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Klimaschutz: So könnte eine deutsche CO2-Steuer funktionieren
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Umweltministerin Schulze ist vorgeprescht, jetzt debattiert Deutschland über eine neue CO2-Steuer. Der Blick ins Ausland zeigt, wie diese aussehen könnte - und welche Gefahren bestehen.

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Sebastian G 26.04.2019, 11:53
10. Wir brauchen eine sozial verträgliche Klimaabgabe

Die EEG-Umlage mag den Ausbau erneuerbarer Energie massiv gefördert haben, aber sie hat auch dazu geführt, dass die Lebenshaltungskosten massiv gestiegen sind.
Warum nicht einen CO2-Freibetrag einführen, der hoch genug gewählt ist, dass man damit eine kleine Wohnung beheizen kann, mit einem kleinen Auto zur Arbeit fahren und einmal im Jahr innerhalb Europas in den Urlaub fahren kann.
Wer dann meint er muss jedes Jahr nach Indonesien in den Urlaub fliegen, SUV fahren und eine Villa beheizen und damit einen vielfachen CO2 Ausstoß als Andere hat, der muss dann halt zumindest Ablass leisten.

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andere Hobbys 26.04.2019, 11:54
11. Zweckgebundene Steuern

gibt es in D. eh nur auf dem Papier. Kommt alles in einen Topf und dann wird sich nach Gusto bedient.
Siehe Soli, LKW maut usw. Soviel zur Zweckgebundenheit.
Aber dem dummen Volk wird natürlich das Ganze erst einmal schmackhaft gemacht. Ihr tut ja was für die Umwelt.
Es alles, was in der Vergangenheit unter Öko- und Klimasteuern für das Klima aufgewendet würde , dann hätten wir die Diskussionen nicht.

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shila.witten 26.04.2019, 11:55
12. Noch ne Steuer

Die Bürger sollen wie immer zahlen, egal wie man das verbrämt, es geht nur ums "Abkassieren".
Wann kommen die deutschen Gelbwesten aus dem Tiefschlaf ??

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einerkeiner 26.04.2019, 12:01
13. Emissionsverlagerung

Das System mit den Emissionszertifikaten kann gar nicht funktionieren, in der heutigen globalisierten Welt. Sollten die Zertifikate knapp werden, macht irgendein ineffizientes Stahlwerk in Polen dicht, und es gibt wieder Zertifikate im Überfluss auf dem Markt. Der Stahl wird dann aus China - wo es keine Emissionszertifikate gibt - hier hergeschifft. Um wie viel ist der globale CO2-Ausstoß wohl durch diese Maßnahme gesunken? Bei der CO2-Steuer muss aufgepasst werden dass da nicht genau der gleiche Murks bei herauskommt. Das heißt, bei Importgütern müssen die im Ausland angefallenen Emissionen berücksichtigt werden, und bei Exporten muss den Unternehmen ein Großteil der Emissionskosten zurück erstattet werden, damit sie global konkurrenzfähig bleiben. Das ist zwar kompliziert, aber wenn wir das nicht konsistent lösen, dann kommt ein Murks dabei heraus der zwar Deutschland deindustrialisiert (die Grünen werden sich freuen), auf den globalen CO2-Ausstoß aber absolut keinen Effekt hat.

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fletcherfahrer 26.04.2019, 12:01
14. Doch, es geht ohne Belastungen!

Zitat von halverhahn
Hubraum-starke und somit eher spritfressende Pkws viel stärker zu besteuern. Das würde dann erstmal fast nur einkommensstarke/-stärkere Haushalte betreffen, die ja iaR diese dicken Autos (SUV und Co.) fahren. Und belastet nicht den kleinen Mann, der jeden Tag seine kleine Klitsche zum Fahren zur Arbeit benötigt. Dann sollten Flüge bzw das Kerosin generell teurer werden. Da kann dann auch jeder selbst entscheiden, ob er weiterhin fliegen möchte oder nicht. Daneben muss dann aber der Einzelne bereit sein, etwas mehr durch so eine CO2-Steuer zu bezahlen. Sei es für Heizkosten oder Sprit bzw Diesel. Ohne Belastungen für jeden Einzelnen geht es leider nicht.
Für spritfressende PKWs ist nun mal die Mineralölsteuer da. Und glauben Sie wirklich dass doe eine neue Steuer das Klima gerettet werden kann? Wovor sollen wir eigentlich das Klima retten? Will jemand es töten? Die Weltdurchschittstemperatur liegt bei 15 Grad Celsius. Über Jahrmillionen lag sie bei 25 Grad. Und das Klima ist nicht gestorben.

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coyote38 26.04.2019, 12:01
15. Ordnungspolitischer Rohrkrepierer

Das wird genau so ein Reinfall, wie die Ökosteuer, das Dosenpfand und all der ganze andere grüne Klimbim, dessen Einnahmen irgendwo in den Haushaltslöchern der öffentlichen Hand versickern und ansonsten die Kaufkraft der privaten Haushalte schwächen und damit die ohnedies in Deutschland unterentwickelte Binnenkonjunktur weiter strangulieren.

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kalim.karemi 26.04.2019, 12:02
16. Völliger Blödsinn

Erstens, CO2 als Wurzel allen Übels zu verteufeln, letztendlich dient es als Türöffner für Methansteuer, Wasserdampfsteuer, Feinstaub- und was in der kommenden Dekade noch so alles als Todsünde mit einer Umweltfatwa belegt werden wird.
Zweitens, Steuern dienen dazu notorisch klamme Staatssäckel zu füllen, sollte inzwischen auch der letzte Gretajünger in seinen bekifften Kopf bekommen haben.

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MJR 26.04.2019, 12:03
17. Ganz einfach...

Bauen wir nach französischem Beispiel einfach ein paar Atommeiler neu auf. Dann können auch wir mit erhobenem Zeigefinger und einwandfreier Energiebilanz nicht nur gelassen der "Batteriesierung" entgegenblicken, sondern glänzen mit einer CO2- "Nullnummer", so wir einfach Herstellungskosten und Lebensdauer unterschlagen, wie es ja heute eh Gang und Gäbe ist!

Wir Deutschen mögen die CO2-Ziele reißen. Das ist doof, also schade. Nur wenn die EU als Kontrollgremium nicht anerkennt, dass wir eben gleichzeitig mit dem Ausstieg aus der Atomkraft UND (!) aus der Kohle zu kämpfen haben, so muss man sich in Zukunft überlegen, in wie weit man das Gremium weiterhin Macht über sich erlaubt.

Umweltschutz und Zukunft, das ist mehr als CO2. Deutschland ist wesentlich "sauberer", als Frankreich! Auch sind wir wesentlich sozialer: Unsere Atomkraftwerke werden bald niemanden mehr gefährden. Frankreich baut in bester Westwindlage seine Atommeiler hingegen gerne an seine Ostgrenze... Danke dafür!
Wo der ganze Atommüll hin soll.. AufpASSEn! Dies ist ein Thema, welches den Traum einer "lebenswerten Zukunft" alsbald zum Platzen bringen kann... aber das ist Greta natürlich egal und ihre Anhänger machen Deutschland schlecht: Es soll endlich etwas tun, gegen Klimawandel, gegen CO2... aber bitte nicht durch Diesel, die geeignet wären. Bitte nicht mit Atomkraft, wie es alle anderen Länder treiben. Nein: Einfach so, zusätzlich.

Umweltschutz ist mehr, als unbedingte CO2 Reduzierung! Auch muss zwischen echter Kritik und Aktionismus unterschieden werden. Entgegen dieser traditionell gegen den "Staat" agierenden Stimmen, die alles mies reden, mag ich hier mal entgegnen, was unser Land alles vollbracht hat: Der Kohleausstieg ist ebenso beschlossen, wie der Atomausstieg und das einzige, was "Aktivismus" antreibt ist die Tatsache, dass dies auch ganz ohne Beteiligung der Grünen möglich war, die nun Haare in der Suppe suchen um für sich eine neue Daseinsberechtigung zu etablieren.

Mit Erfolg... jedoch basiert dieser massiv auf "Nudging" und wehe das geschupste Volk stolpert über all die apodiktischen Traumtänzereien: So eine Fall hatte die FDP auch durch: Von 15 auf unter 5 in nur einem Jahr. "Defaults" müssen eben brav stabil sein, was mit einer echten Opposition in Form der Linken und der AfD als direkte Konkurrenz zu bezweifeln ist.

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harald441 26.04.2019, 12:06
18. Eitles Geschwätz kombiniert

mit neuer Abzocke! Denn: Das "geschützte" Klima unterscheidet sich keinen Deut vom "ungeschützten" Klima, und niemand sagt mir, worin es sich denn unterscheidet oder unterscheiden soll, und niemand gibt mir hierzu eine eidesstattliche Erklärung ab, das das Klima - ja wie denn nun eigentlich? - nach Erheben einer CO2-Steuer nachweisbar ändern wird.
Nachfrage: Wie hoch ist eigentlich die CO2-Ersparnis in der BRD gemessen und verglichen mit dem weltweiten und sowieso vorhandenen natürlichen CO2-Umsatz? Ein Hundertausendstel, ein Millionstel oder ein Milliardstel?

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Peer Pfeffer 26.04.2019, 12:07
19. Sehr gute Idee

Ich befürworte eine CO₂-Steuer unbedingt. Das ist - auch für die Apologeten des freien Marktes - doch DIE Antwort. Nur: die Steuer muss hoch genug sein. Dafür nehme ich auch Konsumverzicht in Kauf. Man sollte daran denken, gleichzeitig z.B. über allgemeine Mehrwertsteuerentlastung den Gering-/ und NIchtverdienern zu helfen, mit den neuen Belastungen klar zu kommen.

Leider befürchte ich, dass ein guter Vorschlag erst in der GroKo zu Brei verarbeitet würde, in der EU durch Kompromisse zu etwas würde, dass keinerlei gewünschte Wirkung mehr entfalten würde, und auf einem Forum wie den G20 käme es noch nicht mal zu einer gemeinsamen Abschlusserklärung.

Das wäre doch nochmal eine letzte schöne Aufgabe für Angela Merkel. Ihr Versprechen am Anfang ihrer Kanzlerinnenschaft al "Klimakanzlerin" wahr zu machen und als Organisateurin des Klimaschutzes der Welt noch den fehlenden Spin geben.

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