Forum: Wirtschaft
Klage über schlechte Zahlungsmoral: Stromanbieter Flexstrom ist pleite
DPA

Der Berliner Stromanbieter Flexstrom ist insolvent. Das Unternehmen mit mehr als 500.000 Kunden meldete Insolvenz an. Es ist die zweite Pleite eines Billigstromanbieters in zwei Jahren.

Seite 25 von 25
m.u. 13.04.2013, 12:00
240.

Zitat von Alex_L
mir haben sie gerade 764 Euro abgezogen. Wie kriege ich jetzt mein Geld wieder?
Wann war gerade? Wenn es vor wenigen Tagen passiert ist, Rücklastschrift.. (aber sofort)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gucky2009 13.04.2013, 12:12
241.

Zitat von m.u.
Wann war gerade? Wenn es vor wenigen Tagen passiert ist, Rücklastschrift.. (aber sofort)
Solange Flexstrom ihre Leistungen erbringt und eine Einzugsermächtigung erteilt wurde ist das eigentlich nicht zulässig
Insolvenz heißt ja nicht das Flexstrom nicht mehr liefert sondern nur das sie gegenüber ihren Gläubigern besser geschützt sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vomblitzgetroffen 13.04.2013, 13:53
242. Was zu erwarten war...

war doch nur noch eine Frage der Zeit. Habe selbst mit dem Feuer eines Jahresvertrages mit diesem Verein gespielt, jedoch rechtzeitig die Notbremse per Vertragswiderruf innerhalb der 14-Tagesfrist gezogen. Trotzdem wollten die allen Ernstes die gesamte Jahressumme haben, und das mit Mahnungen und Androhung der üblichen Sanktionen. Selbst die Anschreiben eines eingeschalteten Rechtsanwaltes wurden schlichtweg ignoriert. Nach einigen Recherchen zu dieser Firma insbesondere hinsichtlich Rechtsstreitigkeiten und Informationen seitens Schlichtungsstelle Energie wundert es nur, dass sich dieser Eierladen überhaupt noch solange über Wasser halten konnte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gespannfahrer0 13.04.2013, 16:47
243. optional

Hallo ich bin seit 7 Jahren in der Stromvermittlung tätig und habe vor 1 Jahr schon versucht, über die Medien vor der Tochtergesellschaft Optimalgrün zu warnen. Keiner hatte Interesse an einem Beitrag. Jetzt ist es zu spät. Bis gestern habe ich für Neukunden gekämpft, dass sie ihr Guthaben aus der Jahrersrechnung ausbezahlt bekommen. Teilweise haben die Kunden schon seit Nov. 2012 auf ihr Geld gewartet. ( bis zu 5 Schreiben und unzählige Mails habe ich verschickt ) Bei einigen Kunden ist es gut ausgegangen,andere werden ihr Geld nicht mehr bekommen. Da ich einen großen Kundenstamm habe, war Flexstrom natürlich an einer Zusammenarbeit interessiert. Ich habe es dankend abgelehnt. Lächerlich ist allerdings auch, dass einzelne bekannte Plattformen, die täglich im TV Reklame schalten, weiter so agieren dürfen. Unerfahrene Endverbraucher fallen hier drauf rein, weil sie meinen, dass hier ein Schnäppchen zu machen ist und schließen über diese Plattformen Verträge ab.Diese Plattformen halten nur groß die Hand bei den Versorgern auf ( Provision )und lassen den Stromanbieter als Super Anbieter erscheinen ( Platz 1- 10 ) JETZT gibt es einen Super Anbieter aus Hamburg ( Namen darf ich nicht nennen, sonst droht dieser mit einer Anzeige ), der den Strom günstiger anbietet , als was er im Einkauf kostet ( einschl. Nebenkosten, wie Netzentgelte ,EEG, KA u.v.m.. ) -Super - was glaubt ihr denn wohl, was der möchte - Ködern -und dann zuschlagen- Glückwunsch allen, die auf solche Maschen reinfallen.Einen seriösen Anbieter erkenne ich daran, der mir bei einem Verbrauch von 4000 KW p.a. eine Ersparnis von ca. € 120,-- ausrechnet. Das ist ok und dann bin ich auf der sicheren Seite, weil das Angebot ohne Vorkasse-Bonuszahlungen und langen Laufzeiten berechnet wird. Wenn ich darauf achte, bin ich auf der sicheren Seite. Alles Andere --- VORSICHT--

Beitrag melden Antworten / Zitieren
inci2 13.04.2013, 16:54
244.

Zitat von gucky2009
Und "nicht grüne Enerige" benötigt kein Ressourcen?
Das habe ich ja auch nicht behauptet.

Daß "grüne" Energie quasi aus dem Nichts nur mit Wasser und Sonne erzeugt wird, das behaupten allerdings die Grünen und ihre angeschlossenen Lobbyorganisationen, wie Greenpeace, BUND, etc.


Zitat von gucky2009
Typisches Beispiel von Green-Washing.
Meiner Meinung glatt ein Fall von unlauterer Werbung und ein Fall für den Werberat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
inci2 13.04.2013, 16:56
245.

Zitat von gucky2009
Da ist ihre Annahme falsch. Vergleichsportale profitieren von Vermittlungen (Provision) u.a. auch Richtung Flexstrom. Wenn dann kann man ihnen Vorwerfen hier nicht kritischer solche Anbieter zu hinterfragen und nicht in den Vergleich aufzunehmen.
Das wusste ich nicht, danke für die Info. Aber so ganz hinkte der Vergleich ja nicht, denn diese Portale profitieren halt finanziell von den von ihnen propagierten Anbietern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Privacy 24.04.2013, 23:01
246. Kundenservice / Verwaltung nicht vorhanden

Ich habe vor ca. 10 Monaten um eine Tarifänderung gebeten - und hilfsweise eine Kündigung erklärt. Ich habe nie eine Reaktion erhalten -was bei Flexstrom klemmte waren Logistik und Verwaltung!

Gruß

Privacy

Beitrag melden Antworten / Zitieren
whaleryda 25.04.2013, 23:15
247. Ja und Nein!

Zitat von susiwolf
Sie haben völlig Recht ... @whaleryda ... 'es ist nichts dagegen einzuwenden, sich über die Bonität von Kunden/Verbrauchern im V-o-r-w-e-g-e zu erkundigen.' Übrigens Sie meinten sicherlich: ... 'Wer seine Rechnungen n-i-c-h-t zahlt, schadet ..." ;-)
Hallo!
Ich kannte Flexstrom ja nicht und habe hier nur den Artikel gelesen, in dem eben auf das Zahlungsverhalten von Kunden hingewiesen wird. Ich finde bzgl. der Strompreisdebatte wird vor allem von Seiten der Bundesregierung sehr viel falsch gemacht. Die Bürger sind praktisch angehalten ihre Versorger zu wechseln. Ich habe Bekannte, die das jedes Jahr oder jedes zweite Jahr tun und damit eine Menge Geld einsparen, insbesondere wenn sie hohe Stromkosten haben und Vorkasse leisten. Wenn dann der Stromanbieter pleite macht, ist das natürlich extrem ärgerlich, weil das ganze Geld weg ist, sobald er nicht mehr liefern kann.
Wer das Verhalten der Stromversorger dahingehend bemängelt, dass diese überhöhte Abschlagszahlungen berechnen, was auf viele Kunden ungerecht und inkorrekt wirken muss, dem sollte auch klar sein, dass eben dadurch Nichtzahlungen oder Zahlungsverzögerungen ausgeglichen werden. Ich stimme zu, dass diese Praktik höchst bedenklich ist, aber die Firmen haben kaum eine Wahl, weil sie durch die Zahlungsmoral einer großen Masse von Kunden quasi erpresst werden so zu handeln. Es geht nicht darum den Kunden mehr abzuknöpfen und das Mehrgeld gewinnbringend anzulegen, sondern einfach darum am Leben und wettbewerbsfähig zu bleiben. Viele günstigen Stromanbieter sind halt keine milliardenschweren Großunternehmen, die die Ausfälle mühelos schultern können. Ich bin mir sicher Flexstrom hätte weitermachen können und eine Menge Probleme und negative Presse nie gehabt, wären die Aussenstände nicht derart groß gewesen, zum Teil ja schon von Anfang an. Unsagbar viele Kunden halten Zahlungsziele nicht ein und gerade auch viele Stromkunden befinden sich stetig im Rückstand, oftmals zwei Monate und denken sich offensichtlich nichts dabei, aber so geht das nicht. Es handelt sich um Vertragszusagen, denen einfach so nicht nachgekommen wird und als Unternehmer muss man heutzutage leider einkalkulieren, dass man sich auf einen großen Teil seiner Kunden nicht verlassen kann.
Das Fehlverhalten einzelner geht also nach und nach zu Lasten aller anderen, zu Lasten der Gesellschaft und der sozialen Gemeinschaft und das macht mich wirklich wütend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 25 von 25