. Darum gehts einmal. Zum anderen soll schon mal die Kritik an der blödsinnigen EU abgeschwächt werden: ab Mai 2011 ist der Arbeitsmarkt nämlich offen, jeder kann kommen und dann ist der "Fachkräftemangel" doch eine wunderbare Ausrede.

Beitrag melden
DEWI60 24.08.2010, 16:05
14. Polemik pur !

Ein erneuter Versuch der Wirtschaft die Zuwanderung aus dem Ausland zu erleichtern. Dabei haben genug arbeitslose Fachkräfte. Wenn die Unternehmen anständige Gehälter zahlen dann finden sie auch das wonach sie suchen. Aber das ist ja das Problem.

Beitrag melden
Alf.Edel 24.08.2010, 16:54
15. Entschuldigung

Zitat von warsa
Fachkräftemangel... ich kann es einfach nicht mehr hören. Auf der Suche nach einem neuen Job habe ich viele Firmen abgegrast. Ich besitze ein sehr gutes Diplomzeugnis, sehr gute Arbeitszeugnisse und ich bin were auf den Kopf noch auf den Mund gefallen. Auf die von mir gewählten Stellen haben sich außer mir noch etliche andere qualifizierte Personen .......
, aber bei der Rechtschreibung kann ich Ihnen nicht glauben, daß Sie in D einen Diplomstudiengang erfolgreich abgeschlossen haben...

Beitrag melden
JoschSche 24.08.2010, 17:01
16. ...

"...Selbst gute Nachrichten haben eine Kehrseite...". Wie wahr, wie wahr.

Das Ganze versteht man am besten so: Aufgrund des gigantischen Aufschwungs (den es nicht gibt), ist der Fachkräftemangel in Deutschland (den es nicht gibt) um mindestens ... % gestiegen. Deswegen müssen unsere Unternehmen ihre offenen Stellen (die es nicht gibt) mit Personal aus dem Ausland besetzen (das es nicht gibt - bzw. zu Recht einen weiten Bogen um Deutschland macht).

Jeder mag an Stelle der Punkte einsetzen was er mag - es ist ohnehin bedeutungslos.

Beitrag melden
JoschSche 24.08.2010, 17:17
17. ...

Zitat von Alf.Edel
, aber bei der Rechtschreibung kann ich Ihnen nicht glauben, daß Sie in D einen Diplomstudiengang erfolgreich abgeschlossen haben...
Hmmm - und was soll uns das nun sagen? Im Übrigen heißt es heute ",dass". Was soll ich nun von Ihrer Rechtschreib-Analyse halten?
Zudem kann man wohl davon ausgehen, dass sich der ominöse Fachkräftemangel mit einiger Sicherheit nicht auf Germanisten bezieht.

Auch erhebt sich die Frage, wie gut es erst um die Rechtschreibung jener ausländischer Fachkräfte bestellt sein mag, die hier ach so bitterlich fehlen.

Beitrag melden
chriss@juko-lila.de 24.08.2010, 17:19
18. Stimmt

Zitat von sampleman
Es gibt keinen Mangel an Fachkräften. Es gibt nur einen Mangel an Fachkräften, die mit 23 über zehn Jahre Berufserfahrung verfügen, drei Sprachen fließend beherrschen, räumlich unbegrenzt flexibel und bereit sind für 2.000 Euro netto 50 Stunden die Woche zu arbeiten. [...]
Für mich sind diese ständigen Artikel auch nur Hohn und Spott. Ich bin unter 30, Berufsausbildung, Ingenieursstudiengang, gute Noten, gute Referenzen, Auslandserfahrung und suche seit... Ich will nicht meinen ganzen CV diskutieren, aber schon ganz schön lange.
Das Problem ist wohl differenzierter zu betrachten. Eine Bäckerstelle in Görlitz und ein Maurer in Düsseldorf kommen nicht zusammen, um es mal plakativ auszudrücken.
Allerdings machen es sich viele große Unternehmen auch sehr einfach und suchen nicht mehr selbst, sondern beauftragen Zeitarbeitsfirmen. Und die Arbeitsumstände bei diesen Firmen sind meist unterdurchschnittlich. Kurzfristig sparen die Unternehmen damit wohl Geld, aber auf lange Sicht kann man mit schlecht motivierten Facharbeitern/Ingenieuren nicht überleben.
Und jetzt noch eine Provokation: "China nimmt uns die Entwicklungskapazitäten auf lange Sicht bestimmt gerne ab."

Beitrag melden
xyz123abc 24.08.2010, 17:26
19. Lachhaft

Die Sau ist doch von Brüderle schon vor Wochen durchs Dorf getrieben worden!

Wenn die Industrie mal ein wenig mehr ausbilden würde, die Leute nicht beim kleinsten Anzeichen einer Krise entlassen würde, vernünftige Löhne und Arbeitsbedingungen bieten würde, dann wäre das überhaupt kein Thema.

Beitrag melden
Seite 2 von 4
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!