Forum: Wirtschaft
Klimaschutz: So könnte eine deutsche CO2-Steuer funktionieren
imago images / blickwinkel

Umweltministerin Schulze ist vorgeprescht, jetzt debattiert Deutschland über eine neue CO2-Steuer. Der Blick ins Ausland zeigt, wie diese aussehen könnte - und welche Gefahren bestehen.

Seite 20 von 28
Realist111 26.04.2019, 16:08
190. Die VR China ...

Zitat von Ökofred
Also die USA und China halten sich sehr wohl an das Abkommen und das obwohl die USA ihre Unterschirft wieder zurückgezogen haben, die sparen allerdings auch von einem sehr hohen Niveau herunter. Mir ist kein wissenschaftlicher "Beweis" oder Disput des Gegenteils bekannt, klar... das wird alles vertuscht, genauso wie die nie stattgefundene Mondlandung. Ausser diesen FAKE news haben Sie aber keine Inhalte?
... hat ihren Pro-Kopf-CO2-Ausstoß seit 1971 von 0,93 t über 5,83 t in 2010 auf 6,57 t in 2016 gesteigert.

Hat mit Mondlandung zwar nix zu tun - mit "Punktlandung", was eine "zugesagte" CO2-Reduktion angeht, allerdings auch nicht allzu viel, oder?

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_CO2-Emission

Beitrag melden Antworten / Zitieren
litholas 26.04.2019, 16:09
191.

Zitat von palla-manfred
damalige ExpertenKommission für die BundesRegierung - auf WiKi unter "EEG" nachzulesen - macht übrigens knapp ein DRITTEL der StromRechnung "für die Doofen" aus - denn ACHT Millionen finanzkräftige BundesBürger "vergolden" sich ihre Ersparnisse (Überschüsse) mit "zweifelhaft umweltfreundlichen" Wind- und SolarEnergieAnlagen (vermutlich auch die meisten MedienSchaffenden) ;-)
Tatsächlich sind die Strombeschaffungskosten um etwa 3 bis 5 Cent pro kWh gesunken, während die EEG-Umlage auf 6,5 Cent gestiegen ist. Das gleicht sich fast aus. Es wäre noch billiger, wenn die rot-schwarze Regierung nicht die Förderung der billigsten Solaranlagen auf 600MWp Zubau pro Jahr gedeckelt hätte - von 6000MWp im Jahre 2011. Diese Solaranlagen erzeugen den Strom inzwischen billiger als Braunkohlekraftwerke.

Eine 5kWp-Solaranlage belegt etwa 35 Quadratmeter Dachfläche, und verkauft bei 20% Eigenverbrauch etwa 3600kWh Strom im Jahr für unter 400 Euro. Diese 400 Euro müssen als Einkommen versteuert werden, die Solaranlage verringert den Wohnraum und verursacht Arbeit und Kosten für Wartung, Versicherungen und Gebühren, und der eigenverbrauchte Strom muss versteuert werden. Und nebenbei muss die Anlage ja auch erstmal gebaut werden, was etwa 5000 Euro kostet.

Da ist der Versuch, eine Neiddebatte anzuzetteln, schon ziemlich niederträchtig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
litholas 26.04.2019, 16:12
192.

Zitat von hartwig2
Wie sollte jetzt nochmals die Atmosphäre die Meere erwärmen? Es wird auch in 1000 Jahren so bleiben, 1 Kubikmeter Luft um 1 Grad zu erwärmen benötigt 1000 wattsekunden, Kubikmeter Wasser 4.000 000 wattsekunden.
Die Sonne erwärmt die Meere. Mit 20.000 000 Wattsekunden pro Quadratmeter jeden Tag.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
three-horses 26.04.2019, 16:12
193. Ein paar Trännen zum Abschied.

Zitat von Byrne
Ein schönes Radstraßennetz würde ich mir ja auch wünschen. Leider ist aber nicht jeder so "gesund", um dieses nutzen zu können. Und leider gibt es in Deutschland wetterbedingt dann doch jährlich mehr oder weniger Tage, an denen sich außer ein paar ganz hart gesottenen niemand aufs Fahrrad setzen möchte. Also müsste man als Backup ständig einen riesigen Fuhrpark samt Fahr- und Servicepersonal im ÖPNV vorhalten. Und es wird dann auch bestimmt in den Randbezirken der Städte und auf dem Land sowieso jede Menge Strecken resp. Routen geben, wo der ÖPNV gegenüber dem Individualverkehr unterlegen ist, auch was die CO2-Emissionen angeht. ÖPNV lohn sich nämlich nur, wenn zahlreiche Menschen zur selben Zeit den selben Beförderungswunsch haben. Man muss immer bedenken, dass die Vielfältigkeit der Lebensrealität auch vielfältige Lösungen verlangt und die scheinbar einfachsten Lösungen nicht immer automatisch die besten Lösungen sind.
"ÖPNV lohn sich nämlich nur, wenn zahlreiche Menschen zur selben Zeit den selben Beförderungswunsch haben"...das ist ein Irrtum.
Zwischen so Pampa muss nicht gerade eine Straßenbahn fahren.
Aber eben so kleine auf Gleisen selbst fahrende "Etwas" mit einem "Handy" Modus. Die Gleise sollen aber überall gezogen werden. Es gibt auch Güter zu befördern. Gerade ein e-Fahrrad sollte man nicht unterschätzen. Das Beste momentan, was der Natur passieren könnte. Man sollte die Autos wo man nur könnte nicht mehr akzeptieren. Radwege und Gleise ausbauen. Warum das ewiges Jammern um die lästige und teure Karre?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tailspin 26.04.2019, 16:14
194. Da haben sie aber ein echtes Problem

Zitat von litholas
Die Sonnenaktivität beeinflusst die Energieflüsse auf der Erde im Mittel um etwa 0,2 Watt pro Quadratmeter Erdboden, das bisher vom Menschen freigesetzte CO2 um 3,7 Watt. Die Bemühungen zum Klimaschutz zielen darauf, dass der Einfluss des CO2 nicht signifikant über 7 Watt pro Quadratmeter ansteigt. Und die Schwarzkörperstrahlung gehört zu den Grundlagen der Klimaforschung. Wenn ein Mathematiker Arbeiten zu komplexen Integralen veröffentlicht, dann fängt er auch nicht an mit 1 + 1 = 2. Was für ne Art Chemiker sind Sie? Petrochemie?
Wenn der Lebensstandard in etwa proportional zum Energieverbrauch ist, ist beide sind angestiegen seit der industriellen Revolution 1850, und sofern ihre Rechnung stimmt, dann ist damit belegt, dass die Sonneneinstrahlung und alle damit verbundenen Technologien wie Wind, Solar oder Wasserkraft nicht ansatzweise ausreichen, um den derzeitigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten und auch die Bevoelkerungsdichte, die damit einhergeht. Die Weltbevoelkerung war 1850 bei 1 Milliarde, jetzt liegt sie bei 6-7. Ich hoffe, es ist Ihnen klar was das bedeutet. Ist ein fragwuerdiger Klimaschutz wichtiger als ein Genozid?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Realist111 26.04.2019, 16:15
195. Menge neuer Wähler?

Zitat von tempus fugit
...Man kann's schon fasst nicht mehr hören, dieses immer selbige (Un) Sinn-Gedöns...: - Wirtschaft wandert ab? Wohin? Ins Frankreich, wo es sowieso schon das Schlaraffenland gibt weil deren Atomstrom soooo billig ist? - Die 'Arbeitsplätze'? Warum weinerlt man rum mangels 'Fachkräften' - oder fehlen Fachkräfte, die sich mit ein bisschen über'm Existenzminimum bewegenden Löhnen begnügen sollen? Jung, erfahren, mehrsprachig? Sie spinnen sich da was zusammen - oder besser: Sie schwafeln da was nach, das nun wirklich schon abgenutzt ist bis zum geht nicht mehr! - Die Miete? München hat seine Sozialwohnungen an Wirtschaftsheuschrecken verkauft. Möglicherweise auch an diesem Familienclan, der offenbar die Afterbraunen unterstützt? Weltt weite Lösungen? Die kommen, egal wie auch immer. Sie mögen hier weiter der NSM (neue (Un)Soziale Marktwirtschaft das Wort reden - selbst Schulkinder haben gemerkt, dass man sie total verarscht... In 2-4 Jahren sind das eine Menge neue Wähler....
In der hiesigen Berufsschule (Stadt / 65.000 Einwohner) hatte ein an der Meinung der "For-Future"-Demonstranten interessierter Landtagsabgeordneter für vorgestern zu einem Gespräch eingeladen. Da waren ältere Schüler angesprochen, Berufsschüler halt, die gerne auch mal freitags "demonstrieren".
Lt. heutigem Zeitungsartikel sind wie viele der Einladung gefolgt?
Genau 2, in Worten "zwei".

Na ja, das Treffen war für außerhalb der Schulzeit angesetzt ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MatthiasPetersbach 26.04.2019, 16:16
196.

Zitat von tinnytim
dass die Grünen für viele naturwissenschaftlich gebildete Menschen im Land als einzige Partei wirklich den Willen und(!) die Expertise hat, etwas am System zu ändern? ......
Ehrlich - DAS bezweifle ich.

Welches System wollen denn die Grünen ändern? Und wie?

Wärmedämmung, bessere Heizungen und Autos, die unterm Strich ein wenig weniger verbrauchen, Citymaut, Fahrrad statt Auto - das ist doch alles Symptomrumgedoktore INNERHALB des System.

Und innerhalb des Systems wird das zu nichts Zählbarem führen. Nicht, solange das System darin besteht, daß wir unseren Wohlstand -und die Verteilung- darauf gründen, daß wir immer mehr Bescheuertes herstellen, verbrauchen und wegwerfen.

WENN bzw. FALLs es gelingen sollte, dann wird das einen Lebensstandard wie in den 50ern enden - in denen man Kleider getragen hat, bis sie nicht mehr zu flicken waren, gegessen hat, was so im Laden war - nämlich das, was es außenrum gerade so gab - und dazwischen eben haushielt. Und der Großteil der Ausstattung ererbt oder vererbt wurde, weil Sohn noch das brauchen konnte, was Vater gekauft hatte.
Geheizt wurde ein Raum, gebadet einmal die Woche, geradelt per Muskel. Die Freizeit war Skatspielen, Kicken und Wandern - und für die beiden letzteren waren keine modeorientierten Ausgaben nötig.

Und somit war der ökologische Fußabdruck des Einzelnen da, wo er hingehört.

Ein Traum.

Anders wird es nicht gehen - nur: das gefällt weder unseren Eliten noch unserer Masse.

Die ersteren werden es nicht zugeben und schon garnicht vorschlagen wollen -oder durchsetzen können- die zweiten sehen die Chance nicht - und lassen sich jetzt Scheibchen für Scheibchen enteignen und besteuern, um dann irgendwann SPÄTER mitgeteilt zu bekommen, daß es nicht klappt - und man weiter im Hamsterrad drehen muß, damit man die Erbsünde erlassen kriegt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rechtsrum 26.04.2019, 16:17
197. @182

Wenn diese von Ihnen angeblich so hoch gebildeten Menschen wirklich glauben, die Erde wird sauber, wenn man den Menschen den Wohlstand raubt, können sie nicht so schlau sein. Und nur, weil Akademiker den Grünen nachlaufen, muss das ja nicht schlau sein. Es sind auch viele Akademiker anderen komischen Parteien und politischen Ideologien nachgelaufen in der Geschichte des Landes und haben mit ihren "Expertiesen" die jeweilge politische Ideologie gestützt - war auch nicht so schlau. Die Grünen waren und sind in den letzten Dekaden mehrfach an der Regierung in Bund und den Ländern. Was dabei raus kam war immer nur steigende Kosten für die Bürger und sinkender Wohlstand. Abbau von Infrastruktur und Bildung, Fortschrittsverhinderung. Nein, diese Akademiker machen das, weil es ihnen sehr gut geht und sie sich, wie ich für mich auch zugeben muss, nicht um die sozial Schwächeren scheren. Und weil diese politische Meinung heutzutage die einzige ist, die man öffentlich sagen darf - passt auch gut zu den früheren Ideologien. Was nicht sein darf, darf man nicht sagen und dann ist es nicht so und wer anders denkt und redet wird ausgegrenzt (wenn es gut für ihn läuft nur das). Glauben Sie, Lesch dürfte noch eine Sendung machen, wenn er sich nicht an die politischen Vorgaben halten würde? Hatten wir alles schon, kommt gerade wieder, Faschismus ist nicht per se politisch rechts (auch wenn das die meisten Akademiker wohl so glauben). Im Übrigen bin ich auch Akademiker mit mehreren Titeln im naturwissenschaftlichen Bereich, aber deshalb darf man doch trotzdem selber denken, die Wahrheit sagen und muss nicht ideologisch alles abnicken, was einem von links oben vorgegeben wird. Wenn Sie da anderer Meinung sind, ist das (noch) Ihr gutes Recht und Sie dürfen sich auch jedes mal freuen, dass sie dem Planeten Gutes tun, wenn Sie den Politikern wieder Ihr hart Erarbeitetes in den Opferstock werfen - wenn's auch sonst nix bringt, ein gutes Gefühl ist durch nichts zu ersetzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
demokrat2 26.04.2019, 16:17
198. SPD-Umweltministerin Schulze ....

.... drückt beim CO2-Sparen auf s Tempo. Der Preis pro Tonne CO2 soll steigen, damit die Verursacher weniger CO2 produzieren. Für Bürger, die durch den CO2-Preis stärker belastet werden, sieht Schulze einen Ausgleich durch Rückzahlung vor. Beispiel: Ein Berufstätiger, der mit dem Auto zu seinem weit entfernten Arbeitsplatz fahren "muss", dem wird die CO2-Abgabe wieder am Ende des Jahres zurückgezahlt, weil dies erst am Ende des Jahres sinnvoll erscheint. Das wäre dann eine vorübergehende Steuer, die vor allem Vielfahrer und Besitzer von Autos mit hohem CO2 - Ausstoß belasten würde. Der Umstieg auf den öffentlichen Personennahverkehr würde sich also lohnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
interessierter Laie 26.04.2019, 16:19
199. Danke für den Hinweis...

Zitat von Ökofred
Gut vorgetragen, leider ist es genau andersherum. Wir "exportieren" Co2 durch die Konsumgüter, die wir im Ausland beziehen, nur der finanzelle Geldfluss ist andersrum. Unterm Strich verdreifacht sich der CO2 Anteil pro Kopf etwa. (siehe Wiki "Co2 pro kopf") Ob dass so richtig ist sollte man wohl mal genauer recherchieren.
aber die Recherche ist sehr aufwändig, weil auch der "Konsum" des Landes stark durch die Art der Wirtschaft beeinflusst wird. Ein Großteil der Energie, der Mobilitätsbedarf und auch der Import vieler Güter und Erstellung von Leistungen, leiten sich daraus ab, dass wir eine Industrienation sind. Wie viele Infrastrukturen - Straßen, Schienen, Brücken, Häfen, Leitungen, Gebäude und dergleichen sind vor allem deshalb in diesem Umfang nötig (und verschleißen so schnell) weil hier Millionen Tonnen Waren und Rohstoffe per LKW, Güterzug, Frachtschiff etc. transportiert werden. Das alles leitet sich daraus ab, dass wir eine Industrienation sind, geht aber nicht unmittelbar in das Produkt ein. Das kann man alles nur sehr grob schätzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 20 von 28