Forum: Wirtschaft
Keine Rettung: Lasst VW pleitegehen - und helft den Arbeitnehmern
DPA

Der Abgasskandal wird VW viel Geld kosten. Statt zu helfen, sollte die Bundesregierung den Konzern in die Insolvenz schicken - und mit einem staatlichen Unternehmen in Zukunftstechnologien investieren.

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kenterziege 06.11.2015, 18:09
340. Herr Münchau - jetzt haben Sie sich selbst als ..

....wirtschaftlicher Laie zu erkennen gegeben! Da arbeiten 700.000 Leute direkt für VW und sicher normal 300.000 in der ersten Zuliefererlinie!
Das ist ein funktionierendes hochkomplexes Netzwerk, dass man man mal eben nicht so pleite gehen lässt. In unserer Familie (6 Personen) fahren neben einem Vovo und einem Mazda 3 recht neue Audis und ein VW GTI.
Wir sind alle zufrieden damit. Der Mazda wäre auch ein VW, wenns da Roadster gäbe!
Zerschlagen ist immer einfach - aufbauen schon schwerer. Mein nächster Wagen ist wieder aus dem Konzern: Audi A 4 !

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tsaag 06.11.2015, 18:10
341. Kruder Artikel

Man hat ja von Herrn Münchau schon mach komischen und wirren Artikel gelesen aber dieser toppt alle bisherigen deutlich. Zunächst kann man vermuten, dass er im Auftrag der Anglo-Amerikanischen Industriemafia unterwegs ist, da ich jedoch diesen Verschwörungstheorien nichts abgewinnen kann möchte ich mich auf Fakten konzentrieren:
VW ist ein Konzern, der nur auf dem Papier privatisiert ist. Durch den Sperranteil von Niedersachsen, der eigens durch ein Gesetz legitimiert ist, ist VW ein Staatskonzern, der auf gegenseitiger Rücksichtnahme basierend, von den Familien Piëch und Porsche dominiert und unternehmerisch geführt wird.
Wie das funktioniert konnte man beim Übernahmeversuch durch Porsche sehen. Das Land Niedersachsen hat einzig und alleine das Wohl der Arbeitnehmer in den niedersächsischen Werken im Auge, alles andere interessiert nicht. Dies machten sich die anderen Großaktionäre Piëch und Porsche schon in der Vergangenheit zu nutze.
Kein anderer Autohersteller hat eine solche Lohnstruktur wie VW. Das Unternehmen ist ineffizient und träge, zentralistisch und autoritär geführt, wie kein anderer deutscher Konzern. Der Kopf fängt bekanntlich am Kopf an zu stinken, den Transfer dieser Volksweisheit auf ein Industrieunternehmen kann man an keinem anderen Unternehmen so gut beobachten wie bei VW.
Die autoritäre, keinen Widerspruch duldende, teilweise hinterhältige und verschlagene Art und Weise, wie Herr Piëch mit dem Management umgegangen ist hat sich bis weit in die Abteilungen fortgesetzt. In diesem Klima der Angst konnten sich diese Tricksereien, die sich zum weltweiten Betrug ausgewachsen haben bestens gedeihen. Die Aufseher des Landes Niedersachsen haben eben sowenig daran beanstandet wie die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat.
Genau dieser Konstellation redet jedoch Herr Münchau das Wort, wenn er VW pleite gehen lassen möchte (ob es soweit kommt ist noch lange nicht sicher). Ist Herr Münchau allen Ernstes der Meinung dass der Staat, der gerade bei der Sicherung der eigenen Souveränität und der Bewältigung des Flüchtlingsproblems kläglich versagt, es besser machen kann?
Falls es wirklich zur Insolvenz kommen sollte, so soll es sein, alle Interventionen seitens des Staats waren nie auf dauer erfolgreich, auch diese würde es nicht sein.
Der Markt wird es richten, vielleicht mit Elektroautos, vielleicht aber auch mit einem gestrafften Sortiment und marktkonformen Löhnen.

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crudus_verba 06.11.2015, 18:10
342. Lachgas?

Unter all den vielen Comedians in Deutschland ist Münchau der Lustigste. An welchem End-Rohr eines welches Autos kann man dieses Lachgas einatmen – ein Volkswagen etwa?
Was soll ein staatliches Unternehmen besser machen, außer das es jeden Trend verpennt. Wie wäre es auf Plaste zu setzen? Warum nicht den alten Trabbi wieder einführen? Als elektrischer Zweitakter bringt er bestimmt ordentlich Leistung auf die Straße.
Aber mal im Ernst: Niemand auf der Welt ist so verblödet wie der deutsche Michel, wen es darum geht, seine Global Player selbst zu demolieren.
Warum haben die Amerikaner nicht gleich realistische Tests eingeführt? Die Autos haben genau das gemacht, was sie sollten und was wir alle machen: Am Prüfungstag die geforderten Werte erzielen.
Wenn dies durch eine Software passiert, ist es ebenso wenig Betrug, als wenn ich passenden Luftdruck auf die Reifen gebe, bessere Zündkerzen einsetze, oder Lachgas einspritze; um nach kurzem Test alles wieder zurückzubauen …
Und wo bleiben die Klagen gegen wohl jeden Automobilhersteller der Welt. Wer besitzt ein Auto, was annähernd das verbraucht, was den Werksangaben entspricht? Und höherer Verbrauch ist immer noch mit mehr Abgas verbunden, oder?
Was ein durchschnittlicher Rasenmäher in USA verbraucht, wollen wir besser gar nicht erwähnen- jeder Laubbläser dort bläst neben Laub mehr Schadstoffe in die Luft als ein Golf oder Lupo.

Hier geht es um die systematische Demontage eines Weltkonzerns und sogar Münchau will gern mitmachen. Prost Tesla!

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lofrabo 06.11.2015, 18:10
343. Schöne Vision vs Automob

So eine Krise endlich mal als Chance nutzen, um von dieser veralteten, giftigen Betrugstechnik wegzukommen (schon das Wort "Auto" ist Betrug, denn es fährt eben nicht von allein) - das ist eine schöne Vision. Wohl leider zu schön, um real zu werden, wie man ja schon an den Kommentaren der autosüchtigen Lobby-Mitläuferschaft sieht.

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Sal.Paradies 06.11.2015, 18:11
344. Neue Betriebsstätte

Die Idee von Münchau ist "sexy"! Apropos sexy, könnten wir dann die neue staatliche Autoherstellungsbetriebsstätte nicht auf dem BER ansiedeln?! Platz wäre genug und sogar für die Teststrecken wäre gesorgt. Wenn jemand aus der Belegschaft meckert, könnte wir ihn sofort nach Afrika ausfliegen und dafür eine "billigen" und "willigen" Syrer einfliegen, also faktisch direkt zum Arbeitsplatz. Klingt ein wenig irre? Möglich, aber ganz bestimmt nicht so irre wie Münchau`s Vorschlag, den VW-Konzern pleite gehen zu lassen. Ein paar Dutzend Top-Angestellte haben Sch... gebaut und Münchau möchte in seinem Wahn 100000`te Angestellt dafür bluten und büßen lassen?! Was mit Münchau los ist, wissen ja alle eingeweihten SPON-Leser seit langem. Aber warum muss SPON hier jeden wirren Unsinn veröffentlichen? Egal wie gaga was auch immer kolportiert wird, es läuft eben alles unter der brutalsmöglichen Formel der "Pressefreiheit"........ ;-)

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ex2012 06.11.2015, 18:13
345. Guter Artikel mit sinnvollen Vorschlägen!

wenn die Spiegel Koluministen Münchau, Augstein, Lobo und Dietz eine Partei gründen würden, mit dem Ziel die Regierung zu bilden würde ich sie nicht nur wählen, sondern mit Spendengeldern unterstützen!

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pepe-b 06.11.2015, 18:15
346. Unglaublich!

VW ist weit davon entfernt insolvent zu gehen, von staatlichen Hilfen ist bisher noch an keiner Stelle die Rede gewesen. Und den Arbeitnehmern dieses GIGANTISCHEN Konzerns helfen Sie am meisten, wenn Sie ihnen die Arbeitsplätze erhalten! Wir reden hier nicht von einer kleinen Klitsche, die für die gesamte Volkswirtschaft unbedeutend wäre!

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immerentspannen 06.11.2015, 18:17
347. geht's noch?

Wir zerlegen ein deutsches Unternehmen nach dem anderen und wundern uns dann in 5 Jahren über die Folgen. Jedes andere Land würde ihr Unternehmen in Schutz nehmen und die schwachsinnigen klagen aus den USA abblocken. jetzt wäre es eher an der Zeit die Abgasnormen wieder zurückzufahren, da haben wir doch noch ein paar andere Probleme auf der Welt zu lösen :-D

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klaus meucht 06.11.2015, 18:38
348. Staat ist wichtig für Zukunftstechnologien

Zitat von forumgehts?
staatliches Unternehmen und Zukunftstechnologien - das ist (falls möglich) noch absurder als Berlin und BER
Das sind Vorurteile. Die wenigsten Unternehmen sind willens und in der Lage die Risiken von Zukunftstechnologien einzugehen. Denn meistens sind Investitionen nötig, die sich erst nach Jahrzehnten rentieren.

Das E-Auto ist ein Beispiel. Ohne ausreichende Infrastruktur ist dies selbst für reiche Ökofreaks eine schmerzhafte Investition. Gleichzeitig lohnt sich die Infrastruktur nicht, ohne genügend Autos. Es sind massive Vorleistungen nötig, die selbst für Firmen wie BMW zu riskant sind. Auch BMW kann es sich nicht leisten Milliarden zu investieren, ohne Garantien dass die Investionen wieder sich einspielen.

Ohne Jahrzehntelange Subventionen oder Absatzgarantien des Staates wird es nicht gehen. Als Beispiel gilt die Einführung der Glühbirne in Deutschland.Hier hat die Stadt Berlin Absatzgarantien gegeben.

Übrigens lassen sich gerade grosse Konzerne vom Staat die Forschung bezahlen. Momentan sehe ich nur ganz grosse internationale Firmen wie Google und Amazon in der Lage ohne staatliche Hilfen neue Zukunftstechnologien voranzutreiben. Aber auch nur aufgrund von Monopolstellungen, die das Gegenteil von Marktwirtschaft darstellen.

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Dampfwalze2803 06.11.2015, 18:40
349. purer Populismus und Stimmungsmache

Es gab schon viele Artikel, an deren journalistischer Qualität man zweifeln kann, aber diese Kolumne treibt es auf die Spitze. Herr Münchau...

Woher nehmen Sie diese unrealistischen Zahlen für Rettung von Volkswagen?
Woher wissen Sie, dass die Verkaufszahlen fallen?
Wie kommen Sie auf die bescheidene Idee, Volkswagen zu verstaatlichen?

Angesichts BER, Elbphilharmonie und weiterer Projekte, stellen der Staat und seine Organe täglich unter Beweis, dass Unternehmertum nicht gerade Kernkompetenz Nr.1 ist.

Volkswagen muss weiter aufklären...
Volkswagen muss die betroffenen Motoren in Ordnung bringen...
Volkswagen muss mehr in zukunftsträchtige Antriebe und in saubere Mortoren investieren...
Volkswagen muss die Unternehmenskultur ändern und dafür sorgen, dass so etwas nie wieder passiert...

All dass braucht etwas Zeit.

@SPON:
Aufklärung ja. Es macht mich jedoch traurig, dass jede Gelegenheit genutzt wird, um Unternehmen wie Volkswagen, Deutsche Bank, Siemens, usw. negativ darzustellen. Wenn wir weiter führende Technologien und Produktionsstandorte mit Millionen Arbeitsplätzen, die die Kaufkraft in Deutschland stärken, haben möchten, brauchen wir diese Global Player. Es findet ein harter weltweiter wirtschaftlicher Wettbewerb statt. Bitte helfen Sie ab und zu auch mal mit unsere heimische Wirtschaft zu schützen.

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