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Keine Rettung: Lasst VW pleitegehen - und helft den Arbeitnehmern
DPA

Der Abgasskandal wird VW viel Geld kosten. Statt zu helfen, sollte die Bundesregierung den Konzern in die Insolvenz schicken - und mit einem staatlichen Unternehmen in Zukunftstechnologien investieren.

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oz1 06.11.2015, 20:57
420.

Zitat von dd1962
VW hat durch den Betrug über Jahre bewiesen, dass seine Produkte legal nicht wettbewerbsfähig sind. Wenn jetzt im Bereich F+E gespart werden muß, dann wird es ja nicht besser. Das Vertrauen der Kunden ist ohnehin zerstört, also ist der Neuanfang der Einzige WG überhaupt zu überlebenden. Die Zukunft liegt bei der Brennstoffzelle und dem Elektroantrieb. In beiden Bereichen sind die Deutschen Autohersteller technologisch längst abgehängt worden. Macht VW weiter, wird es sich Siechtum und Sterben über Jahre. Also Cut und mit wettbewerbsfähiger Technik in die Zukunft. Betriebswirtschaftlich absolut vernünftig.
Die Zukunft in 20 Jahren liegt vielleicht bei der Brennstoffzelle. Vielleicht mal kurz recherchieren, woraus denn Wasserstoff heute gewonnen wird und wieso ausgerechnet ein Elektromotor mit dem schlechtesten Wirkungsgrad unter Berücksichtigung des heutige Energiemix die Zukunft sein soll ist auch nicht klar.

Wenn VW Probleme bekommt haben wir eine handfeste Wirtschaftskrise in Deutschland und dann forscht überhaupt niemand mehr an einer Brennstoffzelle

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mm0 06.11.2015, 20:58
421. Spiel mit der Zukunft

Solch gedankenloses Auswerfen von wirren Ideen ist sehr gefährlich, vor allem wenn dies in einem vielbeachteten Medium wie SPON geschieht. Internationale Medien nehmen diese Ausbrüche gerne auf und berichten aus dem Kontext gerissen über die drohende Insolvenz von VW. Das verschärft natürlich die Situation durch eine sogenannte "Self fullfilling profesy"!
Anstatt die deutsche Industrie zu verteidigen überlässt die dt. Politik den Amerikanern sämtliche Zugänge zu Industriegeheimnissen (NSA) und unterstützt wirre Schadensersatzforderungen. Die USA sind außerdem nicht gerade das weltweite Vorbild für Umweltschutz und Senkung von Emissionen!

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out_of_chicago 06.11.2015, 21:03
422. Guter Punkt...

Zitat von THINK
Kein Unternehmen ist zu groß um zerschlagen zu werden. Die Industriegeschichte zeigt, dass die Zertrümmerung eines großen Unternehmens sehr wohl sinnvoll sein kann. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde z.B. das damals grösste Chemieunternehmen der Welt IG Farben zerschlagen. Die Nachfolgeunternehmen heißen z.B. Bayer, BASF, Hoechst, Wacker. Auch in den USA hat man mit der Zerschlagung großer Unternehmen (z.B. Standard Oil) nur positive Erfahrungen gemacht. Ein neue Technologie ist übrigens noch niemals von den Vertretern einer alten Industrie durchgesetzt worden.
... natuerlich ist kein Unternehmen zu gross um nicht zerschlagen zu werden. Aber bei einem so stark intern venetzten und globalen Unternehmen kann das zwei-drei Jahre dauern bis das sachgerecht ueber die Buehne geht. Die Trennung von eBay und PayPal war ueber ein Jahr in der Planung, die Aufspaltung von HP noch laenger. Ich bin mir nicht sicher ob VW so viel Zeit hat. Ein Verkauf der einzelnen Marken an einen Konkurrenten ist nahezu unmoeglich (z.B. VW wird sich hueten die Rechte am Modularen Querbaukasten mitzuverkaufen der von ca. 40 Modellen benutzt wird, ohne gehts aber auch nicht). Die Tochterfirmen derzeit an die Boerse zu bringen bringt auch nichts, die schlummernden Restrisiken verschrecken jeden Investor.

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vandenplas 06.11.2015, 21:05
423. Teilweise recht hat er schon

Was Münchau schreibt, soweit ich seinen Text verstehe, ist in einem Worst-Case-Szenario von staatlicher Seite dafür zu sorgen, dass VW überlebt und deutsch bleibt.

Würde VW auf traditionelle Weise (so wie die Banken) gerettet, so würden mit Sicherheit Milliarden an Schadensforderungen und vielleicht noch Schlimmeres - bedenkt man die Börsenkurse - auf das Unternehmen zukommen.

Zur Software:
In einem closed-source Quelltext für Motorenmanagement mit mehr als 100'000 Zeilen Code ist es vermutlich nicht unmöglich eine Art Trojanisches Pferd oder Zeitbombe zu verstecken. Software-Entwickler mögen es Codebausteine so oft wie möglich wieder zu verwenden. Dass nun derselbe Code auch in anderen Motorentypen gefunden wurde muss also nicht zwingend heissen, dass man diesen dort böswillig eingesetzt hat, sondern es kann auch bloss eine Propagation von bereits früher genehmigtem Code stattgefunden haben (also eine Art von Copy/Paste).
Ein Einzelner oder ein sehr kleines Team von Eingeweihten wären ausgehend von den üblichen Prozessen in der Software-Entwicklung vielleicht tatsächlich in der Lage gewesen einen schadhaften Code zu infiltrieren. Das hängt alles davon ab, wie genau die Entwicklungsprozesse bei VW funktioniert haben.
Denkbar wäre, dass man hier von langer Hand geplant dem Konzern eine Zeitbombe untergejubelt hat die man, sobald die nötige Stückzahl erreicht war, hochgehen liess.

Dass man den Code nicht entdeckt hat, könnte schlicht damit zusammenhängen, dass er funktioniert hat - also die Testkriterien bestanden hat (so dämlich das klingt).

Auf jeden Fall ist die Art und Weise des Betruges dermassen dümmlich, dass es für den/die Entwickler sonnenklar sein musste irgendwann aufzufliegen. Aber das gerade stützt die Hypothese über einen Sabotage-Akt.

Die offizielle Version der Geschichte riecht bedenklich. Und es ist nicht das erste deutsche Unternehmen welches sich massivsten Angriffen ausgesetzt sieht. Zufall?

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spiegelleser987 06.11.2015, 21:11
424.

Warum soll echter Betrug finanziert werden? Es ist seit Jahren bekannt, dass E-Autos noch immer nicht mal annähernd nachhalötig sind. Sie stoßen mehr CO2 aus, als ein Doiesel- oder Benzinauto. Erst ab einer bestimmten Strecke reduziert sich das.

sieh z.B.:
http://www.zukunft-mobilitaet.net/7102/analyse/elektroautos-co2-wahrer-ausstoss-stromerzeugung/

oder
http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-01/elektroauto-energiebilanz

Die Elektroautos wurden auch schon getestet:
"Elektroautos und ihre versteckten CO2-Emissionen"

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article107759209/Elektroautos-und-ihre-versteckten-CO2-Emissionen.html

Es gibt noch viel mehr Informationen dazu.

Bisher gibt es keine Alternative. Die Entwicklung wirklich alternativer Technik kann auch nicht (staatlich vorgeschrieben) innerhalb einer begrenzten Zeit erfolgen. Man infoirmiere sich mal bei Altschuller (der nicht aus dem Kapiatlismus sondern Sozialismus stammt).

Wie gut E-Autos sind hat Berlin dieses Jahr bewiesen. Die haben sich 4 E-Busse gekauft. Nach 4 Wochen funktionierten 2 Stück nicht mehr und nach 8 Wochen waren alle 4 Busse nicht mehr aufladfähig. 4 Haufen Elektromüll.

Akkus in Elektroautos halten auch nur wenige Jahre. Dann landen sie auf dem Müllhaufen und werden durch neue ersetzt. Bisher können nur 10 % des Materials aus alten Akkus wiederverwendet werden.

Bei E-Autos ist der Betrug viel größer. Aber das interessiert die amerikanischen Umwelt-"Experten" garantiert nicht.

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dd1962 06.11.2015, 21:14
425. Elektroantrieb generrll

Wer hier den Elektroantrieb verteufelt, dem Räte ich einen Blick nach China und Asien generell. Dort werden schon heute die Massen von Rollern elektrisch angetrieben und die Autos werden folgen. Der Elektroantrieb ist in den dortigen Metropolen die einzige Chance überhaupt noch atmen zu können. Die Entwicklung ist nicht aufzuhalten, auch wenn der Deutsche Autobahntrasse das anders sieht. Leider haben die Deutschen Hersteller den Trend aus reiner Arroganz verschlafen. Aber Arroganz muß man sich leisten können. Im Fall von VW ist das Geschichte.

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Robert Mitchum 06.11.2015, 21:16
426. sparen?

"Um diese kommerziellen Verluste aufzufangen, wird VW genau dort sparen, wo es aus strategischen Gründen eigentlich nicht sparen sollte: an Forschung und Entwicklung und an Investitionen. "

Ich würde erst mal in der Verwaltung sparen. Vollkommen egal in welchen deutschen Großkonzern man schaut, dort sitzen hochbezahlte "Manager" mit "Verantwortung" und machen im bestenfalls ein paar Powerpoints und Meetings. Die aufgelaufenen Kosten muss jedoch die Entwicklung (über geringe Budgets bzw. Kostenziele) sowie die Produktion (Kostenvorgaben -> Outsourcing) erarbeiten. Administrativ stecken bei VW locker 2-4 Mrd Euro. Pro Jahr. Was bedeutet, die aktuellen Kosten sind in 4-5 Jahren bereits eher wieder drin.

Administrativ schlimmer als VW ist nur das Siemens-Kombinat, gegen die hat selbst die BASF oder Bayer ein "Lean Management".

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spitzaufknoof 06.11.2015, 21:16
427. E-Autos

sind für mich nur Spielzeuge. Ein Auto, dass man nicht hört ist kein richtiges Auto. Und extrem unfallträchtig, da es auf leisen Sohlen daher geschlichen kommt. Unser Postbote mit seiner dämlichen E-Karre kann ein Lied davon singen. Außerdem ist der Strom dank Merkel hierzulande ein extremes Luxusgut. Dann lieber einen manipulierten Diesel.

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fslcoh 06.11.2015, 21:18
428. Was ist das für ein Murks?

"Damit könnte man VW in ein geordnetes Insolvenzverfahren verabschieden - wenn es notwendig würde."

Und die 600000 Mitarbeiter schickt man zu 95% direkt mit in die geordnete Insolvenz. Oder wie darf man das verstehen?

"[...] könnte der Staat mit einer mittleren zweistelligen Milliardensumme eine Technologie fördern, um die wir sowieso nicht herumkommen."

Wie kommt der Autor auf diese Zahl? Einmal gewürfelt? Glaskugel befragt? Die erste Zahl, die einfällt? Echt super, so etwas substanzloses habe ich hier noch nicht gelesen.

Darüber hinaus ist es wohl ein offenes Geheimnis, dass der Staat als Innovationsträger viel eher versagt, als dass er triumphiert. Der Markt muss die Produzenten treiben, Benziner und Diesel müssen unökonomisch werden, der Kunde muss mit Elektroautos ernsthaft günstiger fahren. Dann geht es ganz schnell, aber nicht wenn man ein von oben aufgedrücktes Innovationsprogramm auf den Ruinen eines ehemaligen Weltkonzerns errichten will. Allein die Idee ist von Wahnsinn, Realitätsferne und Unwissen geprägt.

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alias_=|||=_ 06.11.2015, 21:24
429. E-autos?

Eine Zukunftstechnologie? Wenn ja, dann sicher nur eine unter vielen. Die mangelnde Reichweite spricht erstmal nicht dafür und so lange der Strom in ganz Deutschland nicht 100% öko ist auch ökologisch völliger Schwachsinn. Die wahre Zukunftstechnik dürfte letztlich wohl doch eher Wasserstoff o.ä. sein...

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