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Klaglos klagen: Brauche ich eine Rechtsschutzversicherung?
DPA

"Sie hören von meinem Anwalt!" Rechtsschutzversicherungen haben Zulauf. Aber sie zahlen nicht immer. Und sie schmeißen allzu streitlustige Kunden gerne raus.

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dasdas 10.08.2019, 08:31
1. Tip

nach meiner Erfahrung als Rechtsanwalt bestehen enorme unterschiede zwischen den Versicherern bei der Kostendeckungszusage: während manche Versicherer jede vom Anwalt begründete Kostendeckungsanfrage bestätigen, gibt es andere, die mit fadenscheinig begründeten Ablehnungen und Nachfragen den Mandanten und den Anwalt in den Wahnsinn zu treiben versuchen. Beispiel: Wenn ich 100 mal bei Versicherern wie Allianz, HUK und Roland angefragt habe, habe ich vielleicht 3-4 mal Ablehnungen erhalten. Bei Versicherern wie wgv ua liegt diese Quote ungelogen weit über 50%. Das macht einen riesigen Unterschied, zumal der Streit mit dem Versicherer nicht versichert ist und vom Mandanten daher selbst bezahlt werden muss. Also lohnt es sich, sich mal bei Anwälten über die Erfahrungen in Bezug auf die Kostenübernahme zu erkundigen und im Zweifel nicht den billigsten Versicherer zu nehmen.

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jujo 10.08.2019, 08:33
2. ....

Vielleicht Glück gehabt?
Ich bin bis jetzt, 75 Jahre alt, sehr gut durchs Leben gekommen mit Haftpflicht -und Hausratsversicherung, kann mich gar nicht erinnern wann ich die überhaupt gebraucht habe. Diese Versicherungen sind deshalb auch zurecht preiswert. Ich erinnere Haftpflicht einmal. Im Berufsleben hat die Mitgliedschaft in der Gewerkschaft zweimal geholfen.

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GustavN 10.08.2019, 08:41
3.

Ohne Rechtsschutz ist man einfach der Gelackmeierte. Lustige Anekdote aus der Familie: Einer Verwandten ist mal jemand in der Stadt hinten aufs Auto aufgefahren. Klare Sache: Die Versicherung des Hintermanns muss zahlen - würde man meinen. Aber die eigene (!) Versicherung meiner Verwandten wollte ihr eine Teilschuld aufbrummen, vielleicht um auch gleich bei ihr mehr Beiträge abzukassieren. Da war die Rechtsschutz Gold wert, denn bis zum selbstverständlichen juristischen Sieg hätte sie ohne diese Versicherung viel Geld vorschießen müssen.

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Spiegelleserin57 10.08.2019, 08:43
4. schon zu wissen das man eine Rechtschutzversicherung hat, stärkt ...

nicht jeder läuft oft zum Anwalt, aber man ist gut braten eine Versicherung zu besitzen. man weiß dass man im Notfall Schutz hat und oft weiß das auch auch die Gegenseite und somit eskaliert nicht jede Auseinandersetzung.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht notwendig denn es muss erst mal nachgewiesen werden ob die Erkrankung denn auch durch den Beruf bedingt ist. Unfälle sind sowieso schon versichert. Gutachten sind auch teuer und durch den Angestellten erst mal zu finanzieren.
Hinzu kommt dass sie sehr sehr teuer sind. Was macht man wenn die Tätigkeit gar nicht als Beruf anerkannt ist?
Ich brauchte sie nie und habe mir schon von Beginn an das Geld gespart denn gegen eine Versicherung zu klagen wird in Regel fast unmöglich und aussichtslos!
eine Rechtsschutzversicherung ist der heutigen Zeit fast ein MUSS!

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karlo1952 10.08.2019, 08:58
5. Ich frag mich nur, nach welchen Gesichtspunkten

Die Rechtschutzversicherung einen Streitfall übernimmt. Da liest man einerseits von idiotischen Rechtsstreitigkeiten, die bis zum BGH gehen, und andererseits werden, wie bei mir der Fall, bei einem Verkehrsdelikt bereits die nächste Instanz verweigert, obwohl mein Rechtsanwalt einen Einspruch befürwortet hat.

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kup66095 10.08.2019, 09:03
6.

Herr Tenhagen schreibt, zu Recht, dass Haftpflicht und Berufsunfähigkeitsschutz Pflicht sein sollte.

Ich denke, aus eigener und vielen anderen Erfahrungen: Wer schon eine BUZ hat, der sollte auch gleich eine Rechtschutz abschliessen. Im besten Fall bei einer anderen Versicherung als die BUZ, damit man diese, bei Nichtzahlung im Streitfall, auch Zahlungen verklagen kann.

Und: Bei wem sich die Buz lohnt, der hat auch genug Geld übrig, um sich die Rechtschutz auch leisten zu können.

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cosmose 10.08.2019, 09:05
7.

Eine entsprechende Rechtsschutzversicherung sollte zumindest jeder haben, der sich auf Deutschlands Straßen bewegt oder zur Miete wohnt.
Eine BU wiederum ist meistens nur teuer (deutlich teurer als eine RS) und im Schadensfall prozessiert man jahrelang, damit man sein Geld bekommt. Bei der BU gehts nämlich meist um relativ hohe Summen, und da drücken sich die Versicherungen nur allzu gerne um die Zahlung.
Außerdem fehlt in der Aufzählung der nützlichen Versicherungen die Hausratversicherung.
Versicherungen bieten daher auch entsprechende Pakete, bestehend aus Hausrat-, RS- und Haftpflichtversicherung an.
Diese drei sind meines Erachtens absolutes Must-Have, und sollten mit ca. 300-400 Euro p.a. auch erschwinglich sein.

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Ashurnasirapli 10.08.2019, 09:12
8.

Berufsunfähigkeitsv. ohne Rechtsschutz ist ein no-go. Die Versicherer für Berufsunf. haben idR keine Lust, jemanden jahrzehntelange Geld zu zahlen und die Ablehnungsquoten sind erheblich unter einem gewissen Alter. Und was brauchen Sie für die Durchsetzung der Ansprüche?

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karlo1952 10.08.2019, 09:39
9. @5. Spiegelleserin57 - Es gibt 2 Versicherungen,

die nach einstimmigen Aussagen von Fachleuten absolut notwendig sind, eine Privat-Haftpflicht- und eine Berufaunfallversicherung. Alle anderen Versicherungen sind je nach Gusto. Die von Ihnen aufgeführten Einwände für eine BUV sind extreme Beispiele, die nur ganz wenige betreffen. Das Gros ist mit einer BUV bestens bedient, und jeder kann nur hoffen, dass er sie nie brauchen wird.

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