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Klammer Staatskonzern: Bundesregierung verlangt schnelle Bahnreform
AFP

Fünf Milliarden Euro benötigt die Bahn bis 2022 zusätzlich. Deshalb verlangt die Bundesregierung einen umfassenden Konzernumbau. Dabei steckt das Unternehmen laut einem Bericht bereits viel Geld in Berater.

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Hoellenhagen 16.12.2018, 09:58
30. Der Irrtum profitorientierter Politik. Bürger wurden Betrugsopfer.

Schröder wollte die Bahn (ein Erbteil der Bürger) versilbern und hat mit Mehdorn versucht, sie profitabel zu machen.

Nun ist die Bahn aber kein "Business", sondern eine Bestandteil der Infrastruktur eines Landes. Das Bemühen einer SPD-Bundesregierung, Profit aus der Bahn herauszuschlagen, hat dieses "Fahren auf Verschleiss" hervorgerufen.

Es waren politische Entscheidungen gegen das Volk, die die Bahn kaputt gemacht haben. Die Eisenbahnen bilden in Deutschland seit 1866 einen Hauptteil des Nationalvermögens. Die ehemals privaten Bahnen wurden zu Staatsbahnen umgewandelt. Nicht nur aus militärischen Gründen, wie so oft behauptet, sondern um die Zersplitterung in einzelne Privatbahnen zu beenden. Berlin hatte z.B. 1880 sieben getrennte Kopfbahnhöfe: Anhalter, Potsdamer, Görlitzer, Lehrter, Schlesischer, Stettiner und Hamburger Bahnhof.

Der Deutschen Bundesbahn lagen um 2000 bereits die katastrophalen Ergebnisse der Re-Privatisierung ab 1993 der Eisenbahnen in England durch die Regierung Thatcher vor, die zu vielen Toten geführt hatte. Trotzdem sollte die Bahn zu einem Selbstbedienungsladen der SPD umgebaut werden! Das war nämlich der eigentliche Grund.

P.S.
Heute kann die Bahn noch nicht einmal mehr Rolltreppen betreiben. Auf meiner letzten Fahrt (mit Gepäck - ich bin etwas gehbehindert) standen von vier für mich wichtigen Rolltreppen drei still. Darunter die sehr lange Rolltreppe, die im Frankfurter Hauptbahnhof zum U-Bahnhof führt und die ich nutzen musste, weil ich gleich zwei "ebenerdige" Anschlusszüge nicht erreichte. Rolltreppenstillstand beruht auf mangelnder Wartung und kommt in Kaufhäusern fast nie vor. Die warten nachts. Ich habe solch ein Versagen noch nicht einmal im Londoner Tube-Netz zu der Thatcher-Zeit bemerken können. Die laufen teilweise seit Ende des 19.Jahrhunderts!

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Nosugar 16.12.2018, 09:58
31. Das nennt sich Kapitalismus !

Da wird der Konzern in einzelne Profitcenter zerlegt und anschließend wundert man sich, wenn jede Sparte versucht den eingeforderten Gewinn abzuliefern.
Das muss umgehend aufhören.
Statt das Geld in Berater zu investieren sollten einfach fähige Mitarbeiter mit Herzblut für das Unternehmen gefördert und eingestellt werden.

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raein 16.12.2018, 10:03
32.

Was ist mit der Jahrelangen Erfahrung des Unternehmens. Was für Berater sollen das sein? Wieviel Geld brauchen die denn noch? Reicht es nicht dass die Bahn ihren weltweiten Ruf als pünktlichste Bahn der Welt verloren hat durch Einsparungen ohne Ende? Oder die verrückt hohen Kosten der Monatsticket die von Jahr zu Jahr steigen? Wer kann sich den noch ein Ticket in die nächste Stadt leisten? Zieht endlich eure Warnwesten an und folgt dem Beispiel unserer mitleidenden Nachbarn!

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Bahn-DE 16.12.2018, 10:05
33. Lasst uns erst über die Maßnahmen reden, die Ziele ...

...werden uns schon noch einfallen.
Wenn es den Verkehrspolitikern gelingen würde, sich als Hausaufgabe auf eine klimaverträgliche und stadtverträgliche Verkehrspolitik mit einem geringeren "Budget" an Verkehrsopfern zu einigen, wäre das hilfreich für unsere Gesellschaft und ein Vorbild für die Welt.
Daraus dann - als Daseinsvorsorge - die Ziele für die Bahn und damit auch die künftige Rolle des öffentlichen Verkehrs insgesamt abzuleiten ist dann nicht mehr ganz so schwierig.

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fred_m 16.12.2018, 10:08
34. Expertenwissen im Vorstand

Auf der Seite
https://www.deutschebahn.com/de/konzern/konzernprofil/vorstand
wird der Bahnvorstand vorgestellt.

Das sind 3 Betriebswirtschaftler, 1 Jurist (Pofalla, jedem bekannt), 1 Informatikerin und 1 mit nicht weiter definierter Ausbildung (Martin Seiler).

Alle haben gemeinsam, dass sie vor iher Berufmung in den Bahnvorstand nichts mit Bahnbetrieb zu tun gehabt haben. Und nur eine einzige (Prof. Jeschke, Informatikerin, Vorstand Digitalisierung & Technik) ist deutlich Qualifiziert für den Job.

Wie wär es, wenn man den Vorstand besetzen würden mit Leuten, die etwas vom Bahnbetrieb verstehen ? Dann würde man auch nicht so viele externe Berater brauchen.

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Widaman22 16.12.2018, 10:13
35. Nichts wird gut

Man kennt sich ein wenig aus nach fast vierig Jahren im Zuliefergeschäft vieler Bahnen in Europa mit den internen Strukturen und Ränkespielen.
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass überall Egoshooter in den Führungsetagen sitzen, deren Job - da praktisch unkündbar- ziemlich sicher ist und wo allenfalls einige Figuren der obersten politsche Ebene nach Gusto der jeweiligen Regierungen besetzt oder ausgetauscht werden.

Die Misere bei der Deutschen Bahn begann mit der angeblichen Privatisierung, der darauffolgenden Preisquetscherei (Lopezeffekt, alles 30% billiger) und den dann später vorgeschriebenen europäischen Ausschreibungen, deren Gewinner öfters zwar alle geforderten Papiere bei brachten, aber von dem System Bahn keine Ahnung hatten.
So traf Unvermögen der neuen Marktteilnehmer mit der neuen Bahnstruktur zusammen, wo nur der billigste -mit unrealistischen Terminzusagen- den Zuschlag bekam/bekommt.
Die sich daraus ergebenen Probleme im Material, ständig neue kaum erprobte Materialien, mangelndes Wissen darüber, führen letztlich zu Problemen bei Wartung und Betrieb.

Die Notwendigkeit des Ausbaus der Schiene war schon seit dem Bau der ersten Neubaustrecke Ende der 80er Jahre offensichtlich, nach der Wende erst recht.
Leider wurde dabei zu kurz gedacht und jeweils nur auf zwei Gleise projektiert, die man oft auch nicht in beiden Richtungen befahren kann. (Signale!)
So ist der Engpass im Betriebsablauf unvermeidbar.
Solange Fahrbetrieb und Schienenstrecke nicht voneinander völlig getrennt werden, wird das alles nichts.
Dieser Mix ist und bleibt toxisch

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alpha0711 16.12.2018, 10:16
36. Wozu externe Berater

Wenn die Bahn hochbezahlte Manager beschäftigt ? Da ist die Bahn aber kein Einzelfall. Man beoabachtet es in vielen Unternehmen mit üppig bezahlten Managern. Die Wahrheit: Früher kamen meist Leute an die Spitze welche sich mit dem Unternehmen identifizieren können und sich über viel Jahre hochgearbeitet haben , dadurch meist mit den Vorgängen (Problemen) im Betrieb vertraut sind. Da braucht es dann keine externe Berater.

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claus7447 16.12.2018, 10:21
37.

Zitat von fred_m
Auf der Seite https://www.deutschebahn.com/de/konzern/konzernprofil/vorstand wird der Bahnvorstand vorgestellt. Das sind 3 Betriebswirtschaftler, 1 Jurist (Pofalla, jedem bekannt), 1 Informatikerin und 1 mit nicht weiter definierter Ausbildung (Martin Seiler). Alle haben gemeinsam, dass sie vor iher Berufmung in den Bahnvorstand nichts mit Bahnbetrieb zu tun gehabt haben. Und nur eine einzige (Prof. Jeschke, Informatikerin, Vorstand Digitalisierung & Technik) ist deutlich Qualifiziert für den Job. Wie wär es, wenn man den Vorstand besetzen würden mit Leuten, die etwas vom Bahnbetrieb verstehen ? Dann würde man auch nicht so viele externe Berater brauchen.
Haha, das kann sich nur die freie Wirtschaft erlauben! Es muss ja Steuergeld verbraten werden..... gehört nicht den Politikern.

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pheapria 16.12.2018, 10:22
38. statt dass die vorgesetzten

mit ihren eigenen Mitarbeitern reden, Verbesserungen einführen und Konzepte ausarbeiten, werden teuere Berater geholt, die keine Ahnung haben und selbst dann doch die Mitarbeiter befragen und nach deren Hilfe suchen. es ist immer dasselbe... da sitzen Mitarbeiter da, die seit Jahren den Job machen, genau wissen, an was es mangelt und trotzdem werden sie ignoriert und nicht eingespannt. unglaublich... das läuft in vielen Firmen so... wenn die Herrschaften Mal darüber nachdenken, wie es dann den Mitarbeitern selbst geht dabei, würden sie wissen, warum der Frust so groß ist, dass man selbst, dann nicht mehr performt... mein Rat also ist, spannt die eigenen Leute ein und bezahlt sie anständig dafür. dann läuft's. mit Beratern läuft es definitiv nicht....

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MatthiasPetersbach 16.12.2018, 10:25
39. ich frage mich....

Wenn man in seinem Betrieb nicht beurteilen kann, an was es krankt - wie soil man dann die Leistung von "Beratern" beurteilen?
Und hat man durch den Einsatz von Beratern nicht aktenkundig gemacht, daß man den Job selbst nicht kann - und seinen Lohn zu unrecht kriegt/gekriegt hat?

Es geht ja hier nicht um ne Einführung neuer Technik, wo Beratung durch Kundige sinnvoll sein kann.

Sondern ums "Heimat"geschäft mit seit Jahzehnten gleichen Anforderungen: : Züge fahren lassen, Infrastruktur ausbauen und warten, Leute einstellen.

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