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"Kerner": TV-Sendung deckt Bargeld-Klau bei Post auf

Brisantes Testergebnis: Die Redaktion der Sat.1-Sendung "Kerner" verschickte 40 Briefe und Pakete mit Bargeld - bei knapp einem Drittel der Empfänger kamen die Scheine jedoch nicht an. Die Post nennt die Verlustquote "irrwitzig", verspricht aber Aufklärung.

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sichersurfen 11.08.2011, 19:15
50. Richtig, aber

Zitat von christiane006
für Geldgeschenke gibt es Banken und Überweisungen. Geld gehört grundsätzlich nicht in eine Paket-oder Briefsendung.
Grundsätzlich richtig. Aber bestimmten Personengruppen dürfen Sie zwar überweisen, aber Sie sollten es nicht tun.

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Auswahlaxiom 11.08.2011, 19:15
51. Weg mit der Post

Zitat von SPon
"In jedem Fall hält Klasen die Diebstahls-Quote von 30 Prozent für "irrwitzig" und verweist auf die Zahl von 66 Millionen Brief- und 2,6 Millionen Paket-Sendungen täglich: "Es gäbe einen Volksaufstand, wenn davon ein Drittel nicht ankäme."
Herr Klasen sollte besser auf die Vorwürfe reagieren und sich nicht in Allgemeinplätze flüchten. Ich glaube durchaus, dass fast 100% der Postsendungen korrekt ankommen. Aber wer verschickt schon Geld?

Und genau von diesen Geldsendungen war bei "Kerner" die Rede, Herr Klasen. Wobei ich sicher bin, dass die Quote höher liegt. Einen solchen Test habe ich selbst mal durchgeführt, nachdem vor 10 Jahren Fotos nicht ankamen, die ein Freund in die Verpackung eines Handys gelegt hatte. Drei solcher Tests mit Handyverpackungen und irgendeinem Inhalt, der zwar nichts wert war, aber ungefähr so schwer wie ein Handy, habe ich durchgeführt mit dem Effekt, dass keine einzige davon ankam.

Theoretisch könnten das Zufälle gewesen sein, ja. Aber wenn von 4 Sendungen keine ankommt, fällt es mir schwer, hier an Einzelfälle zu glauben.

Na, was soll's. Ich bekomme alle Jubeljahre mal Post, immer nur Formalkram, alles Andere läuft über den Rechner. Wenn alle Behörden auf Email umsteigen würden, bräucht's aus meiner Sicht gar keine Post mehr.

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willem.fart 11.08.2011, 19:15
52. Tja.

wenn man fast nur noch mit unterbezahlten Aushilfen arbeitet, ist das wohl zwangsläufig.

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wolltsnursagen 11.08.2011, 19:18
53. Wann soll das passieren

Na klar. Bargeldklau. Habt ihr mal in ne Statistik geschaut wieviel Briefe/Pakete am Tag versendet werden? Da müssten Tausende Leute allein dazu abgestellt werden sich die Briefe genau anzuschauen aufzumachen und dann wieder zuzukleben.

Sorry aber das ist völliger Blödsinn. Keiner der bei der Post schafft hat die Zeit sich die Briefe genauer als die Adresszeile anzuschauen.

Wer Sat1 glaubt, naja. Sobald die mal die Daten der Briefe rausgerückt haben und Nachforschungsanträge für jeden einzelnen gestellt haben beschäftige ich mich wieder damit. Solang ists einfach nen Lügenmärchen und es glauben sogar einige. Traurig.

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iron mace 11.08.2011, 19:19
54. Flachköpper macht Laune

Na das ist wieder einmal ein Thema das den journalistischen Anspruch von JBK gerecht wird.

Kann dieser Flächköpper nicht wieder bei Sat1 zur Mittagszeit Omas langweilen?

In D gibt es Flächendeckend Banken, es gibt Onlinebanking selbst vom Handy aus,
wer muss da Geld in einen Briefumschlag stecken?
Ab besten noch so das jeder Spacken erkennt das da Geld drin ist .....

Ich verschicke aufgrund meines Sammler Hobbys fast täglich Briefe, Päckchen und Pakete
Weltweit und die Post/DHL ist da ganz weit vorn was Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit
angeht.
Übertroffen nur von Diensten die das 5 bis 10-fache kosten.

Also genau das Gegenteil von dem was JBK "ermittelt" hat, nur weiss ich das ich ein
ehrlicher Kerl bin, der keine billige PR braucht, keine Quote verbessern will.

Das so eine Meldung dich in die Öffentlichkeit katapultiert hat selbst dieser Sparbrenner erkannt.

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jeh1985 11.08.2011, 19:20
55. Najaaaa

Zitat von marco0
Also bei mir auf der Arbeit rufen täglich Kunden an die angeblich (ich weiß natürlich nicht ob es stimmt) vor 2 oder gar mehr Tagen überwiesen haben wollen und dennoch ist auf unserem Konto kein Geldeingang gewesen. Ich würde da selbst nicht drauf wetten wollen ob das Geld an einem Tag von Bank zu Bank geht.
Ich habe inzwischen viel Erfahrung mit Überweisungen und kann es nur bedingt bestätigen.
Option Onlineüberweisung:
Hausintern dauert es meist weniger als 1 Sekunde.
Untereinander dauern Überweisungen zu von DKB, SPK, Deutsche Bank, usw. maximal einen Werktag.
Vorausssetzung ist, dass das Geld am gleichen Tag überwisen wird.
Anders sieht es bei den "kleineren" Banken aus. Bsp. Comdirect: hier kann eine Überweisung schon mal 5 Tage unterwegs sein (wurde überprüft). Auf dem Comdirectkonto ist das Geld schon längst weg, aber auf den andern Konten noch nicht angekommen. Fazit: Comdirect "arbeitet" wahrscheinlich in manchen Fällen noch eine Weile mit dem Geld. Mit VR-Banken hatten wir ähnliche Szenarien.
Und dann gibts ja noch die gute alte Methode mit den Überweisungsträgern:
Extrembeispiel: Freitagabend werden die Träger eingeworfen. Mo, Di Feiertag, Mittwoch werden sie eingelesen. Donnerstag oder noch schlimmer Freitag (eine Woche später) ist dann das Geld da.

Ansonsten würde ich jede Wette eingehen, dass Überweisungen, die online von z.B. einem DKB Konto innerhalb des Arbeitstages durchgeführt werden am nächsten Werktag auf dem anderen Konto zu finden sind (bei guten Banken schon um 22 Uhr als Guthaben gebucht werden).

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buddysoul1 11.08.2011, 19:22
56. Einfache Erklärung

Zitat von c48f
neben bargeld sollte man auch tunlichst keine usb-sticks per brief versenden! da kommt dann der brief mit nem kleinen schlitz an der seite und - leer an.
Die Erklärung ist da ganz einfach und hat nichts mit diebischen Postlern zu tun. Briefe laufen in den Sortieranlagen über Maschinen mit irrwitzigen Geschwindigkeiten. Harte Gegenstände werden dabei durch die Fliehkräfte quasi aus dem Umschlag geschleudert. Passiert auch bei Hartgeld.

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Rodelkoenig 11.08.2011, 19:24
57. Baut mehr Häuser!

Zitat von wolltsnursagen
Sorry aber das ist völliger Blödsinn. Keiner der bei der Post schafft hat die Zeit sich die Briefe genauer als die Adresszeile anzuschauen.
Das reicht ja auch schon. Beispielsweise ist bei Einschreiben VON Privatpersonen AN andere Privatpersonen die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Geld oder andere wertvolle Sachen drin sind. Denn wieso sollte sonst eine Privatperson einer anderen einen Brief per Einschreiben schicken?

Und genau diese Briefe werden auch bevorzugt geöffnet und durchsucht. Das wird aber nicht die Post anordnen. Ich gehe davon aus, dass die 400€-Jobber in den Post-Verteilzentren das von sich aus machen, um ihren Niedriglohn ein bisschen aufzubessern.

Viele Grüße

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ThomasW 11.08.2011, 19:25
58. Stimmt

Ich bin eigentlich ein großer Fan der Post und verteidige sie immer gegen zu starke, oft unsachliche Angriffe (Gleiches tue ich bei der Bahn, auch auf die wird oft ohne jede Sachkenntnis und Ausgewogenheit geschimpft). Die Erfahrung, dass Bargeld verschwindet bzw. die ganze Sendung mit Bargeld drin, habe ich allerdings auch schon gemacht (als Empfänger).

Ich denke, die Post ist in ihrer Eigenschaft als Arbeitgeber Zielscheibe von Kriminellen, die sich auf diese Weise einen netten Nebenverdienst gönnen. Hierzu die Anekdote einer DHL-Mitarbeiterin (wirklich so passiert), die mal Leute fürs Paketzentrum einzustellen hatte:

Alle Bewerber wurden zu einer Infoveranstaltung geladen. Irgendwann im Laufe dieser Veranstaltung erwähnten die DHL-Verantwortlichen, dass das Paketzentrum videoüberwacht sei. Botschaft also: klauen ist hier nicht.

In dem Moment standen einige Bewerber auf und verließen den Raum ...

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AlfredS. 11.08.2011, 19:27
59. Post-Modern

Bei der Briefpost wurden schon immer Briefe mit Geld abgefangen. Doch seit die Post Fremdfirmen mit Diensten betraut, wie z.B. Briefkästen leeren, und somit einen Überblick verloren und die Kontrolle der verschiedenen Sendungsstationen aus der Hand gegeben hat, wird scheinbar in großem Stil nach Wertsendungen gefischt.

Ich hatte desöfteren geöffnete Bank-Briefe zur Zustellung bekommen. Glückwunschkarten mit auffälligen, bunten Umschlägen werden auch gerne aus dem Briefverkehr gezogen, bevor sie die Adressaten erreichen.

Zu Zumwinkels Zeiten wurde zugegeben, daß von der täglichen Menge an Briefsendungen von ca. 70 Mio eine geringe Sendungsmenge im Promille-Bereich verschwindet. Doch bei 1 Promille sind das 70 000 Sendungen pro Tag (falls ich richtig gerechnet habe).

Am liebsten wäre es der Deutschen Post, das lästige und personalintensive Zustellungsgedöns in vollem Umfang an Subunternehmen abzugeben, obwohl die Briefpost mit ihren teils brisanten Sendungen eine empfindliche Vertrauensangelegenheit ist.

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