Forum: Wirtschaft
Klimaschutz: Die CO2-Steuer ist richtig - aber nur ein Anfang
Daniel Bockwoldt/ DPA

Die obersten Wirtschaftsberater der Regierung werden missverstanden: Die öffentliche Debatte kreist allein um ihren Vorschlag für eine CO2-Bepreisung. Dabei halten sie selbst deren Wirkung für begrenzt.

Seite 1 von 25
viva21 12.07.2019, 16:02
1. Also verstehe ich das jetzt richtig:

Auf Heizöl, Diesel und Benzin wird eine CO2- Steuer, die alle Verbraucher bezahlen, erhoben und irgendwo gesammelt. Dann, nach Abzug der Verwaltungskosten wird ein Teil dieser Steuer an diejenigen, die sich neue Heizungen und Autos leisten können, wieder ausgezahlt, weil sie Klimaretter sind. Die das nicht können, haben dann nur gezahlt, weil die Klimasünder sind. Dadurch wird das Weltklima gerettet.
Soweit richtig?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ökofred 12.07.2019, 16:05
2. Tja.. gut vorgetragen

Leider übersieht der schlaumeier Kommentator was. Mit der co2 steuer werden die Bürger getroffen, mit dem Umbau des strommarkts aber die grossen Kraftwerkbetreiber, die schnell ihre Lobbyisten in die Spur schicken. 3 mal dürfen wir raten, was sich nachher durchsetzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rechtsrum 12.07.2019, 16:06
3. Wie wird da jetzt die Umwelt gerettet?

Es wird also alles teurer und dadurch die Umwelt gerettet? Wenn man davon ausgeht, dass die Leute nicht zum Spass durch die Gegend fahren und auch nicht nur zum Vergnügen heizen, ist das doch ein völliger Blödsinn. Wir haben jetzt schon über 300000 Haushalte ohne Strom im Land, weil es einfach zu teuer ist. Ist das das Ziel, wer sich das Fahren und Heizen nicht mehr leisten kann, macht auch keinen Dreck? Und, ja, es gibt einen Hunni zurück, unter dem Strich ist das doch marginal (bei etwa 50 - 80 Euro monatliche Stromkosten pro Haushalt z.B.). Und wir werden dafür zwar arm, aber ein gutes Vorbild für die Welt? Unter dem Strich kommt dabei nur raus, dass die Wohlhabenden weiter leben können, wie bisher und die etwas weniger wohlhabenden Bürger (von denen das Merkelregime mehr und mehr generiert) sich einschränken müssen. Für die Umwelt kommt da gar nix raus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schwarzmalergelb 12.07.2019, 16:07
4. Bis das Volk auf die Straße geht

Anscheinend meint eine Politminderheit die Mehrheit der Bevölkerung für Dumm zu verkaufen zu können.
Macron hat auch den Zorn der Straße zu spüren bekommen.
Statt die Milliarden für den Umbau der Wirtschaft und Gesellschaft von den fast Steuerkriminellen Internetkonzernen zu holen kann man ja ganz einfach den Bürger „abziehen“. Die Politprominenz tut alles um die Gesellschaft zu radikalisieren!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Patenting 12.07.2019, 16:09
5. Glauben die an den Weihnachtsmann ??

"solle der Staat die Einnahmen aus der CO2-Steuer lieber gleich wieder an die Bürger zurückgeben, raten sie. Entweder pauschal oder durch eine Senkung der Stromsteuer."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dulcineadeltoboso 12.07.2019, 16:13
6. Sie sagen es!

Wenn man eine Lenkungswirkung erzielen möchte, muss man auch ein Ziel haben, wohin es denn gehen soll. Das verlangt ein konstruktives Denken, das im Land der Bedenkenträger selten gepflegt wird.

Mir geht es schon die ganze Zeit auf den Senkel, dass hier immer nur von "Ausstieg" die Rede ist. Lasst uns darüber reden, worin wir einsteigen wollen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Johan_Fremerey 12.07.2019, 16:15
7. Ablenkungsmanöver

Die Steuerdebatte vernebelt den Blick auf die Notwendigleit einer radikalen Vermeidung von CO2. Mit dem Ausstieg aus der Kernkraft tun wir genau das Gegenteil. Mein Vorschlag: Kernkraftwerke am Netz lassen und längerfristig durch weniger riskante Technik auf Thoriumbasis ersetzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon_4666721 12.07.2019, 16:16
8. CO2 Steuer ist nicht richtig

Das kann noch so oft behauptet werden, es ist der falsche Ansatz. CO2 einsparen hilft uns nicht, weil nur das Symptom behandelt wird, aber nicht die Ursache. Verbietet Waldrodung, Massentierhaltung, Biosprit und stoppt die Vernichtung der Natur. Erst gerade wurde es noch weitläufiger erlaubt, die Landschaft zu betonieren. DAS ist unser Problem. Leider will das scheinabr niemand wahr haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bluebill 12.07.2019, 16:18
9. CO2-Unschädlichkeit ist doch käuflich!

Es gibt schließlich extra eine Börse dafür, den Emissionshandel. Da können sich Unternehmen "Lizenzen" kaufen, also Ablasszahlungen, die dafür stehen, dass ihr CO2 genehmigt und somit unschädlich ist. - Wozu dann noch unschuldige Bürger besteuern, die ihre Autos ja nicht zum Spaß fahren, sondern damit zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen kommen müssen? Die ihre Heizung nicht nur aus Jux betreiben, sondern weil das Klima leider (noch) nicht warm genug ist, um darauf zu verzichten? - Verstehe. Denen muss man mal wieder was abzwacken, damit die Staatskasse gefüllt bleibt. Das bedeutet nicht, dass die Steuereinnahmen dann auch für irgendwelche CO2-Verringerungs-Maßnahmen verwendet werden. So wie die "Ökosteuer". - Das Leben auf dem Land wird durch noch teureren Treibstoff noch unattraktiver, die Städte werden noch voller, die Immobilienspekulanten freuen sich auf noch mehr Gewinne. Die Bauindustrie sicher auch, ebenso wie die Autoindustrie und die Energiebranche. Und das ist ja das Wichtigste.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 25