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KfW-Studie: Deutschland fehlen Fachkräfte für den Bauboom
DPA

653.000 Wohnungsneubauten sind in Deutschland genehmigt. Die Projekte können aber nicht umgesetzt werden, weil qualifiziertes Personal fehlt. Vor allem betroffen ist das Klempner-, Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk.

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ole#frosch 12.08.2018, 10:47
1. Bin gespannt was sich ändert

Es würde ja bedeuten, bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen lassen sich jetzt für das Bauhandwerk durchsetzen. Ich bin gespannt. Zudem läßt sich die Arbeit eines Handwerkers nur schlecht von Maschinen erledigen.
Wenn die Arbeitgeber es richtig angehen, dann bekommen sie bald auch die gewünschten Arbeitnehmer und Auszubildenden für diese zukunftsträchtige Branche

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meister_proper 12.08.2018, 10:53
2. Dann sollten wir vielleicht gute Schüler in anderen Ländern anwerben

und an unseren Berufsschulen ausbilden. Bewerber werden sich wohl leicht finden lassen und wir könnten endlich einmal etwas für eine geregelte Einwanderung tun. Das hätte auch Auswirkungen auf die ungeregelte Einwanderung, denn wer eine realistische Chance auf legale Einwanderung sieht, wird sich nicht auf einen lebensgefährlichen Trip mit ungewissem Ausgang machen. Nur scheitern solch sinnvolle Maßnahmen natürlich an den fundamentalistischen Kräften in unserer Gesellschaft, für welche jede Einwanderung schlecht ist; selbst wenn sie uns nützt.

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immerfroh 12.08.2018, 11:02
3.

Zitat von ole#frosch
Es würde ja bedeuten, bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen lassen sich jetzt für das Bauhandwerk durchsetzen. Ich bin gespannt. Zudem läßt sich die Arbeit eines Handwerkers nur schlecht von Maschinen erledigen. Wenn die Arbeitgeber es richtig angehen, dann bekommen sie bald auch die gewünschten Arbeitnehmer und Auszubildenden für diese zukunftsträchtige Branche
Das wird dauern.
Handwerk ist traditionell konservativ und ihre Eigentümer/Geschäftsführer kaum selbstreflektierend. Außerdem ist man für grundlegende Veränderungen eher wenig aufgeschlossen.
Im Moment beruft man sich noch darauf, dass sich junge Menschen zu fein für diese Jobs sind und bemerkt nicht, dass man es in den letzten Jahren versäumt hat, diese Berufe attraktiv zu machen.

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Mittelalter 12.08.2018, 11:03
4. Wie kommen Sie darauf

Zitat von ole#frosch
Es würde ja bedeuten, bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen lassen sich jetzt für das Bauhandwerk durchsetzen. Ich bin gespannt. Zudem läßt sich die Arbeit eines Handwerkers nur schlecht von Maschinen erledigen. Wenn die Arbeitgeber es richtig angehen, dann bekommen sie bald auch die gewünschten Arbeitnehmer und Auszubildenden für diese zukunftsträchtige Branche
das im Handwerk schlecht bezahlt wird?

Und welche „Verbesserung der Arbeitsbedingungen“ stellen Sie sich vor? Bauen findet immer im Freien und bei jedem Wetter statt. Egal ab 35 Grad plus oder 5 Grad Minus.

Berufe im Handwerk, nicht nur im Baugewerbe wurden seit Jahren schlecht geredet. Warum wollen Schüler heute lieber Beamte werden als Handwerker?

Und woher sollen den nun die gewünschten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen kommen?
Zwei Beispiele:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/handwerkskammer-in-bayern-70-prozent-der-fluechtlinge-brechen-ausbildung-ab-13857887.amp.html

Oder
http://www.badische-zeitung.de/muellheim/leserfrage-warum-werden-fluechtlinge-nicht-als-erntehelfer-eingesetzt

Irgendwie funktioniert das mit den zuwandernden Fachkräften nicht.

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nwz86 12.08.2018, 11:14
5. Eigene Jugend heranziehen

Zitat von meister_proper
und an unseren Berufsschulen ausbilden. Bewerber werden sich wohl leicht finden lassen und wir könnten endlich einmal etwas für eine geregelte Einwanderung tun.
Schön und gut, aber wieso bilden wir eigentlich nicht selbst ausreichend Nachwuchs aus. Es gibt doch genügend junge Menschen bei uns. Es kann doch nicht sein, dass unsere eigene Jugend so schlecht ist, dass sich nicht genügend Fachkräfte für diese Branchen finden lassen. Da hat Wagenknecht durchaus mal recht -- man sollte die Ausbildung im eigenen Land für die eigenen Jugendlichen verbessern, evtl. auch die Entlohnung, und auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dahingehend ändern, dass unsere Jugend vielleicht etwas disziplinierter und motivierter an die eigene Zukunft herangeht.

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nofreemen 12.08.2018, 11:14
6. Lohnumverteilung

Gebt den Handwerkern endlich den Lohn den sie verdienen, "das Dreifache!" und es kann munter gebaut werden.
Managerlöhne RUNTER und sie müssen die Baupläne nicht mehr in den Schubladen verstauben lassen. So einfach ist Gier zu bewältigen. Wenn nicht, dann last es bleiben.

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nic 12.08.2018, 11:15
7.

Zitat von ole#frosch
Es würde ja bedeuten, bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen lassen sich jetzt für das Bauhandwerk durchsetzen. Ich bin gespannt. Zudem läßt sich die Arbeit eines Handwerkers nur schlecht von Maschinen erledigen. Wenn die Arbeitgeber es richtig angehen, dann bekommen sie bald auch die gewünschten Arbeitnehmer und Auszubildenden für diese zukunftsträchtige Branche
Ja, jetzt müssten sich die Firmen um Bewerber reissen und Lohnzuwächse von 20% oder eher mehr drin sein. Oder der Artikel ist wieder ein Versuch des SPON die Lohndumpingerei in Deutschland voran zu treiben und "ausländische Fachkräfte (Migranten)" schmackhaft zu machen.

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immerfroh 12.08.2018, 11:24
8.

Zitat von Mittelalter
Wie kommen Sie darauf, dass im Handwerk schlecht bezahlt wird?
Das wird wohl regional deutlich schwanken.
Zumindest im Osten sind Löhne selbst für Facharbeiter mager .
Zudem gibt es im Handwerk kaum Aufstiegschancen und irgendwann droht ein Renteneintrittsalter von 67 oder später.
Wovon soll ein Handwerker die 10 Jahre davor leben, wenn wichtige Bauteile des Körpers nicht mehr mitmachen .
Also attraktiv ist das nur für Außenstehende .

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kuac 12.08.2018, 11:28
9.

Zitat von nofreemen
Gebt den Handwerkern endlich den Lohn den sie verdienen, "das Dreifache!" und es kann munter gebaut werden.....
Auch die Materialkosten werden dadurch mehrfach erhöht. Dann wird gar nicht mehr gebaut.
Vor ein paar Tagen sprach ich mit einer Physiotherapeutin und fragte, warum sie nicht mehr Leute einstellt? Die Antwort war verblüffend. Sie hat mehrmals annonciert und erhielt keine Bewerbungen. Ihre Vermutung : die jungen Leute finden die Arbeit zu schwer und ohne Spaß.
Noch geht es uns zu gut, denke ich.

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