Forum: Wirtschaft
Klimaschutz: So könnte eine deutsche CO2-Steuer funktionieren
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Umweltministerin Schulze ist vorgeprescht, jetzt debattiert Deutschland über eine neue CO2-Steuer. Der Blick ins Ausland zeigt, wie diese aussehen könnte - und welche Gefahren bestehen.

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litholas 26.04.2019, 13:50
90.

Zitat von Realist111
... könnten Sie denn auch noch kurz erläutern, inwiefern eine solche CO2-Abgabe eine "Lenkungswirkung" entfalten würde, wenn die Verbraucher für die zusätzlich entstehenden Kosten an anderer Stelle wieder "entschädigt" werden - etwa durch Senkung der Krankenkassenbeiträge? ...
Kohlekraft wäre dann entsprechend teurer, wohingen Windkraft und Solarstrom kaum teurer würden. Entsprechend würden nach und nach weniger Kohlekraftwerke betrieben, und mehr EE-Anlagen.

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mwroer 26.04.2019, 13:51
91.

Zitat von Sebastian G
Die EEG-Umlage mag den Ausbau erneuerbarer Energie massiv gefördert haben, aber sie hat auch dazu geführt, dass die Lebenshaltungskosten massiv gestiegen sind. Warum nicht einen CO2-Freibetrag einführen, der hoch genug gewählt ist, dass man damit eine kleine Wohnung beheizen kann, mit einem kleinen Auto zur Arbeit fahren und einmal im Jahr innerhalb Europas in den Urlaub fahren kann. Wer dann meint er muss jedes Jahr nach Indonesien in den Urlaub fliegen, SUV fahren und eine Villa beheizen und damit einen vielfachen CO2 Ausstoß als Andere hat, der muss dann halt zumindest Ablass leisten.
Wie wollen Sie das denn bitte kontrollieren?

Ganz im ernst .. die CO2 Abgabe wird bei den Unternehmen erhoben und die verteilen die Mehrkosten an Sie. Schwebt Ihnen sowas vor wie eine CO2 Steuererklärung?

Wo man dann im Interesse des Umweltschutzes auch noch die letzten privaten Daten angibt? Wie oft habe ich gespült auf Toilette, wie lange geduscht, wie lange und auf wie viel Grad geheizt, wie viel habe ich getankt, wo war ich in Urlaub, ist da Hotel CO2 neutral, welche Kleidung trage ich - ist die vlt umweltverträglich hergestellt?

Das ganze dann mit einem CO2 Ministerium wo erstmal die Hälfte der Steuer dafür draufgeht alles zu verwalten?

Hurra Deutschland !

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litholas 26.04.2019, 13:54
92.

Zitat von fletcherfahrer
...müsste auch die Atemluft besteuert werden da wir mit jedem Ausatmen auch CO2 in die Atmosphäre blasen. ...
Dieses CO2 wird aber bei der Produktion der Lebensmittel der Atmosphäre entzogen. Im Gegensatz zum CO2 aus Kohle, Erdöl und Erdgas. Das war (z T hunderte) Millionen Jahre lang nicht an der Atmosphäre beteiligt.

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Freiheit_der_Entscheidung 26.04.2019, 13:54
93.

Zitat von halverhahn
Hubraum-starke und somit eher spritfressende Pkws viel stärker zu besteuern. Das würde dann erstmal fast nur einkommensstarke/-stärkere Haushalte betreffen, die ja iaR diese dicken Autos (SUV und Co.) fahren. Und belastet nicht den kleinen Mann, der jeden Tag seine kleine Klitsche zum Fahren zur Arbeit benötigt. Dann sollten Flüge bzw das Kerosin generell teurer werden. Da kann dann auch jeder selbst entscheiden, ob er weiterhin fliegen möchte oder nicht. Daneben muss dann aber der Einzelne bereit sein, etwas mehr durch so eine CO2-Steuer zu bezahlen. Sei es für Heizkosten oder Sprit bzw Diesel. Ohne Belastungen für jeden Einzelnen geht es leider nicht.
Haben Sie einen PKW und zahlen KFZ-Steuer? Dann sollten Sie bemerken, dass wir das doch längst haben. Bereits 2009 wurde die KFZ-Steuer von einem rein Hubraum-basierten Modell auf eine Kombination aus Bewertung von Hubraum und CO2 Ausstoß umgestellt. Dadurch, dass nunmehr bei der Berechnung des CO2 Anteils auch noch auf die WTLP Verbrauchsermittlung Bezug genommen wird, werden KFZ mit hohem CO2 Ausstoß oft noch teurer in der KFZ Steuer. Also die nach ihrer Auffassung nach "dicken Autos" werden längst höher besteuert. Wobei der Hubraum in Zeiten von Downsizing immer weniger relevant ist. Natürlich muss auch wieder plakativ das Wort SUV im Zusammenhang mit "dicken Autos" fallen. Somit alle Klischees bedient in ihrem Kommentar.

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tempus fugit 26.04.2019, 13:55
94. Das mit den Fusionsreaktoren....

Zitat von muunoy
Die Batterien werden in Ländern hergestellt, wo es keine CO2-Besteuerung geben wird. Somit ist das kein Problem. Es zeigt lediglich den Irrsinn der Debatte auf. Den CO2-Gehalt in der Atmosphäre wird man nur reduzieren oder zumindest stagnieren lassen, wenn man einerseits CO2-Senken implementiert und andererseits Energie aus CO2-freien Quellen verfügbar macht. Mit Wind- und Solarenergie wird dies vermutlich niemals gelingen. Daher plädiere ich für ein Comeback der Kernenergie und mehr Investitionen in die Erforschung von Fusionsreaktoren.
...die nur noch bekannt sind weil seit 50 Jahren der Durchbruch in den nächsten 50 Jahren kommt, sind genauso Kappes wie die H2-Schimäre, von der MB seit Jahrzehnten schwafelt um Fortschritt vorzutäsuchen und voll auf Benziner und Diesel zu setzen.

Atom ist vorbei - alleine die lehrreiche Blamage mit dem so tollen EPR der Franzosen - eine Totalpleite in Flamanville und in Olkiluoto. Sonst ist da nichts.
Ausser - sollten diese Babel-AKW je ans Netz gehen, die
kWh dann so 30 Cts. kostet - ohne den Atomrattenschwanz.
Fliegt mal einer dieser obsoleten Dingern in FR oder in der EU in die Luft, hat die EU ein Emigrationsproblem - zudem noch potenziell mit Radioaktiver Verseuchtung der Flüchtenden behaftet.
Einfach mal vorstellen, wer diese Millionen Flüchtende
aufnimmt!

Da wird dicht gemacht und geschossen - und zwar scharf!

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fellmonster_betty 26.04.2019, 13:57
95. nur weiter so

mein Einkommen ist nicht wenig aber auch nicht steigerbar! Energiekosten steigen und steigen, neue Steuern zu den 50% Abgaben obendrauf und wir müssen uns einschränken. Das kostet Arbeitsplätze durch sinkende Nachfrage,cauf Grund der Unsicherheit und fehlenden Zukunftsperspektiven fehlende Investitionen, mithin Marsch in die Restriktion. Somit Anstieg der Sozialkosten, bei schwächelnder Wirtschaft und damit abnehmender Steuereinnahmen Rezession! Nur weiter so.

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nerohatgeschludert 26.04.2019, 13:57
96. Wird jetzt der Hambacher Forst doch noch gerodet?

Damit dem Staat künftig keine Einnahmen durch die Lappen gehen, muss er konsequenterweise jeden Widerstand gegen den Braunkohle-Abbau mit brutaler Polizeigewalt im Keim ersticken.
Die gelbe Warnweste liegt griffbereit neben mir!

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eigenform 26.04.2019, 13:57
97. warum neue Steuer

Zitat von severus1985
Ganz einfach, so ein Modell belohnt klimafreundliches Handeln (anstatt klimafeindliches zu bestrafen). Wenn Sie also ihr Auto stehen lassen (und somit weniger CO2 Strafe zahlen), dann machen Sie durch die Geschenke (die sie ja trotzdem bekommen) unterm Strich ein Plus. Das dürfte für viele ein Anreiz sein. Eine C02-Steuer ist richtig, ABER nur, wenn das Geld in der Tat dann für Anreize genutzt wird. Man könnte z.B. auch vegetarische Lebensmittel im Gegenzug weniger besteuern. Und nein, ich bin kein Vegetarier, finde aber dennoch, dass Fleisch viel zu billig und z.B. Salat viel zu teuer ist.
Es ist nicht einleuchtend, daß wir z.B.zusätzlich zur bereits bestehenden Mineralölsteuer (die ja zweifellos eine zielgenaue Lenkungswirkung hat - wer verbraucht der zahlt! ) eine mit zusätzl. bürokratischem Aufwand verbundene neue Steuer benötigen

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michael-dierkes 26.04.2019, 13:59
98. Rückerstattung

Wenn eine CO2-Steuer auf Umwegen an die Zahler rückerstattet wird, dann wird sich langfristig nichts ändern. Ähnlich wie beim Flaschenpfand werden die Bürger die Steuern zahlen, um dann mit der Rückerstattung Konsum zu finanzieren. Mal satirisch: Mit der Rückerstattung für CO2-Steuer auf Automobilverkehr wird dann die nächste Flugreise in den Urlaub finanziert.

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diefans 26.04.2019, 13:59
99.

Der ganze CO2 Aktionismus wäre ja gar nicht so schlimm, wenn er nicht auf etwas ganz besonders beknacktes hinweisen würde: Egal wie sehr CO2 oder irgendein anderer globaler Faktor tatsächlich wirkt, wenn die fragliche Aktion nur einen 2.23 prozentigen Einfluß (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/179260/umfrage/die-zehn-groessten-c02-emittenten-weltweit/) auf diesen Faktor hat, dann sollte man sich doch mal fragen zu welchem Preis man diese Aktion umsetzt.

Also auf deutsch: Ihr zerstört alle neuzeitlichen Errungenschaften für nichts.

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