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Kinderbücher im Happy Meal: Foodwatch kritisiert McDonald's-Aktion
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Bei McDonald's gibt es jetzt Lesestoff statt Spielzeug: Der Konzern verteilt ab sofort vier Millionen Kinderbücher - als Teil des "Happy Meals". Die Verbraucherorganisation Foodwatch wirft der Stiftung Lesen vor, sich für das Marketing der Fast-Food-Kette einspannen zu lassen.

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fludd 31.08.2012, 09:33
1. Daseinszweck

Ein waches Aufe auf unsere Lebensmittelversorgung zu setzen ist eine gute Sache. Im konkreten Falle scheint mir, das Foodwatch das Kritisieren als eigenen Daseinszweck ausgemacht hat und eine zwanghaft negative Perspektive einimmt.

Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein Kind aus bildungsnahem Familienumfeld wegen dieser Aktion der Schnellfraß-Sucht verfällt.

Doch besteht nicht Hoffnung, dass einige der Kinder, deren Eltern bislang nur TV, Nintendo, Playstation und Smarpthpone zur "Kinderbildung" benutzten, ein für sie vollkommen neues Medium als schöne Sache entdecken?

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sally_lu 31.08.2012, 09:36
2. Notwendige Mittel zum Zweck

Da viele Kinder wenig lesen bzw. es auch nicht sonderlich gut können und ich mir sehr gut vorstellen kann, dass der Großteil dieser Kinder häufig mit seinen Eltern zu McDonalds gehen, halte ich diese Kooperation für eine sinnvolle Sache.
Jedenfalls ist das auch weitaus besser als das übliche "Spielzeug", welches es bei McDonalds gibt.
Offenbar hat sich McDonalds Gedanken gemacht, sonst wäre es kaum solch eine Kooperation eingegangen.
Fast Food wird mit Sicherheit nicht mehr oder weniger durch diese Aktion konsumiert - davon bin ich überzeugt.
Und wenn man dadurch womöglich die Eltern mal zum Vorlesen animieren kann - meine Güte, warum dann nicht auf diesem Weg?
Ich stimme der Stiftung Lesen voll und ganz zu! Man muss auch ungewöhnliche Wege gehen.

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Zauberhexe 31.08.2012, 09:40
3. Kirche im Dorf lassen

So sehr ich foodwatch schätze: Hier schiessen sie m. E. übers Ziel hinaus. Ich finde die Bücher-Aktion gut.
Es liegt übrigens immer noch an den Eltern bzw. an mir als Oma ob und wie oft ich mit den Kids zu McDonalds gehe. Das kann ich - oh Wunder - ganz toll selbst entscheiden, freue mich sogar, wenn's zum Happy Meal Bücher anstatt Plastikspielzeug gibt und brauche dazu ganz gewiss nicht die "Unterstützung" von foodwatch.

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cheshirekitten 31.08.2012, 09:46
4.

ganz gleich was McDonalds tut, es wird immer in den Augen irgendwelcher Kritiker das falsche sein. Sollten nicht Eltern auf die Ernährung ihrer Kinder achten? Auch Fastfood sollte im Leben eines Kindes eine Rolle spielen dürfen, wenn ich einem Kind Fastfood vorenthalte, ist die Chance groß dass es später viel mehr danach gelüstet. Ich denke ab und zu McDonalds, dürfte nicht schaden.

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jObserver 31.08.2012, 09:46
5. Foodwatch: Sechs, setzen!

KEINER geht zu McDonalds, UM zu lesen. Und wer schon so ungesund isst und dann ein Buch bekommt, was für die Entwicklung eines Kindes leider viel wichtiger ist als es eben jene bildungsfernen Schichten denken (bzw. nicht denken), dann ist zwar nicht ernährungstechnisch, aber zumindest bildungstechnisch etwas besser gelaufen. Und nichts schlechter.

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dr.u. 31.08.2012, 09:47
6. Information

Zitat von sysop
Bei McDonald's gibt es jetzt Lesestoff statt Spielzeug: Der Konzern verteilt ab sofort vier Millionen Kinderbücher - als Teil des "Happy Meals". Die Verbraucherorganisation Foodwatch wirft der Stiftung Lesen vor, sich für das Marketing der Fast-Food-Kette e
Ich habe von Food Watch noch keinerlei Informationen darüber gelesen, wie stark sich die Versorgung mit Mc DOnalds Fast Food auf die tägliche Ernährung auswirken. ISt es wirklich so, dass die "Lieben Kleinen" tagein tagaus nur von MC Donalds ernährt werden? Das wäre zu allem ungesundem Überfluß auch noch sauteuer.

Wenn man Kinder sogenannter bildungsferner Schichten zusätzlich zum Burgerkonsum auch noch zum Lesen annimieren kann, ist das einegute Sache. Wenn sich dadurch Lesekompetenz und Textverständnis auch nur bei wenigen ein bisschen verbessert, ist schon viel gewonnen. Spätestens, wenn die Betroffenen aus dem Happy-Meal-Alter heraus sind, haben sie dann die Chance und Gelegenheit, Texte über gesunde Ernährung zu lesen und zu verstehen.
Darüber hinaus glaube ich nicht, dass sich der Absatz von Happy Meals nenneswert steigert, WEIL Kinderbücher dazu gereicht werden. Im Gegenteil, ich halte es eher für einen Mitnahmeeffekt, dass die Kinder, die ein Happy Meal konsumieren notgedrungen ein Büchlein dazu bekommen. Die Affinität der Jungsters zu lautem, buntem, blinkendem Plastikspielzeug dürfte höher einzuschätzen sein, die zu bedrucktem Papier.

Den Einsatz von Food Wacht in bezug auf eine gesunde Ernäjrung in allen Ehren, aber hier geht die Kritik zu weit.

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Atheist_Crusader 31.08.2012, 09:47
7.

Zitat von sysop
Denn genauso wie Lesen sei es für Kinder wichtig, einen ausgewogenen Ernährungsstil zu lernen. Und genau dies werde durch die Aktion erschwert - immerhin seien die "Happy Meal"-Bücher bereits für Dreijährige gedacht.
Das Argument funktioniert nur leider erst, wenn man eine gewisse Frequentierung voraussetzt. Ein halbwegs gesund lebendes Kind wird von 1-2 mal Essen bei McD im Monat nicht zum Problemfall.

Ansonsten wäre McD auch das erste mir bekannte Unternehmen, das mit Büchern an jungen Kunden tatsächlich seinen Umsatz steigert. Seien wir mal ehrlich, für viele Kinder sind Bücher nur noch putzige Relikte. Wenn es um puren Kundenfang ginge, würde man mit leeren iPhone-Hüllen wohl mehr machen.


Zitat von sysop
Deutschland ist übrigens nicht das erste Land, in dem McDonald's Bücher zum "Happy Meal" verteilt. Anfang des Jahres sorgte die Aktion in Großbritannien für Aufregung. Der Chef einer Kampagne für gesunde Kinderernährung sprach von einer "unangemessenen Marketing-Strategie". Man müsse hinterfragen, ob es McDonald's Rolle in der Gesellschaft sei, sich um die Alphabetisierung der Kinder zu kümmern.
Nein, ist es nicht. Aber wer sonst nimmt diese Aufgabe denn schon wahr? Soll man Bücher jetzt zusammen mit Gemüse vertreiben? Ich frage mich, was von den beiden das dann unbeliebter machen würde.

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grouchmetoo 31.08.2012, 09:49
8. wenn Bücher mit dem Burger kommen, müssen Bücher was Gutes sein

natürlich handelt es sich bei Fastfood nicht um gesunde Kinderernährung und der Geschäftszweck von McD ist sicher nicht die Verbreitung von Wissen und Weisheit auf dieser Welt - aber jede Möglichkeit, Kindern das Lesen nahe zu bringen, muß beschritten werden - und wenn sonst alle versagt haben, warum soll es nicht von McD im Rahmen einer Marketingkampagne versucht werden: Und der Weg zum Buch muß so früh beschritten werden wie nur möglich. Denn dringt es erst einmal in die Köpfe der Kinder ein, dass Bücher nutzlos sind, weil man mit weniger Aufwand und schneller Informationen im Internet konsumieren können, wird der Denkprozess gänzlich verkümmern und nicht mehr Informationen zusammengelesen (und damit notwendigerweise hinterfragt), sondern nur noch die copypaste-Taste betätigt und so der kritiklose Rundumverbraucher erschaffen. Also: solange Ihr Kindern Bücher gebt, habt Ihr eine Chance, dass sie irgendwann selbst erkennen, was gut und was schlecht für sie ist.

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pantherchen 31.08.2012, 09:50
9. Es ist...

...ja auch viel leichter, McDonalds für übergewichtige Kinder verantwortlich zu machen, als die Eltern, die neben der Erziehung auch die Ernährung Ihrer Sprösslinge vernachlässigen!
Ich durfte als Kind auch zu McDonalds - wenn ich mal eine gute Note hatte oder besonders artig war - also vielleicht 3 mal im Jahr =D
Kleine Büchlein zum Lesen üben, Knobelspiele oder anderes, dass die Intelligenz fördert finde ich tausendmal besser, als Plastikspielzeuge, die nach 3 mal spielen kaputt gehen oder unter den anderen Sachen vergessen werden!

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