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Klammes Staatsunternehmen: Minister Scheuer erhöht Druck auf die Bahn
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Die Bahn steckt in der Krise, die Bundesregierung verlangt einen umfassenden Konzernumbau. Nun hat Verkehrsminister Scheuer den Druck noch mal erhöht - und von einer "Bürgerbahn" gesprochen.

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heineken1 21.12.2018, 15:03
20. Zukunft Bahn?

Was wird eigentlich aus dem 2015 so grossmäulig angekündigtem Projekt "Zukunft Bahn"?
Das sah für den Zeitraum um 2030 ja geradezu paradiesische Zustände auf Deutschlands Schienen vor.

Ich vermute: Bahnintern ist das schon wieder weitgehend tot. Weil das nächste Dummschwätzer-Projekt schon drängt.

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brasilpe 21.12.2018, 15:25
21. Elektronisch? Mechanisch!

Zitat von hockeyer12
Hauptproblematik sind: 1. Das Stellwerknetz: Stellwerke sind teilweise hochmodern, meist in den neuen Bundesländern teilweise aber noch aus Kaiserszeiten. Das kann Naturgemäß nicht perfekt harmonieren. Das muss vereinheitlicht werden und da wo notwendig ist modernisiert werden. Aber das kostet natürlich viel Zeit und Geld würde aber allein dafür....
Ich plädiere demgegenüber für die Wiedereinführung mechanisch betriebener Stellwerke und seilzugbetriebener Signale. Jedenfalls auf der Strecke Niebüll-Westerland auf Sylt. Seitdem dort auf elektronische Signalgebung umgestellt worden ist, funktioniert gar nichts mehr - eine einzige Katastrophe. Was der katastrophalen Versorgung im Telekombereich entspricht. Vielleicht liegt es ja daran, dass die Leute dort mangels Übungsmöglichkeiten im Netz mit so etwas wie einer elektronischen Signalanlage einfach nicht umgehen können. Aber bleiben wir gelassen. Merkels Gesandter, Fachmann Pofalla, wird es sicher richten.

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Robert_Rostock 21.12.2018, 15:26
22.

Zitat von snop
So wie in anderen Ländern auch (z.B. Tschechien), der Staat sollte für die Infrastruktur sorgen, also Bahn und Schiene sowie Bahnhöfe trennen, dann private Bahngesellschaften zulassen, natürlich die gleichen Bedingungen für alle Marktteilnehmer. Der Service wird steigen, das Angebot auch und die Preise werden sinken.
Ach so, Nachtrag:
Das, was Sie fordern, ist in Deutschland längst größtenteils Realität.
Private Bahngesellschaften sind jedenfalls seit Jahrzehnten im Nah-, Fern- und Güterverkehr unterwegs. Flixtrain, ODEG, Abellio, Keolis und wie sie alle heißen.

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christian_dd 21.12.2018, 15:34
23. Und ist es auch Schwachsinn, so ...

... ist es doch Methode:
Die Frage ist nicht, ob die Politiker Vertrauen haben in das Management der Bahn, sondern ob vernünftige gute Manager und Mitarbeiter Vertrauen haben können in solche Politiker, die erst die Bahn durch unterlassene Investitionen für die Privatisierung kaputtsparen, damit aber für Jahrzehnte "die Weichen" in vielen Belangen falsch gestellt haben.... und jetzt binnen Wochen und Monaten Besserung erzwingen wollen. Welcher vernünftige gute Manage und Mitarbeiter tut sich solchen Schwachsinn an?

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frankasten 21.12.2018, 15:49
24. "wie wir früh in 2019 zu greifbaren Ergebnissen kommen"?

Gar nicht. Bestenfalls Homöopathisch oder mit Statistik-Zaubereien a la Wende-Pofalla Zugverkehr. Dann heißt es aber warm anziehen, sehr geehrte Fahrgäste. Kommen Sie ruhig mal wieder im Sommer vorbei zum Saunabesuch.
Nein, das Rumgefrickele wird nichts bringen. Die DB hat mittlerweile ähnliche Infratrukturprobleme und Belegungsdichten wie die DR dazumals (natürlich um einige Dimensionen größer). 20 Mrd. EUR Schulden alleine bei der DBAG. Wegen welch "horrender" Summe an Schulden in Deutschmark wurde von den gnadenlosen Thatcheristen 1994 die DB privatisiert? Wenn der Bund jetzt das nötige Geld ausgibt, um die Defizite bis zur erforderlichen Leistungsfähigkeit zu egalisieren, sind wir mit dem Experiment Privatbahn a la "Bürgerbahn" ruckzuck noch über dem damaligen Schuldenstand . Der Bürger bezahlt und wird von allen Teilnehmenden kräftig besch........Es wäre vllt. gut, wenn man den Verbänden der Fahrzeughersteller und Speditionäre nicht so weit entgegenkäme. Aber das Spiel ist auch schon 100 Jahre alt.

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Idinger 21.12.2018, 15:56
25. Aber:

Zitat von yvowald@freenet.de
Die inneren Strukturen der Deutschen Bahn sollten doch auch den Vorstandsmitgliedern bekannt sein, oder etwa nicht? Diese erscheinen jedoch insgesamt entscheidungsschwach, so daß die Dinge laufen, wie sie eben laufen, schlecht. Wenn die Deutsche Bahn wirklich den Anforderungen gerecht werden soll, muß ebenso viel Geld dort fließen wie beim Straßenverkehr. Denn wir alle wollen doch, daß möglichst alle (!) Güter per Bahn befördert werden und nicht auf Autobahnen und Bundesstraßen, oder? Und das geht nur, wenn die Deutsche Bahn entsprechend ausgestattet wird, personell wie auch materiell.
Wer hindert denn die Bahn daran, sich "personell wie auch materiell entsprechend auszustatten"? Das Geld "beim Starßenverkehr" kommt aus der dafür gesetzlich zweckgebundenen Mineralölsteuer, die der Autofahrer zu zahlen hat - dann soll doch die Bahn gefälligst ihre Fahrpreise erhöhen, damit entsprechend auch die Bahnnutzer den Schienenverkehr finanzieren. Warum soll der Autofahrer dafür zur Kasse gebeten werden?

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hilj 21.12.2018, 16:45
26. Die vergessenen Güterverkehr

Gibt es in Deutschland überhaupt eine Güterverkehrsstrecke? Die Strecken sind ausgelastet, und wenn sehenden Auges Güterzüge auf die vom Personenverkehr bezahlte Trasse zweckentfremdet wird steht alles. Siehe z.B. Nord Süd Trasse für Rotterdam/Schweiz oder Jade Weser Port, wo das mit der Anbindung bewusst vergessen wurde ( zu Teuer )

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bartsuisse 21.12.2018, 16:51
27. 2017-2026

als Vergleich...Italiens FS investiert fürs halb so grosse Netz in diesen 10 Jahren 94 Milliarden, davon 450 neue Regionalzüge https://www.fsitaliane.it/content/fsitaliane/it/investor-relations/piano-industriale.html

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bartsuisse 21.12.2018, 17:03
28. hilj - Performance

nein die Strecken sind nicht ausgelastet. Es geht äusserst ruhig zu und her auf deutschlands Schienen. Die DB hat 50% des Personenverkehrs proportional zum Netz und Bevölkerung und gerade mal 30% beim Güterverkehr. Das ist alles eine Frage der Organisation und der Infrastruktur. Deutschlands Schienen sind verrottet, die Systeme veraltet, das Rollmaterial alt. Deutsche Güterwaggons die nicht aufgerüstet werden dürfen ab nächstem Jahr nicht mehr in die Schweiz. Eine Geiz ist geil Bahn gibts halt nicht. Das ist das Resultat von Unfähigkeit gekoppelt mit dem deutschen Sparwahn

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PeNi 21.12.2018, 17:06
29. Dient nur der Internierung von Pofalla

Das was Scheuer (und andere Politiker/ Aufsichtsratsmitglieder) da veranstaltet dient nur der bevorstehenden Demission des Aufsichtsrats Vorsitzenden Lutz um im nächsten Jahr endlich Muttis Liebling Pofalla an die Spitze des Konzerns zu befördern. Wiso sonst sollte das seit Ewigkeiten CSU geführte Bundesverkehrsministerium plötzlich Interesse an einer funktionierenden Bahn haben, nachdem sie dieses Unternehmen die letzten 30 Jahre kaputt gespart und Volksvermögen vorheriger Generationen gezielt vernichtet haben. Das ganze derzeitige Teather ist vom Bundeskanzleramt inzeniert, damit Merkel ihr Versprechen an Pofalla umsetzten kann. Die Medien und der deutsche Michel fallen darauf rein und liefern jetzt die öffentliche Empörung um die Ablösung an der Konzernspitze nächstes Jahr durchführen zu können. Nur bessebrn wird sich mit Pofalla nichts. Schließlich macht man dann den derzeit Verantwortlichen für Infrastruktur zum Vorsitzenden. Also den Bock zum Gärtner.

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