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Kinderarbeit in Indien: Die Spur der Steine
REUTERS

Hammer und Meißel statt Füller und Schulheft: Tausende Kinder in Indien klopfen täglich unter extremen Bedingungen Pflastersteine zurecht. Mitverantwortlich dafür sind auch preisbewusste deutsche Käufer. Eine Spurensuche in zwei Welten.

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ronald1952 26.03.2012, 06:59
1. Hat es hierzulande

Zitat von sysop
Hammer und Meißel statt Füller und Schulheft: Tausende Kinder in Indien klopfen täglich unter extremen Bedingungen Pflastersteine zurecht. Mitverantwortlich dafür sind auch preisbewusste deutsche Käufer. Eine Spurensuche in zwei Welten.
wirklich jemals jemanden Intressiert, ob in Indien Kinder Steine klopfen, oder Kalmotten zusammen nähen,oder Turnschuhe fertigen,
oder,oder,oder.Es intressiert hierzulande kein Schwein dafür, wie es den Kindern in anderen Ländern wirklich geht,solange der Preis stimmt.
Und das einzige was man dagegen tun könnte ist eine Liste mit den Dinge öffenlich ins Netz zu stellen, die die Kinder in diesen Länder als
Arbeitssklaven fertigen müssen. Und natürlich diese Produkte nicht zu kaufen.Aber das weis die Industrie sehr wohl und seit vielen Jahren sehr wrikungsvoll zu verhindern. Sonst müssten die Herrschaften ja zugeben, wieviel Dreck sie am Stecken haben.Also, dieser Artikel ist mal wieder nichts anderes als Schaumschlägerei, denn es wird mit sicherheit eines passieren,nähmlich gar nichts.
schönen Tag noch,

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silverghost 26.03.2012, 07:14
2. Es ist immer einfach ...

Zitat von sysop
Hammer und Meißel statt Füller und Schulheft: Tausende Kinder in Indien klopfen täglich unter extremen Bedingungen Pflastersteine zurecht. Mitverantwortlich dafür sind auch preisbewusste deutsche Käufer. Eine Spurensuche in zwei Welten.
den "preisbewussten deutschen Käufer" als Sündenbock darzustellen. Kein Endverbraucher kann sich darauf verlassen für mehr Geld auch "korrekt" produzierte Wahre zu erhalten. So lange es dafür keine Regelungen (Siegel, Kontrollen ...) gibt verdient lediglich der Händler mehr an einem "zahlungsfreudigeren" Kunden.

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Koana 26.03.2012, 07:37
3. Tolerabel für Erwachsene?

Zitat von sysop
Hammer und Meißel statt Füller und Schulheft: Tausende Kinder in Indien klopfen täglich unter extremen Bedingungen Pflastersteine zurecht. Mitverantwortlich dafür sind auch preisbewusste deutsche Käufer. Eine Spurensuche in zwei Welten.
Berichte wie dieser gehören an die prominsenteste Stelle - für einen Tag - und am nächsten folgt die Spur der Handyinnereien etc. etc. etc.

Nur - wenn 20 jährige unter sochen Bedingungen schuften, ist es dann erträglicher?

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janne2109 26.03.2012, 08:20
4. .........

ich glaubss nicht, da laufen wir gemütlich an der Havel entlang auf Steinen die Kinder fertigen mußten, mit einem Verdient der nicht einmal zu essen reicht.
Spon schreibt wochenlang über Wulff, Schnullff und Konsorten statt über so ein Thema mal mit mehr als einem Artikel zu berichten.

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Masterchalk 26.03.2012, 08:22
5. Eine Schande !

Zitat von sysop
Hammer und Meißel statt Füller und Schulheft: Tausende Kinder in Indien klopfen täglich unter extremen Bedingungen Pflastersteine zurecht. Mitverantwortlich dafür sind auch preisbewusste deutsche Käufer. Eine Spurensuche in zwei Welten.
Ab heute kaufe ich keine Steine mehr aus Indien, da nehm ich lieber die chinesischen, wenn die deutschen gerade ausverkauft sind. Ehrlich...

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vulcain 26.03.2012, 08:42
6. Wir sind Schuldlos!

Zitat von sysop
Produzenten und Exporteure, die Kinder beschäftigen wollen, haben leichtes Spiel. Zwar erließ der Staat 2009 den "Right to Education Act", ein Gesetz, das allen 6- bis 14-Jährigen einen Schulplatz garantiert. Nach Meinung vieler Experten ist es aber gerade in armen Regionen kaum mehr als eine Absichtserklärung. Auch das milliardenschwere "National Child Labour Project", das die Ausbeutung der Ärmsten verhindern soll, ist nahezu wirkungslos. Dem Staat gelingt es seit Jahrzehnten nicht, die Zahl der arbeitenden Kinder zu reduzieren. Offiziell sind es 12,6 Millionen. Kinderschützer gehen davon aus, dass es weit mehr gibt.
Das ist die eigentlich wichtigste Aussage des Artikels. Niemand sollte versuchen, einem deutschen Käufer ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn im fernen Indien milliardenschwere Programme aufgrund der Uneinsichtigkeit oder Untätigkeit von Teilen der dortigen Bevölkerung, auch der Regierung und Verwaltungen, gegen die Wand fahren. Daran hat niemand hier Schuld. Vielmehr ist es so, dass große Summen aus westlichen Ländern in solche Programme laufen und dann wirkungslos verpuffen.

Was die Konkurrenzsituation angeht, wegen der die Steine dort billig geklopft werden müssen, so ist daran sicher kein preiswerter deutscher Steinmetz schuldig. Vielmehr sitzen die noch preiswerteren Mitbewerber um diesen umkämpften internationalen Markt in China und anderen südostasiatischen Staaten, die viel billiges "Personal" zur Verfügung haben. Und daran sind dann auch die deutschen Käufer Schuld, nicht?

Abschließend sei die Frage erlaubt, was die Kinder tun würden, wenn keine Steine zu klopfen wären.

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limrz 26.03.2012, 08:43
7.

Wie kann man solch einen Artikel veröffentlichen? Damit mutiert doch jede Armutsdiskussion in Deutschland zu einem Witz. SPON zerstört die Grundlage der Berufsforisten und -jammerer.

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distel60 26.03.2012, 09:07
8.

Zitat von silverghost
den "preisbewussten deutschen Käufer" als Sündenbock darzustellen. Kein Endverbraucher kann sich darauf verlassen für mehr Geld auch "korrekt" produzierte Wahre zu erhalten. So lange es dafür keine Regelungen (Siegel, Kontrollen ...) gibt verdient lediglich der Händler mehr an einem "zahlungsfreudigeren" Kunden.
Auch mit Zertifikat hat der Endverbraucher keine Ahnung wer da wann und wie auf einen Stein gehauen hat. Entweder wird ein Verbot in den betreffenden Ländern von deren Gewalten durchgesetzt oder nicht.

Den einzigen Einfluß, den man hierzulande ausüben kann ist gar keine Pflastersteine mehr zu kaufen. Muß man dann aber auch mit vielen anderen Produkten machen. Für den Verbraucher ist eine Beurteilung der jeweilgen Produkte vollkommen unmöglich, selbst wenn er bereit ist hohe Preise zu zahlen.

Also bitte den Artikel in die Erzeugerländer schicken und nicht den hiesigen Verbraucher madig machen.

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Christ 32 26.03.2012, 09:08
9. der Beitrag suggeriert

das deutsche Verbraucher für die Kinderarbeit verantwortlich oder zumindest mitverantwortlich sind. Das ist schlicht Blödsinn, wenn der Steinbruch keine Kinderarbeiter mehr benötigt weil niemand mehr indische Steine kauft dann müssen diese Kinder anderweitig Geld verdienen.

Einfach den Verkauf indischer Steine boykottieren bringt den betroffenen Kindern leider überhaupt nix, außer das sie Ihre sichere Einnahmequelle verlieren. Von irgendwas müssen sie aber leben und werden zwangläufig auch eine schlechter bezahlte und gefährlichere Arbeit annehmen müssen.

Es gab hier mal einen sehr aufschlußreichen Artikel über pakistanische Kinder die für Addidas Fußbälle hergestellt haben, nachdem das bekannt wurde hat Addidas die Fußbälle woanders ohne Kinderarbeit herstellen lassen. Nach einen Jahr besuchte der Enthüllungsreporter nochmals die ehemaligen Kinderarbeiter von Addidas und fand sie nicht in einer Schule, sondern in einer Ziegelbrennerei nebenan. Dort mussten sie härter arbeiten und wurden zudem schlechter bezahlt.

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