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Klima-Kehrtwende: Warum selbst die Wirtschaft sauer ist auf Trump
Getty Images/ Bloomberg

Lange galten wirtschaftliche Interessen als größtes Hindernis beim Klimaschutz. Doch Donald Trumps Abschied vom Pariser Abkommen trifft auch bei US-Konzernen auf breiten Widerstand - aus unterschiedlichen Gründen.

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zorro2110 02.06.2017, 17:38
1. Überschrift

Mich würde interessieren wieviel Arbeitsplätze er damit direkt schaffen kann bzw. wieviele Amerikaner auch indirekt davon profitieren und ob dies im Endeffekt und mittelfristig mehr Leute in Arbeit bringt als wenn er das Abkommen nicht gekündigt hätte?

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GoaSkin 02.06.2017, 17:38
2. Trump geht es weder um die Wirtschaft, noch um Amerika, sondern nur um sich selbst

Ich habe langsam das Gefühl, dass Trump mit seiner Politik vor allem ein Ziel verfolgt: Seine persönlichen, geschäftlichen Interessen. Politisch mag er die Welt verunsichern und mit seiner Politik der Wirtschaft eher schaden. Er hat es aber in der Hand, den Kapitalmarkt so gezielt zu manipulieren, um selbst schnelle Profite machen zu können. Er wird heute vermutlich Aktien verkaufen und dafür in Rohstoffe investieren; morgen dann durch anderweitige Verunsicherungen für einen Anstieg der Ölpreise sorgen und wieder einen Raibach machen.

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gammoncrack 02.06.2017, 17:40
3. Es ist kaum erstaunlich, dass Donald Trump

die massive Reaktion auch großer Ernergiekonzerne nicht vorausgesehen hat. Dann komme ich wieder zu dem Teil des IQ-Tests, bei dem der Approbant sagen muss, wie sich das letzte von vielen verbundenen Rädchen dreht, wenn man das erst dreht. Er könnte nur raten, aber keine logische Erklärung liefern.

Seit dem weltweiten Abkommen zum Klimaschutz hat sich natürlich auch die Wirtschaft, die natürlich auch langfristig denken und planen muss, auf die Veränderungen eingestellt. Für die US-Unternehmen, die sich hier ebenfall neu ausgerichtet haben, wäre nun alles auf Null zu drehen. Das werden, Gott sei Dank, offensichtlich die meisten nicht mitmachen. Sicherlich auch, weil sie ahnen, dass die Zeit von Donald Trump spätestens in Jahren abgelaufen ist. Ein halbwegs intelligenter Nachfolger wird, hoffentlich erfolgreich versuchen, die Fehler von DT zu korrigieren. Dazu gehört sicherlich auch der Klimaschutz. Für die Konzerne bedeutet das: Weitermachen!

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patrick6 02.06.2017, 17:42
4. In einer Welt...

...die mittlerweile größtenteils auf Umweltwerte im Bereich Marketing und Geschäftserfolg setzt, ist ein Donald Trump, der die irrige Idee hat, eine Region wie Pittsburgh wieder zu einem Bereich rauchender Schlote zu machen, natürlich ein Anachronismus. Diese Zeiten werden nicht wieder kommen und dahingehend brauchen wir uns wohl auch kaum Sorgen zu machen. Ich denke, es ist gut, dass große Wirtschaftsunternehmen Umweltschutz generell (und vor allem international) als Marketinginstrument begreifen und jetzt entsprechend auf die Witzfigur reagieren, die ebendies nicht begreift (und das wohl auch nie wird). Nun schau'n mer mal, wie das in knapp 4 Jahren aussieht. Und bis dahin haben wir noch viel Spaß auf der Couch.

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Profdoc1 02.06.2017, 17:43
5. Tja, ....

da sage ich, läuft doch. Eine derartige Situation hat es selten gegeben, dass sich Unternehmen, Bundesstaaten, Counties und Städte gegen den eigenen Präsidenten stellen. Es fehlt nicht viel und dieser Clown ist nach sechs Monaten im Amt ein 'lame duck'.

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richtigoderfalsch 02.06.2017, 17:43
6. Was soll die Aufregung?

Es wird doch kein Unternehmen und auch kein Bürger daran gehindert, freiwillig die Klimaziele zu erfüllen. Eine Yacht weniger und auch einmal mehr das Fahrrad genommen ... Ach so, die staatlichen Subventionen fallen weg, da springen doch sicher gern die gelobten Großinvestoren ein.

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icr 02.06.2017, 17:51
7. sehr guter Artikel im Guardian, wie die fossile Industrie den Ausstieg forciert hat:

Kernsätze:
"... Just weeks ago, a collective of conservative “free market” organisations wrote an open letter to Trump urging him to cut ties with the Paris deal.

[...] Many signatories reject entirely the role of fossil-fuel burning in changing the climate. Many of the groups those people represent have taken millions of dollars in donations from the petrochemical billionaires Charles and David Koch.

Those groups are the same ones who have developed talking points, compiled reports, appeared in the media, written newspaper columns, gone on speaking torus, given testimony to congress – all geared to protecting the fossil-fuel industry while relegating, ignoring or misrepresenting the science.
...

https://www.theguardian.com/environment/planet-oz/2017/jun/02/trumps-paris-exit-climate-science-denial-industry-has-just-had-its-greatest-victory

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sarkasmis 02.06.2017, 17:52
8. Virtue Signaling

Trump ist ein wunderbarer Buhmann auf dessen Rücken man sich profilieren kann. Das dürfte wohl der Hauptgrund sein. Im übrigen werden deratige Äußerungen an Trumps Kurs nichts ändern, so dass man auch nicht mit irgendwelchen wirtschaftlichen Nachteilen aus schärferem Klimaschutz rechnen muss.

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Cluedo 02.06.2017, 17:54
9. Trumps Kurs ist so eindeutig gegen die Interessen ....

... der Mehrheit der Amerikaner gerichtet, dass es jedem denkenden Menschen ins Auge springt. Besonders bezeichnend die Reaktion in Pittsburgh auf seine Sottise, er sei gewählt worden, um die Interessen der Menschen in Pittsburgh und nicht in Paris zu vertreten - Pittsburgh, wo die große Mehrheit Clinton gewählt hat, erklärte gleich, man bleibe dem Abkommen verpflichtet. Trump hat nur kurzsichtige Gewinninteressen der Kohleindustrie im Auge und glaubt im Übrigen, sein Verhalten aus seiner eindimensionalen Fernsehshow einfach nur permanent verlängern zu müssen, dann fänden ihn alle toll. Es wird nicht mehr lange dauern, dann schmeißt er hin - Pence ist allerdings ebenfalls eine Katastrophe.

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